Harold und Maude (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher
YOU can do what YOU WANT
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
If you want to sing out, SING OUT
And if you want to be free, BE FREE
\'Cause there\'s a million things to be
You know that there are
°°°°°°°°°
1971 versetzte ein Film die Welt in Aufruhr, ein Film der die Gesellschaft spaltete. „Wunderbar“ schrieen die einen, „Unmoralisch“ die anderen. Der Film handelt von einer Liebe, einer Liebe zwischen zwei Menschen mit einem Altersunterschied wie er größer nicht sein könnte, was der eine Grund für das Aufschreien der einen Seite war, aber der Film handelt noch von viel mehr....
Bevor ihr weiterlest noch eine Anmerkung. Die über den Text verstreuten englischen Zeilen stammen aus dem Lied „If you want to be free“ von Cat Stevens und sollten beim Lesen des Berichts unbedingt mitgelesen werden.
Der Inhalt
°°°°°°°°°
Harold Chasen (Bud Cort) ist 16 Jahre alt und ein Sohn reicher Eltern. Zusammen mit seiner Mutter lebt auf einem riesen Anwesen und hat eigentlich alles, wovon man träumen kann. Doch Harold ist ein sonderbarer Junge. Sein größtes Hobby ist es seinen eigenen Selbstmord für seine Mutter zu inszenieren. So hängt er mal scheinbar tot an einem Strick mitten im Raum oder liegt im blutüberströmten Bad mit scheinbar aufgeschnittenen Pulsadern.
Doch das ist nicht das einzige wundersame Hobby des sehr schweigsamen jungen Mann. Er hat sich einen Leichenwagen gekauft und fährt damit mittlerweile täglich auf irgendwelche Beerdigungen.
Bei einer dieser Beerdigungen lernt er die 79jährige Maude (Ruth Gordon) kennen. Maude ist eine freiheitsliebende Exzentrikerin, für die Moral, gesellschaftliche Achtung und Konventionen keine Rolle spielen. Sie liebt es das zu tun, was sie will, sie fährt die Autos, die gerade rumstehen, sie schert sich nicht um irgendwelche Regeln.
Während Harolds Mutter (Vivian Pickles) alles versucht (Psychiater, Frauen, welche Harold heiraten sollen, die Armee) um ihren Sohn zu einem „normalen“ Menschen zu machen, genießt Harold mit Maude immer mehr die Freiheiten des Lebens. Mit makabren Scherzen vertreibt Harold die von seiner Mutter angeschleppten Frauen und damit seiner Mutter zur Verzweiflung und mit Maudes Hilfe entgeht er der Armee.
Während der zahlreichen Abenteuer mit Maude kommt Harold ihr auch immer näher und schließlich entschließt er sich sie zu heiraten. An ihrem 80. Geburtstag will er sie fragen, doch Maude hat für diesen Tag schon etwas anderes geplant.
°°°°°°°°°
And if you want to live high, live high
And if you want to live low, live low
\'Cause there\'s a million ways to go
You know that there are
°°°°°°°°°
Meine Meinung
°°°°°°°°°
Harold und Maude ist ein ungewöhnlicher Film mit zahlreichen Facetten.
So ist Harold und Maude eine großartige Komödie mit einem eindrucksvollen schwarzen Humor, der gerade in den Szenen am besten zum Tragen kommt, in denen Harold, die von seiner Mutter bestellten Damen vertreibt. Ob er sich scheinbar selbst anzündet, die Hand abhackt, oder eine Dame dazu bringt, Selbstmord zu begehen, alles ist so makaber, aber ich könnte jedes Mal herzhaft lachen. Oder auch wenn Maude wieder mal mit einem geklauten Auto unterwegs ist und die Polizei zur Verzweiflung drängt. Ganz klar Komödie möchte man da sagen.
Dann erzählt der Film aber auch eine Liebesgeschichte, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem 16jährigen und einer fast 80jährigen. Dabei gelingt dem Film etwas großartiges, denn er wird nie kitschig in der Erzählung dieser Liebesgeschichte, und er macht sich nie über die beiden Protagonisten lustig, nein, der Zuschauer fühlt mit ihnen, er akzeptiert die Liebe, eine Liebe gegen alle gesellschaftlichen Regeln. Also eine Liebeskomödie? Nein!
