Jim Carroll - In den Straßen von New York (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Wuschel_F
Ich war wirklich positiv überrascht!
Pro:
guter Film
Kontra:
superschlechte DVD
Empfehlung:
Ja
Und weiter geht´s mit meiner Juliette Lewis Testreihe. Ein weiterer Streifen, in dem sie zu sehen war ist „Jim Carroll – In den Straßen von New York“, den ich mir eigentlich nicht anschauen wollte, weil ich DiCaprio nicht sonderlich mag, aber wenn ich ihn bei „Gilbert Grape“ ertragen habe, würde es hier sicherlich auch gehen ;-) Gekostet hat die DVD ohnehin nur knappe 5€ bei ebay.
STORY
°°°°°°°°
Jim Carroll ist noch keine 16 Jahre alt, er spielt sehr gut und gerne Basketball und erhält aufgrund dieses Talents auch ein Stipendium für eine renommierte katholische Schule. Eigentlich läuft alles bestens, aber Jim kommt aus einem schmutzigen New Yorker Viertel, in dem Kriminalität, Gewalt und Drogen den Alltag beherrschen.
Er ist Mitglied einer kleinen Gang und zusammen mit seinen besten Freunden, Pedro, Mickey und Neutron, wird natürlich alles ausprobiert, was cool ist. Dazu gehören auch Zigaretten und bald immer härtere Drogen.
Als auch noch einer von seinen besten Freunden nach langem leiden an Krebs stirbt, bricht für ihn alles zusammen. Er steckt schon zu tief in einem Sumpf aus Drogen, Selbstmitleid und Kriminalität, dass bald alles über ihm zusammen bricht.
Erst fliegt er von der Schule und aus dem Basketball-Team, dann setzt ihn auch noch seine Mutter vor die Türe, weil sie nicht weiß, was sie machen soll um ihm zu helfen. Sie kann es nicht mit ansehen, wie er sich selbst zugrunde richtet.
Jims Freunden geht es nicht besser, einzig Neuton macht nicht mehr mit, als es um härtere Drogen geht, er bleibt auf der Schule und spielt weiter Basketball. Als Jim ihn eines Tages im TV sieht, erwacht zwar sein alter Traum auch wieder zum Leben, aber mittlerweile sieht er keine Ausweg mehr aus seiner Lage. Pedro wird als erster bei einem Einbruch geschnappt. Mickey und Jim können entkommen. Später wird Mickey geschnappt, weil versehentlich einen Dealer von einem 6-stöckigen Hochhaus fällt, den sie verfolgt haben, weil er ihnen falschen Stoff verkauft hatte…
Während all dieser Erlebnisse schreibt Jim in einem kleinen Tagebuch seine geheimsten Gedanken, seine Wünsche und natürlich seine Geschichte auf. Als er es endlich schafft, doch noch aus diesem Sumpf zu entkommen, erzählt er in einem kleinen Theater vor vielen Leuten jeden Abend seine eigene Geschichte….
MEINE MEINUNG ZUM FILM
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Ich muss gestehen, ich habe den Film lange vor mir hergeschoben, weil ich Leonardo DiCaprio eigentlich nicht besonders gern sehe. Da die DVD billig war und ich gehört hatte, dass Juliette Lewis auch in dem Film mitspielt, hatte ich ihn mir bereits vor einiger Zeit gekauft und noch nicht angerührt.
Ich muss allerdings zugeben, dass der film wirklich nicht schlecht war. Unbeschönigt wird gezeigt, wie schnell ein Jugendlicher abrutschen kann, wenn er in falsche Gesellschaft oder eine falsche Umgebung gerät. Trotz seinen Träumen, einmal ein großer Basketball-Star zu werden, kann Jim der Verlockung nicht widerstehen, um jeden Preis cool zu sein. Dazu gehören erst die Zigaretten und sniffen, kleinere kriminelle Handlungen etc. Aber man sieht auch, wie schmal der Grad manchmal ist und wie schnell man von leichten Drogen, wie Hasch etc. auf härtere Sachen umsteigen kann. Man lernt gewisse Leute kennen, die an den Stoff leicht rankommen und die Hemmschwelle wird immer kleiner, bis sie schließlich an der Nadel hängen und nicht mehr ohne auskommen. Aus einer geistigen Abhängigkeit wird nun auch eine körperliche und es wird deutlich gezeigt, wie die Freundschaft nicht mehr das wichtigste ist, sondern jeder nur noch darauf aus ist Stoff zu besorgen. Es wird gut dargestellt, wie alles Handeln plötzlich von der Droge geleitet wird. Besonders gut ist auch, dass während des ganzen Films dunkle Farben und eine triste Stimmung überwiegen, hautsächlich spielt alles bei Nacht. So wird die richtige Stimmung noch dazu erzeugt.
