Jalla! Jalla! (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von T-Shirt
Nach "Zusammen" - Frischware aus Schweden
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wer sich in den vergangenen Jahren für die Kino-Perlen „Raus aus Amal“ und „Zusammen“ begeistern konnte, dürfte auch Spaß an „Jalla! Jalla!“ haben. Die Parallele besteht nicht nur darin, dass es sich bei den drei Streifen durchweg um schwedische Produktionen handelt; Lukas Moodysson, Regisseur der beiden erstgenannten Filme, ist wieder mit von der Partie - diesmal als Produzent.
„Jalla! Jalla“ ist allerdings nicht schwedisch, sondern arabisch, und bedeutet soviel wie „Tempo! Tempo!“. Daraus kann man zweierlei schließen: Erstens ist „Tempo! Tempo“ durchaus symptomatisch für diesen temporeichen Streifen, und zweitens deutet das arabische Idiom schon darauf hin, dass die Handlung zu einem großen Teil im schwedischen Einwanderer-Milieu beheimatet ist.
Im Mittelpunkt steht Roro (Fares Fares). Seine Familie ist den alten arabischen Traditionen verhaftet und will, dass er eine Frau heiratet, die für ihn augesucht wird. Aus diesem Grund verheimlicht Roro auch seine Beziehung zu Lisa (Tuva Novotny) . Das alles ist kein größeres Problem, bis Roro eines Tages von seinem Vater mit Yasemin (Laleh Pourkarim) konfrontiert wird. Yasemin soll, so wollen es beide Familien, Roros Ehefrau werden.
Doch die vermeintliche Gattin hat das gleiche Problem wie Roro – sie will ihren Auserwählten gar nicht heiraten. So schmieden beide einen Plan: Sie wollen ihren Familien vorspielen, dass sie sich tatsächlich auf die Heirat einlassen. Aber unerwartet schnell bekommt das Ganze eine unerwartete Dynamik: Innerhalb kürzester Zeit organisiert Yasemins Bruder die Hochzeit und eine gemeinsame Wohnung für das Paar, das eigentlich gar keines sein will. Diese ohnehin schon köstlichen Verwicklungen werden noch dadurch kompliziert, dass Roros Freundin Lisa nicht in den Plan eingeweiht ist. Und Yasemin verliebt sich zu allem Überfluss in Roros Freund und Kollegen Mans (Torkel Petersson), der aber selber schon genug Schwierigkeiten hat: Er hat gerade mit Erektionsproblemen zu kämpfen ...
Diese turbulente Multi-Kulti-Komödie hat keine besondere Message und keine allzu hohen filmischen Ansprüche - sie macht einfach nur Spaß. Es gibt herrliche Szenen, zum Beispiel, als Mans – ausgerüstet mit diversen Sex-Spielzeugen - auf unbeholfene Weise versucht, sein Liebesleben wieder auf Touren zu bringen, oder als Roros Vater einen Staubsauger-Vertreter bei einer Produkt-Vorführung fast die ganze Wohnung saubermachen lässt. Zudem widmet Regisseur Josef Fares bei seinem Debüt-Film vor allem den Nebenfiguren sehr viel Aufmerksamkeit: Sowohl Roros Vater, der bei Schlägereien statt Fäusten seinen voluminösen Bauch einsetzt, als auch der schweigsame Kollege von Roro und Marx (der während des ganzen Films keinen einzigen Ton spricht) sind ganz offenbar mit viel Liebe zum Detail entworfen worden.
Doch leider hat der Film nicht nur Sonnenseiten. Nicht jede Pointe zündet so richtig, und ab und zu hat „Jalla! Jalla!“ deshalb durchaus seine Längen. Auch wirkt das Drehbuch zeitweise ein wenig unausgegoren – warum Roro seine Freundin Lisa nicht in seinen Verschwörungs-Plan einweiht, ist beispielsweise nicht ganz nachvollziehbar. Aber auch, wenn das Niveau von „Raus aus Amal“ und „Zusammen“ nicht ganz erreicht wird, ist das neueste Kino-Werk aus dem hohen Norden ein unterhaltsamer Spaß. Nicht mehr ... aber auch nicht weniger.
