Große Erwartungen (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 07/2008
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Erfahrungsbericht von Volker111
Estella - schön und verführerisch
Pro:
Spannung, Dramatik und Romantik
Kontra:
Bruch vom Jungen zum Jüngling
Empfehlung:
Ja
Große Erwartungen
Schade, dass YOPI groß mit Doppel-S schreibt, da habe ich zunächst den Titel gar nicht gefunden!
••• Vorwort •••
Bereits vor mehreren Wochen oder doch schon Monaten nahm ich von ORF1 den Film Große Erwartungen für meine Frau auf. Als wir dann begannen ihn uns gemeinsam an einem Sonntagvormittag anzuschauen, war ich gleich von den wunderschönen traumhaften Bildern und der Heftigkeit, von der diese Traumidylle plötzlich durch den aus dem Meerwasser wie ein schreckliches Monster auftauchenden Robert de Niro zerstört wurde. Eigentlich wollte ich ja nur meiner Frau den Film einstellen, um anschließend etwas anderes in meinem Arbeitszimmer zu verrichten. Doch bereits die ersten Filmszenen nahmen mich so gefangen, dass ich mit ihr zusammen den ganzen Film anschaute.
••• Inhaltsanriss •••
Der zehnjährige Junge Finnegan Bell lebt als Waise bei seiner Schwester und ihrem Freund, einem Fischer. Nicht nur, dass er in ärmlichen Verhältnissen lebt, sondern er bemerkt auch, dass seine Schwester den für ihn zum Vater gewordenen Freund betrügt.
Am Strand hat er die im Vorwort angedeutete Begegnung mit dem entflohenen Sträfling, dem er auf dessen Flucht behilflich ist, wenngleich mit nur zeitweiligem Erfolg.
Durch einen Zufall erhält Finn über den Freund seiner Schwester die Gelegenheit, bei der steinreichen Mrs. Dinsmoor als Gärtner bzw. Gesellschafter sich ein Taschengeld zu verdienen. Dies ist umso notwendiger, da inzwischen seine Schwester sich mit einem Liebhaber auf und davon gemacht hat.
Bei Mrs. Dinsmoor lernt er deren mit ihm gleichaltrige Nichte Estella kennen. Diese wird von ihrer während der Trauung vom Bräutigam im Stich gelassenen und voller Rachegefühle gegenüber der Männerwelt erfüllten Tante so erzogen, dass Estella umgekehrt später den Männern die Herzen brechen soll. Finn wird von ihr allerdings gewarnt, sich ja nicht in Estella zu verlieben. Wie weit dies ernst gemeint oder wiederum nur ein grausames Spiel ist, bleibt Interpretationsfreiheit.
Auf jeden Fall verliebt sich Finn in Estella, die bereits mit 10 Jahren äußerst kokett und Lolita ähnlich ihn zu den ersten intensiven (filmisch wunderschön dargestellt) Küssen zu verführen versteht.
Finn, ein zeichnerisch und malerisch äußerst talentierter Junge, hält einige dieser Szenen in Bildern fest.
Doch dann, eines Tages, schickt die Tante ihre Nichte fort, um sie quasi ihre Bestimmung erfüllen zu lassen.
Erste Jahre später, in New York, treffen sich Finn und Estella wieder. Er hat durch einem unbekannten Mäzen die Chance erhalten, seine Bilder in einer berühmten Galerie auszustellen, sie ist dabei, einen reichen Architekten zu heiraten, quasi den Auftrag ihrer Tante zu erfüllen.
Nach einem Wechselspiel der Leidenschaften, Momenten der bitteren Wahrheit und Enttäuschungen sowie der dramatischen Wiederbegegnung mit dem Sträfling gibt es in einem Nachspann, zeitlich gesehen viele Jahre später, doch noch ein versöhnliches Ende.