Es ist auch gut gemacht, wie am Anfang das Basketball-Spiel immer als eine Art Ablenkung steht, z. B. als ihr Freund an Krebs stirbt, reagieren sie sich durch das Spiel ab. Bis das Spiel dann irgendwann zur Nebensache wird und man merkt, dass etwas anderes wichtiger geworden ist und das ist dann auch die Wende, während eines Spiels sind die Jungs völlig zugedröhnt und versauen alles. Und es ist eben nicht nur diese eine Wende, in Bezug ihrer Prioritäten, sondern eine Wende in allen Dingen, der Rauswurf aus der Schule, aus dem Elternhaus etc.
Man sieht, dass es Jim fast unmöglich wäre, selbst und aus eigener Kraft wieder heraus zu kommen, aus dem Drogensumpf und nur durch einen Freund, der ihn auf Entzug setzt schafft er es trotz eines Rückschlags am Ende doch noch. Ich denke das ist auch eine wichtige Botschaft, dass man Drogensüchtige nicht, wie die Mutter einfach links liegen lassen soll, sondern versuchen muss ihnen zu helfen, weil sie es alleine einfach nicht bewältigen können.
Der Film erhält auch noch einen poetischen Touch durch Jims Tagebucheinträge, die eben zum Ende auch noch die Geschichte abrunden und zwischendurch immer eine Art letzte Rettung vor dem Ertrinken ist. Selbst als es ihm wirklich schlecht geht, sucht er Trost in seinem Tagebuch und versucht seine Gedanken niederzuschreiben, wenn auch seltener als zuvor.
Aufgefallen ist mir auch, dass der Film eine recht anständige Filmmusik hat. Zumindest der Doors-Titel „Riders in the Storm“ an der Richtigen Stelle eingesetzt kann meiner Meinung nach schon eine enorme Wirkung haben ;-)
DARSTELLER
°°°°°°°°°°°°°°°°
Leonardo DiCaprio (Jim Carroll), Lorraine Bracco (Jim´s Mutter), Marilyn Sokol (Singende Frau), James Madio (Pedro), Patrick McGaw (Neutron), Mark Wahlberg (Mickey), Roy Cooper (Pater McNulty), Bruno Kirby (Swifty), Jimmy Papiris (Iggy), Nick Gaetani (Schiedsrichter), Alexander Chaplin (Bobo), Ben Jorgensen (Tommy), Josh Mostel (Zähler), Juliette Lewis (Diane Moody), Michael Imperioli (Bobby),…
JIM: Leonardo Di Caprio (* 11.11.1974, Hollywood, USA) kennt natürlich jeder: „Titanic“ (1997) *schmalz* oder „The Beach“ (2000). Hier spielt er eine Rolle, in der er etwas von seinem Schönling Image wegkommt, vielleicht macht ihn das in dieser Rolle auch etwas erträglicher ;-) Jim hat alles, was er sich nur wünschen kann, gute Freunde, ein Stipendium an einer guten Schule und einen großen Traum – er möchte Basketball-Star werden. Allerdings ist er auch jung und verrückt und möchte um jeden Preis cool sein. Schnell reichen die leichten Drogen nicht mehr aus und es muss immer etwas Neues her, er merkt nicht, dass er abhängig wird, erst als es zu spät ist und alle seine Träume wie eine Seifenblase zerplatzen….Schauspielerisch sehr gut gespielt, muss ich neidlos zugeben. Man merkt deutlich die Verzweiflung des Drogenkranken Jims.
