Erfahrungsbericht von eulenfan
Eulen, Eulen, Eulen!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich zur Zeit eine Schreibblockade zu haben scheine, was Musik anbelangt (obwohl ich schon wieder etliche Scheiben auf meiner Liste stehen habe), wende ich mich halt meiner anderen Leidenschaft zu: Dem Film. Und mit dieser Meinung gleich noch einer anderen:
EULEN!!!
Bei meinem Nick ist es ja wohl keine Frage, dass ich gleich am ersten Tag ins Kino gestürmt bin, als HP anlief. Da zudem mein Englisch durchaus was taugt, setzte ich mich in die englische Fassung.
Vorab hatte ich doch schon einiges über den Film gelesen. Dass er die Phantasie einschränke, stand da in der Cinema geschrieben. Dass der Film viel zu sehr am Buch klebe in einer anderen Zeitschrift. So richtig gute Kritiken hat HP also nicht bekommen, und doch: Mir gefiel er so gut, dass ich bis zum heutigen Tage schon 6 Mal im Kino war. Drei Mal zur englischen Fassung und die anderen Male in der deutschen. Was mir am deutlichsten auffiel: Die englische Fassung war um Längen besser!
Nicht nur, dass ich von diversen der Stars die Original-Stimmen besser fand, war für mich viel wichtiger, dass man Oliver Wood den Schotten anhört und die Kinder einfach so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist – mit Akzent eben. Wenn Ron im Deutschen über Hermione sagt: „Sie muss dringend ihre Prioritäten setzen.“, dann hört sich das im Englischen ungefähr so an: „She needs to sor‘ out ‘er priori’ies!“
Die Story von HP ist wohl allgemeinhin bekannt, was also veranlasste mich, gleich an sechs Tagen (wenn auch nicht hintereinander) in den Film zu rennen und mittlerweile der Veröffentlichung der DVD entgegenzufiebern?
Nun, da wären zunächst einmal die Stars des Films: Daniel Radcliffe mag als Harry Potter zwar etwas brav rüberkommen, aber so richtig aufgeweckt und frech wird er im Buch doch auch nicht beschrieben. Und was der Junge an Ausdrucksstärke in den Augen hat, davon kann z. B. Richard Harris als Professor Dumbledore nur träumen. Rupert Grint ist für mich der größte unter den Kinderstars. Wie er staunt und sich begeistert, wie er zögert und zweifelt, das ist schon eine saubere Leistung. Doch auch der weibliche Teil des Trios, Emma Watson, ist nicht zu verachten. Sie ist anfangs tatsächlich so streberhaft, dass man kaum anders kann als sie nicht zu mögen, und als sie dann für Harry und Ron nach deren Kampf mit dem Troll lügt, gewinnt sie auch die Herzen der Zuschauer im Sturm. Tom Felton als Draco Malfoy oder auch Sean Biggerstaff als der bereits angesprochene Quidditch-Kapitän Oliver Wood sind ebenfalls hervorragende Besetzungen. Doch besonders bei Oliver vermisste ich schmerzlich die Originale: Was in seinem schottischen Akzent witzig und gleichzeitig warm herüberkam, erschien im Deutschen teilweise fast bieder.
Neben den Kinderstars hat HP ja auch eine ganze Reihe von erwachsenen Stars zu bieten: Richard Harris als Dumbledore wirkt allerdings ein wenig müde und bei weitem nicht so kraftvoll, wie man ihn sich vielleicht nach dem Lesen des Buches vorgestellt hätte. Dame Maggie Smith als Dumbledores rechte Hand, Professor McGonagall, bringt die Strenge und gleichzeitige Güte allerdings sehr gut rüber. Am besten von den Erwachsenen jedoch mag ich Alan Rickman in der Rolle des Professor Snape. Der zwielichtige Charakter Snapes hätte keinen besseren Darsteller finden können, und irgendwie sieht man, dass J.K. Rowling, wie jetzt bekannt wurde, Rickman im Sinn hatte, als sie die Figur Snape erfand. Er schnarrt und stört in bester Manier, und die Art, wie er Harry im Kerker zum Zaubertrankunterricht begrüßt, wird nur durch die nicht ganz passende Synchronstimme im Deutschen gemindert. Genau wie Rickman war auch Robbie Coltrane Wunschkandidat von Rowling, und zwar für die Rolle des Hagrid, was man ebenfalls nur zu deutlich sieht. Entsprechend lebendig ist die Figur des Halbriesen mit Herz und einer Schwäche für gefährliche Haustiere. Übrigens: Sowohl Rickman als auch Coltrane sind zu „Geheimniswahrern“ für die Autorin geworden, hat sie doch beiden bereits verraten, was in den noch ausstehenden drei Büchern mit ihren Charakteren passieren wird. Diese Ehre wurde nicht einmal Daniel Radcliffe zuteil!
