Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (VHS) Testbericht

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ab 6,36
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Erfahrungsbericht von Realjackass

Zwei Jones sind besser als einer

Pro:

Harrison Ford und Sean Connery, Fun und Action in einem, gelungener Abschluß

Kontra:

Die eine oder andere Länge, die aber zu verzeihen ist

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich meine kleine Indiana-Jones Berichtereihe mit dem Review zu "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" abschließen. Wie ihr eventuell noch wisst, hat mich der Erste Teil sehr begeistert und ich ging darauf mit leicht gesenkten Erwartungen an Teil Zwei heran, da dieser gemeinhin als der schlechteste der Reihe gilt. Nachdem ich "Indiana Jones und der Tempel des Todes" dann aber gesehen habe, stand für mich fest, dass dieser Film mindestens genau so gut wie sein Vorgänger ist. Trifft dies aber auch auf den Dritten Teil zu? Kann er das Niveau seiner beiden kultigen Vorgänger halten? Solltet ihr keine Angst vor Ratten, Nazis und fanatischen Arabern haben, wünsche ich euch nun viel Spaß bei dem nun folgenden Bericht.




Story
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Der Film beginnt mit einer Szene aus Indy´s Kindheit, in New Mexico, 1906: Er, also Indiana (River Phoenix) ist mit einigen anderen Jugendlichen in der Wüste unterwegs, als er plötzlich Grabräuber entdeckt, die ein kleines Kreuz aus einer Höhle entwenden. Indy kann es ihnen stehlen und bringt es nach einer spektakulären Verfolgungsjagd nach Hause zu seinem Vater, der aber keine Zeit hat. Plötzlich steht der Sheriff vor der Tür, der das Kreuz einkassiert und es dem Auftraggeber der Grabräuber aushändigt.

1938, vor der spanischen Küste:
Nach einer sehr langen Suche ist es Indy (Harrison Ford) endlich gelungen, seinen ehemaligen Widersacher ausfindig zu machen, dem er damals das Kreuz übergeben musste. Nach einem erbitterten Kampf ist nun wieder Indiana im Besitz des Kreuzes und kehrt in die Universität nach New York zurück. Dort wird er von dem Antiquitätensammler Walter Donovan (Julian Glover) aufgesucht, der sich schon lange für die Legende des Heiligen Grals interessiert. Nun bittet er Indy, diesbezüglich Nachforschungen anzustellen. Zuerst weigert dieser sich, als er aber hört, dass sein Vater (Sean Connery) entführt wurde, als er an dem Fall dran war, macht er sich sofort mit seinem Freund Marcus Brody (Denholm Elliott) auf nach Venedig. Dort trifft er Dr. Elsa Schneider (Alison Doody), die mit seinem Vater gearbeitet hat, bis dieser plötzlich verschwand. Zusammen stoßen die beiden schnell auf die Katakomben, die sich unter einer alten Bibliothek befinden und finden dort eine Steintafel, die wichtige Informationen zum Standpunkt des Grals enthält. Zugleich bekommt es Indy aber mit einer Sekte zu tun, die den Gral schon seit Jahrhunderten beschützt. Er kann diese allerdings zur Vernunft bringen und zudem von ihnen Erfahren, wo sein Vater gefangen gehalten wird, nämlich in Österreich.

Ehrensache, dass sich Indy sofort mit Elsa Schneider auf den Weg nach Österreich macht und einen waghalsigen Befreiungsversuch startet. Hier muss Indy allerdings erfahren, dass Elsa zu den Nazis gehört und ihn die ganze Zeit getäuscht hat. Die Deutschen nehmen Henry, also Indy´s Vater sein Tagebuch ab und fesseln die beiden. In knapper Not schaffen es Vater und Sohn aber zu entkommen. Sie machen sich auf den Weg nach Berlin, um das Tagebuch wieder zu beschaffen, laufen dabei noch Hitler über den Weg, flüchten aus Nazi-Deutschland und fliegen nach Iskanderun, wo sich der Gral angeblich irgendwo befinden soll. Hier kommt es zum finalen Kampf..




Schauspieler
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Indiana Jones wird in diesem Film zum Dritten und bislang (wohlgemerkt bislang, denn für 2007 ist Teil 4 geplant) letzten Mal von Harrison Ford gespielt, einem Bekannten Akteur, den man auch schon im Science-Fiction Klassiker "Krieg der Sterne" als Han Solo bewundern durfte. "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" erschien fünf Jahre nach dem zweiten Teil, die Zeitspanne zwischen dem Ersten und dem Zweiten Teil betrug dagegen nur drei Jahre, was man Ford auch deutlich ansieht. Wie jeder andere Mensch auch ist er halt dem Wille der Natur unterlegen und altert auch, was dem Streifen aber nicht unbedingt schadet. Zwar hat Indiana etwas von seinem Tempo verloren, sein Charme ist aber noch voll da und das ist, wenn ihr mich fragt, das wichtigste. Ausgeglichen wird ersteres sowieso von

