Ice Age (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2012
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Lilima
Die krasse Herde auf DVD ...
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Manche Filme muss ich einfach im Kino gesehen haben, auch wenn ich ansonsten wirklich nicht gerne ins Kino gehe. Ich ziehe einen gemütlichen und kuscheligen Abend auf der Couch mit meinem Schatz und einer DVD durchaus vor. Ice Age war jedoch einer dieser Filme, die ich damals unbedingt im Kino sehen musste, denn die Trailer, die überall im Fernsehen liefen und auch im Internet, hatten mich unendlich neugierig gemacht. Ich habe es auch wirklich nicht bereut, ich finde den Film einfach nur klasse und so war es für mich keine Frage, das ich diesen Film auch für meine kleine aber feine DVD Sammlung haben wollte, als er nun vor einigen Tagen auf den Markt kam und auch hier kann ich wieder nur sagen, das ich den Kauf für 21,99 Euro im Saturn absolut nicht bereut habe, denn für mein Geld bekomme ich eine Menge geboten, aber erst einmal von vorne...
~ Die Story ~
Der Film beginnt, wie könnte es anders sein, mit der Einblendung des kleinen Scrat, der den Zuschauern schon aus den Kino Trailern wohl bekannt sein dürfte. Scrat und seine Abenteuer mit der Eichel, die er im ganzen Film vergeblich versucht sein Eigen zu nennen und zu öffnen, wie es scheint, ist jedoch nur die Einleitung zum Einstieg in die Wanderung der anderen Erdenbewohner. Sobald Scrat das erste Abenteuer mit der Nuss überlebt hat wird er nämlich von einer kompletten Herde nach Süden ziehender Tiere platt getreten, die vor der kommenden Eiszeit flüchten.
Sid das Faultier (gesprochen von Otto) wacht unterdessen auf seinem Schlafbaum auf und muss feststellen, das seine komplette Familie die Wanderung ohne ihn angetreten hat. Bald erfahren wir auch warum, denn Sid ist alles andere als ein angenehmer und einfach zu nehmender Zeitgenosse. Er zieht Missgeschicke und heikle Situationen förmlich an. So verdirbt er beispielsweise zwei Nashörner das letzte übrig gebliebene Grünzeug, indem er einen Haufen Kot, in den er vorher rein getreten ist, großzügig auf den Blättern verteilt. Die beiden wollen sich dafür rächen und Sid soll das zeitliche segnen. In einer wilden Verfolgungsjagd naht jedoch unerwartet Hilfe für Sid, nämlich das Mammut Manfred (gesprochen von Arne Elsholtz). Er hilft ihm aus der Patsche und rettet sein Leben, was Sid so begeistert, das er sich Manni anschließt und mit ihm zusammen in den Süden reisen will, ganz zum Ärger von Manni, der weder nach Süden möchte, noch einen Klotz am Bein haben möchte. Dennoch duldet er Sid vorübergehend an seiner Seite und das eigentliche Abenteuer der beiden kann beginnen.
Auf ihrer Reise machen die beiden unverhofft Halt an einem Fluss, der der Ausläufer eines Wasserfalles ist. Am Ufer liegt eine schwer erschöpfte Frau, die vor Säbelzahntigern mit einem mutigen Sprung in das kalte Nass ihr Baby gerettet hat. Ihre Kräfte sind am Ende, jedoch soll das Baby gerettet werden und so übergibt sie es Sid und Manni. Manni ist zunächst überhaupt nicht begeistert davon und will das Baby zurücklassen. Sid in seiner leichten Dümmlichkeit und absoluten Gutherzigkeit nimmt sich jedoch des Babys an und will es auch ohne Hilfe von Manni zurück zum Rest seiner Familie bringen.