Viel mehr! Denn diese Liebesgeschichte ist nur einer der Widersprüche gegen die Regeln der Gesellschaft.
°°°°°°°°°
YOU can do what YOU WANT
The opportunity\'s on
And if you can find a new way
You can do it today
You can make it all true
And you can make it undo
you see ah ah ah
its easy ah ah ah
You only need to know
°°°°°°°°°
„You can do what you want“, „if you want to be free, be free“ diese Zeilen singt Cat Stevens in einem Lied vom Soundtrack des Films und diese Sätze sind wie ein Symbol für die Aussage des Films, eine fast anarchistische Aussage. Schere Dich nicht um die Scheiß Gesellschaft und ihre scheiß verlogene Moral und ihre Wertvorstellung und Regeln, dass sagt mir der Film jedes Mal, mach was Du willst, denn ist das richtige. Liebe den, den Du lieben willst, egal was die anderen dazu sagen. Scheiß auf einen Altersunterschied oder irgendeine Andersartigkeit sagt mir der Film, und Scheiß auch auf das Geschlecht, möchte ich da ergänzen sicher im Sinne von Colin Higgins, der den dem Buch zugrunde liegenden Roman geschrieben, und auch den Film mitproduziert hat: Liebe den, den Du lieben willst!
°°°°°°°°°
Well if you want to say yes, say yes
And if you want to say no, say no
\'Cause there\'s a million ways to go
You know that there are
°°°°°°°°°
Besonders tritt dies ganze in der Person von Maude zu Tage, welche wunderbar von Ruth Gordon dargestellt wird. Maude kümmert sich ihr ganzes Leben nicht um die Regeln, sie erzählt Harold von ihren Revolten und ihrer Beteiligung an Demonstrationen, sie erzählt, wie sie in Tierhandlungen eingebrochen ist, um die Vögel zu befreien. Für sie ist Freiheit das größte in ihrem Leben und diese Freiheit geht so weit, dass sie auch die Freiheit haben will, selbst zu bestimmen, wann ihr Leben endet.
Diese Einstellung überträgt sie immer mehr auf Harold. Harold ist wortkarg am Anfang und macht nur seine makabren Scherze und geht auf Beerdigungen. Er spricht selten mehr als einen Satz am Stück. Doch mit Maude blüht er auf. Er genießt das Leben mit ihr, beteiligt sich an ihren Aktionen, sie bringt ihn dazu Banjo spielen zu lernen. Er entdeckt die Freiheiten und die schönen Seiten des Lebens und dann auch die schmerzlichste. Doch diese ist dann die letzte Lektion in Maudes Lehre über die Freiheit und auch diese wird er letztendlich verstehen.
Als Darsteller agiert hier Bud Cort, der es komischerweise nie zu einem großen Darsteller in Hollywood geschafft hat, sondern heute noch in vielen Filmen in ganz kleinen Rollen zu bewundern ist (u.a. Braindead, Heat, Dogma, Coyote Ugly, Pollock). Den Bud Cort spielt hier großartig auf, allein schon seine Mimik bei seinen zahlreichen „Selbstmorden“ ist wunderbar, aber auch die ganze Entwicklung seiner Rolle. Der verstockte Mensch zu Anfang, der sich immer mehr wandelt, einmal innerlich und das von Cort auch wunderbar übertragen auf die Mimik aber auch äußerlich durch die Kleidung, die immer näher an den berühmten Flower Power-Stil der 60er rankommt.
Aber auch die Nebendarsteller können durchweg überzeugen. Allen voran natürlich Vivian Pickles als Mutter von Harold, die als einzige Nebendarsteller eine größere Rolle hat, aber in ihren kurzen Auftritten wissen auch Eric Christmas als Priester zu gefallen und vor allem Charles Tyner als Onkel Victor, der nur noch einen Arm hat und bei der Armee ist. Hier greift der Film auch ziemlich die Armee an, gerade in der Szene als Onkel Victor seinem Neffen Harold die Armee schmackhaft machen will, zeigt sich doch die etwas linkere Gesinnung des Films!
°°°°°°°°°
And if you want to be me, be me
And if you want to be you, be you
\'Cause there\'s a million things to do
You know that there are
°°°°°°°°°
Wie vielleicht einige schon bemerkt haben, spielt aber noch eine weitere Person eine sehr wichtige Rolle in diesem Film: Cat Stevens, der den Soundtrack zum Film beigesteuert hat und dessen Lieder im Film immer wieder zu hören sind und den Film wunderbar untermalen So gibt es sicher fast so viele Szenen mit der Musik von Stevens im Hintergrund, wie es Szenen mit Dialog gibt.