Natürlich darf man auch einen anderen – oder vielmehr: viele andere – Stars nicht vergessen: Eulen in allen Formen und Farben schwirren durch die Bilder, was mir altem Eulenfan natürlich besonders gefällt. Zwar sind die Bartkäuze ein wenig zerzaust und Hedwig für eine Schneeeule recht klein (vermutlich ist Hedwig noch nicht ganz ausgewachsen), mir ging dennoch das Herz über. Was für schöne Tiere das doch sind, und dann so viele auf einen Haufen! Hach!!! Dazu lernen wir Kröten, Ratten, Einhörner, Zentauren, ja, sogar dreiköfpige Hunde von ihrer liebenswürdigen Seite kennen.
Würde man mich nach meiner Lieblingsszene fragen, geriete ich dennoch ganz schön ins Schwitzen, denn obgleich ich von einem Seufzer in den nächsten rutschte, wann immer eine Eule zu sehen war, so gab es doch auch andere Szenen, die ich für besonders gelungen erachte. Über das Quidditch-Match zum Beispiel sagte eine Bekannte – und ich kann dem nur zustimmen – „Also Fußball finde ich ja totlangweilig, aber wenn es im Fernsehen ein Quidditch-Match gäbe, würde mich keiner von der Röhre wegbringen!“ Naja, ich kann nur fast zustimmen, da man mich auch beim Fußball nur schwer von der Röhre wegbringt... Das Zauberschachspiel auf dem Weg zum Stein der Weisen ist packend und musikalisch hervorragend umgesetzt.
Der etwas weiter oben bereits angesprochene Kampf mit dem Troll besticht ebenfalls durch die großartigen Visual Effects, was auch für die „Moving Stairs“ zutrifft. Anzusprechen ist für mich als Musikfreak auch der Soundtrack, der durch eine geradezu „magische“ Leichtigkeit besticht und der es durchaus auch wert ist, auf CD gekauft zu werden.
Was aber ist eigentlich nicht so gut an dem Film? Die Synchronisation habe ich bereits angesprochen, und nach dem riesigen Erfolg der bayrischen Indianer sollte man vielleicht doch auch in Deutschland endlich mal darüber nachdenken, ob man nicht auch in der deutschen Synchronisation mit mehreren Akzenten arbeiten sollte. Auch die schwächliche Leistung von Richard Harris, den ich sonst übrigens durchaus verehre, habe ich schon genannt. Teilweise sind die Spezialeffekte etwas stümperhaft, so erkennt man computergenerierte Figueren oder Stuntmen viel zu leicht. Nun ist es ja auch so, dass der Film ab 6 Jahren freigegeben ist, und das ist fast ein wenig früh: Viele Kinder konnten am Abend nach dem Kinobesuch nicht richtig schlafen oder bekamen es schon während des Filmes mit der Angst zu tun. Zwar wären bei einer Freigabe ab 12 Jahren viele Kinogänger verloren gegangen, doch wären Eltern wie Kinder damit vielleicht glücklicher gewesen. Zu Hause auf dem Sofa lässt sich ein solcher Film ganz anders ertragen als in einem dunklen Kino mit übermäßiger Lautstärke.
Es gibt also nicht nur gute Seiten an HP, und doch überwiegt für mich (okay, ich bin auch schon 26) der Spaß an diesem Film. Schon lange gab es keinen Film mehr, in den ich mich freiwillig häufiger als ein einziges Mal reingesetzt hätte, aber HP hat es dann doch geschafft und zieht mich magisch an.
Und so warte ich sehnsüchtig darauf, dass die Eulenpost mir Nachricht vom Erscheinen der magischsten DVD des Frühjahres bringt und dass der Herbst bald ran ist, damit ich wieder zum Zauberlehrling ins Kino pilgern kann...
