It's All About Love (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2010
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
Endlich was geboten für die horrende GEZ-Gebühr?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Nicht nur einmal habe ich mir überlegt, ob ich auf "Gut Glück"; was ich mit solchen Aktionen allerdings doch eher selten habe, mir den Film "It's all about Love" zu bestellen; eben weil ich doch recht besessen von dem Hauptdarsteller dieses Werkes bin und auch die Hauptdarstellerin nicht zu verachten ist.
Da sich die aktuellen Angebote jedoch nicht als sonderlich günstig erwiesen und das Filmchen obendrein in die Sparte "Sci-Fi" gehörte, nahm ich davon abstand ~ und freute mich totalitär, als letztens jener Film im TV ausgestrahlt wurde. Endlich was geboten für die horrende GEZ-Gebühr!
//DIE STORY//
klang trotz des Genres recht ansprechend. Die Geschichte spielt im Jahre 2021; wo sich John (Joaquin Phoenix) zum Flughafen New York begibt, damit seine Noch-Frau Elena (Claire Danes) endlich die Scheidungspapiere unterzeichnet. Nach diesem kurzen Aufenthalt will er sofort weiter; da er noch berufliche Termine wahrnehmen muss. Doch wie so oft kommt es anders als geplant ~ entgegen der Abmachung trifft John auf die Manager seiner Eiskunstlauffrau, die ihn erst mal ins Hotel schleppen, wo er von der Familie regelrecht überrannt wird.
Doch bereits der Weg dorthin offenbart, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist: in der Stadt sterben die Menschen wie die Fliegen, brechen einfach zusammen ~ aufgrund eines "gebrochenen Herzens" wie es in den Nachrichten heißt. In anderen Weltkontinenten spielt das Gesetz der Schwerkraft keine Rolle mehr ~ und zur Überraschung aller ist man im Clone-Verfahren auch ein ganzes Stück weiter gekommen.
Der Plan der Familie Elanas offenbart sich schleppend: Elena wird "schlechter" auf dem Eis, und somit soll sie von einem ihrer Doubles jeweils "ersetzt" werden. Dass John und Elena demnach von der Bildfläche verschwinden müssen, liegt auf der Hand....
//DIE UMSETZUNG//
ist grauenhaft; um nicht zu sagen passend zur derzeitigen Hitzewelle: schleppend, trocken, trist und ermüdend! Ich hatte mir wunder-weiß-was vorgestellt, als John auf die ersten Leichen trifft; da er anscheinend nichts von der "Problematik" des Massensterbens mitbekommen hatte. Sein "oh mein Gott, da liegt ein Toter" impfte mir den Eindruck eines mitfühlenden Menschens ein; doch nachdem der Manager sagt, er solle einfach drübersteigen tut John genau das jedes Mal ~ und vollkommen regungslos.
Dass John und Elena sich wieder näher kommen ist so klar wie der Umstand, dass Elena eigentlich nur das arme Opfer ist; schließlich hat sie keine Lust mehr zum Eiskunstlaufen; doch das Management zwingt sie zum weitermachen. Oder beschließt vielmehr, Elena bzgl. ihrer Vergangenheit auszufragen, damit die Doubles im Falle des Falles Rede und Antwort stehen können. Warum Elena nicht einfach zustimmt entbehrt sich meiner Meinung nach jedweger Logik; denn wenn sie "aufhören" will und die Familie die Patentlösung hat um weiterhin zu verdienen, wäre doch alles prima.
Anscheinend ist es das aber doch nicht ~ jedenfalls sehen nicht nur John und Elena dass so, sondern auch Elanas Bruder Michael (Douglas Henshall), der den beiden zur Flucht verhilft. Die, wie hätte es auch anders sein sollen, in ihrem ersten Versuch, schneller endet als sie begann.
Geendet hat auch hier mein Mitgefühl oder Verständnis für John; eben weil ich es doch für recht weit hergeholt halte dass er zum einen so schnell wieder über Elena drüber rutscht und zum anderen zwar ständig beteuert, dass er berufsbedingt nicht bleiben könnte; dann aber doch genau das tut und offensichtlich seinen Job, sein Hab, Gut und Bleibe aufgibt um mit Elena in einen Schneesturm zu flüchten.