Bereits der erste Versuch des Alleinganges von Sid scheitert kläglich, denn ein Faultier ist einfach völlig ungeeignet um meterhohe Mauern hochzuklettern und das noch mit einem Baby auf dem Arm. So kommt es, das ihm das Baby entgleitet und genau passend in diesem Moment erscheint Diego der Säbelzahntiger (gesprochen von Thomas Fritsch), der von seinem „Boss“ den Auftrag bekommen hat ihm das Baby lebendig zu bringen um sich an den Menschen zu rächen. Manni kann dies nicht mit ansehen und hilft Sid doch gegen Diego anzukommen und das Baby zu retten. Diego beteuert seine Unschuld und macht den beiden klar, er wolle das Baby ebenfalls nur retten und zu seiner Familie zurückzubringen, seine wahren Gedanken verschweigt er.
So kommt es, das Diego die Leitung der „krassen Herde“ übernimmt und sie zu den Menschen zurückgeleiten wird, so denken Manni und Sid. Eigentlich soll Diego sie mit dem Baby jedoch nur in eine Falle locken, nämlich zum Sichelpass, wo die anderen Säbelzahntiger auf sie warten. Alle drei stehen mit dem Baby unheimliche Abenteuer durch, in denen auch der kleine Scrat immer wieder eine Nebenrolle bekommt, und stellen immer wieder fest, wie merkwürdig Menschen Babys doch sind. Sie müssen für Nahrung sorgen, aber auch gegen die harten Umstände der Natur ankommen. In einer dieser Situationen kommt es dazu, das Manni Diego das Leben rettet, wobei er selber hätte sterben können. Eben „weil man das in einer Herde so macht“, sagt er Diego. Dies gibt dem Säbelzahntiger merklich zu denken, jedoch ob er sich das und auch die merklich wachsende positive Beziehung zwischen den dreien zu Herzen nimmt und von seinem Auftrag abkommt ist noch nicht abzusehen, ebenso wenig ob das Baby heil zu seiner Familie zurück kommen wird oder ob es den Tigern zum Opfer fallen wird, ebenso wie Manni das Mammut, das immerhin für Tiger einen gewaltigen Leckerbissen darstellt...
Mehr verrate ich an dieser Stelle zum Ausgang der Story nicht.
~ Meine Meinung ~
Der Film hat mich schon beim ersten Ansehen völlig begeistert, obwohl er an sich eigentlich recht einfach gestaltet ist, was die Story an sich angeht. Besonders große Handlungsstränge darf man hier sicherlich nicht erwarten, dennoch hat die Story genauer betrachtet einen gewissen Tiefgang. Besonders gut finde ich den Film auch deshalb, einfach weil er für mich nie langweilig wird. Die wechselnde Stimmung im ganzen Film ist hier für mich entscheidend. So gibt es immer wieder Szenen, bei denen ich herzlich lachen konnte, wenn Sid das Faultier beispielsweise wieder einen seiner Tollpatschanfälle hat oder wenn Scrat wieder einmal auftaucht. Genauso wird aber auch durch den ganzen Film Spannung gehalten ob das Baby wieder heil zu seiner Familie zurückkommt und bis zum Schluss hin ahnt man nicht wie es ausgehen wird. Die Spannung wird zwischendurch auch immer wieder durch die Abenteuer der drei aufgefrischt, aber auch der Faktor „Tränendrüse“ wird in dem Film nicht verschont, für mich eine wunderbare Kombination.
Die geniale Umsetzung der Charaktere in dem Film und auch die komplette Umgebung tut eigentlich ihr restliches, das ich begeistert bin. Das der komplette Film im PC entstanden ist dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein, aber das Gute daran ist, das man es kaum merkt. Effekte in der Natur, z.B. das Wasser des Flusses oder auch Rauch und Nebel der Lagerfeuer der Menschen, sind absolut naturgetreu wiedergegeben und auch die Figuren selber sind für mich in den Bewegungsabläufen und allem absolut realitätsbezogen. Selbst Kleinigkeiten wie wackelnde Haare im Wind sind bis ins kleinste Detail wunderbar umgesetzt worden.