(Diese Meinung wurde von eulenfan auch bei dooyoo.de und ciao.de veröffentlicht)
EULEN!!!
Bei meinem Nick ist es ja wohl keine Frage, dass ich gleich am ersten Tag ins Kino gestürmt bin, als HP anlief. Da zudem mein Englisch durchaus was taugt, setzte ich mich in die englische Fassung.
Vorab hatte ich doch schon einiges über den Film gelesen. Dass er die Phantasie einschränke, stand da in der Cinema geschrieben. Dass der Film viel zu sehr am Buch klebe in einer anderen Zeitschrift. So richtig gute Kritiken hat HP also nicht bekommen, und doch: Mir gefiel er so gut, dass ich bis zum heutigen Tage schon 6 Mal im Kino war. Drei Mal zur englischen Fassung und die anderen Male in der deutschen. Was mir am deutlichsten auffiel: Die englische Fassung war um Längen besser!
Nicht nur, dass ich von diversen der Stars die Original-Stimmen besser fand, war für mich viel wichtiger, dass man Oliver Wood den Schotten anhört und die Kinder einfach so reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist – mit Akzent eben. Wenn Ron im Deutschen über Hermione sagt: „Sie muss dringend ihre Prioritäten setzen.“, dann hört sich das im Englischen ungefähr so an: „She needs to sor‘ out ‘er priori’ies!“
Die Story von HP ist wohl allgemeinhin bekannt, was also veranlasste mich, gleich an sechs Tagen (wenn auch nicht hintereinander) in den Film zu rennen und mittlerweile der Veröffentlichung der DVD entgegenzufiebern?
Nun, da wären zunächst einmal die Stars des Films: Daniel Radcliffe mag als Harry Potter zwar etwas brav rüberkommen, aber so richtig aufgeweckt und frech wird er im Buch doch auch nicht beschrieben. Und was der Junge an Ausdrucksstärke in den Augen hat, davon kann z. B. Richard Harris als Professor Dumbledore nur träumen. Rupert Grint ist für mich der größte unter den Kinderstars. Wie er staunt und sich begeistert, wie er zögert und zweifelt, das ist schon eine saubere Leistung. Doch auch der weibliche Teil des Trios, Emma Watson, ist nicht zu verachten. Sie ist anfangs tatsächlich so streberhaft, dass man kaum anders kann als sie nicht zu mögen, und als sie dann für Harry und Ron nach deren Kampf mit dem Troll lügt, gewinnt sie auch die Herzen der Zuschauer im Sturm. Tom Felton als Draco Malfoy oder auch Sean Biggerstaff als der bereits angesprochene Quidditch-Kapitän Oliver Wood sind ebenfalls hervorragende Besetzungen. Doch besonders bei Oliver vermisste ich schmerzlich die Originale: Was in seinem schottischen Akzent witzig und gleichzeitig warm herüberkam, erschien im Deutschen teilweise fast bieder.
Neben den Kinderstars hat HP ja auch eine ganze Reihe von erwachsenen Stars zu bieten: Richard Harris als Dumbledore wirkt allerdings ein wenig müde und bei weitem nicht so kraftvoll, wie man ihn sich vielleicht nach dem Lesen des Buches vorgestellt hätte. Dame Maggie Smith als Dumbledores rechte Hand, Professor McGonagall, bringt die Strenge und gleichzeitige Güte allerdings sehr gut rüber. Am besten von den Erwachsenen jedoch mag ich Alan Rickman in der Rolle des Professor Snape. Der zwielichtige Charakter Snapes hätte keinen besseren Darsteller finden können, und irgendwie sieht man, dass J.K. Rowling, wie jetzt bekannt wurde, Rickman im Sinn hatte, als sie die Figur Snape erfand. Er schnarrt und stört in bester Manier, und die Art, wie er Harry im Kerker zum Zaubertrankunterricht begrüßt, wird nur durch die nicht ganz passende Synchronstimme im Deutschen gemindert. Genau wie Rickman war auch Robbie Coltrane Wunschkandidat von Rowling, und zwar für die Rolle des Hagrid, was man ebenfalls nur zu deutlich sieht. Entsprechend lebendig ist die Figur des Halbriesen mit Herz und einer Schwäche für gefährliche Haustiere. Übrigens: Sowohl Rickman als auch Coltrane sind zu „Geheimniswahrern“ für die Autorin geworden, hat sie doch beiden bereits verraten, was in den noch ausstehenden drei Büchern mit ihren Charakteren passieren wird. Diese Ehre wurde nicht einmal Daniel Radcliffe zuteil!