Es war mir nichtmal wirklich möglich, Sympathie für die von mir doch sonst so geliebte Claire Danes bzw. Elena aufzubringen, da mich ihre Rolle hier derartig genervt hat, dass ich regelrechte Monologe auf den Fernseher einprasseln ließ. Der gesamte Film wirkt derart trantütig, dass ich nicht mal geschockt und / oder gerührt war, als Elena im Schneesturm zu erfrieren droht und John sie immer weiter schleppt. Die ewige Telefoniererei von Johns Bruder (Sean Penn) mit dessen Mailbox, die uns quasi die eigentliche Intention des Films näher bringen soll, verfehlt meines Erachtens nach völlig deren Wirkung und ist nur ein weiterer Punkt auf der Liste, die ich als "Top 10 der Unausgereiften Umsetzungsidee" betiteln würde. Meine Herren, ich bitte euch ~ Schnee im Sommer, um auf die Gefühlskälte der Menschen hinzuweisen; obendrein die x-te Wiederholung des Hinweises "es ist das Herz, dass den Menschen zu schaffen macht. Es hält irgendwann einfach still, da es die Kälte nicht mehr aushält" und last but not least der irgendwie doch irreführende Titel "It's all about love", der uns vormachen soll, dass die Liebe das einzige ist, was uns - und den gesamten Planeten - am Leben halten kann ist einfach zu plakativ um noch ernstgenommen werden zu können. Die weinenden Kinder in den Nachrichten, dass sie nicht fliegen wollen, sind noch mal eine besondere (Anti-)Krönung des ganzen Machwerks.
Der Umstand, dass der Film bezeiten nicht nur unter der Sparte "Science-Fiction-Drama" vertrieben wird, sondern auch in den Ländern USA, Japan, Schweden, UK und Dänemark produziert wurde dürfte ansatzweise darauf hinweisen, dass es hier schwer fällt, überhaupt von einer konsequenten Richtung auszugehen. Genauer gesagt, wirkt "It's all about love" während der gesamten 104 Minuten Spiellänge so, als hätte sich der Macher Thomas Vinterberg nicht so recht entscheiden können, in welche Richtung er den Handlungsstrang, den Hintergrund oder gar die einzelnen Charaktere formen sollte.
//ERGO//
Aufgrund der vorgenannten "Eigenschaften" konnte ich mich tendierend zu "gar nicht" mit dem Film anfreunden bzw. mich auch nur darauf einlassen. Ein wenig "Schuld" könnte man natürlich auch der x-ten Werbeunterbrechung zuschieben; denn wer kann sich noch auf ein Endzeitdings einlassen, wenn eine Politesse von "Becherchen" schwärmt.
Nichtsdestotrotz ist es nun mal Fakt, dass die gesamte Umsetzung weder ausgereift, noch wirklich durchdacht wirkt ~ von einer "beängstigenden Zukunftsversion" kann man hier jedenfalls nicht sprechen; dafür kommen die Bilder bzw. Ereignisse einfach zu platt rüber.
Vielleicht lag es in der Absicht des Filmmachers, dass sich der Zuschauer darüber erschreckt, wie egal es ihm selbst ist, dass das gesamte Eiskunstlaufmanagement heilfroh über die Möglichkeit des Doubelns ist ~ und auch, wie wenig er mitfiebert, als ein vermeintlicher Profikiller auf Elena angesetzt wurde. Doch ehrlich gesagt, halte ich diesen Gedanken für eine Art "versuchen wir, den Karren irgendwie aus dem Dreck zu ziehen" Idee.
In wortgenialer Art und Weise wird ein verhunzdümpelndes Resümee folgendermaßen auf den Punkt gebracht:
"Was bleibt, ist ein Gefühl der Bedeutungslosigkeit, der Distanz, der Unnahbarkeit, ein Gefühl, das im Laufe des Films wächst. Symbolik, Metaphern, triviale Aussagen ersetzen zusehends, was doch zu entwickeln, auszupacken, darzustellen wäre, wie es Vinterberg in "Das Fest" vorgeführt hatte. Die Gefühle der Figuren geraten so nicht nur in den Geruch des Klischees, sie stinken förmlich nach Abziehbild und banaler Psychologie. Die vorgetäuschte Schwere des Films entpuppt sich als Blendwerk, als trügerische Fassade einer propagierten Aussage - "Nur die Liebe zählt" -, der niemand widersprechen, mit der aber in dieser Art und Weise auch niemand etwas anfangen kann."
(zu finden unter www.follow-me.de)
--> Trefflicher hätte man es kaum formulieren können!
Ergo des Ergos: Heilfroh bin ich, dass dieser Film im TV kam und ich somit von der Versuchung, die DVD zu erwerben, geheilt bin. "It's all about love" ist zweifelsohne ein Film, den ich mir wahrlich nicht nochmal ansehen möchte. Dafür ist mir sogar der Strom zu schade.
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Man merkt, wie senil man ist, wenn man lange lange Zeit einer Gelegenheit entgegenfiebert, eine DVD zu erhalten, dessen Filminhalt man einstig bereits im TV als grottig abstempelte.