••• Wertung •••
Obwohl der Film vorrangig wohl als Liebesdrama bezeichnet werden kann, enthält er auch recht viele Aspekte eines Actionthrillers. Dies war für mich um so erstaunlicher, als das Drehbuch von
Mitch Glazer nach Motiven des Romans von Charles Dickens geschrieben wurde.
Robert de Niro spielt zwar \"nur\" eine Nebenrolle, gemessen am zeitlichen Auftreten im Film, aber die einfach hinreißend und für die Handlung der Geschichte durchaus wesentlich.
Wunderschön die zwei Kinder mit 10 Jahren, etwas abfallend dazu der halbwüchsige Finn, überzeugend dann wieder das erwachsene Liebespaar Estella mit Finn.
Für mich geradezu meisterlich ist die Regieführung von Alfonso Cuarón. Egal ob es die Bilder in der halbverfallenen und doch wunderschönen Villa, das Modellstehen in New York, die Verfolgungsjagd in der U-Bahn sind, oder die Veränderungen im Gesicht der Tante, die Intensität ist zuweilen kaum erträglich.
Einen wichtigen Aspekt hätte ich fast vergessen. Auch die Filmmusik bzw. der Soundtrack sind hörenswert.
Der Film ist melodramatisch und doch gleichzeitig spannend wie ein Psychothriller. Für mich überhaupt keine Frage, wer diesen Film im Fernsehen versäumt haben sollte, der sollte versuchen, sich den 107 Min. langen Film, freigegeben ab 12 Jahren, gedreht 1997 USA, als Video über Ebay (2 bis 5 Euro) oder über amazon.de (9,99 Euro) zu besorgen. Auch als DVD ist dieser Film erhältlich.
Bei amazon.de erhielt er 4½ Sterne, mir ist er 5 Sterne und eine klare Empfehlung wert.
Obwohl er ab 12 Jahren freigegeben ist, denke ich mal, dass nur etwas ältere Zuschauer diesen Film verstehen und schätzen können. Viel Vergnügen beim Anschauen.
Schade, dass YOPI groß mit Doppel-S schreibt, da habe ich zunächst den Titel gar nicht gefunden!
••• Vorwort •••
Bereits vor mehreren Wochen oder doch schon Monaten nahm ich von ORF1 den Film Große Erwartungen für meine Frau auf. Als wir dann begannen ihn uns gemeinsam an einem Sonntagvormittag anzuschauen, war ich gleich von den wunderschönen traumhaften Bildern und der Heftigkeit, von der diese Traumidylle plötzlich durch den aus dem Meerwasser wie ein schreckliches Monster auftauchenden Robert de Niro zerstört wurde. Eigentlich wollte ich ja nur meiner Frau den Film einstellen, um anschließend etwas anderes in meinem Arbeitszimmer zu verrichten. Doch bereits die ersten Filmszenen nahmen mich so gefangen, dass ich mit ihr zusammen den ganzen Film anschaute.
••• Inhaltsanriss •••
Der zehnjährige Junge Finnegan Bell lebt als Waise bei seiner Schwester und ihrem Freund, einem Fischer. Nicht nur, dass er in ärmlichen Verhältnissen lebt, sondern er bemerkt auch, dass seine Schwester den für ihn zum Vater gewordenen Freund betrügt.
Am Strand hat er die im Vorwort angedeutete Begegnung mit dem entflohenen Sträfling, dem er auf dessen Flucht behilflich ist, wenngleich mit nur zeitweiligem Erfolg.
Durch einen Zufall erhält Finn über den Freund seiner Schwester die Gelegenheit, bei der steinreichen Mrs. Dinsmoor als Gärtner bzw. Gesellschafter sich ein Taschengeld zu verdienen. Dies ist umso notwendiger, da inzwischen seine Schwester sich mit einem Liebhaber auf und davon gemacht hat.
