Erfahrungsbericht von Tub_thumper
Nette Familienunterhaltung
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Für viel Wirbel sorgte dieser Film bereits vor seiner Entstehung, denn die Bücher von Joanne K. Rowling über den kleinen Zauberschüler Harry Potter sind Kult unter den Kids. Jedes neue Buch ist ein Bestseller und der Kinofilm sorgte dafür, dass alle vier Potterbücher wieder in den TopTen auftauchten.
Plot:
-----
Die Geschichte um den Helden beginnt ziemlich düster. Der kleine Harry wird von Hagrit und Dumbledore vor dem Haus seines Onkels hingelegt, weil dessen Eltern durch den bösen Zauberer Voldemort getötet worden sind und er im Zauberreich nicht mehr sicher gewesen wäre.
Das Leben entpuppt sich fortan für Harry wie in der Hölle. Er hat sein Zimmer unterhalb der Treppe und wird von allen Familienmitgliedern ziemlich stiefmütterlich behandelt. Von Liebe und Zuneigung ist rein gar nichts zu Spüren, vielmehr ist er immer wieder Opfer der Jähzornigkeit seiner Verwandschaft.
Kurz bevor Harry seinen 11. Geburtstag feiert, geschehen jedoch mysteriöse Dinge. Immer wieder bekommt er Briefe, doch jedesmal schafft es sein Onkel, diesen zu vernichten bevor Harry einen Blick hineinwerfen kann. Zum Glück wird immer wieder versucht Kontakt mit Harry aufzunehmen. Am Tage seines Geburtstags dann wird das Haus mit Briefen, die von Eulen gebracht werden, nahezu überschwemmt. Zudem bekommt er Besuch von Hagrit, der Harry ins Zauberreich bringen will damit er seine übernatürlichen Fähigkeiten erlernen und kontrollieren kann.
Hagrit bringt Harry noch zum Bahnhof. Dort gibt er ihm eine Zugkarte und sagt ihm noch, dass der Zug auf Gleis 9 3/4 fährt. Dann verschwindet Hagrit und Harry ist auf sich allein gestellt. Glücklicherweise findet er auf seiner Suche nach dem Gleis die Familie Weasley, wo Sohn Ronald ebenfalls auf dem Weg zur Zauberschule ist. Schließlich erreichen die beiden den Zug und freunden sich auf dem Weg zur Zauberschule an. Unterwegs treffen die beiden noch auf die junge Hermine, die das gleiche Ziel hat.
In der Schule angekommen, werden alle Anfänger begrüßt und anschließend in Gruppen eingeteilt. Wie das Schicksal es will, kommen die drei in die gleiche Gruppe. Nun beginnt der aufregende Teil des Lernens wobei Harry und seine Freunde schnell dahinter kommen, dass es ein Geheimnis in dieser Schule gibt.
Kritik:
-------
Ich muss sagen, dass der Film mich nicht sonderlich beeindruckt hat. Das Drehbuch ist meiner Ansicht nach nicht ziemlich originell und strotzt nur so vor Schwarz/Weiß-Malerei. Da wäre beispielsweise der dicke Cousin, der samt Familie Harry das Leben zur Hölle macht. Es mag ja sein, dass Kinder dieses nicht stört, aber bei mir sorgt es nur für Langeweile und erinnert doch an viele andere Märchen wie beispielsweise Aschenputtel.
Dieses Bild zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Alle, die Harry nicht so toll finden, sind gemein, unfair und Angsthasen wie auch Harrys Rivale Draco Malfoy. Die Sympathien sind auch für den dümmsten also ziemlich schnell verteilt.
Spannung ist in dem Streifen einigermaßen vorhanden, doch der Film lebt noch mehr von der Stimmung, die durch die einzelnen Szenen verbreitet wird. Dies lässt ihn mitunter langsam erscheinen. Da jedoch die anderen Bücher auch noch verfilmt werden sollen, sollte man den Film nicht zu schnell aburteilen, sondern die Geschichte als Ganzes sehen. Daher kann man sich in dem Punkt nur bedingt eine Meinung bilden und der Zuschauer muß sich bis zur Fortsetzung gedulden bis er ein endgültiges Urteil fällen kann. In diesem Film steht eindeutig das Finden der Charaktere zueinander im Vordergrund.
Die Ausstattung im Film ist ebenfalls nicht die beste. "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" beispielsweise überzeugt doch wesentlich mehr als dieser Film durch die Ausstattung. Gleiches gilt für die Detailliebe, die bei diesem Harry Potter doch etwas auf der Strecke bleibt. Eine Ausnahme bildet hier das Quiddich-Spiel, wo man auf zwei Arten gewinnen kann. Die erste ist, dass man mehr Bälle durch den Ring der Gegner wirft und die zweite, dass man einen besonderen Ball fängt, der das Spiel automatisch beendet und wo die Mannschaft des Fängers gewinnt. Die Teilnehmer sitzen dabei auf Besen.