Sean Connery in der Rolle von Indy´s Vater! Für Steven Spielberg war von Anfang an klar, dass nur "James Bond" Indiana Jones´ Vater spielen könne und nach einigen Gesprächen mit Connery, bekam Spielberg seinen Willen. Wie gesagt, wurde Connery durch "James Bond" bekannt und ist für viele Fans bis heute der einzig wahre Bond. Seine Ausstrahlung passt perfekt um den Vater einer derartigen Kultfigur wie Indiana Jones zu spielen, auch wenn gesagt werden muss, dass Sean Connery nur 12 Jahre älter als Harrison Ford ist. Was viele Leute auch nicht wissen: Eigentlich war die Figur des Henry Jones ganz anders konzipiert, als das Endresultat erahnen lässt. Während Connery im Film sehr lustig und teilweise überdreht erscheint, war er als eine Art Vorbildfunktion gedacht. Ich kann den Machern dieses Films aber nur auf Knien dafür danken, dass sie den Part von Indy´s Vater derart lustig haben ausfallen lassen, denn ohne diese ganzen Vater-Sohn Streitigkeiten, die es im Film zuhauf gibt, würde etwas sehr wichtiges fehlen. Sean Connery spielt die Rolle klasse, aber das war ja auch nicht anders zu erwarten.

Beim Schauen des Films kam mir immer mehr der Verdacht auf, dass Spielberg und Lucas wieder zum ersten Teil zurückkehren wollten. Dies gilt nicht nur für die Machart, sondern auch für den Cast. So sind hier wieder John Rhys-Davies als Sallah, sowie Denholm Elliott als Marcus Brody zu bestaunen. Während letzterer im ersten Teil noch eine Art Vaterfigur für Indy war und deshalb hier eigentlich ausgedient hat, entschloß man sich dazu, ihn zu einem "Trottel" zu machen, wenn ich das mal so sagen darf. Allerdings ist Marcus Brody einer dieser liebenswürdigen Trottel, die man einfach symphatisch finden muss, deshalb klasse gespielt von Denholm Elliott.




Daten zum Film
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Originaltitel: Indiana Jones and the Last Crusade
Alternativtitel: -
Land: USA (1989)
Regie: Steven Spielberg
Buch: George Lucas, Philip Kaufman, Jeffrey Boam
Länge: ca. 121:37 Min.
Freigabe: FSK 12
Indiziert: Nein
@ Realjackass




Die DVD Movie Collection
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Die in Deutschland erhältliche Indiana Jones Collection ist am 04.11.2003 erschienen und wird von Paramount vertrieben. Diese Collection enthält die Filme "Jäger des verlorenen Schatzes", "Indiana Jones und der Tempel des Todes", sowie "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug". Das Bonusmaterial befindet sich auf einer Extra-DVD und fällt wie folgt aus:

- Indiana Jones - Herstellung der Trilogie:
- Jäger des verlorenen Schatzes (50:49 Min.)
- Indiana Jones und der Tempel des Todes (44:13)
- Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (35:00)

- Featurettes
- Die Stunts von Indiana Jones (10:48)
- Der Sound von Indiana Jones (13:29)
- Die Musik von Indiana Jones (12:18)
- Das Licht und die Magie von Indiana Jones (12:15)

- Trailer
- Jäger des verlorenen Schatzes
- Teaser Trailer (00:57)
- Kinotrailer (02:26)
- Neurelease Trailer (03:09)
- Indiana Jones und der Tempel des Todes
- Kinotrailer (01:18)
- Indiana Jones und der letzte Kreuzzug
- Teaser Trailer (01:22)
- Kinotrailer (02:04)
- Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft
- Game Preview (01:43)

- Exklusiver Zugriff auf Indiana Jones-DVD-Webseite
- DVD Credits

Die 4 DVDs kommen allesamt in Digipacks daher und sind, was die Qualität angeht, überraschend gut. Das Bild wurde bei den drei Filmen ausgezeichnet restauriert und kann es auch locker mit neueren Produktionen aufnehmen. Der Ton ist dagegen zwar nicht ganz so super ausgefallen, wird aber trotzdem einen Großteil der Käufer zufriedenstellen. Ich kann diese Box also nur empfehlen, denn an einem Preis von 30 € gibt es wirklich nichts auszusetzen.




