Erfahrungsbericht von ZordanBodiak
Der SONDERMÜLL des Kinojahres 2002!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Eigentlich wollte ich mich ja wieder einmal weigern einen Bericht über einen Film zu schreiben – einen auch nur annähernd so schlechten Film wie „Jeepers Creepers“ habe ich schon einige Monate nicht mehr gesehen – aber vielleicht kann ich ja durch diesen Bericht einige der Leser vor einer Riesendummheit – sprich dem Ausleihen des Videos – bewahren.
Um es dem Leser zu vereinfachen, beginne ich am besten mit der Story – obwohl ich bereits schon zu diesem frühen Zeitpunkt meines Berichtes vorwarnen muss: Story kann man das beim besten Willen nicht nennen.
Zwei Teenager, die Geschwister Darryl und Trish, befinden sich auf der Heimfahrt vom College. Die Langeweile auf dem Highway verbringen sie mit zeitvertreibenden Spielchen wie Kennzeichenraten. Aber plötzlich wird ihre „Idylle“ durch ein monströses altes Auto unterbrochen, dass probiert sie in den Straßengraben zu bugsieren. Mit viel Glück schaffen es die beiden den Psychopathen zum Überholen zu bewegen und sie können ihren einsamen Weg fortsetzen.
Als sie schließlich ein altes verfallenes Haus passieren, sehen sie wie der Fahrer des monströsen Autos zwei verschnürte Bündel in ein Schacht wirft. Aber wie sollte es anders sein, der Psychopath entdeckt die beiden beim Vorüberfahren, schwingt sich in seinen Wagen und macht eine erneute Hatz auf die schuldlosen Geschwister.
Wieder können die beiden mit viel Glück entkommen und jetzt beginnt der wahre Horror erst richtig: Darryl hat den glorreichen Einfall sich zu dem verfallenen Haus zurückzubegeben, um nachzuschauen, was der Psychopath in den Schacht geworfen hat, denn schließlich könnte noch jemand Hilfe gebrauchen...
Die Story ist wirklich das allerletzte, selbst für einen Teeniehorror-Film agieren die Charaktere dumm wie Brot. Wer kommt schon auf die Idee sich zurück zum Versteck des vermeintlichen Mörders zu begeben? Aber dies ist nur einer dieser tollen Einfälle der beiden Collegegänger. Aber eine kleine Gegenfrage: Wie kommt man mit einem solch kleinem Intelligenzquotienten auf ein College? Genauso unausgegoren wie der Film beginnt, wendet er sich auch seinem Ende zu. Die Teenies warten bis der Mörder am nächsten ist um dann so langsam mal an die Flucht zu denken, meiner Ansicht nach haben sie es nicht anders verdient als abgemetzelt zu werden.
Spätestens nach den ersten zehn Minuten ist der Kinogänger dermaßen unterfordert und gelangweilt – denn jeglicher Spannungsaufbau erstickt bereits im kleinsten Keim oder wird durch ekelerregende Splattergeräusche unterbunden – dass er nur noch gute Mine zum bösen Spiel machen kann; allein über die idiotischen Einfälle der Charaktere kann der Zuschauer derart lachen, wie er es in einigen Komödien noch nicht einmal konnte.
Regisseur dieses geistigen Dünnbrettbohrers ist Victor Salva, der auch zugleich für das Drehbuch gerade zu stehen hat. Vielleicht hätte sich der gute Mann nur mit einer der beiden Beschäftigungen zufrieden geben sollen, hätte dies doch vielleicht noch zur Rettung des gesamten Filmes führen können. Aber so gesehen kann der Film noch nicht einmal als B-Movie angesehen werden. In jeglicher Hinsicht mangelt es dem Film an Qualität, selbst die Darsteller sind dermaßen unqualifiziert, dass man nur noch hoffen kann, dass sie nie wieder eine Anstellung in einem Kinofilm bekommen werden. Oder anders gesagt, der Zuschauer muss vorgewarnt werden, wenn Justin Long (Darryl) oder Gina Philips (Trish) in einem Film mitspielt, so kann er sich wenigstens schon einmal auf eine Darstellerleistung einstellen, die bei weitem nicht einmal mehr die Qualitäten eines Seifenopern-Darstellers erreicht.