Das Ende, ohne es vorweg nehmen zu wollen, missfällt mir doch ziemlich. Als Leser von Kinderbüchern kann man natürlich leicht ahnen wie es aussehen wird. Allerdings wird auch hier wieder mit Extremen nicht gespart - soviel sei verraten.
Ein letztes noch zum Thema Gewalt. Es wurde ja bemängelt, dass der Film vielleicht etwas zu hart geworden sei, so dass die FSK6-Wertung eigentlich etwas niedrig sei. Ich denke jedoch, dass man diesen Film auch aus dem Aspekt als Kinderfilm ansehen kann. Die Gewaltdarstellung beschränkt sich auf ein Minimum und es gibt sicherlich Steigerungsmöglichkeiten. Außerdem sei auch mal die Frage gestellt, was an einem kleinen bisschen Gruseln so schlimm sein soll. Die Gefahr von Alpträumen würde ich bei "Der Stein der Weisen" als ziemlich gering einstufen.
Fazit:
------
Die Bücher von Joanne K. Rowling waren als Kinderbücher geschrieben und daher muss der Film auch als solcher betrachtet werden. Ich finde jedoch, dass hier in diesem Film wie wohl auch in den Büchern Massenware geboten wird. Diese muss nicht unbedingt gut sein wie sich auch an Beispielen aus der Musikbranche leicht belegen lässt. Durch diesen Film wurde mir jedenfalls nicht der Kauf eines der Bücher schmackhaft gemacht, sondern ich bin durch das extreme Klischeedenken eher davon abgehalten worden.
Der Film selbst ist als Kinderfilm sicherlich nicht schlecht, aber für einen Film, der auch mir als Erwachsenem etwas bringen soll, bietet er allenfalls Durchschnitt. Für einen netten Abend mit der Familie samt Kindern ist der Film empfehlenswert, als Erwachsener kann man sich den Film getrost schenken ohne Befürchtungen haben zu müssen, einen Meilenstein in der Kinogeschichte verpasst zu haben.
Infos:
------
Schauspieler: Daniel Radcliffe(Harry Potter), Rupert Grint(Ronald Weasley), Emma Watson(Hermine Granger), Robbie Coltrane(Rubeus Hargrit), Richard Harris(Albus Dumbledore), Tom Felton(Draco Malfoy) u.a.
Regie: Chris Columbus
Buch: J.K.Rowling, Steven Kloves
Dauer: 152 min
Danke für's Lesen, Tub_thumper
(mich gibt's auch bei CIAO)
Plot:
-----
Die Geschichte um den Helden beginnt ziemlich düster. Der kleine Harry wird von Hagrit und Dumbledore vor dem Haus seines Onkels hingelegt, weil dessen Eltern durch den bösen Zauberer Voldemort getötet worden sind und er im Zauberreich nicht mehr sicher gewesen wäre.
Das Leben entpuppt sich fortan für Harry wie in der Hölle. Er hat sein Zimmer unterhalb der Treppe und wird von allen Familienmitgliedern ziemlich stiefmütterlich behandelt. Von Liebe und Zuneigung ist rein gar nichts zu Spüren, vielmehr ist er immer wieder Opfer der Jähzornigkeit seiner Verwandschaft.
Kurz bevor Harry seinen 11. Geburtstag feiert, geschehen jedoch mysteriöse Dinge. Immer wieder bekommt er Briefe, doch jedesmal schafft es sein Onkel, diesen zu vernichten bevor Harry einen Blick hineinwerfen kann. Zum Glück wird immer wieder versucht Kontakt mit Harry aufzunehmen. Am Tage seines Geburtstags dann wird das Haus mit Briefen, die von Eulen gebracht werden, nahezu überschwemmt. Zudem bekommt er Besuch von Hagrit, der Harry ins Zauberreich bringen will damit er seine übernatürlichen Fähigkeiten erlernen und kontrollieren kann.
Hagrit bringt Harry noch zum Bahnhof. Dort gibt er ihm eine Zugkarte und sagt ihm noch, dass der Zug auf Gleis 9 3/4 fährt. Dann verschwindet Hagrit und Harry ist auf sich allein gestellt. Glücklicherweise findet er auf seiner Suche nach dem Gleis die Familie Weasley, wo Sohn Ronald ebenfalls auf dem Weg zur Zauberschule ist. Schließlich erreichen die beiden den Zug und freunden sich auf dem Weg zur Zauberschule an. Unterwegs treffen die beiden noch auf die junge Hermine, die das gleiche Ziel hat.
In der Schule angekommen, werden alle Anfänger begrüßt und anschließend in Gruppen eingeteilt. Wie das Schicksal es will, kommen die drei in die gleiche Gruppe. Nun beginnt der aufregende Teil des Lernens wobei Harry und seine Freunde schnell dahinter kommen, dass es ein Geheimnis in dieser Schule gibt.