PEDRO: James Madio (* 22.11.1975, The Bronx, NY, USA) ist sicherlich nicht jedem bekannt. Er spielte allerdings bereits in Filmen, wie „Hook“ (1991) (einen der verlorenen Jungs) oder „Band of Brothers - Wir waren wie Brüder\" (2002). Pedro ist immer etwas verträumt, selbst im rausch kümmert ihn weniger das Geld um sich neue Drogen zu beschaffen, sondern er ist darauf aus, sich zu amüsieren, neue Erfahrungen zu machen, aber letztendlich ist auch nur so schlecht dran wie die anderen und selbst am Ende, als Jim es doch noch geschafft hat, muss er sehen, wie er sich neuen Stoff besorgt…
NEUTRON: Patrick McGaw ist glaub ich weniger bekannt. Hier hat er auch nicht wirklich die glänzende Rolle, aber eine sehr wichtige Rolle, denn er ist der einzige der Gruppe, der rechtzeitig die Reißleine zieht. Er schafft es nein zu sagen zu den Drogen und seine Karriere als Sportler zu retten. Als einziger entkommt er dem Drogensumpf, auch wenn er dafür seine alten Freunde verlassen muss.
MICKEY: Mark Wahlberg (* 05.06.1971, Dotrchester, USA) kennen sicher viele in meinem Alter noch aus New Kids on the Block Zeiten *grins*, weil sein Bruder da doch mal mitgesungen hat (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) wenn man diesen Namen vor der heutigen Jugend nennt schauen die einen vermutlich nur mit großen Augen an – egal. Als Schauspieler war er in „Planet der Affen“ (2001) zu sehen. Den haben vermutlich die meisten gesehen. Mickey ist irgendwie immer die treibende Kraft, wenn es darum geht neue Drogen auszuprobieren, etc. ihn erwischt es auch am Ende am schlimmsten, er kann wirklich an nichts anderes mehr denken als an Drogen und er landet auch am längsten im Knast, will er bereits volljährig ist, als der Dealer durch sein zutun vom Dach plumpst.
JIM´S MUTTER: Auch Jim´s Mutter hat eine wichtige Rolle, sie ist es, bei der Jim immer wieder Hilfe sucht und einfach nicht findet. Jim´s Mutter liebt ihren Sohn, erträgt es aber einfach nicht, mit anzusehen, wie er sich selbst zu Grunde richtet und sie ist zu schwach, um ihm alleine zu helfen.
DIANE: Diane ist das kleine Strichmädchen, das die Jungs zu Anfang nur belächeln und verarschen. Bis sie selbst abrutschen und bald sind sie nicht besser als sie und teilen sich sogar mit ihr und anderen Pennern und Drogensüchtigen eine Absteige. Als Jim völlig down ist, trifft er Diane plötzlich wieder. Nur hat sie es letztendlich geschafft und ist clean. Trägt plötzlich saubere Klamotten und nun ist sie diejenige, die ihn verspottet.
FILMINFOS
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OT: The Basketball Diaries
Alternativtitel: Jim Carroll – In den Straßen der Bronx
Land: USA
Jahr: 1995
Regie: Scott Kalvert
Label DVD: MAWA/VCL
FSK: 12
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Ländercode: 2 PAL
Bildformat: Vollbild 4:3
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch
Untertitel: keine
ZUR DVD
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MENÜ
^^^^^
Das Menü ist weitgehend unanimiert, lediglich die Basketbälle hinter jedem Menüpunkt drehen sich und der „Jim Carroll“-Schriftzug blinkt. Das Ganze ist musikalisch hinterlegt und recht übersichtlich gestaltet.
Es gibt eine Kapitelwahl mit 15 Kapiteln. Könnte etwas übersichtlicher sein, ist aber erkennbar.
BILD-/TONQUALITÄT
^^^^^^^^^^^^^^^^^^
An Bild und Ton konnte ich keinerlei Mängel feststellen! Allerdings muss man dazu sagen, dass bei der Fullscreen-Version hier ein Großteil des Bildes verloren gegangen ist, weil die Seitenränder der Widescreen-Fassung einfach abgeschnitten wurden, dazu kommt, dass es keinen englischen Originalton gibt
EXTRAS
^^^^^^
* HINTERGRUNDINFOS:
- Produktionsnotizen:
1. The Basketball Diaries – über die wahren Hintergründe des Films, ist recht interessant, wenn man es vorher nicht wusste, dass der Film auf wahren Tatsachen beruht. Allerdings nur 5 Tafeln und die sind sehr kurz…
2. Der lange Weg zum Film – Infos zur Verfilmung, ebenfalls auf 5 Tafeln
- Schauspieler & Crew:
1. Leonardo DiCaprio
2. Mark Wahlberg
3. James Madio
4. Scott Calvert – Regie
5. Patrick McGaw
6. Lorraine Bracco
7. Ernie Hudson
Zu jedem Darsteller gibt es 3-5 Seiten Biografie und eine übersicht der erfolgreichsten Filme.