°°°°°°°°°
Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
\'Cause there\'s a million things to be
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are
°°°°°°°°°
Ich kann Harold und Maude nur empfehlen. Es ist ein großartig dargestellter Film mit einer komischen und berührenden Geschichte mit einer klaren Botschaft. Er ist sicher nichts für jedermann, für einige vielleicht phasenweise zu anarchistisch, einige sind vielleicht leider auch in der heutigen Zeit noch zu verbohrt und schütteln den Kopf bei dieser Liebesbeziehung und halten das ganze für pervers, aber für mich ist ein wunderbarer Film ohne jegliche Schwächen (außer vielleicht der nicht ganz überzeugenden deutschen Synchronstimme von Harold).
Ganz klar 10 von 10 Punkten!!!
Daten
°°°°°°°
Titel Deutschland: Harold und Maude
Originaltitel: Harold and Maude
Genre: Komödie,...
USA 1971, FSK 12, Laufzeit: 91 Minuten
Darsteller: Ruth Gordon (Maude), Bud Cort (Harold Chasen), Vivian Pickles (Mrs. Chasen), Cyril Cusack (Glaucus), Charles Tyner (Onkel Victor), Ellen Geer (Sunshine Doore), Eric Christmas (Priester), G. Wood (Psychiater), Judy Engles (Candy Gulf), Shari Summers (Edith Phern), M. Borman (Motorcycle Officer), Susan Madigan (Freundin), Ray Goman (Police Officer), Gordon Devol (Police Officer), Harvey Brumfield (Police Officer)
Regie: Hal Ashby
Produzenten: Mildred Lewis, Colin Higgins für Paramount
Drehbuch: Colin Higgins nach seinem eigenen Roman \"Harold und Maude\"
Musik: Cat Stevens
Kamera: John K. Alonzo
Schnitt: William A. Sawyer
Weitergehende Informationen:
°°°°°°°
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0067185
Interessante Hintergrundinfos zum Film: http://www.uwe-holtmann.de/huminfo.htm
© Björn Becher 2003
And if you want to be free, BE FREE
\'Cause there\'s a million things to be
You know that there are
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1971 versetzte ein Film die Welt in Aufruhr, ein Film der die Gesellschaft spaltete. „Wunderbar“ schrieen die einen, „Unmoralisch“ die anderen. Der Film handelt von einer Liebe, einer Liebe zwischen zwei Menschen mit einem Altersunterschied wie er größer nicht sein könnte, was der eine Grund für das Aufschreien der einen Seite war, aber der Film handelt noch von viel mehr....
Bevor ihr weiterlest noch eine Anmerkung. Die über den Text verstreuten englischen Zeilen stammen aus dem Lied „If you want to be free“ von Cat Stevens und sollten beim Lesen des Berichts unbedingt mitgelesen werden.
Der Inhalt
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Harold Chasen (Bud Cort) ist 16 Jahre alt und ein Sohn reicher Eltern. Zusammen mit seiner Mutter lebt auf einem riesen Anwesen und hat eigentlich alles, wovon man träumen kann. Doch Harold ist ein sonderbarer Junge. Sein größtes Hobby ist es seinen eigenen Selbstmord für seine Mutter zu inszenieren. So hängt er mal scheinbar tot an einem Strick mitten im Raum oder liegt im blutüberströmten Bad mit scheinbar aufgeschnittenen Pulsadern.
Doch das ist nicht das einzige wundersame Hobby des sehr schweigsamen jungen Mann. Er hat sich einen Leichenwagen gekauft und fährt damit mittlerweile täglich auf irgendwelche Beerdigungen.
Bei einer dieser Beerdigungen lernt er die 79jährige Maude (Ruth Gordon) kennen. Maude ist eine freiheitsliebende Exzentrikerin, für die Moral, gesellschaftliche Achtung und Konventionen keine Rolle spielen. Sie liebt es das zu tun, was sie will, sie fährt die Autos, die gerade rumstehen, sie schert sich nicht um irgendwelche Regeln.