Die Schauspieler, wenn man sie denn so nennen kann, sind wirklich genial erschaffen worden. Jeder der drei Hauptakteure – neben dem Baby – wurde mit einer völlig eigenständigen Persönlichkeit ausgezeichnet und auch die Wahl der deutschen Stimmen hätte für mich nicht besser sein können. Die lispelnde Aussprache und leicht schräge Stimme von Sid, der durch Otto gesprochen wird, hätte zum Beispiel passender nicht sein können. Ebenso ist die Stimme von Arne Elsholtz für Manni das Mammut sehr gut gewählt. Ruhig, langsam und recht dunkel entspricht sie genau Mannis Persönlichkeit und dem Verhalten. Bei Diego dem Tiger ist es ähnlich, hier spielt in der Stimme immer das gefährliche und geheimnisvolle mit. Durch die Stimmen werden die Charaktere einfach neben der guten Animation noch überzeugender dargestellt für mich.
Negativ anzumerken habe ich hier persönlich im kompletten Film die Umsetzung der Menschen. Ihnen wurde keine Dialoge zu teil und auch die grafische Umsetzung der Menschen ist für mich doch recht schlecht, einfach weil sie sehr lieblos animiert wurden. Die Männer sehen alle gleich aus und haben ein völlig verkanntetes Gesicht, das einzige was hier positiv bleibt sind die realistischen Bewegungsabläufe. Jedoch musste ich mich im Nachhinein aufklären lassen, das dies absichtlich so gewählt wurde um hier durch reine Darstellung aufzuzeigen, das in diesem Film die Tiere die „Herrscher der Welt“ sind und die Menschen nur eine sehr untergeordnete und noch nicht hoch entwickelte Rolle spielen.
~ Die DVD ~
Sowohl die Ton- als auch die Bildqualität der DVD können hier absolut überzeugen. Gerade bei einem komplett animierten Film halte ich dies für besonders wichtig.
Das DVD Menü selber ist absolut ansprechend gestaltet. So wird auch hier Wert auf Animation gelegt. Die Hauptakteure des Filmes bewegen sich hier ständig mit witzigen und skurilen Gestiken durch das Bild, wobei leider ein wenig an Unschärfe im Bild zu erkennen ist.
Die übersichtliche Menüunterteilung in „Film starten“, „Sprachauswahl“, „Szenenauswahl“ und „Sonderausstattung“ gefällt mir hier besonders.
Gerade die Sonderausstattung ist hier eine Erwähnung wert, denn ein solch umfangreiches Angebot habe ich selten erlebt.
Zunächst wäre hier der Kommentar von Regisseur Chris Wedge und Co-Regisseur Carlos Saldanha zu erwähnen. Hier war ich vollkommen begeistert. Ich dachte dies würde sich lediglich auf eine kurze Ausführung der beiden bezüglich der wichtigsten oder aufwändigsten Szenen des Filmes beschränken. Jedoch werden mir hier die ausführlichsten Kommentare geboten wie ich sie je erlebt habe. Der komplette Film wird erneut gezeigt mit leisen Einspielungen des Tones. Dies alles wird von den beiden kommentiert. Jede einzelne Szene, was sie sich dabei gedacht haben, wie sie entstanden ist, welche Arbeit dahinter steckte, welche Inspirationen sie dafür benötigten, einfach alles was das Herz begehrt. Wirklich erstaunlich und meiner Meinung nach absolut sehenswert, da es einen tieferen Einblick in die Hintergründe des Filmes und auch der Produktion als solche gewährt.
Scrats fehlendes Abenteuer ist ein weiterer Punkt der Sonderausstattung. Hier wird mir ein mehrminütiger Film mit Scrat gezeigt, der hier den Hauptakteur spielt. Benannt ist diese kleine Geschichte liebevoll mit „Gone Nutty“. Verraten möchte ich den Inhalt an dieser Stelle ungern, es sei nur gesagt, das es auf jeden Fall sehenswert ist. Die Animation in Ton und Bild ist hier genauso gelungen wie die Beanspruchung der Lachmuskeln. Zum Ende dieses Filmchens werden wir Zuschauer auf jeden Fall aufgeklärt wie es zu der Verschiebung der Kontinente kommt und daran ist Scrat nicht ganz unschuldig :o)
Die im Film nicht verwendeten Szenen sind immer gern gesehenes Zusatzmaterial und auch das fehlt hier natürlich nicht. Insgesamt sind 6 dieser nicht im Film enthaltenen Szenen hier veröffentlicht worden. Diese jeweils mit Kommentar des Regisseurs, der auch erklärt was an den Szenen verändert wurde oder warum sie so nicht im Film enthalten sind.
