Hard Rain (VHS) Testbericht

Hard-rain-vhs-actionfilm
ab 6,68
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

5 Sterne
(0)
4 Sterne
(2)
3 Sterne
(1)
2 Sterne
(1)
1 Stern
(1)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von letsthommes

Das Wasser steigt und steigt und steigt....

Pro:

viel Action; niemals Langeweile; gute Filmmusik; Respekt vor Naturgewalten;

Kontra:

sehr brutal; nicht grade gute Schauspieler;

Empfehlung:

Ja

....bis der Damm bricht. In der überfluteten amerikanischen Kleinstadt Huntingburg versucht Tom, Angestellter einer Geldtransportfirma über 3 Millionen Dollar vor Ganoven zu verstecken. Selbst die Ortspolizisten werden gierig nach der Kohle und vernachlässigen den brüchigen Damm, der bei seiner Zerstörung die ganze Stadt unter Wasser setzt. Mit wilden Verfolgungsjagden, brutalen Schießereien und jede Menge schwarzem Humor ist der Film packend bis zur letzten Minute.

Zur Story:
Während das kleine Städtchen Huntingburg vom noch amtierenden korrupten Sheriff und seinen Helfern Wayne und Phil evakuiert wird, transportieren Tom und Charlie, Angestellte einer Geldtransportfirma die letzten Geldsäcke aus den Banken, welche sich am Ufer des über die Ufer getretenen Flusses befinden. Die beiden verstehen sich „blendend“. In einer kleinen Bar außerhalb Huntingburgs planen vier Ganoven angeführt vom farbigen Jim den Überfall auf den Geldtransporter. Der geschwätzige und kindische Kenny, der Lehrer Mr. Mehlor, der bibelzitaterunterlabernde Ray und Jim selber. Währenddessen versucht der Sheriff das Großelternpärchen Doreen und Henry aus ihrem Haus zu holen. Die Labertasche Doreen versucht Fallen aufzustellen, welches der über ihren Tod glückliche Sheriff verhindern will aber nicht schafft.

Tom und Charlie sind unterdessen auf der Landstraße Richtung Huntingburg unterwegs. Durch eine Unachtsamkeit kommen sie von der Straße ab und Charlie ruft, so hört es sich zumindest an, bei der Zentrale an, welche die Nationalgarde alarmieren soll. Plötzlich tauchen dann Jim und seine Kumpanen auf und täuschen vor sie abschleppen zu wollen. Als Tom Verdacht auf einen Überfall schöpft und die Pistole zieht erschießt der bescheuerte Kenny Charlie. Jim dreht durch und Tom verschwindet unbemerkt mit den 3 Millionen aus dem Geldtransporter. Die versteckt auf dem städtischen Friedhof. Als die vier den Transporter durchsuchen merken sie dass kein Geld mehr da ist und besorgen sich aus einem leerstehendem Geschäft Motorboote und Jetskis. Damit suchen sie nach Tom, welcher nachdem sie ihn gesehen haben in die Schule der Stadt flüchtet. Dort kann er Kenny nach einem Unfall den Jetski klauen und haut ab.

Um seinen Tod vorzutäuschen lässt er den Jetski gegen einen Baum rennen und schwimmt in Richtung Kirche. Dort wird er von jemandem per Kreuz erschlagen und wacht im Gefängnis wieder auf. Währenddessen durchsuchen Jim und Kumpanen die Schule. Im Gefängnis erfährt er, dass die naive Karen ihn erschlagen hat. Er erzählt von dem Überfall auf den Transporter und vom Tod seines Onkels Charlie. Die Polizisten machen sich auf den Weg, um Karen aus der Stadt zu bringen und die Ganoven zu schnappen. Tom wird im Gefängnis eingesperrt.

