Erfahrungsbericht von MondfeeMS
SUPER EKELEFFEKTE - LEIDER-WEICHSPÜL-FANTASY DÄMON
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Liebe Leser !
^^^^^^^
1. EINLEITUNG
2. MEINE ERWARTUNGEN
3. ZUR HANDLUNG
4. WAS MIR FEHLTE
5. SCHAUSPIELER
6. GENIAL GELUNGEN
7. MEIN FAZIT
||¤1. EINLEITUNG¤||
Videotheken sind mit Sicherheit das von mir am meisten besuchte Geschäft innerhalb eines Monates. Alles was neu rein kommt und nach Horror oder Psychofilm aussieht und dazu noch interessant in der Beschreibung klingt kommt mit und wird verschlungen. Spannend muss es sein, eklig genug und eine möglichst gute Hintergrundstory haben, dann ist meine Filmwelt auch in Ordnung, lach. Diesen Monat wurde ich da einmal mehr reichlich mit guten Filmen beschenkt, die ich vielleicht demnächst einmal bewerten werde, heute erst einmal zu meinem gestrigem Videoerlebnis \"Jeepers Creepers\". Lange wollte ich ihn ansehen und endlich war er auch einmal nicht schon längst verliehen. Also ab in den Videorecorder, ausreichend Knabberzeugs auf den Nachtschrank und im Bett zurechtgekuschelt fürs gemütliche ansehen.
||¤2. MEINE ERWARTUNGEN¤||
Um es mal ganz knapp zu formulieren habe ich an richtig schockende, eklige und grausige Horrorfilme eher wenige Erwartungen, denn wenn all diese Dinge wunderbar zum tragen kommen fehlt es ohnehin meist an großer Handlung und Hintergrund oder aber ist eher unmöglich alles mit einer Klappe zu schlagen und in einem einzigem Film zu vereinen. Hauptsache schaurig sollte es sein und ein wenig eklig, dann ist es schon OK, vorausgesetzt die Handlung lässt wenigstens ein Nachvollziehen der gezeigten Geschehnisse zu. Die Beschreibung auf der Kassettenhülle hatte ich zuvor gelesen und war zu dem Schluss gekommen das es ein Film werden konnte der sehr gut ist oder aber einer der absoluter Schrott ist. Nimmt man die Mitte passt es schon, also konnte man ihn sich antun.
||¤3. ZUR HANDLUNG¤||
Jeepers Creepers beginnt indem man ein Auto den Highway entlang fahren sieht, darin zwei aufgeweckte und ausgelassene Teenies die sich gegenseitig wo immer es geht verbal und scherzhaft mächtig einen aufs Auge drücken, nämlich ein Mädchen Namens Trish und ein Junge Namens Darry. Ich wunderte mich nicht sonderlich dass es sich bei den beiden um Geschwister handelt, den die kleinen aber spitzen Neckereien der beiden passten sehr gut dazu. Vor dem Auto der sich lang und einsam dahin streckende Highway der offenbar nie ein Ende nimmt und im Auto ein Radio dessen Funktion was gute Sender angeht wohl eher überfordert war, was die beiden zu weiteren Ratespielen der Nummernschilder voranfahrender Autos anhielt (auch wenn da je nur ein einziges Wohnmobil auftauchte) und zu weiteren spitzzüngigen Neckereien. Bilder dieser Art strecken sich durch die ersten 5 Minuten von Jeepers Creepers.