Es ist, wie es ist ~ der ein oder andere Darsteller legt mein totalitäres Denkvermögen lahm.
Frohen Mutes, dass ich seinerzeit einfach die „falsche Stimmung“ für
===“It's all about Love"=== aufwies; puzzelte ich mich mit einer mittelprächtigen Tüte Chips vor den heimischen Fernsehapparat und tötete mir ein paar weitere Gehirnzellen ab. Nicht wegen irgendwelcher verteufelten Geschmacksverstärker oder gar fraglichem Alkoholkonsum ~ nein; vielmehr reichte in diesem Fall eine recht hanebüchene Geschichte aus, um mich mal wieder arg zweifeln zu lassen, warum ich mir eigentlich nicht bis zu Ende aller Tage ausschließlich Barbiefilme angucke.
_Die DVD selbst_ startet mit einer Trailershow, die sich in diesen Fall immerhin „wegdrücken“ lässt. Das Menü hingegen wurde mit einer arg eindringlichen Musikuntermalung ausgeschmückt, dass man nur allzu gerne zum Hauptfilm gelangen möchte. Wer sich im weiteren Zusammenhang für die DVD-Extras interessiert, der kann sich hier über diverse Trailer, Interviews und Filmografien freuen _(vgl. Foto 2+3)_. Hierzu kann ich wie so oft nichts sagen; aus dem einfachen Grund des berühmt-berüchtigten eben wegen weil halts.
_Die Handlung_ an sich klang trotz des Genres recht ansprechend.
Die Geschichte spielt im Jahre 2021; in dem sich John (Joaquin Phoenix) zum Flughafen New York begibt, damit seine Noch-Frau Elena (Claire Danes) endlich die Scheidungspapiere unterzeichnet. Nach diesem kurzen Aufenthalt will er aufgrund beruflicher Termine sofort weiter ~ doch wie so oft kommt es anders als geplant. Völlig überrumpelt trifft John auf die Manager seiner Eiskunstlauffrau, die ihn erst mal ins Hotel schleppen um ihn mitsamt der beinahe kompletten Familie regelrecht zu überrennen.
Nicht minder brachial der dezent-aufdringliche Hinweis, dass scheinbar etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist: in der Stadt sterben die Menschen wie die Fliegen, brechen einfach zusammen ~ aufgrund eines "gebrochenen Herzens" wie es in den Nachrichten heißt. In anderen Weltkontinenten spielt das Gesetz der Schwerkraft keine Rolle mehr ~ und zur Überraschung aller ist man im Clone-Verfahren auch ein ganzes Stück weiter gekommen.
Was das ganze mit unseren Protagonisten zu tun hat... nun, Elana scheint auf dem Eis nicht mehr das zu sein, was sie mal war, und so soll sie von einem ihrer Doubles jeweils "ersetzt" werden. Dass John und Elena demnach von der Bildfläche verschwinden müssen, liegt auf der Hand....
===Die Umsetzung=== steht der zwanghaft konstruierten Idee in beinahe nichts nach, übertrifft diese vielmehr. Grauenhaft, schleppend, trocken, trist und buchstäblich ermüdend.
Ich hatte mir wunder-weiß-was vorgestellt, als John auf die ersten Leichen trifft; da er anscheinend nichts von der "Problematik" des Massensterbens mitbekommen hatte. Sein anfängliches _"oh mein Gott, da liegt ein Toter"_ impfte mir den Eindruck eines mitfühlenden Menschens ein; doch nachdem der Manager sagt, er solle einfach drübersteigen tut John genau das jedes Mal ~ und vollkommen regungslos.
Dass John und Elena sich wieder näher kommen ist so klar wie der Umstand, dass Elena eigentlich nur das arme Opfer ist; schließlich hat sie keine Lust mehr zum Eiskunstlaufen; doch das Management zwingt sie zum weitermachen.
Oder beschließt vielmehr, Elena bzgl. ihrer Vergangenheit auszufragen, damit die Doubles im Falle des Falles Rede und Antwort stehen können. Warum Elena nicht einfach zustimmt entbehrt sich meiner Meinung nach jedweder Logik ~ wenn sie "aufhören" will und die Familie die Patentlösung hat um weiterhin zu verdienen... dann wäre doch alles prima....?
Stattdessen verhilft Elenas Bruder Michael (Douglas Henshall), dem eigentlichen nicht-mehr-Paar zur Flucht, die, konsequenterweise, alles anderes als perfektiös gelingt.