Kritik:
-------
Ich muss sagen, dass der Film mich nicht sonderlich beeindruckt hat. Das Drehbuch ist meiner Ansicht nach nicht ziemlich originell und strotzt nur so vor Schwarz/Weiß-Malerei. Da wäre beispielsweise der dicke Cousin, der samt Familie Harry das Leben zur Hölle macht. Es mag ja sein, dass Kinder dieses nicht stört, aber bei mir sorgt es nur für Langeweile und erinnert doch an viele andere Märchen wie beispielsweise Aschenputtel.
Dieses Bild zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Geschichte. Alle, die Harry nicht so toll finden, sind gemein, unfair und Angsthasen wie auch Harrys Rivale Draco Malfoy. Die Sympathien sind auch für den dümmsten also ziemlich schnell verteilt.
Spannung ist in dem Streifen einigermaßen vorhanden, doch der Film lebt noch mehr von der Stimmung, die durch die einzelnen Szenen verbreitet wird. Dies lässt ihn mitunter langsam erscheinen. Da jedoch die anderen Bücher auch noch verfilmt werden sollen, sollte man den Film nicht zu schnell aburteilen, sondern die Geschichte als Ganzes sehen. Daher kann man sich in dem Punkt nur bedingt eine Meinung bilden und der Zuschauer muß sich bis zur Fortsetzung gedulden bis er ein endgültiges Urteil fällen kann. In diesem Film steht eindeutig das Finden der Charaktere zueinander im Vordergrund.
Die Ausstattung im Film ist ebenfalls nicht die beste. "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" beispielsweise überzeugt doch wesentlich mehr als dieser Film durch die Ausstattung. Gleiches gilt für die Detailliebe, die bei diesem Harry Potter doch etwas auf der Strecke bleibt. Eine Ausnahme bildet hier das Quiddich-Spiel, wo man auf zwei Arten gewinnen kann. Die erste ist, dass man mehr Bälle durch den Ring der Gegner wirft und die zweite, dass man einen besonderen Ball fängt, der das Spiel automatisch beendet und wo die Mannschaft des Fängers gewinnt. Die Teilnehmer sitzen dabei auf Besen.
Das Ende, ohne es vorweg nehmen zu wollen, missfällt mir doch ziemlich. Als Leser von Kinderbüchern kann man natürlich leicht ahnen wie es aussehen wird. Allerdings wird auch hier wieder mit Extremen nicht gespart - soviel sei verraten.
Ein letztes noch zum Thema Gewalt. Es wurde ja bemängelt, dass der Film vielleicht etwas zu hart geworden sei, so dass die FSK6-Wertung eigentlich etwas niedrig sei. Ich denke jedoch, dass man diesen Film auch aus dem Aspekt als Kinderfilm ansehen kann. Die Gewaltdarstellung beschränkt sich auf ein Minimum und es gibt sicherlich Steigerungsmöglichkeiten. Außerdem sei auch mal die Frage gestellt, was an einem kleinen bisschen Gruseln so schlimm sein soll. Die Gefahr von Alpträumen würde ich bei "Der Stein der Weisen" als ziemlich gering einstufen.
Fazit:
------
Die Bücher von Joanne K. Rowling waren als Kinderbücher geschrieben und daher muss der Film auch als solcher betrachtet werden. Ich finde jedoch, dass hier in diesem Film wie wohl auch in den Büchern Massenware geboten wird. Diese muss nicht unbedingt gut sein wie sich auch an Beispielen aus der Musikbranche leicht belegen lässt. Durch diesen Film wurde mir jedenfalls nicht der Kauf eines der Bücher schmackhaft gemacht, sondern ich bin durch das extreme Klischeedenken eher davon abgehalten worden.
Der Film selbst ist als Kinderfilm sicherlich nicht schlecht, aber für einen Film, der auch mir als Erwachsenem etwas bringen soll, bietet er allenfalls Durchschnitt. Für einen netten Abend mit der Familie samt Kindern ist der Film empfehlenswert, als Erwachsener kann man sich den Film getrost schenken ohne Befürchtungen haben zu müssen, einen Meilenstein in der Kinogeschichte verpasst zu haben.
Infos:
------
Schauspieler: Daniel Radcliffe(Harry Potter), Rupert Grint(Ronald Weasley), Emma Watson(Hermine Granger), Robbie Coltrane(Rubeus Hargrit), Richard Harris(Albus Dumbledore), Tom Felton(Draco Malfoy) u.a.
Regie: Chris Columbus
Buch: J.K.Rowling, Steven Kloves
Dauer: 152 min
Danke für's Lesen, Tub_thumper
(mich gibt's auch bei CIAO)
31 Bewertungen, 2 Kommentare
-
17.10.2002, 14:57 Uhr von lauraloreen
Bewertung: sehr hilfreichmeine kinder sind begeistert :-) und ich auch :-)
-
25.02.2002, 15:22 Uhr von Talianna
Bewertung: sehr hilfreichschön geschrieben
Bewerten / Kommentar schreiben