Gottes Werk und Teufels Beitrag (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Doris_
Sehr eindrucksvoll, aber überladen
Pro:
- sehr anspruchsvoll - eindrucksvoll gespielt
Kontra:
- zu viele ernste Themen auf einmal angesprochen
Empfehlung:
Ja
Inhalt: Haupthandlung:
Wir sind in den USA in den dreißiger Jahren. Homer wächst in einem Waisenhaus auf. Nachdem zwei Adoptionen durch Pflegefamilien fehlschlagen, findet Homer im warmherzigen Dr. Wilbour Larch eine Vaterfigur. Die Zuneigung ist beidseitig, und Homer erfährt von Dr. Larch weit mehr als nur das Fachwissen, das ein Arzt benötigt.
Trotzdem ist Homer nicht wirklich auf das vorbereitet, was ihm begegnet, als er eines Tages dennoch beschließt, das buchstäblich in der Pampa gelegene Waisenhaus zu verlassen und seinen eigenen Weg zu gehen.
Es gelten neue, ihm bisher unbekannte Regeln und nicht nur in Punkto Liebe wird ihm klar, dass er Werte überdenken, selbst Entscheidungen treffen und mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben muss.
Inhalt: Nebenhandlungen:
Nebenhandlungen gibt es ebenfalls zuhauf; beinahe bin ich versucht zu sagen: zu viele. Unglücke und Tragödien jagen einander geradezu. Existentielle Fragen tun sich auf, als der junge Mann mehr oder weniger unmittelbar mit
konfrontiert wird.
Diese Liste erhebt nun keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; vermutlich ist die Aufzählung nicht einmal chronologisch ganz korrekt. Daraus ergibt sich unmittelbar, dass der Film thematisch nahezu hoffnungslos überladen daherkommt.
Dies ist allerdings auch gleichzeitig der einzige Kritikpunkt, den ich dem Film überhaupt anlasten möchte.
Darsteller, technische Daten, sonstige Details:
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Darsteller:Michael Caine, Tobey Maguire, Charlize Theron,
Regie:Lasse Hallström
Buch:John Irving
Musik:Musik: Rachel Portman
Laufzeit:Laufzeit: 120 Minuten
Video-Erscheinungstermin: 7. November 2000
Produktion:1999
Gesamteindruck:
Was den Gesamteindruck betrifft, so muss ich anmerken, dass dieser Bericht erst nach dem zweiten Mal Anschauen des Films zustande kam. Nach dem ersten Mal wäre ich kaum imstande gewesen, auch nur einen annährend strukturierten Text darüber zu verfassen, denn damals war ich hochgradig verwirrt über all das, was da derart komprimiert auf mich eingestürzt war.
Die Darstellung empfinde ich als sehr intensiv und gelungen. Es wirkt sehr eindrucksvoll, aber meiner Meinung nach sind in dem Film einfach zu viele bedeutsame Themen auf einmal aufgegriffen worden.
Gestern habe ich den Film in großer Runde angesehen. Für alle außer mir war der Film neu, und den anderen ging es ähnlich wie mir nach dem ersten Mal: Sie konnten das Gesehene kaum ordnen, meinten lediglich, irgendwie fänden sie es alles sehr bedrückend und es habe besonders gegen Ende zu viele Tote gegeben.
Wie man an diesem Text hoffentlich auch erkennen kann, kann man beim zweiten Mal Ansehen dem Film wesentlich mehr entnehmen. Ob sich dieser Aufwand lohnt, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Das liegt wohl zu einem großen Teil auch daran, ob einem dieser Art Zugang zu sozialkritischen Themen liegt oder eher nicht.
Alles in allem finde ich \"Gottes Werk und Teufels Beitrag\" nichtsdestotrotz als deutlich überfrachtet. Wenn man die Anzahl der Nebenhandlungen etwas reduziert hätte, hätte der Film sicherlich einiges an Wirkung gewonnen.
Anmerkung zum Titel:
Bis heute ist weder mir noch jenen Leuten meines Freundeskreises, die diesen Film gesehen haben, wirklich klar, wieso \"Gottes Werk und Teufels Beitrag\" eigentlich diesen eher merkwürdigen Titel erhalten hat. Freilich spielen in diesem Film gerade moralische Fragestellungen und das Thema \"Verantwortung\" eine zentrale Rolle, aber ein ausdrücklich metaphysischer bzw. religiöser Bezug ist eigentlich nicht vorhanden.