Geendet hat an dieser Stelle mein Mitgefühl oder gar Verständnis für John. Für mich persönlcih ist es nur schwer nachempfindbar, dass er trotz gewollter Scheidung sich fluchs wieder mit Elena (buchstäblicherweise) verpaart, sodann zigfach betont, dass er berufsbedingt aber nun _wirklich_ weiter muss... und trotzdem bleibt. Bzw. sodann auf die wahrlich ungünstigste Wettersituation wartet, um mitsamt Weib zu flüchten.
Ne, Kinder, das war nix.
Es war mir nichtmal wirklich möglich, Sympathie für die Figur der Elena aufzubringen, obschon diese von der von mir regelrecht verherrlichten Claire Danes dargestellt wird. Elena jedoch hat mich ihrer Rolle hier derartig genervt, dass ich nicht umhin kam, regelrechte Monologe auf den Fernseher einprasseln zu lassen.
Der gesamte Film wirkt auf mich persönlich derart trantütig, dass ich nicht mal geschockt und / oder gerührt war, als Elena im Schneesturm zu erfrieren droht und John sie immer weiter schleppt.
Die sich stetig wiederholenden „Telefonate“ seitens Johns Bruder (Sean Penn) mit dessen Mailbox, die uns quasi die eigentliche Intention des Films näher bringen soll, verfehlt meines Erachtens nach völlig deren Wirkung und ist nur ein weiterer Punkt auf der Liste, die ich als "Top 10 der Unausgereiften Umsetzungsidee" betiteln würde.
Meine Herren, ich bitte euch ~ Schnee im Sommer, um auf die Gefühlskälte der Menschen hinzuweisen; obendrein die x-te Wiederholung des Hinweises
_"es ist das Herz, dass den Menschen zu schaffen macht. Es hält irgendwann einfach still, da es die Kälte nicht mehr aushält"_
und nicht zuletzt der irgendwie doch irreführende Titel "It's all about love", der uns vormachen soll, dass die Liebe das einzige ist, was uns - und den gesamten Planeten - am Leben halten kann ist selbst für mich zu überbordend plakativ, um hier ernstgenommen werden zu können. Die großaufgenommenen Kinder in den Nachrichten, die quengelig in die Kamera heulen, stellt meines vernichtenden Erachtens nach noch mal eine besondere (Anti-)Krönung des ganzen Machwerks dar.
~ Selbst der Umstand, dass der Film bezeiten nicht nur unter der Sparte "Science-Fiction-Drama" vertrieben wird, sondern auch in den Ländern USA, Japan, Schweden, UK und Dänemark produziert wurde dürfte – mit viel Phantasie, wohlgemerkt - ansatzweise darauf hinweisen, dass es hier schwer fällt, überhaupt von einer konsequenten Richtung auszugehen.
Genauer gesagt, wirkt "It's all about love" während der gesamten 104 Minuten Spiellänge so, als hätte sich der Macher Thomas Vinterberg nicht so recht entscheiden können, in welche Richtung er den Handlungsstrang, den Hintergrund oder gar die einzelnen Charaktere formen sollte.
===Summa summarum=== konnte ich mich aufgrund der vorgenannten Begleiterscheinungen ganz und gar nicht mit dem Film anfreunden oder mich gar nur gefühlsmäßig darauf einlassen.
Ein wenig hegte ich die Hoffnung, dass sich das Ganze auf DVD und nicht zuletzt Jahre nach dem erstmaligen ansehen anders auf mich auswirken würde ~ man reift schließlich selbst auch innerlich fallobstähnlich ~ doch leider bestätigte sich lediglich der erstgefasste Eindruck des Ganzen.
Schätzungsweise lohnt es in diesem Fall nicht, in ein paar Jahren einen wiederholten Blick auf den Film zu werfen ~ an dem Fakt, dass die gesamte Umsetzung weder ausgereift, noch wirklich durchdacht wirkt, ändert sich wohlweislich nichts. Von einer "beängstigenden Zukunftsversion" kann man hier meiner Meinung nach tatsächlich eher nicht sprechen, was allerdings nicht mal an der Idee selbst liegt; vielmehr sind es die Bilder bzw. Ereignisse en detail, die schlicht und ergreifend zu platt vorgebracht werden.
Vielleicht lag es in der Absicht des Filmmachers, dass sich der Zuschauer darüber erschreckt, wie egal es ihm selbst ist, dass das gesamte Eiskunstlaufmanagement heilfroh über die Möglichkeit des Doubelns ist ~ und auch, wie wenig er mitfiebert, als ein vermeintlicher Profikiller auf Elena angesetzt wurde. Doch ehrlich gesagt, halte ich diesen Gedanken für eine Art "versuchen wir, den Karren irgendwie aus dem Dreck zu ziehen" Idee.
Ein Pflichtstern, keine Empfehlung.