- Trailer - es gibt noch Trailer zu folgenden Filmen: „Der Eisbär“, „Tarzan und die verlorene Stadt“, „Les Miserables“, „Bin ich schön?“
Man erhält zwar ein paar Hintergrundinfos, allerdings nicht wirklich viele, hier hätte man sich sicherlich noch mehr gewünscht. Auf Filmtrailer kann ich immer gerne verzichten, aber wer so was mag kann sie sich ja anschauen. Von der Ausstattung also mehr schlecht als recht…
HINTERGRÜNDE
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Nachdem die Geschichte auf wahren Tatsachen beruht gibt es Jim Carroll natürlich auch wirklich. Er selbst hat das Buch „The Baseball Diaries“ geschrieben. Jim Carroll ist heute hauptsächlich als Musiker bekannt. Wer sich für den Menschen hinter der Geschichte interessiert, kann sich auf seiner HP unter http://www.catholicboy.com/catholicboy.com-asp//intro.asp informieren, hier gibt es eine ausführliche Biografie und andere Infos. Ist aber alles auf englisch.
FAZIT
°°°°°°°°
Ein wirklich sehenswerter Film, der nicht nur für Leonardo DiCaprio Fans geeignet ist. Im Gegenteil, hier wird er nicht als Schönling dargestellt (wobei ich ihn ja ohnehin nicht sonderlich hübsch finde *grins*), sondern er zeigt wahres Talent ohne auf sein Äußeres zu achten. Dazu kommt, dass der Film auf wahren Tatsachen beruht und schon daher sehr interessant ist! Allerdings muss ich in dieser Kategorie die DVD beurteilen und die ist totaler Mist. Kein O-Ton, „beschnittenes“ Bild, kaum Extras, also hier reicht die Video-Fassung vollkommen aus und ist vielleicht sogar noch besser, es ist also verständlich, dass die DVD bereits für knapp 5€ zu haben ist ;-)
Liebe Grüße vom Basketball-Wuschel!!!
Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!!
STORY
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Jim Carroll ist noch keine 16 Jahre alt, er spielt sehr gut und gerne Basketball und erhält aufgrund dieses Talents auch ein Stipendium für eine renommierte katholische Schule. Eigentlich läuft alles bestens, aber Jim kommt aus einem schmutzigen New Yorker Viertel, in dem Kriminalität, Gewalt und Drogen den Alltag beherrschen.
Er ist Mitglied einer kleinen Gang und zusammen mit seinen besten Freunden, Pedro, Mickey und Neutron, wird natürlich alles ausprobiert, was cool ist. Dazu gehören auch Zigaretten und bald immer härtere Drogen.
Als auch noch einer von seinen besten Freunden nach langem leiden an Krebs stirbt, bricht für ihn alles zusammen. Er steckt schon zu tief in einem Sumpf aus Drogen, Selbstmitleid und Kriminalität, dass bald alles über ihm zusammen bricht.
Erst fliegt er von der Schule und aus dem Basketball-Team, dann setzt ihn auch noch seine Mutter vor die Türe, weil sie nicht weiß, was sie machen soll um ihm zu helfen. Sie kann es nicht mit ansehen, wie er sich selbst zugrunde richtet.
Jims Freunden geht es nicht besser, einzig Neuton macht nicht mehr mit, als es um härtere Drogen geht, er bleibt auf der Schule und spielt weiter Basketball. Als Jim ihn eines Tages im TV sieht, erwacht zwar sein alter Traum auch wieder zum Leben, aber mittlerweile sieht er keine Ausweg mehr aus seiner Lage. Pedro wird als erster bei einem Einbruch geschnappt. Mickey und Jim können entkommen. Später wird Mickey geschnappt, weil versehentlich einen Dealer von einem 6-stöckigen Hochhaus fällt, den sie verfolgt haben, weil er ihnen falschen Stoff verkauft hatte…
Während all dieser Erlebnisse schreibt Jim in einem kleinen Tagebuch seine geheimsten Gedanken, seine Wünsche und natürlich seine Geschichte auf. Als er es endlich schafft, doch noch aus diesem Sumpf zu entkommen, erzählt er in einem kleinen Theater vor vielen Leuten jeden Abend seine eigene Geschichte….