Nachdem Darry nun den Wohnwagen vor seinem Auto unbedingt überholen wollte, wohl um zu sehen ob der bei der Interpretation des Nummerschildes heraus gekommene Spruch irgendwie stimmt, wechselt die Szene. Der Wohnwagen verschwindet hinter den beiden plötzlich. Stattdessen taucht wie aus dem Nichts ein Laster auf, ein Laster der wohl besser mit einem Schrotthaufen zu interpretieren wäre, alt, abgewrackt und klapprig. Blitzschnell scheint er den Highway entlang zu rasen und kommt näher und näher. Die beiden gerade noch fröhlich ausgelassen und in ihre Neckereien vertieft beginnen langsam inne zu halten und Trish starrt wie gebannt nach hinten auf diesen alten Schrottlaster. An der Stelle steigt zum erstem mal die Spannung was wohl nun passieren mag und wie es weiter gehen wird. Der Laster hubt und fährt unendlich dicht auf. Trish beginnt ihren Bruder zu beschwören das er diesen verrückten vorbei lassen möge und ist in heller Panik. Darry tut alles um ihn gewähren zu lassen, doch den Lasterfahrer scheint dies absolut nicht zu interessieren, er überholt nicht. Es scheint ihm einzig und allein darum zu gehen die beiden in Panik zu versetzen. Dann überholt er urplötzlich und rast davon. Trish erzählt ihrem Bruder das sie sich bei dieser Sache unweigerlich an eine Geschichte erinnern musste die auf dem College die Runde machte, einer Geschichte von einem Pärchen die auch nach Ende der Ferien auf diesem Highway entlang fuhren und einfach verschwunden waren. Der Bruder entgegnete das man aber den Rest des Mädchens gefunden habe, nur ihren Kopf nie, um dann mit einem lachen darauf zu verweisen das man solche Geschichten immer erfinden würde um den Schülern Angst zu machen.
Noch immer darüber diskutierend was dieser Typ im Laster, von dem man im Übrigen nichts erkennen konnte nun mit der Attacke bezweckt hatte fuhren sie weiter. Am linken Straßenrand tauchte plötzlich ein Haus auf. Davor sah man diesen verwitterten, alten Laster stehen und eine Gestalt die etwas in der Hand hatte. Die beiden starrten zu ihm rüber und nahmen es als etwas Langes und in ein weißes, mit roten Flecken bekleckstes Laken wahr. Der Typ hatte es sich unter den Arm geklemmt und wahr damit beschäftigt es in ein großes Rohr zu verfrachten. Noch immer wie gebannt der Machenschaft zusehend konnte man sehen wie sich die Blicke der gestalt an die beiden heftete. Trish und Darry bemerkten dies auch und Trish schrie ihren Bruder an das er Gas geben möge und sie rasten los. Doch der Laster hatte längst Kurs auf die beiden genommen und kam wie schon zuvor unendlich schnell näher. Dieses Mal begann er die beiden zu bedrängen und zu rammen. Die Panik stand den beiden ins Gesicht geschrieben und sie wussten beinahe keinen Ausweg mehr, als Darry das Auto einfach auf den Rasen hinaus lenkte und der Laster wie ein Pfeil an ihnen vorbei pfiff und am Horizont verschwand.
Nachdem die beiden ausgestiegen waren und wieder Luft bekamen nach dieser Panik beginnt Darry sich darauf zu versteifen unbedingt zu diesem Rohr zurück fahren zu wollen. Er müsse nachsehen was er da rein geschmissen hat, es könnte sein das es ein Mensch sei, dieser noch lebt und Hilfe nötig hat.
Typisch Film, denn jeder normale Mensch wäre wie der Teufel auf und davon und hätte nicht einmal im Traum daran gedacht dort noch mal hin zu fahren. Ich jedenfalls wäre aber ganz fix in die andere Richtung gedüst und hätte nicht eher wieder angehalten bis ich an einem sicherem Ort angekommen wäre, lach. Nicht so natürlich die beiden. Wäre ja auch blöd wenn sie es getan hätten, denn dann wäre der Film ja zu Ende.
Also führt sie die Fahrt zurück zu diesem vermeintlichen Haus, welches sich als eine alte Kirche entpuppt die von allen Seiten mit Brettern regelrecht verbarrikatiert ist und um die Hunderte Vögel ächzend kreisen. Trish will um keinen Preis aussteigen entscheidet sich aber dann doch anders. So laufen die beiden mit angehaltenem Atem auf dieses Rohr zu. Darry steckt den Kopf hinein und ruft: \" Ist da unten irgendwer \". Nichts und noch mal nichts, doch dann ein kleiner Laut, eine Stimme. Darry will da runter und Trish dreht wieder einmal durch und schreit ihn an das er es lassen soll. Nur schauen mag er, so dann sein Entschluss und mit der Taschenlampe aus dem Auto hinein leuchten. Trish soll seine Füße fest halten, die dann noch bemerkt das diese etwas arg stinken, lach. Sich von jemandem anderen nur an den Füßen festhalten zu lassen war schon immer gefährlich und unzuverlässig, so auch hier. Eine Herde Ratten kommt dem geplagtem Darry aus dem Rohr entgegen, die ihn in Ekel und schrecken versetzen. Trish vom entsetztem Schrei und Gezeter ihres Bruders aufgeschreckt reagiert wie man es Mädchen meist gern zuschreibt, sie lässt los als ihr eine Ratte beinahe noch in die Arme hüpft und zack ist der Bruder weg. Er fällt in das Rohr und klatscht benommen auf dem Boden auf.