Da sich die aktuellen Angebote jedoch nicht als sonderlich günstig erwiesen und das Filmchen obendrein in die Sparte "Sci-Fi" gehörte, nahm ich davon abstand ~ und freute mich totalitär, als letztens jener Film im TV ausgestrahlt wurde. Endlich was geboten für die horrende GEZ-Gebühr!
//DIE STORY//
klang trotz des Genres recht ansprechend. Die Geschichte spielt im Jahre 2021; wo sich John (Joaquin Phoenix) zum Flughafen New York begibt, damit seine Noch-Frau Elena (Claire Danes) endlich die Scheidungspapiere unterzeichnet. Nach diesem kurzen Aufenthalt will er sofort weiter; da er noch berufliche Termine wahrnehmen muss. Doch wie so oft kommt es anders als geplant ~ entgegen der Abmachung trifft John auf die Manager seiner Eiskunstlauffrau, die ihn erst mal ins Hotel schleppen, wo er von der Familie regelrecht überrannt wird.
Doch bereits der Weg dorthin offenbart, dass etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist: in der Stadt sterben die Menschen wie die Fliegen, brechen einfach zusammen ~ aufgrund eines "gebrochenen Herzens" wie es in den Nachrichten heißt. In anderen Weltkontinenten spielt das Gesetz der Schwerkraft keine Rolle mehr ~ und zur Überraschung aller ist man im Clone-Verfahren auch ein ganzes Stück weiter gekommen.
Der Plan der Familie Elanas offenbart sich schleppend: Elena wird "schlechter" auf dem Eis, und somit soll sie von einem ihrer Doubles jeweils "ersetzt" werden. Dass John und Elena demnach von der Bildfläche verschwinden müssen, liegt auf der Hand....
//DIE UMSETZUNG//
ist grauenhaft; um nicht zu sagen passend zur derzeitigen Hitzewelle: schleppend, trocken, trist und ermüdend! Ich hatte mir wunder-weiß-was vorgestellt, als John auf die ersten Leichen trifft; da er anscheinend nichts von der "Problematik" des Massensterbens mitbekommen hatte. Sein "oh mein Gott, da liegt ein Toter" impfte mir den Eindruck eines mitfühlenden Menschens ein; doch nachdem der Manager sagt, er solle einfach drübersteigen tut John genau das jedes Mal ~ und vollkommen regungslos.
Dass John und Elena sich wieder näher kommen ist so klar wie der Umstand, dass Elena eigentlich nur das arme Opfer ist; schließlich hat sie keine Lust mehr zum Eiskunstlaufen; doch das Management zwingt sie zum weitermachen. Oder beschließt vielmehr, Elena bzgl. ihrer Vergangenheit auszufragen, damit die Doubles im Falle des Falles Rede und Antwort stehen können. Warum Elena nicht einfach zustimmt entbehrt sich meiner Meinung nach jedweger Logik; denn wenn sie "aufhören" will und die Familie die Patentlösung hat um weiterhin zu verdienen, wäre doch alles prima.
Anscheinend ist es das aber doch nicht ~ jedenfalls sehen nicht nur John und Elena dass so, sondern auch Elanas Bruder Michael (Douglas Henshall), der den beiden zur Flucht verhilft. Die, wie hätte es auch anders sein sollen, in ihrem ersten Versuch, schneller endet als sie begann.
Geendet hat auch hier mein Mitgefühl oder Verständnis für John; eben weil ich es doch für recht weit hergeholt halte dass er zum einen so schnell wieder über Elena drüber rutscht und zum anderen zwar ständig beteuert, dass er berufsbedingt nicht bleiben könnte; dann aber doch genau das tut und offensichtlich seinen Job, sein Hab, Gut und Bleibe aufgibt um mit Elena in einen Schneesturm zu flüchten.
Es war mir nichtmal wirklich möglich, Sympathie für die von mir doch sonst so geliebte Claire Danes bzw. Elena aufzubringen, da mich ihre Rolle hier derartig genervt hat, dass ich regelrechte Monologe auf den Fernseher einprasseln ließ. Der gesamte Film wirkt derart trantütig, dass ich nicht mal geschockt und / oder gerührt war, als Elena im Schneesturm zu erfrieren droht und John sie immer weiter schleppt. Die ewige Telefoniererei von Johns Bruder (Sean Penn) mit dessen Mailbox, die uns quasi die eigentliche Intention des Films näher bringen soll, verfehlt meines Erachtens nach völlig deren Wirkung und ist nur ein weiterer Punkt auf der Liste, die ich als "Top 10 der Unausgereiften Umsetzungsidee" betiteln würde. Meine Herren, ich bitte euch ~ Schnee im Sommer, um auf die Gefühlskälte der Menschen hinzuweisen; obendrein die x-te Wiederholung des Hinweises "es ist das Herz, dass den Menschen zu schaffen macht. Es hält irgendwann einfach still, da es die Kälte nicht mehr aushält" und last but not least der irgendwie doch irreführende Titel "It's all about love", der uns vormachen soll, dass die Liebe das einzige ist, was uns - und den gesamten Planeten - am Leben halten kann ist einfach zu plakativ um noch ernstgenommen werden zu können. Die weinenden Kinder in den Nachrichten, dass sie nicht fliegen wollen, sind noch mal eine besondere (Anti-)Krönung des ganzen Machwerks.