Ein Punkt auf den ich recht gespannt war ist „Scrat packt aus“. Hier hatte ich weiteres Zusatzmaterial zu der Figur selber erhofft, leider werden mir hier nur drei nicht ganz so gut animierte Kurzfilme mit Scrat und seiner Eichel gezeigt, jeweils in Kombination mit dem FOX Logo, für Fans jedoch ein Muss.
„Die Animation“ ist ein sehr interessanter Punkt der Sonderausstattung, denn hier konnte ich mir in allen einzelnen Schritten ansehen wie der Film entstanden ist. Insgesamt habe ich hier drei Szenen des ganzen Filmes zur Auswahl. Diese Szenen kann ich jeweils in 5 verschiedenen Blickwinkeln ansehen und zwar von der Grundzeichnung als solche an, die dann in Standbilder überarbeitet wurde, aus denen dann animierte Teile des Filmes entstanden sind. Der vierte Blickwinkel ist dann die Endfassung mit Hintergründen und anderen Feinheiten. Um Vergleiche machen zu können steht mir der fünfte Blickwinkel zur Verfügung, den ich am interessantesten finde, denn hier sind alle 4 Bilder nebeneinander, so das ich schön den „Werdegang“ nachvollziehen kann.
Kinotrailer, Making Of und andere Sachen dürfen natürlich auch nicht fehlen, aber wenn ich die ganze Sonderausstattung hier nennen würde, würde das wirklich den Rahmen sprengen. Ich habe nur die für mich wichtigsten und besten Punkte heraus gesucht und diese sind wirklich absolut sehenswert.
~ Mein Fazit ~
Den Film kannte ich bereits im Vorfeld und war absolut begeistert von ihm, die DVD hat es jedoch geschafft das Ganze noch zu verbessern. Die Sonderausstattung weiß absolut zu überzeugen und alleine diese ist meiner Meinung nach den Kaufpreis der DVD schon wert. Ich kann sie also jedem wirklich nur empfehlen und vergebe auch die beste Bewertung. Sollten noch irgendwelche Fragen offen geblieben sein oder sollte ich etwas wichtiges vergessen haben, so macht mich doch bitte darauf aufmerksam.
Erstveröffentlichung am 28.11.2002 bei Ciao
~ Die Story ~
Der Film beginnt, wie könnte es anders sein, mit der Einblendung des kleinen Scrat, der den Zuschauern schon aus den Kino Trailern wohl bekannt sein dürfte. Scrat und seine Abenteuer mit der Eichel, die er im ganzen Film vergeblich versucht sein Eigen zu nennen und zu öffnen, wie es scheint, ist jedoch nur die Einleitung zum Einstieg in die Wanderung der anderen Erdenbewohner. Sobald Scrat das erste Abenteuer mit der Nuss überlebt hat wird er nämlich von einer kompletten Herde nach Süden ziehender Tiere platt getreten, die vor der kommenden Eiszeit flüchten.
Sid das Faultier (gesprochen von Otto) wacht unterdessen auf seinem Schlafbaum auf und muss feststellen, das seine komplette Familie die Wanderung ohne ihn angetreten hat. Bald erfahren wir auch warum, denn Sid ist alles andere als ein angenehmer und einfach zu nehmender Zeitgenosse. Er zieht Missgeschicke und heikle Situationen förmlich an. So verdirbt er beispielsweise zwei Nashörner das letzte übrig gebliebene Grünzeug, indem er einen Haufen Kot, in den er vorher rein getreten ist, großzügig auf den Blättern verteilt. Die beiden wollen sich dafür rächen und Sid soll das zeitliche segnen. In einer wilden Verfolgungsjagd naht jedoch unerwartet Hilfe für Sid, nämlich das Mammut Manfred (gesprochen von Arne Elsholtz). Er hilft ihm aus der Patsche und rettet sein Leben, was Sid so begeistert, das er sich Manni anschließt und mit ihm zusammen in den Süden reisen will, ganz zum Ärger von Manni, der weder nach Süden möchte, noch einen Klotz am Bein haben möchte. Dennoch duldet er Sid vorübergehend an seiner Seite und das eigentliche Abenteuer der beiden kann beginnen.