Als er wieder zu sich findet nimmt er das in dem weißen Laken, welches sie beobachtet hatten, leicht zappelnde Bündel wahr und erschreckt sich unendlich. Er überwindet sich und reißt den Stoff herunten, unter dem ein Junge zum Vorschein kommt. Dann folgen die besten Szenen des Filmes. Der Junge kann nicht recht sprechen und Darry mag ihn weiter entblättern. Als sein Bauch zum Vorschein kommt wird es eklig. Der ist blutverschmiert und zugenäht, beinahe als ob jemand beim Pförtner ne Not OP in Anspruch nehmen musste, dann verlassen ihn die Kräfte und er stirbt. Darry hat gerafft das er niemals wieder dieses Rohr hoch kommen würde und schickt Trish auf Hilfesuche. Er selbst will durch die nun wahrgenommenen Kirchengänge nach oben kommen. Ab dieser Stelle könnte man gut sagen \"Leichen pflastern seinen Weg\", denn er sieht massig Leichen rum liegen, alle maßlos verstümmelt, aneinander genäht, aufgeschlitzte und wieder zusammengeflickte Körper, aber alle dennoch gut erhalten (soweit man das so sagen kann). Zack, da fällt was auf seinen Schuh! Ganz langsam schaut er nach oben zur Decke. Es bietet sich ihm keine Gewölbedecke, nein es bietet sich ihm ein Deckenbelag, ein roter und zwar bestehend aus einer gut aneinander gereihten Masse aus Eingeweiden von Menschen, die noch Blut herunter tropfen lassen. Szenen die sehr gut gelungen sind.
Trish steht an der Straße, wartet auf kommende Hilfe, als ihr Bruder an die Scheibe klopft oder vielmehr fast klatscht. Sie schreit auf, hat sich zu Tode erschrocken. Darry offenbar auch, denn er ist alles andere als noch in dieser Welt nach den Bilden die sich ihm boten. So steht er da mit verzerrter und geistig abwesender Mine und sitzt noch beinahe genauso nach einigen Minuten auf dem Beifahrersitz. Bald stellt sich raus das der Tank dem Ende zugeht. Lach, in wie vielen Horrorfilmen kehrt diese Situation wieder? Sie kommen an eine Tankstelle die logo unendlich verlassen scheint, darin eine Art Kneipe in die sie gehen um die Polizei anzurufen und ne Menge komischer Vögel von Menschen. Das Telefon klingelt und Darry hört eine Frauenstimme die warnend zu ihm spricht. Das Lied \"Jeepers Creepers\" sei gefährlich für ihn, wo immer er es hören würde sei er in Gefahr. Uiii, jetzt wird interessant, was für eine Wahrsagetante ist das denn jetzt? Leider erfährt man es nicht. Die Polizei trifft ein, am Verstand von Darry wird ebenso noch kurz gezweifelt. Der Film setzt sich dann fort mit einer Reihe Polizeiszenen oder besser Polizistenmahlzeiten bis zum bitteren Ende an dem der Typ aus dem üblen Schrottlaster sichtbar wird und Darry mit sich nimmt. Das aber schaut Euch selbst an, denn sonst steht hier der komplette Film. Allerdings muss ich anmerken das die meisten von der Fortsetzung bis zum Ende eher ein wenig enttäuscht werden könnten.
