Insomnia - Schlaflos (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von starfax

Einschlafhilfe

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Gestern war wieder so ein Tag, an dem man einfach auf gar nichts Lust hatte...und statt einfach nach Hause und ins Bett zu gehen, haben wir den größten Fehler überhaupt begangen: Wir gingen ins Kino und zwar in \"Insomnia\"....

DER FILM----------------------------------------------------------------

Der Film handelt von einem offenbar sehr guten oder zumindest berühmten Cop aus Los Angeles (gespielt von Al Pacino), der aufgrund eines gegen ihn und seinen Partner laufenden Dienstaufsichtsverfahrens nach Alaska strafversetzt wird. Dort wurde ein totes 17jähriges Mädchen aufgefunden.
Durch eine Finte kann man den Täter aufspüren, der entkommt aber durch einen verborgenen Schacht. Bei der Verfolgung im dichten Nebel erschießt Al Pacino seinen Kollegen (Versehen? Absicht?) , der am Abend zuvor angekündigt hatte, einen Deal mit der Staatsanwaltschaft einzugehen, um das Verfahren abzukürzen, was Al Pacino ziemlich geschockt hatte.
Der örtliche Polizeichef geht der Sache gar nicht groß nach, geht davon aus, daß der Gesuchte geschossen hat und läßt die Sache vermeintlich schnell durch eine junge Polizistin abhaken. Die aber, obwohl sie den Al Pacino - Cop als Helden verehrt, nimmt die Sache mit der Zeit immer ernster und rückt der Wahrheit verdächtig nahe.
Unterdessen nimmt der Mörder - gespielt von Robin Williams - Kontakt mit dem unter der ewigen Helligkeit Alaskas leidenden Pacino auf und erklärt ihm, alles gesehen zu haben. Er beginnt zu ahnen, daß Pacino seinen Kollegen vielleicht absichtlich erschossen hat und setzt ihn unter Druck, einen Unschuldigen (den Freund des Mädchens) als Sündenbock zu mißbrauchen.
Pacino, bald durch seine Schlaflosigkeit völlig zerrüttet und unter dem Druck seiner alten Schuld (sein Vergehen hat er tatsächlich begangen) und des \"Unfalls\", geht zunächst darauf ein...


MEINE MEINUNG-----------------------------------------------------------

Der Film lebt eigentlich ausschließlich vom Spiel Al Pacinos, der wirklich toll ist. Auch das Thema - Wann wird man selber schuldig? - ist sehr interessant, aber hier doch recht blutleer umgesetzt - womit ich nicht Filmblut meine!
Es entsteht kein wirkliches Interesse an den Figuren - an Pacinos vielleicht ein wenig, aber er hat keinen Gegenspieler, der eine Spannung aufkommen lassen könnte. Robin Williams wirkt harmlos und - schlimmer noch - völlig langweilig, einen leicht durchgeknallten Mörder nimmt man ihm einfach nicht ab.
Hilary Swank als junge Polizistin wirkt immerhin noch recht anziehend, Pacinos Kollege dagegen interessiert einen überhaupt nicht, dafür ist er einfach zu blaß gezeichnet.
Hin und wieder gibt es kleine Actionmomente wie die Verfolgung über die Baumstämme im Fluß oder eine Schlägerei am Ende, aber deren Sinn ist einzig in der Hollywood - Dramaturgie zu finden und trägt null zur Spannung bei.
Auch das Ende ist ärgerlich: Wie in \"Vertrauter Feind\" entzieht sich der straffällig gewordene \"Gute\" einer Auseinandersetzung mit seinem Vergehen durch den Tod - eine amerikanische Krankheit (schließlich wollen die Amis ja auch keine Verurteilung etwaiger Kriegsverbrechen ihrer Soldaten durch einen unabhängigen internationalen Gerichtshof...).
Alles in allem: Langweilig und vorhersehbar (wo nicht zu verworren) bis an die Schmerzgrenze.

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