Nachdem sich Karen des Polizisten Phil entlediget hat, fährt sie mit dem Motorboot zur Kirche um die wertvollen Kirchenfenster vor der Flut zu retten. Währenddessen ruft der Dammwärter Hank an, da er eine weitere Schleuse öffnen musste. Die kommende Flutwelle bedroht jeden in der Stadt. Die Gangster werden aus den Booten geworfen, die Kirche steht unter Wasser und Tom droht im Gefängnis zu ersaufen. Trotz Selbstrettungsmethoden wird er knapp vorm ersaufen von Karen gerettet. Als sie vom Gefängnisdach fliehen, werden sie von den Ganoven entdeckt und von Kenny verfolgt. Dem können sie entkommen, da sie sich in einem der schwimmenden Autos verstecken. Dabei erkennt Tom, dass dies sein Wagen aus Studentenzeiten ist. Als sie auf einen kurz vor der Explosion stehenden Transformator treffen, verziehen sie sich nach einigen Kapriolen auf ein Fenstersims, wobei Tom vom herankommenden Charlie ins Wasser gerissen wird. Kurz vorm Gegrilltwerden kann er sich aufs Fenstersims zurückziehen. Kenny wird an einem Eisenmast gegrillt.

Danach brechen sie in das mit Fallen gespickte Haus von Doreen und Henry ein und werden geschnappt. Jim, Ray und Mr. Mehlor finden inzwischen den armen Kenny. Der stirbt dann in Jims Armen. Der Sheriff und seine Helfer suchen inzwischen nach Karen und Tom. Die werden von Doreen und Henry auf dem Dachboden ausgefragt. Nach einigen Erklärungen gibt Henry Tom sein Boot und Tom fährt zu Geldtransporter. Dort wird er von den Ganoven gestellt, welche das Versteck der Kohle gegen das Leben von Doreen und Henry erpressen wollen. Die werden laufen gelassen und Tom fährt mit den Gangstern zum Friedhof. Karen, welche vom Dachboden des alten Ehepaars geflohen ist wird von den Polizisten aufgegriffen.

Auf dem Friedhof erfährt Tom, dass Charlie und die Gangster unter einer Decke steckten und der Überfall mit Beteiligung Charlies geplant war. Tom dreht durch und wird gezwungen das Geld zu holen, welches aber schon geklaut wurde. Dann taucht die Polizei mit Hank auf, welchem der Damm scheißegal ist, auf und eröffnet das Feuer auf die Ganoven. Ray und Mr. Mehlor werden getötet. Nun will der Sheriff, welcher das Geld schon geklaut hat und seine Dienstplakette weggeworfen hat, auch Tom umbringen, da dieser ein überflüssiger Zeuge ist. Karen schlägt er kurzerhand bewusstlos. Nachdem Jim die Polizisten kurzzeitig außer Gefecht gesetzt hat fliehen er und Tom zur Kirche, wo die Expolizisten sie mit Molotowcocktails ausräuchern wollen. Da dies nicht funktioniert dringen sie in die Kirche ein. Wayne bringt Karen in ihr Haus, um sie zu vergewaltigen.

In der Kirche wird unterdessen scharf geschossen, wobei der schießunwillige Phil ums Leben kommt. Tom und Jim können Hank und den Sheriff Mike entwaffnen. Da der Damm bricht versucht Tom zu erfahren wo Karen ist. Phil kann dies grade noch sagen. Karen hat inzwischen, gefesselt an ein Geländer Wayne umgebracht und kämpft gegen das steigende Wasser an. Da Tom auf dem Weg zu ihr ist, erschießt Mike hinterhältig Jim und haut mit Hank vor der Flut ab. Er schmeißt Hank über Bord, welcher auf brutalste Weise stirbt. Jim fährt mit dem Motorboot davon.

Nach einigen Fehlschlägen kann Tom endlich die arme Karen befreien und flieht mit ihr aufs Dach des schwimmenden Hauses, wo sie vom Sheriff beschossen werden. Jim, welcher in der Nähe ist springt mit seinem Boot übers Hausdach und der Sheriff kriegt den abgefallenen Motorbootmotor in den Körper gerammt. Alles scheint ok, doch dann taucht der Sheriff wieder auf, will sich eine der Säcke holen wird aber von Tom auf brutalste Weise erschossen. Die Nationalgarde kreuzt auf, Jim flieht mit etwas Geld und alles ist in bester Ordnung.