Sicherlich der interessanteste Aspekt an dem gesamten Machwerk ist, dass kein geringerer als Francis Ford Coppola als ausführender Produzent tätig ist. Sicherlich ist es eine tolle Geste jungen Regisseuren und Drehbuchautoren die Möglichkeit zu geben einen Fuß in das Filmbusiness zu bekommen. Aber sollte man hierbei nicht wenigstens ein bisschen auf Qualität achten? In den USA gibt es sicherlich einige Jungregisseure, die wesentlich mehr Talent haben als Victor Salva und noch immer auf ihre Chance warten. Allein in diesem Punkt hätte ich von solch einem großen Regisseur wie Francis Ford Coppola ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl erwartet.
Natürlich kann nicht jeder Film ein absolutes Meisterwerk sein, aber solch ein Schmodder wie „Jeepers Creepers“ ist nahezu schon unmöglich. In Deutschland schaffen es einige qualitativ hochwertige Filme gerade mal in die Videotheken, aber ein Bockmist wie dieser Film schafft es sogar auf die große Leinwand. Was für eine ungerechte Welt!
Aber vielleicht sollte man das ganze ein wenig positiv sehen: Bei solch einem Machwerk können die Filme im Kinojahr 2002 doch nur noch besser werden.
Punkte: 0/10
Internet: www.mgm.com/jeeperscreepers/
PS: Entweder ich bin wirklich zu abgestumpft in Sachen Horrorfilmen – was ich nicht glaube, zumal ich „The Others“ absolut gruselig fand – oder ich habe den tieferen Sinn des Filmes nicht erkannt. Lief „Jeepers Creepers“ beim Fantasy Filmfestival noch unverständlicherweise als Geheimtipp, hat er bis jetzt bei den meisten Kritikern durchweg gute Kritiken bekommen. Aber wenn man die Reaktionen im Kino beobachtet hat müssen dieser Kritiker entweder vom Produzententeam geschmiert worden sein oder auf irgendwelchen Drogen gewesen sein. Jeder den ich kannte und der den Film gesehen hatte, fand diesen abscheulich schlecht! Aber das wieder nur als kleine Anekdote am Rande.
Um es dem Leser zu vereinfachen, beginne ich am besten mit der Story – obwohl ich bereits schon zu diesem frühen Zeitpunkt meines Berichtes vorwarnen muss: Story kann man das beim besten Willen nicht nennen.
Zwei Teenager, die Geschwister Darryl und Trish, befinden sich auf der Heimfahrt vom College. Die Langeweile auf dem Highway verbringen sie mit zeitvertreibenden Spielchen wie Kennzeichenraten. Aber plötzlich wird ihre „Idylle“ durch ein monströses altes Auto unterbrochen, dass probiert sie in den Straßengraben zu bugsieren. Mit viel Glück schaffen es die beiden den Psychopathen zum Überholen zu bewegen und sie können ihren einsamen Weg fortsetzen.
Als sie schließlich ein altes verfallenes Haus passieren, sehen sie wie der Fahrer des monströsen Autos zwei verschnürte Bündel in ein Schacht wirft. Aber wie sollte es anders sein, der Psychopath entdeckt die beiden beim Vorüberfahren, schwingt sich in seinen Wagen und macht eine erneute Hatz auf die schuldlosen Geschwister.
Wieder können die beiden mit viel Glück entkommen und jetzt beginnt der wahre Horror erst richtig: Darryl hat den glorreichen Einfall sich zu dem verfallenen Haus zurückzubegeben, um nachzuschauen, was der Psychopath in den Schacht geworfen hat, denn schließlich könnte noch jemand Hilfe gebrauchen...