Die Frau vom Telefon tritt dann noch in Erscheinung und lässt wissen das es sich um einen Dämon handelt, der in bestimmten Abständen wieder kehren würde um zu essen. Was er am liebsten isst muss ich denke ich keinem sagen, na klar, Menschenstückchen ohne Soße oder auch mit. Man könnte sagen mit diesem Endfazit endet auch beinahe der Film.
||¤4. WAS MIR FEHLTE¤||
Was fehlte mir an diesem Film? Ja, das ist ganz einfach zu sagen, die logische und letztendliche Auflösung. Der Film an sich war für einen Horror ganz gut gemacht, doch ich hätte doch schon gern gewusst wie es dazu gekommen ist das dieser Schrottlaster Nimmersatt, der sich am liebsten von Menschenteilchen ernährt, immer wieder zum essen zurück kehren muss. Das nämlich wurde lediglich kurz und zu knapp von der Wahrsagetante erwähnt, jedoch nie richtig angeführt. Noch ein paar mehr wirkliche Schockeffekte, also ruhig noch eine Spur blutiger hätte es doch geben können und vor allem eine Handlung vor einem ordentlichem Hintergrund, die ich hier doch sehr vermisst habe. Klar, das es Darrys Augen sind die dem Dämon besonders gut schmecken ist mir klar, doch wohin er entflogen ist und weshalb er zum Beispiel das verschwundene Highwaypaar von dem Trish erzählt hatte so \"liebevoll\" aneinander genäht hatte, das wird ewig im verborgenem bleiben. Schade eigentlich, denn das hätte dann doch dazu geführt das man von einem durchweg gelungenem Horror gesprochen hätte. Zudem fand ich es dann doch eher kitschig als der Dämon erstmals ins Licht meiner Augen trat. Er ähnelte mehr einer Batmanfigur, denn etwas das ich als schockierend blutrünstig bezeichnet hätte und am schlimmste war das dieses Etwas dauerstumm war. Man bekam kaum was von ihm zu hören, außer das Gaspedal seines Schrottkarren und ein Brummen a la Weichspülerfantasy.
||¤5. DIE SCHAUSPIELER¤||
Jonathan Breck als der böse Dämon, na ja gut Laster fahren und vor allem schnell kann er ja, aber der Rest war eher das was ich als mangelhaft und dürftig bezeichnen würde. Stumm, stumpf und eher nach einem kitschigem Fantasyschrott aussehend. Die Leistung ist da schwer zu beurteilen, denn er musste in dem Film kaum eine erbringen außer eben Laster lenken, dumm in einem Garten stehen und ein paar Laute von sich geben.
Justin Long der den Darry spielte hat mich hingegen sehr überzeugt. Er hat seine Szenen hervorragend dargestellt, konnte die Schockmomente sehr gut zum Ausdruck bringen und Mimik und Gestik ließen keiner Zweifel daran das er mitten im Geschehen steht, mit Herz und Seele.
Gina Phillips spielte seine Schwester Trish. Von der gesamten Handlung her konnte sie mich überzeugen, wenn auch mit Einschränkungen, denn Stellenweise wirkte manches Szene doch ein wenig arg überzogen was kitschige und Klischeehafte Teeniegesten und Gehabe betraf. Dennoch kaum Abzüge an der Leistung in der dargestellten Rolle.
Die Regie wurde in diesem Film von Victor Salva geführt und er ging knappe 90 Minuten.
||¤6. GENIAL GELUNGEN¤||
Genial gelungen waren meiner Meinung nach die gesamten Szenen die sich im innerem der Kirche boten. Hier hat der Kameramann ganze Arbeit geleistet und das ganze blutige Szenario bestens rüber bringen können, ebenso die Effekte von Musik und Licht her. Überhaupt würde ich sagen wurde bestens jeder Moment in Szene gesetzt der Spannung aufbauen sollte.
||¤7. MEIN FAZIT¤||
Ich finde es einfach Schade das als Dämon eine derart lächerliche Figur ausgewählt wurde und dass die Hintergrundhandlungen in diesem Film so dermaßen auf der Strecke geblieben sind, ebenso eine klare Auflösung zu Ende des Filmes. Irgendwie hat man das Gefühl das jetzt noch was kommen müsste, aber es bietet sich lediglich der Abspann. Hier hätte man einiges mehr daraus machen können. Als Horrorszenario allerdings war ich dennoch mit diesem Film sehr zufrieden, denn die Kirchenszenen waren echt genial an Ekel und blutigem Szenario. Alles in allem ein Film den man sich durchaus ansehen kann. Für alle die mehr auf klare Handlung stehen aber sicher etwas enttäuschend.