Der Umstand, dass der Film bezeiten nicht nur unter der Sparte "Science-Fiction-Drama" vertrieben wird, sondern auch in den Ländern USA, Japan, Schweden, UK und Dänemark produziert wurde dürfte ansatzweise darauf hinweisen, dass es hier schwer fällt, überhaupt von einer konsequenten Richtung auszugehen. Genauer gesagt, wirkt "It's all about love" während der gesamten 104 Minuten Spiellänge so, als hätte sich der Macher Thomas Vinterberg nicht so recht entscheiden können, in welche Richtung er den Handlungsstrang, den Hintergrund oder gar die einzelnen Charaktere formen sollte.
//ERGO//
Aufgrund der vorgenannten "Eigenschaften" konnte ich mich tendierend zu "gar nicht" mit dem Film anfreunden bzw. mich auch nur darauf einlassen. Ein wenig "Schuld" könnte man natürlich auch der x-ten Werbeunterbrechung zuschieben; denn wer kann sich noch auf ein Endzeitdings einlassen, wenn eine Politesse von "Becherchen" schwärmt.
Nichtsdestotrotz ist es nun mal Fakt, dass die gesamte Umsetzung weder ausgereift, noch wirklich durchdacht wirkt ~ von einer "beängstigenden Zukunftsversion" kann man hier jedenfalls nicht sprechen; dafür kommen die Bilder bzw. Ereignisse einfach zu platt rüber.
Vielleicht lag es in der Absicht des Filmmachers, dass sich der Zuschauer darüber erschreckt, wie egal es ihm selbst ist, dass das gesamte Eiskunstlaufmanagement heilfroh über die Möglichkeit des Doubelns ist ~ und auch, wie wenig er mitfiebert, als ein vermeintlicher Profikiller auf Elena angesetzt wurde. Doch ehrlich gesagt, halte ich diesen Gedanken für eine Art "versuchen wir, den Karren irgendwie aus dem Dreck zu ziehen" Idee.
In wortgenialer Art und Weise wird ein verhunzdümpelndes Resümee folgendermaßen auf den Punkt gebracht:
"Was bleibt, ist ein Gefühl der Bedeutungslosigkeit, der Distanz, der Unnahbarkeit, ein Gefühl, das im Laufe des Films wächst. Symbolik, Metaphern, triviale Aussagen ersetzen zusehends, was doch zu entwickeln, auszupacken, darzustellen wäre, wie es Vinterberg in "Das Fest" vorgeführt hatte. Die Gefühle der Figuren geraten so nicht nur in den Geruch des Klischees, sie stinken förmlich nach Abziehbild und banaler Psychologie. Die vorgetäuschte Schwere des Films entpuppt sich als Blendwerk, als trügerische Fassade einer propagierten Aussage - "Nur die Liebe zählt" -, der niemand widersprechen, mit der aber in dieser Art und Weise auch niemand etwas anfangen kann."
(zu finden unter www.follow-me.de)
--> Trefflicher hätte man es kaum formulieren können!
Ergo des Ergos: Heilfroh bin ich, dass dieser Film im TV kam und ich somit von der Versuchung, die DVD zu erwerben, geheilt bin. "It's all about love" ist zweifelsohne ein Film, den ich mir wahrlich nicht nochmal ansehen möchte. Dafür ist mir sogar der Strom zu schade.
================= Bei Verschmelzung identischer Produkte angehängt: ==========================
Man merkt, wie senil man ist, wenn man lange lange Zeit einer Gelegenheit entgegenfiebert, eine DVD zu erhalten, dessen Filminhalt man einstig bereits im TV als grottig abstempelte.
Es ist, wie es ist ~ der ein oder andere Darsteller legt mein totalitäres Denkvermögen lahm.