Auf ihrer Reise machen die beiden unverhofft Halt an einem Fluss, der der Ausläufer eines Wasserfalles ist. Am Ufer liegt eine schwer erschöpfte Frau, die vor Säbelzahntigern mit einem mutigen Sprung in das kalte Nass ihr Baby gerettet hat. Ihre Kräfte sind am Ende, jedoch soll das Baby gerettet werden und so übergibt sie es Sid und Manni. Manni ist zunächst überhaupt nicht begeistert davon und will das Baby zurücklassen. Sid in seiner leichten Dümmlichkeit und absoluten Gutherzigkeit nimmt sich jedoch des Babys an und will es auch ohne Hilfe von Manni zurück zum Rest seiner Familie bringen.
Bereits der erste Versuch des Alleinganges von Sid scheitert kläglich, denn ein Faultier ist einfach völlig ungeeignet um meterhohe Mauern hochzuklettern und das noch mit einem Baby auf dem Arm. So kommt es, das ihm das Baby entgleitet und genau passend in diesem Moment erscheint Diego der Säbelzahntiger (gesprochen von Thomas Fritsch), der von seinem „Boss“ den Auftrag bekommen hat ihm das Baby lebendig zu bringen um sich an den Menschen zu rächen. Manni kann dies nicht mit ansehen und hilft Sid doch gegen Diego anzukommen und das Baby zu retten. Diego beteuert seine Unschuld und macht den beiden klar, er wolle das Baby ebenfalls nur retten und zu seiner Familie zurückzubringen, seine wahren Gedanken verschweigt er.
So kommt es, das Diego die Leitung der „krassen Herde“ übernimmt und sie zu den Menschen zurückgeleiten wird, so denken Manni und Sid. Eigentlich soll Diego sie mit dem Baby jedoch nur in eine Falle locken, nämlich zum Sichelpass, wo die anderen Säbelzahntiger auf sie warten. Alle drei stehen mit dem Baby unheimliche Abenteuer durch, in denen auch der kleine Scrat immer wieder eine Nebenrolle bekommt, und stellen immer wieder fest, wie merkwürdig Menschen Babys doch sind. Sie müssen für Nahrung sorgen, aber auch gegen die harten Umstände der Natur ankommen. In einer dieser Situationen kommt es dazu, das Manni Diego das Leben rettet, wobei er selber hätte sterben können. Eben „weil man das in einer Herde so macht“, sagt er Diego. Dies gibt dem Säbelzahntiger merklich zu denken, jedoch ob er sich das und auch die merklich wachsende positive Beziehung zwischen den dreien zu Herzen nimmt und von seinem Auftrag abkommt ist noch nicht abzusehen, ebenso wenig ob das Baby heil zu seiner Familie zurück kommen wird oder ob es den Tigern zum Opfer fallen wird, ebenso wie Manni das Mammut, das immerhin für Tiger einen gewaltigen Leckerbissen darstellt...
Mehr verrate ich an dieser Stelle zum Ausgang der Story nicht.
~ Meine Meinung ~
Der Film hat mich schon beim ersten Ansehen völlig begeistert, obwohl er an sich eigentlich recht einfach gestaltet ist, was die Story an sich angeht. Besonders große Handlungsstränge darf man hier sicherlich nicht erwarten, dennoch hat die Story genauer betrachtet einen gewissen Tiefgang. Besonders gut finde ich den Film auch deshalb, einfach weil er für mich nie langweilig wird. Die wechselnde Stimmung im ganzen Film ist hier für mich entscheidend. So gibt es immer wieder Szenen, bei denen ich herzlich lachen konnte, wenn Sid das Faultier beispielsweise wieder einen seiner Tollpatschanfälle hat oder wenn Scrat wieder einmal auftaucht. Genauso wird aber auch durch den ganzen Film Spannung gehalten ob das Baby wieder heil zu seiner Familie zurückkommt und bis zum Schluss hin ahnt man nicht wie es ausgehen wird. Die Spannung wird zwischendurch auch immer wieder durch die Abenteuer der drei aufgefrischt, aber auch der Faktor „Tränendrüse“ wird in dem Film nicht verschont, für mich eine wunderbare Kombination.