Eure Mondfee
Copyright © by MondfeeMS
Erstellt am 30.08.2002/22:29:25 Uhr
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1. EINLEITUNG
2. MEINE ERWARTUNGEN
3. ZUR HANDLUNG
4. WAS MIR FEHLTE
5. SCHAUSPIELER
6. GENIAL GELUNGEN
7. MEIN FAZIT
||¤1. EINLEITUNG¤||
Videotheken sind mit Sicherheit das von mir am meisten besuchte Geschäft innerhalb eines Monates. Alles was neu rein kommt und nach Horror oder Psychofilm aussieht und dazu noch interessant in der Beschreibung klingt kommt mit und wird verschlungen. Spannend muss es sein, eklig genug und eine möglichst gute Hintergrundstory haben, dann ist meine Filmwelt auch in Ordnung, lach. Diesen Monat wurde ich da einmal mehr reichlich mit guten Filmen beschenkt, die ich vielleicht demnächst einmal bewerten werde, heute erst einmal zu meinem gestrigem Videoerlebnis \"Jeepers Creepers\". Lange wollte ich ihn ansehen und endlich war er auch einmal nicht schon längst verliehen. Also ab in den Videorecorder, ausreichend Knabberzeugs auf den Nachtschrank und im Bett zurechtgekuschelt fürs gemütliche ansehen.
||¤2. MEINE ERWARTUNGEN¤||
Um es mal ganz knapp zu formulieren habe ich an richtig schockende, eklige und grausige Horrorfilme eher wenige Erwartungen, denn wenn all diese Dinge wunderbar zum tragen kommen fehlt es ohnehin meist an großer Handlung und Hintergrund oder aber ist eher unmöglich alles mit einer Klappe zu schlagen und in einem einzigem Film zu vereinen. Hauptsache schaurig sollte es sein und ein wenig eklig, dann ist es schon OK, vorausgesetzt die Handlung lässt wenigstens ein Nachvollziehen der gezeigten Geschehnisse zu. Die Beschreibung auf der Kassettenhülle hatte ich zuvor gelesen und war zu dem Schluss gekommen das es ein Film werden konnte der sehr gut ist oder aber einer der absoluter Schrott ist. Nimmt man die Mitte passt es schon, also konnte man ihn sich antun.
||¤3. ZUR HANDLUNG¤||
Jeepers Creepers beginnt indem man ein Auto den Highway entlang fahren sieht, darin zwei aufgeweckte und ausgelassene Teenies die sich gegenseitig wo immer es geht verbal und scherzhaft mächtig einen aufs Auge drücken, nämlich ein Mädchen Namens Trish und ein Junge Namens Darry. Ich wunderte mich nicht sonderlich dass es sich bei den beiden um Geschwister handelt, den die kleinen aber spitzen Neckereien der beiden passten sehr gut dazu. Vor dem Auto der sich lang und einsam dahin streckende Highway der offenbar nie ein Ende nimmt und im Auto ein Radio dessen Funktion was gute Sender angeht wohl eher überfordert war, was die beiden zu weiteren Ratespielen der Nummernschilder voranfahrender Autos anhielt (auch wenn da je nur ein einziges Wohnmobil auftauchte) und zu weiteren spitzzüngigen Neckereien. Bilder dieser Art strecken sich durch die ersten 5 Minuten von Jeepers Creepers.