MEINE MEINUNG ZUM FILM
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Ich muss gestehen, ich habe den Film lange vor mir hergeschoben, weil ich Leonardo DiCaprio eigentlich nicht besonders gern sehe. Da die DVD billig war und ich gehört hatte, dass Juliette Lewis auch in dem Film mitspielt, hatte ich ihn mir bereits vor einiger Zeit gekauft und noch nicht angerührt.
Ich muss allerdings zugeben, dass der film wirklich nicht schlecht war. Unbeschönigt wird gezeigt, wie schnell ein Jugendlicher abrutschen kann, wenn er in falsche Gesellschaft oder eine falsche Umgebung gerät. Trotz seinen Träumen, einmal ein großer Basketball-Star zu werden, kann Jim der Verlockung nicht widerstehen, um jeden Preis cool zu sein. Dazu gehören erst die Zigaretten und sniffen, kleinere kriminelle Handlungen etc. Aber man sieht auch, wie schmal der Grad manchmal ist und wie schnell man von leichten Drogen, wie Hasch etc. auf härtere Sachen umsteigen kann. Man lernt gewisse Leute kennen, die an den Stoff leicht rankommen und die Hemmschwelle wird immer kleiner, bis sie schließlich an der Nadel hängen und nicht mehr ohne auskommen. Aus einer geistigen Abhängigkeit wird nun auch eine körperliche und es wird deutlich gezeigt, wie die Freundschaft nicht mehr das wichtigste ist, sondern jeder nur noch darauf aus ist Stoff zu besorgen. Es wird gut dargestellt, wie alles Handeln plötzlich von der Droge geleitet wird. Besonders gut ist auch, dass während des ganzen Films dunkle Farben und eine triste Stimmung überwiegen, hautsächlich spielt alles bei Nacht. So wird die richtige Stimmung noch dazu erzeugt.
Es ist auch gut gemacht, wie am Anfang das Basketball-Spiel immer als eine Art Ablenkung steht, z. B. als ihr Freund an Krebs stirbt, reagieren sie sich durch das Spiel ab. Bis das Spiel dann irgendwann zur Nebensache wird und man merkt, dass etwas anderes wichtiger geworden ist und das ist dann auch die Wende, während eines Spiels sind die Jungs völlig zugedröhnt und versauen alles. Und es ist eben nicht nur diese eine Wende, in Bezug ihrer Prioritäten, sondern eine Wende in allen Dingen, der Rauswurf aus der Schule, aus dem Elternhaus etc.
Man sieht, dass es Jim fast unmöglich wäre, selbst und aus eigener Kraft wieder heraus zu kommen, aus dem Drogensumpf und nur durch einen Freund, der ihn auf Entzug setzt schafft er es trotz eines Rückschlags am Ende doch noch. Ich denke das ist auch eine wichtige Botschaft, dass man Drogensüchtige nicht, wie die Mutter einfach links liegen lassen soll, sondern versuchen muss ihnen zu helfen, weil sie es alleine einfach nicht bewältigen können.
Der Film erhält auch noch einen poetischen Touch durch Jims Tagebucheinträge, die eben zum Ende auch noch die Geschichte abrunden und zwischendurch immer eine Art letzte Rettung vor dem Ertrinken ist. Selbst als es ihm wirklich schlecht geht, sucht er Trost in seinem Tagebuch und versucht seine Gedanken niederzuschreiben, wenn auch seltener als zuvor.