„Jalla! Jalla“ ist allerdings nicht schwedisch, sondern arabisch, und bedeutet soviel wie „Tempo! Tempo!“. Daraus kann man zweierlei schließen: Erstens ist „Tempo! Tempo“ durchaus symptomatisch für diesen temporeichen Streifen, und zweitens deutet das arabische Idiom schon darauf hin, dass die Handlung zu einem großen Teil im schwedischen Einwanderer-Milieu beheimatet ist.
Im Mittelpunkt steht Roro (Fares Fares). Seine Familie ist den alten arabischen Traditionen verhaftet und will, dass er eine Frau heiratet, die für ihn augesucht wird. Aus diesem Grund verheimlicht Roro auch seine Beziehung zu Lisa (Tuva Novotny) . Das alles ist kein größeres Problem, bis Roro eines Tages von seinem Vater mit Yasemin (Laleh Pourkarim) konfrontiert wird. Yasemin soll, so wollen es beide Familien, Roros Ehefrau werden.
Doch die vermeintliche Gattin hat das gleiche Problem wie Roro – sie will ihren Auserwählten gar nicht heiraten. So schmieden beide einen Plan: Sie wollen ihren Familien vorspielen, dass sie sich tatsächlich auf die Heirat einlassen. Aber unerwartet schnell bekommt das Ganze eine unerwartete Dynamik: Innerhalb kürzester Zeit organisiert Yasemins Bruder die Hochzeit und eine gemeinsame Wohnung für das Paar, das eigentlich gar keines sein will. Diese ohnehin schon köstlichen Verwicklungen werden noch dadurch kompliziert, dass Roros Freundin Lisa nicht in den Plan eingeweiht ist. Und Yasemin verliebt sich zu allem Überfluss in Roros Freund und Kollegen Mans (Torkel Petersson), der aber selber schon genug Schwierigkeiten hat: Er hat gerade mit Erektionsproblemen zu kämpfen ...
Diese turbulente Multi-Kulti-Komödie hat keine besondere Message und keine allzu hohen filmischen Ansprüche - sie macht einfach nur Spaß. Es gibt herrliche Szenen, zum Beispiel, als Mans – ausgerüstet mit diversen Sex-Spielzeugen - auf unbeholfene Weise versucht, sein Liebesleben wieder auf Touren zu bringen, oder als Roros Vater einen Staubsauger-Vertreter bei einer Produkt-Vorführung fast die ganze Wohnung saubermachen lässt. Zudem widmet Regisseur Josef Fares bei seinem Debüt-Film vor allem den Nebenfiguren sehr viel Aufmerksamkeit: Sowohl Roros Vater, der bei Schlägereien statt Fäusten seinen voluminösen Bauch einsetzt, als auch der schweigsame Kollege von Roro und Marx (der während des ganzen Films keinen einzigen Ton spricht) sind ganz offenbar mit viel Liebe zum Detail entworfen worden.
Doch leider hat der Film nicht nur Sonnenseiten. Nicht jede Pointe zündet so richtig, und ab und zu hat „Jalla! Jalla!“ deshalb durchaus seine Längen. Auch wirkt das Drehbuch zeitweise ein wenig unausgegoren – warum Roro seine Freundin Lisa nicht in seinen Verschwörungs-Plan einweiht, ist beispielsweise nicht ganz nachvollziehbar. Aber auch, wenn das Niveau von „Raus aus Amal“ und „Zusammen“ nicht ganz erreicht wird, ist das neueste Kino-Werk aus dem hohen Norden ein unterhaltsamer Spaß. Nicht mehr ... aber auch nicht weniger.
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