Nachdem Darry nun den Wohnwagen vor seinem Auto unbedingt überholen wollte, wohl um zu sehen ob der bei der Interpretation des Nummerschildes heraus gekommene Spruch irgendwie stimmt, wechselt die Szene. Der Wohnwagen verschwindet hinter den beiden plötzlich. Stattdessen taucht wie aus dem Nichts ein Laster auf, ein Laster der wohl besser mit einem Schrotthaufen zu interpretieren wäre, alt, abgewrackt und klapprig. Blitzschnell scheint er den Highway entlang zu rasen und kommt näher und näher. Die beiden gerade noch fröhlich ausgelassen und in ihre Neckereien vertieft beginnen langsam inne zu halten und Trish starrt wie gebannt nach hinten auf diesen alten Schrottlaster. An der Stelle steigt zum erstem mal die Spannung was wohl nun passieren mag und wie es weiter gehen wird. Der Laster hubt und fährt unendlich dicht auf. Trish beginnt ihren Bruder zu beschwören das er diesen verrückten vorbei lassen möge und ist in heller Panik. Darry tut alles um ihn gewähren zu lassen, doch den Lasterfahrer scheint dies absolut nicht zu interessieren, er überholt nicht. Es scheint ihm einzig und allein darum zu gehen die beiden in Panik zu versetzen. Dann überholt er urplötzlich und rast davon. Trish erzählt ihrem Bruder das sie sich bei dieser Sache unweigerlich an eine Geschichte erinnern musste die auf dem College die Runde machte, einer Geschichte von einem Pärchen die auch nach Ende der Ferien auf diesem Highway entlang fuhren und einfach verschwunden waren. Der Bruder entgegnete das man aber den Rest des Mädchens gefunden habe, nur ihren Kopf nie, um dann mit einem lachen darauf zu verweisen das man solche Geschichten immer erfinden würde um den Schülern Angst zu machen.
Noch immer darüber diskutierend was dieser Typ im Laster, von dem man im Übrigen nichts erkennen konnte nun mit der Attacke bezweckt hatte fuhren sie weiter. Am linken Straßenrand tauchte plötzlich ein Haus auf. Davor sah man diesen verwitterten, alten Laster stehen und eine Gestalt die etwas in der Hand hatte. Die beiden starrten zu ihm rüber und nahmen es als etwas Langes und in ein weißes, mit roten Flecken bekleckstes Laken wahr. Der Typ hatte es sich unter den Arm geklemmt und wahr damit beschäftigt es in ein großes Rohr zu verfrachten. Noch immer wie gebannt der Machenschaft zusehend konnte man sehen wie sich die Blicke der gestalt an die beiden heftete. Trish und Darry bemerkten dies auch und Trish schrie ihren Bruder an das er Gas geben möge und sie rasten los. Doch der Laster hatte längst Kurs auf die beiden genommen und kam wie schon zuvor unendlich schnell näher. Dieses Mal begann er die beiden zu bedrängen und zu rammen. Die Panik stand den beiden ins Gesicht geschrieben und sie wussten beinahe keinen Ausweg mehr, als Darry das Auto einfach auf den Rasen hinaus lenkte und der Laster wie ein Pfeil an ihnen vorbei pfiff und am Horizont verschwand.
Nachdem die beiden ausgestiegen waren und wieder Luft bekamen nach dieser Panik beginnt Darry sich darauf zu versteifen unbedingt zu diesem Rohr zurück fahren zu wollen. Er müsse nachsehen was er da rein geschmissen hat, es könnte sein das es ein Mensch sei, dieser noch lebt und Hilfe nötig hat.
Typisch Film, denn jeder normale Mensch wäre wie der Teufel auf und davon und hätte nicht einmal im Traum daran gedacht dort noch mal hin zu fahren. Ich jedenfalls wäre aber ganz fix in die andere Richtung gedüst und hätte nicht eher wieder angehalten bis ich an einem sicherem Ort angekommen wäre, lach. Nicht so natürlich die beiden. Wäre ja auch blöd wenn sie es getan hätten, denn dann wäre der Film ja zu Ende.
Also führt sie die Fahrt zurück zu diesem vermeintlichen Haus, welches sich als eine alte Kirche entpuppt die von allen Seiten mit Brettern regelrecht verbarrikatiert ist und um die Hunderte Vögel ächzend kreisen. Trish will um keinen Preis aussteigen entscheidet sich aber dann doch anders. So laufen die beiden mit angehaltenem Atem auf dieses Rohr zu. Darry steckt den Kopf hinein und ruft: \" Ist da unten irgendwer \". Nichts und noch mal nichts, doch dann ein kleiner Laut, eine Stimme. Darry will da runter und Trish dreht wieder einmal durch und schreit ihn an das er es lassen soll. Nur schauen mag er, so dann sein Entschluss und mit der Taschenlampe aus dem Auto hinein leuchten. Trish soll seine Füße fest halten, die dann noch bemerkt das diese etwas arg stinken, lach. Sich von jemandem anderen nur an den Füßen festhalten zu lassen war schon immer gefährlich und unzuverlässig, so auch hier. Eine Herde Ratten kommt dem geplagtem Darry aus dem Rohr entgegen, die ihn in Ekel und schrecken versetzen. Trish vom entsetztem Schrei und Gezeter ihres Bruders aufgeschreckt reagiert wie man es Mädchen meist gern zuschreibt, sie lässt los als ihr eine Ratte beinahe noch in die Arme hüpft und zack ist der Bruder weg. Er fällt in das Rohr und klatscht benommen auf dem Boden auf.
