Insomnia - Schlaflos (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Onkelpunkska

Der Alptraum vom Tagtraum

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Endlich mal wieder ein richtig guter Film aus der USA. Insomnia besticht durch schauspielerische Leistung, einer guten Story, gute Kameraführung und sehr guter Regie!

Okay, nach langer Ciao-Abstinenz melde ich mich mal wieder um Euch von einem Film zu berichten, den ich seit langem vermisse.

*****STORY*****

Am Anfang steht natürlich die Story.

In einem kleinen Örtchen im verträumten Alaska wurde ein Mädel umgebracht. Da die örtliche Polizei sich nicht mit Mördern auskennt wird Top-Polizist Will Dormer mit seinem Kollegen Hap Eckhart aus Los Angeles dorthin geordert um diesen Fall zu klären.

Dormer und Eckhart haben vor einiger Zeit bei einem Fall wohl ganz lautere Mittel angewendet, weshalb gegen beide nebenher auch ermittelt wird. Eckhart eröffnet Dormer in Alaska, dass er um seiner Familie willen aussagen wird, was dormer sehr verärgert.

Bei den Untersuchungen in Alaska kommen die Polizisten auf eine heiße Spur des vermeindlichen Täters.
Bei einer Verfolgungsjagt bei dichtem Nebel sieht Dormer plötzlich eine Gestalt - und er schießt.

Leider traf Dormer seinen Kollegen Eckhart.
Ist es nun Pech oder Segen für Dormer? Zwar sind somit die Aussagen vom Tisch, aber andererseits war es sein Kollege...

Im Folgenden versucht Dormer die Schuld für den Tod Eckharts dem Mörder in die Schuhe zu schieben, was ihm auch zunächst glückt.
Er rechnet jedoch nicht mit dem Mörder, der Dormer auf die Schliche kommt...

Die Zeit in Alaska im Sommer sind nicht leicht. Egal, ob Tag oder Nacht , es ist draußen immer Hell. Die Helligkeit und das schlechte Gewissen, bereiten Dormer extreme Schlafstörungen, was der Mörder des Mädchens ausnutzt.

Aber nicht nur der Mörder weiß etwas, sondern auch die Kollegin und Nachwuchspolizistin Elli Burr, die Dormer schon seit langem bewundert, entdeckt im Gegensatz zu den Anderen Polizisten, Widersprüche in Dormers Aussagen und Handlungen...

Mehr möchte ich natürlich nicht vom Inhalt widergeben, weil Ihr Euch alle den Film anschauen sollt ;-)
Warum, versuche ich im Folgenden zu erläutern.

Kurz noch was zum Ende: Es kommt, wie es kommen muss!! ;-) - Für die Leute, die den Film schon kennen -



*****Die Hauptdarsteller*****

Protagonist und Hauptdarsteller ist Al Pacino in der Rolle Will Dormers.
Im Verlaufe des Filmes stellt er gut dar, wie ihn die psychologische Belastung durch die Hellen Nächte und durch das schlechte Gewissen auffrist. Okay, hier haben Maske und Kamera ebenfalls ganze Arbeit geleistet. aber meiner Meinung nach meistert Pacino die Rolle sehr gut.

Antagonist Robin Williams als Walter Finch ist gewohnt Brilliant. Selten sah man ihn in einer Schlechten Rolle. Auch diese rolle scheint ihm wie auf dem Leib geschneidert zu sein. Obwohl er den vermeindlichen mörder darstellt möchte man ihn fast als Protagonisten ermitteln.

Die mir bis dato unbekannte Hilary Swank als Nachwuchspolizistin Elli Burr liefert ebenfalls eine solide Leistung. Auch ihr nimmt man ihre Rolle als eifrige Polizistin ab.

Martin Donovan alias Hap Eckhart spielt seine recht kurze Rolle ganz ordentlich. Es fällt weder Negatives noch sonderlich Positives auf.


*****Kameraführung/Regie/Schnitt*****

Fast komplett ohne technischen Schnickschnack und Spezialeffekte kommt die Kamera aus.
Dabei entsteht nicht etwa ein durchschnittlich produzierter Film, sondern eine Meisterleistung.
Sei es ein einfacher Flug über Alaska oder das ständige Leitmotiv des sich mit Blut vollsaugenden Stoffes. Der Schnitt, die Kameraführung unterstürtzen die Schauspieler so, dass Gefühle (besonders die von Dormer) sehr deutlich werden. Besonders das spiel mit dem Licht fällt hier positiv auf.
Regisseur Nolan spart weiterhin icht an stilistischen Mitteln, wie z.B. das eben erwähnte Leitmotiv und die sich ständig entwickelnden Rückblenden, die sich am Ende zu einem Ganzen zusammen fügen.
Kurz noch erwähnt: Äußerst passend finde ich auch die recht dezent gehaltene, jedoch sehr wirkungsvolle Musik/den Sound im Hintergrund. Sie lässt den Zuschauer mit Dormer verrückt werden...


(Das allseits beliebte)
*****FAZIT*****

Wie erwähnt, ist es das Beste, was ich seit langem im Kino gesehen habe. Es ist eine gelungene Mischung aus Thriller, Action und Drama (ohne Beziehungskisten, zum Glück). Von keinem zu viel und von keinem zu wenig.
Es ist keine anspruchslose Actionballerei, aber auch kein äußerst verstrickter Psychothriller.
Bei diesem Film stimmt meines Erachtens einfach alles.
Das Ende finde ich übrigens sehr gelungen. Danach kann man wirklich ebenfalls schlaflos sein, wenn man es sich nochmal genau zu Gemüte führt und sich fragt, was nun rechtens war...

Danke für\'s Lesen und
viel Spaß beim Ansehen wünscht

Onkelpunkska

PS: Wer Rechtschreibfeeler findet, darf sie behalten!

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