Natürlich darf man auch einen anderen – oder vielmehr: viele andere – Stars nicht vergessen: Eulen in allen Formen und Farben schwirren durch die Bilder, was mir altem Eulenfan natürlich besonders gefällt. Zwar sind die Bartkäuze ein wenig zerzaust und Hedwig für eine Schneeeule recht klein (vermutlich ist Hedwig noch nicht ganz ausgewachsen), mir ging dennoch das Herz über. Was für schöne Tiere das doch sind, und dann so viele auf einen Haufen! Hach!!! Dazu lernen wir Kröten, Ratten, Einhörner, Zentauren, ja, sogar dreiköfpige Hunde von ihrer liebenswürdigen Seite kennen.
Würde man mich nach meiner Lieblingsszene fragen, geriete ich dennoch ganz schön ins Schwitzen, denn obgleich ich von einem Seufzer in den nächsten rutschte, wann immer eine Eule zu sehen war, so gab es doch auch andere Szenen, die ich für besonders gelungen erachte. Über das Quidditch-Match zum Beispiel sagte eine Bekannte – und ich kann dem nur zustimmen – „Also Fußball finde ich ja totlangweilig, aber wenn es im Fernsehen ein Quidditch-Match gäbe, würde mich keiner von der Röhre wegbringen!“ Naja, ich kann nur fast zustimmen, da man mich auch beim Fußball nur schwer von der Röhre wegbringt... Das Zauberschachspiel auf dem Weg zum Stein der Weisen ist packend und musikalisch hervorragend umgesetzt.
Der etwas weiter oben bereits angesprochene Kampf mit dem Troll besticht ebenfalls durch die großartigen Visual Effects, was auch für die „Moving Stairs“ zutrifft. Anzusprechen ist für mich als Musikfreak auch der Soundtrack, der durch eine geradezu „magische“ Leichtigkeit besticht und der es durchaus auch wert ist, auf CD gekauft zu werden.
Was aber ist eigentlich nicht so gut an dem Film? Die Synchronisation habe ich bereits angesprochen, und nach dem riesigen Erfolg der bayrischen Indianer sollte man vielleicht doch auch in Deutschland endlich mal darüber nachdenken, ob man nicht auch in der deutschen Synchronisation mit mehreren Akzenten arbeiten sollte. Auch die schwächliche Leistung von Richard Harris, den ich sonst übrigens durchaus verehre, habe ich schon genannt. Teilweise sind die Spezialeffekte etwas stümperhaft, so erkennt man computergenerierte Figueren oder Stuntmen viel zu leicht. Nun ist es ja auch so, dass der Film ab 6 Jahren freigegeben ist, und das ist fast ein wenig früh: Viele Kinder konnten am Abend nach dem Kinobesuch nicht richtig schlafen oder bekamen es schon während des Filmes mit der Angst zu tun. Zwar wären bei einer Freigabe ab 12 Jahren viele Kinogänger verloren gegangen, doch wären Eltern wie Kinder damit vielleicht glücklicher gewesen. Zu Hause auf dem Sofa lässt sich ein solcher Film ganz anders ertragen als in einem dunklen Kino mit übermäßiger Lautstärke.
Es gibt also nicht nur gute Seiten an HP, und doch überwiegt für mich (okay, ich bin auch schon 26) der Spaß an diesem Film. Schon lange gab es keinen Film mehr, in den ich mich freiwillig häufiger als ein einziges Mal reingesetzt hätte, aber HP hat es dann doch geschafft und zieht mich magisch an.
Und so warte ich sehnsüchtig darauf, dass die Eulenpost mir Nachricht vom Erscheinen der magischsten DVD des Frühjahres bringt und dass der Herbst bald ran ist, damit ich wieder zum Zauberlehrling ins Kino pilgern kann...
(Diese Meinung wurde von eulenfan auch bei dooyoo.de und ciao.de veröffentlicht)
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