Aufgefallen ist mir auch, dass der Film eine recht anständige Filmmusik hat. Zumindest der Doors-Titel „Riders in the Storm“ an der Richtigen Stelle eingesetzt kann meiner Meinung nach schon eine enorme Wirkung haben ;-)
DARSTELLER
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Leonardo DiCaprio (Jim Carroll), Lorraine Bracco (Jim´s Mutter), Marilyn Sokol (Singende Frau), James Madio (Pedro), Patrick McGaw (Neutron), Mark Wahlberg (Mickey), Roy Cooper (Pater McNulty), Bruno Kirby (Swifty), Jimmy Papiris (Iggy), Nick Gaetani (Schiedsrichter), Alexander Chaplin (Bobo), Ben Jorgensen (Tommy), Josh Mostel (Zähler), Juliette Lewis (Diane Moody), Michael Imperioli (Bobby),…
JIM: Leonardo Di Caprio (* 11.11.1974, Hollywood, USA) kennt natürlich jeder: „Titanic“ (1997) *schmalz* oder „The Beach“ (2000). Hier spielt er eine Rolle, in der er etwas von seinem Schönling Image wegkommt, vielleicht macht ihn das in dieser Rolle auch etwas erträglicher ;-) Jim hat alles, was er sich nur wünschen kann, gute Freunde, ein Stipendium an einer guten Schule und einen großen Traum – er möchte Basketball-Star werden. Allerdings ist er auch jung und verrückt und möchte um jeden Preis cool sein. Schnell reichen die leichten Drogen nicht mehr aus und es muss immer etwas Neues her, er merkt nicht, dass er abhängig wird, erst als es zu spät ist und alle seine Träume wie eine Seifenblase zerplatzen….Schauspielerisch sehr gut gespielt, muss ich neidlos zugeben. Man merkt deutlich die Verzweiflung des Drogenkranken Jims.
PEDRO: James Madio (* 22.11.1975, The Bronx, NY, USA) ist sicherlich nicht jedem bekannt. Er spielte allerdings bereits in Filmen, wie „Hook“ (1991) (einen der verlorenen Jungs) oder „Band of Brothers - Wir waren wie Brüder\" (2002). Pedro ist immer etwas verträumt, selbst im rausch kümmert ihn weniger das Geld um sich neue Drogen zu beschaffen, sondern er ist darauf aus, sich zu amüsieren, neue Erfahrungen zu machen, aber letztendlich ist auch nur so schlecht dran wie die anderen und selbst am Ende, als Jim es doch noch geschafft hat, muss er sehen, wie er sich neuen Stoff besorgt…
NEUTRON: Patrick McGaw ist glaub ich weniger bekannt. Hier hat er auch nicht wirklich die glänzende Rolle, aber eine sehr wichtige Rolle, denn er ist der einzige der Gruppe, der rechtzeitig die Reißleine zieht. Er schafft es nein zu sagen zu den Drogen und seine Karriere als Sportler zu retten. Als einziger entkommt er dem Drogensumpf, auch wenn er dafür seine alten Freunde verlassen muss.
MICKEY: Mark Wahlberg (* 05.06.1971, Dotrchester, USA) kennen sicher viele in meinem Alter noch aus New Kids on the Block Zeiten *grins*, weil sein Bruder da doch mal mitgesungen hat (wenn ich das richtig in Erinnerung habe) wenn man diesen Namen vor der heutigen Jugend nennt schauen die einen vermutlich nur mit großen Augen an – egal. Als Schauspieler war er in „Planet der Affen“ (2001) zu sehen. Den haben vermutlich die meisten gesehen. Mickey ist irgendwie immer die treibende Kraft, wenn es darum geht neue Drogen auszuprobieren, etc. ihn erwischt es auch am Ende am schlimmsten, er kann wirklich an nichts anderes mehr denken als an Drogen und er landet auch am längsten im Knast, will er bereits volljährig ist, als der Dealer durch sein zutun vom Dach plumpst.
JIM´S MUTTER: Auch Jim´s Mutter hat eine wichtige Rolle, sie ist es, bei der Jim immer wieder Hilfe sucht und einfach nicht findet. Jim´s Mutter liebt ihren Sohn, erträgt es aber einfach nicht, mit anzusehen, wie er sich selbst zu Grunde richtet und sie ist zu schwach, um ihm alleine zu helfen.