Frohen Mutes, dass ich seinerzeit einfach die „falsche Stimmung“ für
===“It's all about Love"=== aufwies; puzzelte ich mich mit einer mittelprächtigen Tüte Chips vor den heimischen Fernsehapparat und tötete mir ein paar weitere Gehirnzellen ab. Nicht wegen irgendwelcher verteufelten Geschmacksverstärker oder gar fraglichem Alkoholkonsum ~ nein; vielmehr reichte in diesem Fall eine recht hanebüchene Geschichte aus, um mich mal wieder arg zweifeln zu lassen, warum ich mir eigentlich nicht bis zu Ende aller Tage ausschließlich Barbiefilme angucke.
_Die DVD selbst_ startet mit einer Trailershow, die sich in diesen Fall immerhin „wegdrücken“ lässt. Das Menü hingegen wurde mit einer arg eindringlichen Musikuntermalung ausgeschmückt, dass man nur allzu gerne zum Hauptfilm gelangen möchte. Wer sich im weiteren Zusammenhang für die DVD-Extras interessiert, der kann sich hier über diverse Trailer, Interviews und Filmografien freuen _(vgl. Foto 2+3)_. Hierzu kann ich wie so oft nichts sagen; aus dem einfachen Grund des berühmt-berüchtigten eben wegen weil halts.
_Die Handlung_ an sich klang trotz des Genres recht ansprechend.
Die Geschichte spielt im Jahre 2021; in dem sich John (Joaquin Phoenix) zum Flughafen New York begibt, damit seine Noch-Frau Elena (Claire Danes) endlich die Scheidungspapiere unterzeichnet. Nach diesem kurzen Aufenthalt will er aufgrund beruflicher Termine sofort weiter ~ doch wie so oft kommt es anders als geplant. Völlig überrumpelt trifft John auf die Manager seiner Eiskunstlauffrau, die ihn erst mal ins Hotel schleppen um ihn mitsamt der beinahe kompletten Familie regelrecht zu überrennen.
Nicht minder brachial der dezent-aufdringliche Hinweis, dass scheinbar etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist: in der Stadt sterben die Menschen wie die Fliegen, brechen einfach zusammen ~ aufgrund eines "gebrochenen Herzens" wie es in den Nachrichten heißt. In anderen Weltkontinenten spielt das Gesetz der Schwerkraft keine Rolle mehr ~ und zur Überraschung aller ist man im Clone-Verfahren auch ein ganzes Stück weiter gekommen.
Was das ganze mit unseren Protagonisten zu tun hat... nun, Elana scheint auf dem Eis nicht mehr das zu sein, was sie mal war, und so soll sie von einem ihrer Doubles jeweils "ersetzt" werden. Dass John und Elena demnach von der Bildfläche verschwinden müssen, liegt auf der Hand....
===Die Umsetzung=== steht der zwanghaft konstruierten Idee in beinahe nichts nach, übertrifft diese vielmehr. Grauenhaft, schleppend, trocken, trist und buchstäblich ermüdend.
Ich hatte mir wunder-weiß-was vorgestellt, als John auf die ersten Leichen trifft; da er anscheinend nichts von der "Problematik" des Massensterbens mitbekommen hatte. Sein anfängliches _"oh mein Gott, da liegt ein Toter"_ impfte mir den Eindruck eines mitfühlenden Menschens ein; doch nachdem der Manager sagt, er solle einfach drübersteigen tut John genau das jedes Mal ~ und vollkommen regungslos.
Dass John und Elena sich wieder näher kommen ist so klar wie der Umstand, dass Elena eigentlich nur das arme Opfer ist; schließlich hat sie keine Lust mehr zum Eiskunstlaufen; doch das Management zwingt sie zum weitermachen.
Oder beschließt vielmehr, Elena bzgl. ihrer Vergangenheit auszufragen, damit die Doubles im Falle des Falles Rede und Antwort stehen können. Warum Elena nicht einfach zustimmt entbehrt sich meiner Meinung nach jedweder Logik ~ wenn sie "aufhören" will und die Familie die Patentlösung hat um weiterhin zu verdienen... dann wäre doch alles prima....?
Stattdessen verhilft Elenas Bruder Michael (Douglas Henshall), dem eigentlichen nicht-mehr-Paar zur Flucht, die, konsequenterweise, alles anderes als perfektiös gelingt.
Geendet hat an dieser Stelle mein Mitgefühl oder gar Verständnis für John. Für mich persönlcih ist es nur schwer nachempfindbar, dass er trotz gewollter Scheidung sich fluchs wieder mit Elena (buchstäblicherweise) verpaart, sodann zigfach betont, dass er berufsbedingt aber nun _wirklich_ weiter muss... und trotzdem bleibt. Bzw. sodann auf die wahrlich ungünstigste Wettersituation wartet, um mitsamt Weib zu flüchten.