Als er wieder zu sich findet nimmt er das in dem weißen Laken, welches sie beobachtet hatten, leicht zappelnde Bündel wahr und erschreckt sich unendlich. Er überwindet sich und reißt den Stoff herunten, unter dem ein Junge zum Vorschein kommt. Dann folgen die besten Szenen des Filmes. Der Junge kann nicht recht sprechen und Darry mag ihn weiter entblättern. Als sein Bauch zum Vorschein kommt wird es eklig. Der ist blutverschmiert und zugenäht, beinahe als ob jemand beim Pförtner ne Not OP in Anspruch nehmen musste, dann verlassen ihn die Kräfte und er stirbt. Darry hat gerafft das er niemals wieder dieses Rohr hoch kommen würde und schickt Trish auf Hilfesuche. Er selbst will durch die nun wahrgenommenen Kirchengänge nach oben kommen. Ab dieser Stelle könnte man gut sagen \"Leichen pflastern seinen Weg\", denn er sieht massig Leichen rum liegen, alle maßlos verstümmelt, aneinander genäht, aufgeschlitzte und wieder zusammengeflickte Körper, aber alle dennoch gut erhalten (soweit man das so sagen kann). Zack, da fällt was auf seinen Schuh! Ganz langsam schaut er nach oben zur Decke. Es bietet sich ihm keine Gewölbedecke, nein es bietet sich ihm ein Deckenbelag, ein roter und zwar bestehend aus einer gut aneinander gereihten Masse aus Eingeweiden von Menschen, die noch Blut herunter tropfen lassen. Szenen die sehr gut gelungen sind.
Trish steht an der Straße, wartet auf kommende Hilfe, als ihr Bruder an die Scheibe klopft oder vielmehr fast klatscht. Sie schreit auf, hat sich zu Tode erschrocken. Darry offenbar auch, denn er ist alles andere als noch in dieser Welt nach den Bilden die sich ihm boten. So steht er da mit verzerrter und geistig abwesender Mine und sitzt noch beinahe genauso nach einigen Minuten auf dem Beifahrersitz. Bald stellt sich raus das der Tank dem Ende zugeht. Lach, in wie vielen Horrorfilmen kehrt diese Situation wieder? Sie kommen an eine Tankstelle die logo unendlich verlassen scheint, darin eine Art Kneipe in die sie gehen um die Polizei anzurufen und ne Menge komischer Vögel von Menschen. Das Telefon klingelt und Darry hört eine Frauenstimme die warnend zu ihm spricht. Das Lied \"Jeepers Creepers\" sei gefährlich für ihn, wo immer er es hören würde sei er in Gefahr. Uiii, jetzt wird interessant, was für eine Wahrsagetante ist das denn jetzt? Leider erfährt man es nicht. Die Polizei trifft ein, am Verstand von Darry wird ebenso noch kurz gezweifelt. Der Film setzt sich dann fort mit einer Reihe Polizeiszenen oder besser Polizistenmahlzeiten bis zum bitteren Ende an dem der Typ aus dem üblen Schrottlaster sichtbar wird und Darry mit sich nimmt. Das aber schaut Euch selbst an, denn sonst steht hier der komplette Film. Allerdings muss ich anmerken das die meisten von der Fortsetzung bis zum Ende eher ein wenig enttäuscht werden könnten.