Die geniale Umsetzung der Charaktere in dem Film und auch die komplette Umgebung tut eigentlich ihr restliches, das ich begeistert bin. Das der komplette Film im PC entstanden ist dürfte mittlerweile kein Geheimnis mehr sein, aber das Gute daran ist, das man es kaum merkt. Effekte in der Natur, z.B. das Wasser des Flusses oder auch Rauch und Nebel der Lagerfeuer der Menschen, sind absolut naturgetreu wiedergegeben und auch die Figuren selber sind für mich in den Bewegungsabläufen und allem absolut realitätsbezogen. Selbst Kleinigkeiten wie wackelnde Haare im Wind sind bis ins kleinste Detail wunderbar umgesetzt worden.
Die Schauspieler, wenn man sie denn so nennen kann, sind wirklich genial erschaffen worden. Jeder der drei Hauptakteure – neben dem Baby – wurde mit einer völlig eigenständigen Persönlichkeit ausgezeichnet und auch die Wahl der deutschen Stimmen hätte für mich nicht besser sein können. Die lispelnde Aussprache und leicht schräge Stimme von Sid, der durch Otto gesprochen wird, hätte zum Beispiel passender nicht sein können. Ebenso ist die Stimme von Arne Elsholtz für Manni das Mammut sehr gut gewählt. Ruhig, langsam und recht dunkel entspricht sie genau Mannis Persönlichkeit und dem Verhalten. Bei Diego dem Tiger ist es ähnlich, hier spielt in der Stimme immer das gefährliche und geheimnisvolle mit. Durch die Stimmen werden die Charaktere einfach neben der guten Animation noch überzeugender dargestellt für mich.
Negativ anzumerken habe ich hier persönlich im kompletten Film die Umsetzung der Menschen. Ihnen wurde keine Dialoge zu teil und auch die grafische Umsetzung der Menschen ist für mich doch recht schlecht, einfach weil sie sehr lieblos animiert wurden. Die Männer sehen alle gleich aus und haben ein völlig verkanntetes Gesicht, das einzige was hier positiv bleibt sind die realistischen Bewegungsabläufe. Jedoch musste ich mich im Nachhinein aufklären lassen, das dies absichtlich so gewählt wurde um hier durch reine Darstellung aufzuzeigen, das in diesem Film die Tiere die „Herrscher der Welt“ sind und die Menschen nur eine sehr untergeordnete und noch nicht hoch entwickelte Rolle spielen.
~ Die DVD ~
Sowohl die Ton- als auch die Bildqualität der DVD können hier absolut überzeugen. Gerade bei einem komplett animierten Film halte ich dies für besonders wichtig.
Das DVD Menü selber ist absolut ansprechend gestaltet. So wird auch hier Wert auf Animation gelegt. Die Hauptakteure des Filmes bewegen sich hier ständig mit witzigen und skurilen Gestiken durch das Bild, wobei leider ein wenig an Unschärfe im Bild zu erkennen ist.
Die übersichtliche Menüunterteilung in „Film starten“, „Sprachauswahl“, „Szenenauswahl“ und „Sonderausstattung“ gefällt mir hier besonders.
Gerade die Sonderausstattung ist hier eine Erwähnung wert, denn ein solch umfangreiches Angebot habe ich selten erlebt.