Eigene Meinung:
Noch nie wurde in einem Film eine Naturkatastrophe so packend dargestellt. Die Kamerafahrt am Anfang des Films zeigt die überflutete Gegend. Während des ganzen Films steigt das Wasser stetig und schnell immer weiter. Wo anfangs noch ein zwei Meter hohes Schild stand ist gegen Mitte des Films nur noch die oberste Zeile der Schrift zu erkennen. Selbst die McDonalds-Filiale der Stadt geht unter. Man bekommt wirklich Respekt vor der Gewalt des Wassers. Besonders das Ende mit der riesigen Flutwelle und dem brechenden Damm sorgt für Spannung pur.

Die Action kommt mal wieder nicht zu kurz. Ständig wird geballert. Die Sterbeszenen sind echt ekelhaft. So stirbt zum Beispiel Mr. Mehlor auf eine gut in Szene gesetzte Weise. Der Sheriff feuert einen Schuss ab, man sieht das Gesicht des Lehrers aus aller Nähe, die Kugel fliegt durchs Brillenglas, trifft ins Auge und das Blut spritzt. Was äußerst verwundernd ist, ist die Magazingrö0ße der Waffen und die Munitionsvorräte der Ganoven. Im ganzen Film fallen locker 300 Schüsse. Waffenlose Kämpfe, außer gegens Ertrinken gibt’s nicht.

Die einzelnen Personen sind voller Klischees. Der Sheriff ist ein in der Öffentlichkeit loyaler, in Wirklichkeit aber ein korrupter und gewissenloser Drecksack, den das Geld zum Egoarsch macht. Am Ende kriegt er aber noch sein Fett weg. Zuerst verstümmelt vom Bordmotor eines Motorbootes und dann durchlöchert von Kugeln bis zum geht nicht mehr. Das alte Ehepaar, Doreen und Henry könnte verschiedener nicht sein. Er ist ein netter und gesetzestreuer Mann und sie ein vorlauter und ewig redender Hausdrachen. Als die beiden aus ihrer Geiselhaft entkommen will er umdrehen um zu sehen, ob sie nicht von den Ganoven erschossen wird, welche sie nicht ausstehen konnten.

Karen ist so was wie ein weiblicher McGyver (sie kennen den doch??). Mit ihrem Taschenmesser löst sie alle Probleme, oder versucht es zumindest. Tim und Charlie streiten sich gegen Anfang des Film. Der eine ist ein alter Trottel, der andere eine junger Idiot. Obwohl sie sich gegenseitig beschimpfen, mögen sie sich doch. Der einzige der nicht grade toll ist, ist Ray, der dauernd blöde Bibelsprüche von sich gibt.

Originallänge: 93 Minuten

Drehbuch:
Graham Yost
Filmmusik:
Christopher Young
Kamera:
Peter Menzies
Produktion:
Ian Bryce
Mark Gordon
Gary Levinsohn
Art Levinsohn

Regie:
Mikael Salomon

Schauspieler:
Tom: Christian Slater
Jim: Morgan Freeman
Karen: Minnie Driver
Wayne: Mark Rolsten
Phil: Peter Murnik
Sheriff: Randy Quaid
Mr. Mehlor: Dann Florek
Ray: Ricky Harris
Kenny: Michael A. Goorjian
Doreen: Betty White
Henry: Richard A. Dysart
Hank: Wayne Duvall

Fazit:
So packend wie in diesem Film wurde eine Naturkatastrophe noch nie dargestellt. Mit packenden Verfolgungsjagden und jede Menge Action ist der Film ein Muss für Actionfans. Brutal aber gut.

LETSTHOMMES

16 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Wegeno

    22.08.2005, 22:24 Uhr von Wegeno
    Bewertung: sehr hilfreich

    Hi, habe den Film auch gesehen. Action pur, einige Szenen überdreht, einige verworren, aber eben ein Muß. Gruß Wegeno