Während Harolds Mutter (Vivian Pickles) alles versucht (Psychiater, Frauen, welche Harold heiraten sollen, die Armee) um ihren Sohn zu einem „normalen“ Menschen zu machen, genießt Harold mit Maude immer mehr die Freiheiten des Lebens. Mit makabren Scherzen vertreibt Harold die von seiner Mutter angeschleppten Frauen und damit seiner Mutter zur Verzweiflung und mit Maudes Hilfe entgeht er der Armee.
Während der zahlreichen Abenteuer mit Maude kommt Harold ihr auch immer näher und schließlich entschließt er sich sie zu heiraten. An ihrem 80. Geburtstag will er sie fragen, doch Maude hat für diesen Tag schon etwas anderes geplant.
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And if you want to live high, live high
And if you want to live low, live low
\'Cause there\'s a million ways to go
You know that there are
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Meine Meinung
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Harold und Maude ist ein ungewöhnlicher Film mit zahlreichen Facetten.
So ist Harold und Maude eine großartige Komödie mit einem eindrucksvollen schwarzen Humor, der gerade in den Szenen am besten zum Tragen kommt, in denen Harold, die von seiner Mutter bestellten Damen vertreibt. Ob er sich scheinbar selbst anzündet, die Hand abhackt, oder eine Dame dazu bringt, Selbstmord zu begehen, alles ist so makaber, aber ich könnte jedes Mal herzhaft lachen. Oder auch wenn Maude wieder mal mit einem geklauten Auto unterwegs ist und die Polizei zur Verzweiflung drängt. Ganz klar Komödie möchte man da sagen.
Dann erzählt der Film aber auch eine Liebesgeschichte, eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen einem 16jährigen und einer fast 80jährigen. Dabei gelingt dem Film etwas großartiges, denn er wird nie kitschig in der Erzählung dieser Liebesgeschichte, und er macht sich nie über die beiden Protagonisten lustig, nein, der Zuschauer fühlt mit ihnen, er akzeptiert die Liebe, eine Liebe gegen alle gesellschaftlichen Regeln. Also eine Liebeskomödie? Nein!
Viel mehr! Denn diese Liebesgeschichte ist nur einer der Widersprüche gegen die Regeln der Gesellschaft.
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YOU can do what YOU WANT
The opportunity\'s on
And if you can find a new way
You can do it today
You can make it all true
And you can make it undo
you see ah ah ah
its easy ah ah ah
You only need to know
°°°°°°°°°
„You can do what you want“, „if you want to be free, be free“ diese Zeilen singt Cat Stevens in einem Lied vom Soundtrack des Films und diese Sätze sind wie ein Symbol für die Aussage des Films, eine fast anarchistische Aussage. Schere Dich nicht um die Scheiß Gesellschaft und ihre scheiß verlogene Moral und ihre Wertvorstellung und Regeln, dass sagt mir der Film jedes Mal, mach was Du willst, denn ist das richtige. Liebe den, den Du lieben willst, egal was die anderen dazu sagen. Scheiß auf einen Altersunterschied oder irgendeine Andersartigkeit sagt mir der Film, und Scheiß auch auf das Geschlecht, möchte ich da ergänzen sicher im Sinne von Colin Higgins, der den dem Buch zugrunde liegenden Roman geschrieben, und auch den Film mitproduziert hat: Liebe den, den Du lieben willst!
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Well if you want to say yes, say yes
And if you want to say no, say no
\'Cause there\'s a million ways to go
You know that there are
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Besonders tritt dies ganze in der Person von Maude zu Tage, welche wunderbar von Ruth Gordon dargestellt wird. Maude kümmert sich ihr ganzes Leben nicht um die Regeln, sie erzählt Harold von ihren Revolten und ihrer Beteiligung an Demonstrationen, sie erzählt, wie sie in Tierhandlungen eingebrochen ist, um die Vögel zu befreien. Für sie ist Freiheit das größte in ihrem Leben und diese Freiheit geht so weit, dass sie auch die Freiheit haben will, selbst zu bestimmen, wann ihr Leben endet.
Diese Einstellung überträgt sie immer mehr auf Harold. Harold ist wortkarg am Anfang und macht nur seine makabren Scherze und geht auf Beerdigungen. Er spricht selten mehr als einen Satz am Stück. Doch mit Maude blüht er auf. Er genießt das Leben mit ihr, beteiligt sich an ihren Aktionen, sie bringt ihn dazu Banjo spielen zu lernen. Er entdeckt die Freiheiten und die schönen Seiten des Lebens und dann auch die schmerzlichste. Doch diese ist dann die letzte Lektion in Maudes Lehre über die Freiheit und auch diese wird er letztendlich verstehen.