Bei Mrs. Dinsmoor lernt er deren mit ihm gleichaltrige Nichte Estella kennen. Diese wird von ihrer während der Trauung vom Bräutigam im Stich gelassenen und voller Rachegefühle gegenüber der Männerwelt erfüllten Tante so erzogen, dass Estella umgekehrt später den Männern die Herzen brechen soll. Finn wird von ihr allerdings gewarnt, sich ja nicht in Estella zu verlieben. Wie weit dies ernst gemeint oder wiederum nur ein grausames Spiel ist, bleibt Interpretationsfreiheit.
Auf jeden Fall verliebt sich Finn in Estella, die bereits mit 10 Jahren äußerst kokett und Lolita ähnlich ihn zu den ersten intensiven (filmisch wunderschön dargestellt) Küssen zu verführen versteht.
Finn, ein zeichnerisch und malerisch äußerst talentierter Junge, hält einige dieser Szenen in Bildern fest.
Doch dann, eines Tages, schickt die Tante ihre Nichte fort, um sie quasi ihre Bestimmung erfüllen zu lassen.
Erste Jahre später, in New York, treffen sich Finn und Estella wieder. Er hat durch einem unbekannten Mäzen die Chance erhalten, seine Bilder in einer berühmten Galerie auszustellen, sie ist dabei, einen reichen Architekten zu heiraten, quasi den Auftrag ihrer Tante zu erfüllen.
Nach einem Wechselspiel der Leidenschaften, Momenten der bitteren Wahrheit und Enttäuschungen sowie der dramatischen Wiederbegegnung mit dem Sträfling gibt es in einem Nachspann, zeitlich gesehen viele Jahre später, doch noch ein versöhnliches Ende.
••• Wertung •••
Obwohl der Film vorrangig wohl als Liebesdrama bezeichnet werden kann, enthält er auch recht viele Aspekte eines Actionthrillers. Dies war für mich um so erstaunlicher, als das Drehbuch von
Mitch Glazer nach Motiven des Romans von Charles Dickens geschrieben wurde.
Robert de Niro spielt zwar \"nur\" eine Nebenrolle, gemessen am zeitlichen Auftreten im Film, aber die einfach hinreißend und für die Handlung der Geschichte durchaus wesentlich.
Wunderschön die zwei Kinder mit 10 Jahren, etwas abfallend dazu der halbwüchsige Finn, überzeugend dann wieder das erwachsene Liebespaar Estella mit Finn.
Für mich geradezu meisterlich ist die Regieführung von Alfonso Cuarón. Egal ob es die Bilder in der halbverfallenen und doch wunderschönen Villa, das Modellstehen in New York, die Verfolgungsjagd in der U-Bahn sind, oder die Veränderungen im Gesicht der Tante, die Intensität ist zuweilen kaum erträglich.
Einen wichtigen Aspekt hätte ich fast vergessen. Auch die Filmmusik bzw. der Soundtrack sind hörenswert.
Der Film ist melodramatisch und doch gleichzeitig spannend wie ein Psychothriller. Für mich überhaupt keine Frage, wer diesen Film im Fernsehen versäumt haben sollte, der sollte versuchen, sich den 107 Min. langen Film, freigegeben ab 12 Jahren, gedreht 1997 USA, als Video über Ebay (2 bis 5 Euro) oder über amazon.de (9,99 Euro) zu besorgen. Auch als DVD ist dieser Film erhältlich.
Bei amazon.de erhielt er 4½ Sterne, mir ist er 5 Sterne und eine klare Empfehlung wert.
Obwohl er ab 12 Jahren freigegeben ist, denke ich mal, dass nur etwas ältere Zuschauer diesen Film verstehen und schätzen können. Viel Vergnügen beim Anschauen.
38 Bewertungen, 5 Kommentare
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31.07.2008, 17:57 Uhr von try_or_die87
Bewertung: sehr hilfreichSehr Hilfreich! Liebe Grüße
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15.07.2008, 21:04 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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12.05.2007, 16:01 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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24.07.2006, 21:20 Uhr von Tweety30
Bewertung: sehr hilfreichDen würde ich mir auch gern mal ansehen.
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26.06.2006, 20:26 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich☼☼☼ ... lg susi ... ☼☼☼
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