Kritik
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Steven Spielberg hatte schon immer den Wunsch, einmal einen "James Bond" Film zu drehen, so entstand dann auch überhaupt die Idee zur Indiana Jones Reihe. Genaugenommen sollte auch zuerst nur "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" gedreht werden, bis man sich dann aber dazu entschloß, aus diesem Format eine Trilogie zu machen. Trotzdem bestand immer noch der Wunsch Spielberg´s, mit Sean Connery und Bondgirl Alison Doody zu drehen. Wie man an dem Resultat sieht, ging sein Wunsch in Erfüllung und das sowohl für Spielberg als auch für die Fans, da beide Seiten diesen Film als den besten der drei beschreiben. Wie ich das sehe? Nun, das klingt nun sicherlich so, als sei meine Schwäche die, dass ich nicht kritisieren könne, aber ich fand alle drei Teile gleich gut. Der Erste hatte eben noch den Vorteil, dass das Konzept vollkommen neu war, was von den Machern natürlich auch ausgenutzt wurde. Der Zweite dagegen ist ein absoluter Funfilm, der mehr Humor und Action, allerdings auch mehr Gewalt als sein Vorgänger zu bieten hatte. Und der Dritte? Nun, ich würde ihn irgendwo dazwischen einordnen, denn er vereint sowohl die positiven Aspekte vom Ersten, wie auch die positiven Aspekte vom Zweiten Teil, was sich als Gesamtwerk betrachtet gut ausgleicht.

So ist der Humor hier zwar nicht ganz so auffällig, aber denoch stetig präsent. In meinen Augen eine der besten Szenen ist die, in der Indy von den Nazis nach dem Aufenthaltsort von Marcus Brody befragt wird und dieser daraufhin meint, dass Marcus ein dutzend Sprachen spricht, alle Sitten und Gebräuche der Stämme in der Nähe kennt und sich perfekt tarnen kann. Und was sehen wir in der nächsten Szene? Einen verwirrten und überforderten Marcus, der durch eine Stadt irrt und um Hilfe bittet. Genau diese Art von Humor ist es, die den Film auszeichnet. Er will nicht auf Teufel komm raus lustig sein, schafft es aber dennoch ausgezeichnet, was zu einem Großteil auch Sean Connery zuzuschreiben ist. Er liefert sich mit seinem Sohn Indiana so manchen Streit, die wohl nicht besser hätten gemacht werden können.

Auch die vielfätigen Kulissen, Städte und Landschaften wissen wie immer zu überzeugen, so sehen wir Indy und seinen Vater in Nazi-Deutschland, Österreich, Venedig (wo der Filmcrew übrigens für 7 Stunden die alleinige Kontrolle über den Canale Grande eingeräumt wurde) und in die Republik Hatay. So dürfen wir eine Vielzahl exotischer Orte und Plätze bestaunen, was dem Abenteuerfeeling des Films wirklich nur zugute kommt und eine beachtliche Atmosphäre aufbaut.

Und wie sieht es mir der Action aus? Nun, diese kommt zwar nicht ganz an die aus "Indiana Jones und der Tempel des Todes" heran, hat aber trotzdem etwas ganz spezielles, eigenes. So gibt es ein Panzerduell, jede Menge Explosionen, Indy und sein Vater die sich in luftiger Höhe mit den Deutschen herumschlagen müssen und vieles mehr. Es kann zwar nicht gesagt werden, dass andauernd etwas los wäre, da die Action etwas kürzer als in den Vorgängern kommt, aber wenn mal etwas passiert, dann ordentlich.




Fazit
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Der beste Indiana Jones Film? Nein, das ist "... und der letzte Kreuzzug" in meinen Augen nicht, aber er vereint im Prinzip alles, was diese Reihe ausmacht: Witz, Action, ein bisschen Romantik und vieles mehr. Dadurch, dass Sean Connery hier Indys Vater spielt, gibt dass dem Film etwas vollkommen neues, was so in den Vorgängern noch nicht zu sehen war. Jeder, der Teil 1 & 2 gesehen hat, muss sich auch den dritten schnellstmöglich zu Gemüte führen, das steht natürlich außer Frage. Aber auch alle anderen, die gerne unterhaltsame Abenteuerfilme sehen, sollten sich "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" nicht entgehen lassen.

9 von 10 Punkten und eine Empfehlung

Mfg
Realjackass

22 Bewertungen, 5 Kommentare

  • animaldream

    10.11.2005, 08:25 Uhr von animaldream
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht! LG animaldream

  • Dr.Claudia

    09.11.2005, 22:06 Uhr von Dr.Claudia
    Bewertung: sehr hilfreich

    PS: "Sag nicht Junior zu mir!" LG Claudia

  • der_Baer

    09.11.2005, 20:05 Uhr von der_Baer
    Bewertung: sehr hilfreich

    gemeinsam mit dem Spiel ziemlich unterhaltsam :-) <br/>lg Wolfgang

  • pooljoe

    09.11.2005, 19:28 Uhr von pooljoe
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Jochen

  • sung1rl

    09.11.2005, 19:22 Uhr von sung1rl
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht, lg - sung1rl