Als Darsteller agiert hier Bud Cort, der es komischerweise nie zu einem großen Darsteller in Hollywood geschafft hat, sondern heute noch in vielen Filmen in ganz kleinen Rollen zu bewundern ist (u.a. Braindead, Heat, Dogma, Coyote Ugly, Pollock). Den Bud Cort spielt hier großartig auf, allein schon seine Mimik bei seinen zahlreichen „Selbstmorden“ ist wunderbar, aber auch die ganze Entwicklung seiner Rolle. Der verstockte Mensch zu Anfang, der sich immer mehr wandelt, einmal innerlich und das von Cort auch wunderbar übertragen auf die Mimik aber auch äußerlich durch die Kleidung, die immer näher an den berühmten Flower Power-Stil der 60er rankommt.
Aber auch die Nebendarsteller können durchweg überzeugen. Allen voran natürlich Vivian Pickles als Mutter von Harold, die als einzige Nebendarsteller eine größere Rolle hat, aber in ihren kurzen Auftritten wissen auch Eric Christmas als Priester zu gefallen und vor allem Charles Tyner als Onkel Victor, der nur noch einen Arm hat und bei der Armee ist. Hier greift der Film auch ziemlich die Armee an, gerade in der Szene als Onkel Victor seinem Neffen Harold die Armee schmackhaft machen will, zeigt sich doch die etwas linkere Gesinnung des Films!
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And if you want to be me, be me
And if you want to be you, be you
\'Cause there\'s a million things to do
You know that there are
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Wie vielleicht einige schon bemerkt haben, spielt aber noch eine weitere Person eine sehr wichtige Rolle in diesem Film: Cat Stevens, der den Soundtrack zum Film beigesteuert hat und dessen Lieder im Film immer wieder zu hören sind und den Film wunderbar untermalen So gibt es sicher fast so viele Szenen mit der Musik von Stevens im Hintergrund, wie es Szenen mit Dialog gibt.
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Well, if you want to sing out, sing out
And if you want to be free, be free
\'Cause there\'s a million things to be
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are
You know that there are
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Ich kann Harold und Maude nur empfehlen. Es ist ein großartig dargestellter Film mit einer komischen und berührenden Geschichte mit einer klaren Botschaft. Er ist sicher nichts für jedermann, für einige vielleicht phasenweise zu anarchistisch, einige sind vielleicht leider auch in der heutigen Zeit noch zu verbohrt und schütteln den Kopf bei dieser Liebesbeziehung und halten das ganze für pervers, aber für mich ist ein wunderbarer Film ohne jegliche Schwächen (außer vielleicht der nicht ganz überzeugenden deutschen Synchronstimme von Harold).
Ganz klar 10 von 10 Punkten!!!
Daten
°°°°°°°
Titel Deutschland: Harold und Maude
Originaltitel: Harold and Maude
Genre: Komödie,...
USA 1971, FSK 12, Laufzeit: 91 Minuten
Darsteller: Ruth Gordon (Maude), Bud Cort (Harold Chasen), Vivian Pickles (Mrs. Chasen), Cyril Cusack (Glaucus), Charles Tyner (Onkel Victor), Ellen Geer (Sunshine Doore), Eric Christmas (Priester), G. Wood (Psychiater), Judy Engles (Candy Gulf), Shari Summers (Edith Phern), M. Borman (Motorcycle Officer), Susan Madigan (Freundin), Ray Goman (Police Officer), Gordon Devol (Police Officer), Harvey Brumfield (Police Officer)
Regie: Hal Ashby
Produzenten: Mildred Lewis, Colin Higgins für Paramount
Drehbuch: Colin Higgins nach seinem eigenen Roman \"Harold und Maude\"
Musik: Cat Stevens
Kamera: John K. Alonzo
Schnitt: William A. Sawyer
Weitergehende Informationen:
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Internet Movie Database: http://german.imdb.com/Title?0067185
Interessante Hintergrundinfos zum Film: http://www.uwe-holtmann.de/huminfo.htm
© Björn Becher 2003
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