DIANE: Diane ist das kleine Strichmädchen, das die Jungs zu Anfang nur belächeln und verarschen. Bis sie selbst abrutschen und bald sind sie nicht besser als sie und teilen sich sogar mit ihr und anderen Pennern und Drogensüchtigen eine Absteige. Als Jim völlig down ist, trifft er Diane plötzlich wieder. Nur hat sie es letztendlich geschafft und ist clean. Trägt plötzlich saubere Klamotten und nun ist sie diejenige, die ihn verspottet.
FILMINFOS
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OT: The Basketball Diaries
Alternativtitel: Jim Carroll – In den Straßen der Bronx
Land: USA
Jahr: 1995
Regie: Scott Kalvert
Label DVD: MAWA/VCL
FSK: 12
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Ländercode: 2 PAL
Bildformat: Vollbild 4:3
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch
Untertitel: keine
ZUR DVD
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MENÜ
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Das Menü ist weitgehend unanimiert, lediglich die Basketbälle hinter jedem Menüpunkt drehen sich und der „Jim Carroll“-Schriftzug blinkt. Das Ganze ist musikalisch hinterlegt und recht übersichtlich gestaltet.
Es gibt eine Kapitelwahl mit 15 Kapiteln. Könnte etwas übersichtlicher sein, ist aber erkennbar.
BILD-/TONQUALITÄT
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An Bild und Ton konnte ich keinerlei Mängel feststellen! Allerdings muss man dazu sagen, dass bei der Fullscreen-Version hier ein Großteil des Bildes verloren gegangen ist, weil die Seitenränder der Widescreen-Fassung einfach abgeschnitten wurden, dazu kommt, dass es keinen englischen Originalton gibt
EXTRAS
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* HINTERGRUNDINFOS:
- Produktionsnotizen:
1. The Basketball Diaries – über die wahren Hintergründe des Films, ist recht interessant, wenn man es vorher nicht wusste, dass der Film auf wahren Tatsachen beruht. Allerdings nur 5 Tafeln und die sind sehr kurz…
2. Der lange Weg zum Film – Infos zur Verfilmung, ebenfalls auf 5 Tafeln
- Schauspieler & Crew:
1. Leonardo DiCaprio
2. Mark Wahlberg
3. James Madio
4. Scott Calvert – Regie
5. Patrick McGaw
6. Lorraine Bracco
7. Ernie Hudson
Zu jedem Darsteller gibt es 3-5 Seiten Biografie und eine übersicht der erfolgreichsten Filme.
- Trailer - es gibt noch Trailer zu folgenden Filmen: „Der Eisbär“, „Tarzan und die verlorene Stadt“, „Les Miserables“, „Bin ich schön?“
Man erhält zwar ein paar Hintergrundinfos, allerdings nicht wirklich viele, hier hätte man sich sicherlich noch mehr gewünscht. Auf Filmtrailer kann ich immer gerne verzichten, aber wer so was mag kann sie sich ja anschauen. Von der Ausstattung also mehr schlecht als recht…
HINTERGRÜNDE
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Nachdem die Geschichte auf wahren Tatsachen beruht gibt es Jim Carroll natürlich auch wirklich. Er selbst hat das Buch „The Baseball Diaries“ geschrieben. Jim Carroll ist heute hauptsächlich als Musiker bekannt. Wer sich für den Menschen hinter der Geschichte interessiert, kann sich auf seiner HP unter http://www.catholicboy.com/catholicboy.com-asp//intro.asp informieren, hier gibt es eine ausführliche Biografie und andere Infos. Ist aber alles auf englisch.
FAZIT
°°°°°°°°
Ein wirklich sehenswerter Film, der nicht nur für Leonardo DiCaprio Fans geeignet ist. Im Gegenteil, hier wird er nicht als Schönling dargestellt (wobei ich ihn ja ohnehin nicht sonderlich hübsch finde *grins*), sondern er zeigt wahres Talent ohne auf sein Äußeres zu achten. Dazu kommt, dass der Film auf wahren Tatsachen beruht und schon daher sehr interessant ist! Allerdings muss ich in dieser Kategorie die DVD beurteilen und die ist totaler Mist. Kein O-Ton, „beschnittenes“ Bild, kaum Extras, also hier reicht die Video-Fassung vollkommen aus und ist vielleicht sogar noch besser, es ist also verständlich, dass die DVD bereits für knapp 5€ zu haben ist ;-)
Liebe Grüße vom Basketball-Wuschel!!!
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