Zunächst wäre hier der Kommentar von Regisseur Chris Wedge und Co-Regisseur Carlos Saldanha zu erwähnen. Hier war ich vollkommen begeistert. Ich dachte dies würde sich lediglich auf eine kurze Ausführung der beiden bezüglich der wichtigsten oder aufwändigsten Szenen des Filmes beschränken. Jedoch werden mir hier die ausführlichsten Kommentare geboten wie ich sie je erlebt habe. Der komplette Film wird erneut gezeigt mit leisen Einspielungen des Tones. Dies alles wird von den beiden kommentiert. Jede einzelne Szene, was sie sich dabei gedacht haben, wie sie entstanden ist, welche Arbeit dahinter steckte, welche Inspirationen sie dafür benötigten, einfach alles was das Herz begehrt. Wirklich erstaunlich und meiner Meinung nach absolut sehenswert, da es einen tieferen Einblick in die Hintergründe des Filmes und auch der Produktion als solche gewährt.
Scrats fehlendes Abenteuer ist ein weiterer Punkt der Sonderausstattung. Hier wird mir ein mehrminütiger Film mit Scrat gezeigt, der hier den Hauptakteur spielt. Benannt ist diese kleine Geschichte liebevoll mit „Gone Nutty“. Verraten möchte ich den Inhalt an dieser Stelle ungern, es sei nur gesagt, das es auf jeden Fall sehenswert ist. Die Animation in Ton und Bild ist hier genauso gelungen wie die Beanspruchung der Lachmuskeln. Zum Ende dieses Filmchens werden wir Zuschauer auf jeden Fall aufgeklärt wie es zu der Verschiebung der Kontinente kommt und daran ist Scrat nicht ganz unschuldig :o)
Die im Film nicht verwendeten Szenen sind immer gern gesehenes Zusatzmaterial und auch das fehlt hier natürlich nicht. Insgesamt sind 6 dieser nicht im Film enthaltenen Szenen hier veröffentlicht worden. Diese jeweils mit Kommentar des Regisseurs, der auch erklärt was an den Szenen verändert wurde oder warum sie so nicht im Film enthalten sind.
Ein Punkt auf den ich recht gespannt war ist „Scrat packt aus“. Hier hatte ich weiteres Zusatzmaterial zu der Figur selber erhofft, leider werden mir hier nur drei nicht ganz so gut animierte Kurzfilme mit Scrat und seiner Eichel gezeigt, jeweils in Kombination mit dem FOX Logo, für Fans jedoch ein Muss.
„Die Animation“ ist ein sehr interessanter Punkt der Sonderausstattung, denn hier konnte ich mir in allen einzelnen Schritten ansehen wie der Film entstanden ist. Insgesamt habe ich hier drei Szenen des ganzen Filmes zur Auswahl. Diese Szenen kann ich jeweils in 5 verschiedenen Blickwinkeln ansehen und zwar von der Grundzeichnung als solche an, die dann in Standbilder überarbeitet wurde, aus denen dann animierte Teile des Filmes entstanden sind. Der vierte Blickwinkel ist dann die Endfassung mit Hintergründen und anderen Feinheiten. Um Vergleiche machen zu können steht mir der fünfte Blickwinkel zur Verfügung, den ich am interessantesten finde, denn hier sind alle 4 Bilder nebeneinander, so das ich schön den „Werdegang“ nachvollziehen kann.
Kinotrailer, Making Of und andere Sachen dürfen natürlich auch nicht fehlen, aber wenn ich die ganze Sonderausstattung hier nennen würde, würde das wirklich den Rahmen sprengen. Ich habe nur die für mich wichtigsten und besten Punkte heraus gesucht und diese sind wirklich absolut sehenswert.
~ Mein Fazit ~
Den Film kannte ich bereits im Vorfeld und war absolut begeistert von ihm, die DVD hat es jedoch geschafft das Ganze noch zu verbessern. Die Sonderausstattung weiß absolut zu überzeugen und alleine diese ist meiner Meinung nach den Kaufpreis der DVD schon wert. Ich kann sie also jedem wirklich nur empfehlen und vergebe auch die beste Bewertung. Sollten noch irgendwelche Fragen offen geblieben sein oder sollte ich etwas wichtiges vergessen haben, so macht mich doch bitte darauf aufmerksam.
Erstveröffentlichung am 28.11.2002 bei Ciao
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