Harry Potter und der Stein der Weisen (VHS) Testbericht

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ab 7,50
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Erfahrungsbericht von Greifenklaue

Mehr als nur Kinderquatsch mit Michael!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nein, ich bin kein Harry Potter-Fan! Von daher habe ich auch keins der Bücher gelesen.
Aber von dieser und jener Seite hat man dann doch gehört, daß der Schinken recht excellent sei – zumindest für ein Kinderbuch.

Rekapituliere ich einmal kurz, wie die Geschichte anfing – aus meiner Sicht. Das erste Mal hörte ich von Harry Potter, bevor Teil IV erschien. In den Medien wurde ein Hype veranstaltet, daß man glauben könnte, die Bücher enthaltet ein Flugticket gen Eden, während hier die Kacke am dampfen ist. Übernachtungen vor dem Buchladen, Väter, die ganze Bücherstapel kauften, daß man sich zwangsläufig fragen mußte, ob die Mama von den ganzen unehelichen Kindern wußte... Kurzum, Harry Potter wurde ein Trend.

Vor dem Kinostart von Potter wurde dann dieser Hype wiederholt – und zugegeben: Die Einspielergebnisse sind ja auch beeindruckend. Aber ein Trailer im Kino offenbarte mir auch die interessanten Seiten des Films: ein uraltes Schloß als Universität (Warum kann man da eigentlich nicht Elektrotechnik studieren...?), abgedunkelte, von einer typischen Cthulu-Gaslight-Atmosphäre beseelte Räume und zuguterletzt Eulen als Briefträger. Kurzum, der Trailer erweckte mein Interesse. Das Argument, daß der nächste Kinobesuch kostenlos wäre (jeder 15. Besuch ist im heimischen Kino gratis) und außerdem der Herr der Ringe-Trailer laufen müßte (er lief natürlich nicht), überzeugte mich.

Der Film
Das Waisen- und Findelkind Harry Potter (Daniel Ratcliffe) wird bei Verwandten vor der Tür abgesetzt. Und seit diesem Tag passieren in der Familie seltsame Dinge, Harry spricht mit Schlangen und läßt Glasscheiben verschwinden. Während Harry sich das nicht erklären kann, weiß die Tante wohl, das er der Sohn einer Hexe ist. Dafür wird er auch ziemlich übel behandelt, so hat er im Wandschrank sein Zimmer, er macht die Hausarbeiten etc. Doch anstatt zu platzen, erträgt Harry es störisch.
Dann nähert sich sein elfter Geburtstag und Harry bekommt zum ersten Mal Post... Seine Verwandten verbrennen sie sofort – aber von Tag zu Tag kommt neue Post, bis an einem Sonntag dann eine ganze Legion Eulen das Haus mit ihren Briefen förmlich aus den Angeln hebt. Auch die Flucht nach vorne hilft nix, den Harry bekommt Besuch von Hagrid (Robbie Coltrane). Dieser bietet ihm endlich die Möglichkeit, den Brief zu lesen und nimmt ihn mit nach Hogwards, der Zauberschule.

Dort angekommen bietet sich dem Zuschauer ein atemberaubender Anblick von der Schule, ihren Räumlichkeiten und den ganzen Professoren, während Harry und die anderen Erstklässler in eins der vier Häuser eingeteilt werden. Schnell findet Harry Freunde und Feinde, scheint insgesamt aber überglücklich zu sein, dem Schicksal „zu Hause“ entkommen zu sein.

Da der Film das ganze Jahr an der Schule widerspiegelt, können natürlich nur vereinzelte Szenen der Entwicklung gezeigt werden – noch weniger als im Buch. Herausragend sind natürlich die ersten Stunden in den verschiedenen Fächern, Harrys erster Auftritt als Sucher beim Quidditch (ein Feuerwerk der Spezialeffekte), eine Art Hexenrugby oder auch die Bestrafung der Schüler durch einen Besuch im verbotenen Wald (unheimliche Schattenspiele).
Auch seine Gefährten, Ron aus der abgebrannten Magierfamilie Weasley und Hermine, eine Streberin, die es schafft, sich zu einer Symphatieträgerin zu entwickeln, werden exzellent gespielt (von Rupert Grint und Emma Watson), aber erhalten etwas wenig Platz im Film.

Zuguterletzt hat der Streifen gar ein überraschendes Ende (so man das Buch nicht kennt), bei dem die Positionierung der Charaktere noch einmal neu überdacht werden muß.

Fazit:
Keine Neuerfindung der Fantasy, aber ein exzellenter Streifen. Gute schauspielerische Leistungen, neben den drei Kids sticht noch Oberfiesling Alan Rickman hervor während z. B. John Cleese in seinen Kurzszenen untergeht. Hervorragende Ausstattung, gelungende Gnome und bewegte Bilder – sehr gefällig.
Also, reinziehen – aber an den Trailer vom Herrn der Ringe gereichte er dennoch nicht.
Ich für meinen Teil werde gar die Bücher lesen.

18 Bewertungen, 2 Kommentare

  • werwoelfin666

    30.10.2002, 12:52 Uhr von werwoelfin666
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lies mal die Bücher! Glaub mir, ich war auch erst sehr skeptisch und habe dann alle 4 regelrecht verschlungen!

  • Nachtstern

    15.08.2002, 14:28 Uhr von Nachtstern
    Bewertung: sehr hilfreich

    Dann aber auf englisch... Die Atmosphäre ist einfach besser ;)