Ne, Kinder, das war nix.
Es war mir nichtmal wirklich möglich, Sympathie für die Figur der Elena aufzubringen, obschon diese von der von mir regelrecht verherrlichten Claire Danes dargestellt wird. Elena jedoch hat mich ihrer Rolle hier derartig genervt, dass ich nicht umhin kam, regelrechte Monologe auf den Fernseher einprasseln zu lassen.
Der gesamte Film wirkt auf mich persönlich derart trantütig, dass ich nicht mal geschockt und / oder gerührt war, als Elena im Schneesturm zu erfrieren droht und John sie immer weiter schleppt.
Die sich stetig wiederholenden „Telefonate“ seitens Johns Bruder (Sean Penn) mit dessen Mailbox, die uns quasi die eigentliche Intention des Films näher bringen soll, verfehlt meines Erachtens nach völlig deren Wirkung und ist nur ein weiterer Punkt auf der Liste, die ich als "Top 10 der Unausgereiften Umsetzungsidee" betiteln würde.
Meine Herren, ich bitte euch ~ Schnee im Sommer, um auf die Gefühlskälte der Menschen hinzuweisen; obendrein die x-te Wiederholung des Hinweises
_"es ist das Herz, dass den Menschen zu schaffen macht. Es hält irgendwann einfach still, da es die Kälte nicht mehr aushält"_
und nicht zuletzt der irgendwie doch irreführende Titel "It's all about love", der uns vormachen soll, dass die Liebe das einzige ist, was uns - und den gesamten Planeten - am Leben halten kann ist selbst für mich zu überbordend plakativ, um hier ernstgenommen werden zu können. Die großaufgenommenen Kinder in den Nachrichten, die quengelig in die Kamera heulen, stellt meines vernichtenden Erachtens nach noch mal eine besondere (Anti-)Krönung des ganzen Machwerks dar.
~ Selbst der Umstand, dass der Film bezeiten nicht nur unter der Sparte "Science-Fiction-Drama" vertrieben wird, sondern auch in den Ländern USA, Japan, Schweden, UK und Dänemark produziert wurde dürfte – mit viel Phantasie, wohlgemerkt - ansatzweise darauf hinweisen, dass es hier schwer fällt, überhaupt von einer konsequenten Richtung auszugehen.
Genauer gesagt, wirkt "It's all about love" während der gesamten 104 Minuten Spiellänge so, als hätte sich der Macher Thomas Vinterberg nicht so recht entscheiden können, in welche Richtung er den Handlungsstrang, den Hintergrund oder gar die einzelnen Charaktere formen sollte.
===Summa summarum=== konnte ich mich aufgrund der vorgenannten Begleiterscheinungen ganz und gar nicht mit dem Film anfreunden oder mich gar nur gefühlsmäßig darauf einlassen.
Ein wenig hegte ich die Hoffnung, dass sich das Ganze auf DVD und nicht zuletzt Jahre nach dem erstmaligen ansehen anders auf mich auswirken würde ~ man reift schließlich selbst auch innerlich fallobstähnlich ~ doch leider bestätigte sich lediglich der erstgefasste Eindruck des Ganzen.
Schätzungsweise lohnt es in diesem Fall nicht, in ein paar Jahren einen wiederholten Blick auf den Film zu werfen ~ an dem Fakt, dass die gesamte Umsetzung weder ausgereift, noch wirklich durchdacht wirkt, ändert sich wohlweislich nichts. Von einer "beängstigenden Zukunftsversion" kann man hier meiner Meinung nach tatsächlich eher nicht sprechen, was allerdings nicht mal an der Idee selbst liegt; vielmehr sind es die Bilder bzw. Ereignisse en detail, die schlicht und ergreifend zu platt vorgebracht werden.
Vielleicht lag es in der Absicht des Filmmachers, dass sich der Zuschauer darüber erschreckt, wie egal es ihm selbst ist, dass das gesamte Eiskunstlaufmanagement heilfroh über die Möglichkeit des Doubelns ist ~ und auch, wie wenig er mitfiebert, als ein vermeintlicher Profikiller auf Elena angesetzt wurde. Doch ehrlich gesagt, halte ich diesen Gedanken für eine Art "versuchen wir, den Karren irgendwie aus dem Dreck zu ziehen" Idee.
Ein Pflichtstern, keine Empfehlung.
8 Bewertungen, 3 Kommentare
-
12.10.2006, 15:26 Uhr von superlativ
Bewertung: sehr hilfreichliebe grüße!!!
-
11.10.2006, 21:25 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
-
11.10.2006, 21:20 Uhr von swissflyer
Bewertung: sehr hilfreich°~°~{ SH }~°~°
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