Die Frau vom Telefon tritt dann noch in Erscheinung und lässt wissen das es sich um einen Dämon handelt, der in bestimmten Abständen wieder kehren würde um zu essen. Was er am liebsten isst muss ich denke ich keinem sagen, na klar, Menschenstückchen ohne Soße oder auch mit. Man könnte sagen mit diesem Endfazit endet auch beinahe der Film.
||¤4. WAS MIR FEHLTE¤||
Was fehlte mir an diesem Film? Ja, das ist ganz einfach zu sagen, die logische und letztendliche Auflösung. Der Film an sich war für einen Horror ganz gut gemacht, doch ich hätte doch schon gern gewusst wie es dazu gekommen ist das dieser Schrottlaster Nimmersatt, der sich am liebsten von Menschenteilchen ernährt, immer wieder zum essen zurück kehren muss. Das nämlich wurde lediglich kurz und zu knapp von der Wahrsagetante erwähnt, jedoch nie richtig angeführt. Noch ein paar mehr wirkliche Schockeffekte, also ruhig noch eine Spur blutiger hätte es doch geben können und vor allem eine Handlung vor einem ordentlichem Hintergrund, die ich hier doch sehr vermisst habe. Klar, das es Darrys Augen sind die dem Dämon besonders gut schmecken ist mir klar, doch wohin er entflogen ist und weshalb er zum Beispiel das verschwundene Highwaypaar von dem Trish erzählt hatte so \"liebevoll\" aneinander genäht hatte, das wird ewig im verborgenem bleiben. Schade eigentlich, denn das hätte dann doch dazu geführt das man von einem durchweg gelungenem Horror gesprochen hätte. Zudem fand ich es dann doch eher kitschig als der Dämon erstmals ins Licht meiner Augen trat. Er ähnelte mehr einer Batmanfigur, denn etwas das ich als schockierend blutrünstig bezeichnet hätte und am schlimmste war das dieses Etwas dauerstumm war. Man bekam kaum was von ihm zu hören, außer das Gaspedal seines Schrottkarren und ein Brummen a la Weichspülerfantasy.
||¤5. DIE SCHAUSPIELER¤||
Jonathan Breck als der böse Dämon, na ja gut Laster fahren und vor allem schnell kann er ja, aber der Rest war eher das was ich als mangelhaft und dürftig bezeichnen würde. Stumm, stumpf und eher nach einem kitschigem Fantasyschrott aussehend. Die Leistung ist da schwer zu beurteilen, denn er musste in dem Film kaum eine erbringen außer eben Laster lenken, dumm in einem Garten stehen und ein paar Laute von sich geben.
Justin Long der den Darry spielte hat mich hingegen sehr überzeugt. Er hat seine Szenen hervorragend dargestellt, konnte die Schockmomente sehr gut zum Ausdruck bringen und Mimik und Gestik ließen keiner Zweifel daran das er mitten im Geschehen steht, mit Herz und Seele.
Gina Phillips spielte seine Schwester Trish. Von der gesamten Handlung her konnte sie mich überzeugen, wenn auch mit Einschränkungen, denn Stellenweise wirkte manches Szene doch ein wenig arg überzogen was kitschige und Klischeehafte Teeniegesten und Gehabe betraf. Dennoch kaum Abzüge an der Leistung in der dargestellten Rolle.
Die Regie wurde in diesem Film von Victor Salva geführt und er ging knappe 90 Minuten.
||¤6. GENIAL GELUNGEN¤||
Genial gelungen waren meiner Meinung nach die gesamten Szenen die sich im innerem der Kirche boten. Hier hat der Kameramann ganze Arbeit geleistet und das ganze blutige Szenario bestens rüber bringen können, ebenso die Effekte von Musik und Licht her. Überhaupt würde ich sagen wurde bestens jeder Moment in Szene gesetzt der Spannung aufbauen sollte.
||¤7. MEIN FAZIT¤||
Ich finde es einfach Schade das als Dämon eine derart lächerliche Figur ausgewählt wurde und dass die Hintergrundhandlungen in diesem Film so dermaßen auf der Strecke geblieben sind, ebenso eine klare Auflösung zu Ende des Filmes. Irgendwie hat man das Gefühl das jetzt noch was kommen müsste, aber es bietet sich lediglich der Abspann. Hier hätte man einiges mehr daraus machen können. Als Horrorszenario allerdings war ich dennoch mit diesem Film sehr zufrieden, denn die Kirchenszenen waren echt genial an Ekel und blutigem Szenario. Alles in allem ein Film den man sich durchaus ansehen kann. Für alle die mehr auf klare Handlung stehen aber sicher etwas enttäuschend.
Eure Mondfee
Copyright © by MondfeeMS
Erstellt am 30.08.2002/22:29:25 Uhr
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