Harry Potter und der Stein der Weisen (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von DirtyHardy

Herr der Ringe Teil II

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

war der opener für meinen Beitrag über diesen genossenen Titel in Form der guten, altmodischen Lektüre, nach meinem Filmbesuch lautete mein Fazit: fast gar einschlääääääääfernd ...

Im Jahre 1997 ließ die Autorin Joanne K. Rowling den kleinen Zauberlehrling auf ihr Heimatland England los und besetzte auch in Deutschland mit ihren aktuellen vier Bänden so gut wie jede Bestseller-Liste, da musste doch logischerweise eine Verfilmung her ...

Wer kennt ihn noch nicht, den Zauberlehrling Harry Potter?!? Wohl nur die, die der Meinung sind, das sei doch nur was für Kinder. Ich sage euch schon vorab, das Buch empfehle ich euch weiterhin uneingeschränkt, zum Film könnt ihr meines Erachtens bei dieser Einstellung bleiben, hier die etwas geraffte Story!


Harry Potter kommt durch ungewöhnliche Umstände, den Tod seiner Eltern, im zarten Baby-Alter zur zweifelhaften Ehre der Vormundschaft durch die Dursleys. Petunia Dursley ist die Schwester der verstorbenen Mutter Harrys, die von ihr und Ihrem Mann verabscheut wurde, da sie, ebenso wie Ihr Mann, magisch veranlagt war. Harry aber ist diese Tatsache bis zu seinem elften Geburtstag nicht bekannt. Er wird unterdrückt, wie man sich das bei Stiefeltern auch so vorstellt mies behandelt und haust in einem Verschlag unter der Treppe. Seine magische Veranlagung bemerkt er aber, wie schon gesagt, bis zu seinem elften Geburtstag nicht, es passieren nur merkwürdige Dinge wenn er in Rage gerät und plötzlich bekommt er kurz vor seinem Geburtstag einen Brief!
Harry erfährt erst nicht, was in diesem Brief steht, denn sein Onkel gerät unerklärlicherweise in Panik und unterschlägt ihn. Als dann immer noch mehr Briefe desselben Inhaltes kommen egal was sein Onkel auch unternimmt, bleibt nur noch eines, die Flucht! Die gesamte Familie flüchtet einen Tag vor Harrys Geburtstag an einen vermeintlich unerreichbaren Ort. Doch was geschieht, Hagrid erscheint, schüchtert Harrys Familie ein, fast alleine durch seine Gestalt, und erklärt Harry nun das, was seine Vormundschaft, zu erwähnen vergaß:
Harry ist ein Zauberer, der nun zu Beginn seines zwölften Lebensjahres seine Ausbildung an der Zauberschule Hogwarts beginnen soll. Außerdem erfährt er nun auch, wer seine Eltern waren und was ihnen wirklich widerfuhr: sie wurden durch Lord Voldemort, dessen Name nun nicht mehr genannt werden darf, mit einem Fluch getötet, und er, Harry, überlebte diesen unter mysteriösen Umständen (Lord Voldemort verschwand / KS by DirtyHardy), die sich niemand in der Zauberwelt erklären konnte. Deshalb wurde er auch zu den Muggeln (nicht magische Menschen) verbracht, obwohl er so schon im Babyalter einen Heldenstatus in der Zauberwelt erreicht hatte.
Schließlich landet Harry dann natürlich in Hogwarts, lernt die Ausbildungshäuser Gryffindor, Slytherin, Hufflepuff und Ravenclaw kennen, besucht Unterrichtsstunden wie Zaubertränke und lernt Quidditch zu spielen. Ebenso gewinnt er Freunde, Ron und Hermine, mit denen er sich nun in ein unverhofftes Abenteuer stürzt, denn eins ist klar, Lord Voldemort wird nun endlich wieder auftauchen ...