Die Story ist wirklich das allerletzte, selbst für einen Teeniehorror-Film agieren die Charaktere dumm wie Brot. Wer kommt schon auf die Idee sich zurück zum Versteck des vermeintlichen Mörders zu begeben? Aber dies ist nur einer dieser tollen Einfälle der beiden Collegegänger. Aber eine kleine Gegenfrage: Wie kommt man mit einem solch kleinem Intelligenzquotienten auf ein College? Genauso unausgegoren wie der Film beginnt, wendet er sich auch seinem Ende zu. Die Teenies warten bis der Mörder am nächsten ist um dann so langsam mal an die Flucht zu denken, meiner Ansicht nach haben sie es nicht anders verdient als abgemetzelt zu werden.
Spätestens nach den ersten zehn Minuten ist der Kinogänger dermaßen unterfordert und gelangweilt – denn jeglicher Spannungsaufbau erstickt bereits im kleinsten Keim oder wird durch ekelerregende Splattergeräusche unterbunden – dass er nur noch gute Mine zum bösen Spiel machen kann; allein über die idiotischen Einfälle der Charaktere kann der Zuschauer derart lachen, wie er es in einigen Komödien noch nicht einmal konnte.
Regisseur dieses geistigen Dünnbrettbohrers ist Victor Salva, der auch zugleich für das Drehbuch gerade zu stehen hat. Vielleicht hätte sich der gute Mann nur mit einer der beiden Beschäftigungen zufrieden geben sollen, hätte dies doch vielleicht noch zur Rettung des gesamten Filmes führen können. Aber so gesehen kann der Film noch nicht einmal als B-Movie angesehen werden. In jeglicher Hinsicht mangelt es dem Film an Qualität, selbst die Darsteller sind dermaßen unqualifiziert, dass man nur noch hoffen kann, dass sie nie wieder eine Anstellung in einem Kinofilm bekommen werden. Oder anders gesagt, der Zuschauer muss vorgewarnt werden, wenn Justin Long (Darryl) oder Gina Philips (Trish) in einem Film mitspielt, so kann er sich wenigstens schon einmal auf eine Darstellerleistung einstellen, die bei weitem nicht einmal mehr die Qualitäten eines Seifenopern-Darstellers erreicht.
Sicherlich der interessanteste Aspekt an dem gesamten Machwerk ist, dass kein geringerer als Francis Ford Coppola als ausführender Produzent tätig ist. Sicherlich ist es eine tolle Geste jungen Regisseuren und Drehbuchautoren die Möglichkeit zu geben einen Fuß in das Filmbusiness zu bekommen. Aber sollte man hierbei nicht wenigstens ein bisschen auf Qualität achten? In den USA gibt es sicherlich einige Jungregisseure, die wesentlich mehr Talent haben als Victor Salva und noch immer auf ihre Chance warten. Allein in diesem Punkt hätte ich von solch einem großen Regisseur wie Francis Ford Coppola ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl erwartet.
Natürlich kann nicht jeder Film ein absolutes Meisterwerk sein, aber solch ein Schmodder wie „Jeepers Creepers“ ist nahezu schon unmöglich. In Deutschland schaffen es einige qualitativ hochwertige Filme gerade mal in die Videotheken, aber ein Bockmist wie dieser Film schafft es sogar auf die große Leinwand. Was für eine ungerechte Welt!
Aber vielleicht sollte man das ganze ein wenig positiv sehen: Bei solch einem Machwerk können die Filme im Kinojahr 2002 doch nur noch besser werden.
Punkte: 0/10
Internet: www.mgm.com/jeeperscreepers/
PS: Entweder ich bin wirklich zu abgestumpft in Sachen Horrorfilmen – was ich nicht glaube, zumal ich „The Others“ absolut gruselig fand – oder ich habe den tieferen Sinn des Filmes nicht erkannt. Lief „Jeepers Creepers“ beim Fantasy Filmfestival noch unverständlicherweise als Geheimtipp, hat er bis jetzt bei den meisten Kritikern durchweg gute Kritiken bekommen. Aber wenn man die Reaktionen im Kino beobachtet hat müssen dieser Kritiker entweder vom Produzententeam geschmiert worden sein oder auf irgendwelchen Drogen gewesen sein. Jeder den ich kannte und der den Film gesehen hatte, fand diesen abscheulich schlecht! Aber das wieder nur als kleine Anekdote am Rande.
Bewerten / Kommentar schreiben