Wir sind in den USA in den dreißiger Jahren. Homer wächst in einem Waisenhaus auf. Nachdem zwei Adoptionen durch Pflegefamilien fehlschlagen, findet Homer im warmherzigen Dr. Wilbour Larch eine Vaterfigur. Die Zuneigung ist beidseitig, und Homer erfährt von Dr. Larch weit mehr als nur das Fachwissen, das ein Arzt benötigt.
Trotzdem ist Homer nicht wirklich auf das vorbereitet, was ihm begegnet, als er eines Tages dennoch beschließt, das buchstäblich in der Pampa gelegene Waisenhaus zu verlassen und seinen eigenen Weg zu gehen.
Es gelten neue, ihm bisher unbekannte Regeln und nicht nur in Punkto Liebe wird ihm klar, dass er Werte überdenken, selbst Entscheidungen treffen und mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben muss.
Inhalt: Nebenhandlungen:
Nebenhandlungen gibt es ebenfalls zuhauf; beinahe bin ich versucht zu sagen: zu viele. Unglücke und Tragödien jagen einander geradezu. Existentielle Fragen tun sich auf, als der junge Mann mehr oder weniger unmittelbar mit
- Krankheit,
- sozialer Unterdrückung und Abhängigkeit,
- Krieg,
- Behinderung,
- Inzest,
- Gewalt,
- Verrat,
- Drogenabhängigkeit,
- Tod,
- Freitod und sogar Mord
konfrontiert wird.
Diese Liste erhebt nun keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; vermutlich ist die Aufzählung nicht einmal chronologisch ganz korrekt. Daraus ergibt sich unmittelbar, dass der Film thematisch nahezu hoffnungslos überladen daherkommt.
Dies ist allerdings auch gleichzeitig der einzige Kritikpunkt, den ich dem Film überhaupt anlasten möchte.
Darsteller, technische Daten, sonstige Details:
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Darsteller:Michael Caine, Tobey Maguire, Charlize Theron,
Regie:Lasse Hallström
Buch:John Irving
Musik:Musik: Rachel Portman
Laufzeit:Laufzeit: 120 Minuten
Video-Erscheinungstermin: 7. November 2000
Produktion:1999
Gesamteindruck:
Was den Gesamteindruck betrifft, so muss ich anmerken, dass dieser Bericht erst nach dem zweiten Mal Anschauen des Films zustande kam. Nach dem ersten Mal wäre ich kaum imstande gewesen, auch nur einen annährend strukturierten Text darüber zu verfassen, denn damals war ich hochgradig verwirrt über all das, was da derart komprimiert auf mich eingestürzt war.
Die Darstellung empfinde ich als sehr intensiv und gelungen. Es wirkt sehr eindrucksvoll, aber meiner Meinung nach sind in dem Film einfach zu viele bedeutsame Themen auf einmal aufgegriffen worden.
Gestern habe ich den Film in großer Runde angesehen. Für alle außer mir war der Film neu, und den anderen ging es ähnlich wie mir nach dem ersten Mal: Sie konnten das Gesehene kaum ordnen, meinten lediglich, irgendwie fänden sie es alles sehr bedrückend und es habe besonders gegen Ende zu viele Tote gegeben.
Wie man an diesem Text hoffentlich auch erkennen kann, kann man beim zweiten Mal Ansehen dem Film wesentlich mehr entnehmen. Ob sich dieser Aufwand lohnt, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Das liegt wohl zu einem großen Teil auch daran, ob einem dieser Art Zugang zu sozialkritischen Themen liegt oder eher nicht.
Alles in allem finde ich \"Gottes Werk und Teufels Beitrag\" nichtsdestotrotz als deutlich überfrachtet. Wenn man die Anzahl der Nebenhandlungen etwas reduziert hätte, hätte der Film sicherlich einiges an Wirkung gewonnen.
Anmerkung zum Titel:
Bis heute ist weder mir noch jenen Leuten meines Freundeskreises, die diesen Film gesehen haben, wirklich klar, wieso \"Gottes Werk und Teufels Beitrag\" eigentlich diesen eher merkwürdigen Titel erhalten hat. Freilich spielen in diesem Film gerade moralische Fragestellungen und das Thema \"Verantwortung\" eine zentrale Rolle, aber ein ausdrücklich metaphysischer bzw. religiöser Bezug ist eigentlich nicht vorhanden.
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