Auch mal schön, konnte fast den gesamten Inhalt von meiner Buchbeschreibung übernehmen aber bei einem Wörtchen hakt´s somit schon beim Film, dem fast ...
Ich habe das Buch gelesen und hatte absolut kein Problem bei der Handlung mitzukommen, sie wurde aus Zeitgründen zwar nur in Auszügen, dennoch gemäß Vorgaben der Autorin 1:1 umgesetzt, somit wohl einfach zurücklehnen und genießen, oder nicht!? Weit gefehlt, ich war in doppelter Begleitung unterwegs, leider keine insider, dadurch musste ich wohl oder übel ein bisschen Nachhilfe leisten, denn ausnahmslos alle Charaktere (ok, Harry bekommt so seine fünf Minuten) werden hingeklatscht und tummeln sich dann auf der Leinwand als ob man davon ausgehen würde, dass jeder Filmbesucher bereits vorab das Werk der Autorin genossen hat. Nun wird vermutlich auch jeder wissen, warum ich den Film als einschläfernd empfand, genau, ich konnte ebenso wie meine Nachbarn absolut keine Beziehung zu den, obgleich bekannten, Charakteren aufbauen.

Nichts desto Trotz überzeugen sämtliche Akteure snob-a-like (typisch englisch!?) durchweg in ihren gelegentlich (zu) knappen Rollen, hervorzuheben wären vielleicht noch Alan Rickman in der Rolle des Snape, einfach nur richtig böse in Mimik und Ausstrahlung, und Emma Watson als arrogante aber verletzbare Hermine, letztere dadurch fast gar liebenswert!

Um mal wieder zu was negativem zu kommen, positives folgt nimmer viel, die Synchronisation ist einfach bescheiden! Zum ersten fällt vor allem bei Daniel Radcliffe in der Rolle des Harry auf, dass absolut keine Lippensynchronität besteht, zum zweiten will ich nur anmerken, dass meiner Meinung nach Worte wie \"krass\" oder \"Fresse\" in so einem Film nichts verloren haben ...

Ein weiterer toller Punkt, die Animationen, die natürlich für ein mystisches Werk benötigt werden, hier würde ich sagen bis auf ein paar Ausrutscher gesunder Durchschnitt! Es schweben Casper-like Geister durch die Hallen von Hogwarts, Ölgemälde und die Schattenwelt leben, Treppen wandern, hässliche kleine Trolle zockeln durch ihre Gefilde, Quidditch lernen wir auch kurz kennen, Nebelgestalten fließen und zum krönenden Abschluss haben wir mannsgroße, an Tomb Raider erinnernde Schachfiguren mit passendem Spielbrett vor uns. Aber dann, ein Zentaur im Wald erinnert uns an Animationen aus Sindbad dem Seefahrer, Ende der 60er-Jahre (KS by DirtyHardy), für die jüngeren unter euch fällt mir leider kein Beispiel ein, vielleicht ebenso wie der Bergtroll noch dem ScorpionKing aus Die Mumie kehrt zurück entfernt ähnlich ... Über die zum Teil in der Luft eiernden Eulen kommen wir zum besten Trick, dem dreiköpfigen Hündchen Fluffy, über den man sich fast kaputt lachen kann! Man stelle sich vor, eine miese Fotomontage ...

Die Kompositionen von John Williams versprechen im Normalfall einiges (beispielsweise Schindlers Liste oder Jurassic Parc), in diesem Falle aber ebenso wenig erwähnenswert wie zuletzt in A.I., da hier fast nicht vorhanden ...

Die letzte Anmerkung soll der FSK ab 6 gelten, na ja, manche Szenen wie die schaurige Fratze des Lord Voldemort könnten meines Erachtens bei empfindlicheren Gemütern auch noch in diesem Alter zu Albträumen führen, endlich eine Stufe zwischen 6 und 12 Jahren für solche Filme einzuführen wäre sicher empfehlenswerter ...


So, da ich euch nicht wie dieser Film einschläfern will und die meisten Autoren in dieser Sparte den Film eh empfehlen soll es dies nun mal für heute von mir sein, das wichtigste wäre auch in dieser knappen Form gesagt. Vielleicht noch eines, einen eventuellen weiteren Teil im Kino werde ich mir sicher nicht mehr antun, ich erwarte nun voller Sehnsucht den fünften, sechsten, siebten, ..., Band und werde lieber lesen, lesen, lesen ...


Originaltitel:
Harry Potter and the Sorcerer´s Stone, USA 2001

Darsteller:
Daniel Radcliffe
Emma Watson
Rupert Grint
Richard Harris
Maggie Smith
Robbie Coltrane
Alan Rickman
Ian Hart
John Cleese
...

Lauflänge:
142 Minuten

Infos im Internet:
http://harrypotter.warnerbros.de


Ich bedanke mich mal wieder für eure Lesung, eventuelle Kommentare sind natürlich wie immer erwünscht und gerne gesehen ...

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