Kiss of the Dragon (VHS) Testbericht

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ab 7,73
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Erfahrungsbericht von DERWUNDERBARE

Wenn der Li mit dem Besson nen Film macht...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Kiss of the Dragon ist der neueste Streifen des Genres, formaly known as „Eastern" oder „Kung-Fu-Film".
Doch kamen die meisten dieser Filme früher aus Hong Kong oder einem anderem asiatischem Land, so hat dieses Genre in letzter Zeit auch im amerikanischem Raum immer mehr Anhänger gefunden.

Besonders Altmeister Jackie Chan machte diese Art der Filme in Übersee bekannt, und allerspätestens seit „Romeo must Die" hat wohl jeder Kinofan erkannt, daß Martial Arts-Filme nicht unbedingt aus Asien kommen müssen.


*°*° Die Story *°*°

Liu Jian ist Chinas bester Regierungsagent. Sein neuer, geheimer Auftrag führt ihn nach Paris, wo er dem korruptem und brutalem Kommissar Richard bei einem schwierigem Auftrag helfen soll.
Tja, dem gefällt das natürlich gar nicht, und so lockt er Liu in eine Falle! Liu befindet sich plötzlich mitten in einer Verschwörung wieder, ihm wird ein Mord angehängt, den er nicht begangen hat. Er muss also nun erstmal in die für ihn vollkommen fremde Stadt flüchten.

Dabei stösst er auf Jessica, die vollkommen verzweifelt ist. Sie wird von Kommissar Richard zur Prostitution gezwungen.
Gemeinsam kämpfen die beiden gegen heimtückische Hinterhalte, gemeine Gegner und fiese Fallen, denn Jessica ist die einzige Hoffnung für ihn. sie kann beweisen, daß er unschuldig ist, doch leider gibt es da noch ein kleines Problem:
Richard hat ihre Tochter in seiner Gewalt, und die muss erstmal befreit werden...

*** Fazit ***

Wow - asiatischer Cop in fremdem Land wird von bösem Cop in Falle gelockt. Ich glaube, das Action-Kino muss neu erfunden werden, diese Story gab es noch nie. Was? Wie? Das gab es schonmal?
Ich glaube, ihr habt Recht, die ganze Story des Filmes wirkt altbacken und nur allzu bekannt, ihr fehlt der Überraschungseffekt, die Neuartigkeit.
Na klar, niemand hat erwartet, das Regisseur Chris Nahon das Kino neu erfindet, aber ein bisserl mehr hätte ich schon erwartet.

Nichtsdesto trotz ist die Story gut umgesetzt, was hauptsächlich am Hauptdarsteller Jet Li lag. Ich persönlich habe schon Filme selben Inhalts gesehen, die wesentlich schlechter und unglaubwürdiger umgesetzt waren.

Die kampfszenen, von denen der Film lebt, sind ebenfalls überaus sehenswert und meines Erachtens noch besser, als sie es bei „Romeo must Die" waren!

Größtes Manko des Filmes sind wohl eindeutig die Texte, die manchmal sehr flach und inhaltslos rüberkommen.


*°*° Die Darsteller *°*°

Liu Jian : JET LI (Lethal Weapon 4, Claws of Steel, Romeo must Die)

Jessica : BRIDGET FONDA (Der Pate 3, 2 Mio $ Trinkgeld, Codename Nina, Little Buddah, Lake Placid, weiblich,ledig,jung sucht)

Jean-Pierre Richard : TCHÉKY KARYO (Nikita, 1492-Eroberung des Paradieses, Bad Boys, James Bond - GoldenEye, Wing Commander, Grasgeflüster, Johanna von Orleans))

Mister Big : RIC YOUNG (Der letzte Kaiser, 7 Jahre in Tibet, Monkey King)

Onkel Tan : BURT KWOUK (James Bond - Goldfinger und Man lebt nur zweimal, Air America, Pink Panther)

*** Fazit ***
Spätestens seit Romeo must Die zählt Jet Li zu den bekanntesten asiatischen Schauspielern. Sein Vorteil gegenüber Jackie Chan ist, daß Li niemals ins komische abdriften muss, er kann seine Rollen mit einer glaubwürdigen Coolnes spielen, die man Chan niemals zutraut!
Daher ist Li für diesen Film hervorragend geeignet, das Drehbuch scheint ihm wie auf den Leib geschnitten zu sein - was wohl daran liegt, daß die Story von Jet Li selbst geschrieben wurde!

In „Kiss of the Dragon" zeigt Li wieder, daß er zur absoluten Spitze der Martial Arts-Leute gehört. Seine absolut genialen Kämpfe wirken im Film sehr überzeugend, und zum Glück bietet der Film auch reichlich dieser Szenen!

Bridget Fonda zählt schon länger zur oberen Klasse der Hollywood-Darstellerinnen. Die Rolle der unterdrückten Prostituierten ist für sie eher ungewöhnlich, was man ihrer Leistung im Film aber nicht anmerkt. Sie spielt ihre Rolle fast schon beängstigend gut und zu jeder zeit so, daß man ihr diese Rolle abkauft.

Tchéky Karyo zählt bereits seit Jahren zu den besten Darstellern Frankreichs, und die Rolle des Bösewichts spielt er so, wie man es erwartet - richtig böse!

Man merkt also, die wichtigsten Rollen wurden hervorragend besetzt, und die schauspielerischen Leistungen können sich wirklich sehen lassen.


*°*° Die Crew *°*°

Regie : Chris Nahon
Drehbuch : Luc Besson und Mark Kamen nach einer Story von Jet Li
Musik : Craig Armstrong
Produzenten : Luc Besson, Jet Li, Steve Chasman, Happy Walters
Kamera : Thierry Arbogats
Schnitt : Marco Cavé

*** Fazit ***

„Kiss of the Dragon" war das Regiedebut von Chris nahon, der vorher nur durch Werbeclips auf sich aufmerksam machte. Dank der Unterstützung von Luc Besson, bestens bekannt durch Filme wie „Das fünfte Element" oder „Johanna von Orleans" kann man das Regiedebut als überaus gelungen gelten lassen!
Luc Besson stiess übrigens durch Steven Chasman auf diesen Film. Insider wissen: Besson ist der Lebensgefährte von Milla Jovovich (das fünfte Element), Chasman ihr Ex-Agent.

Das Drehbuch ist dank Besson und Kamen ebenfalls gut gelungen. Kamen schrieb ja unter anderem auch das Drehbuch zu „Leon - Der Profi".

Die Musik von Craig Armstrong passt sich ebenfalls an das gute Niveau des Filmes an. Armstrong, der sich auch für den Soundtrack von „Moulin Rouge" verantwortlich zeichnet, zeigt besonders im vergleich zum Moulin-Rouge-Soundtrack seine Vielfältigkeit. Die Musik zu „Kiss of the Dragon" ist, so wie die Kampfszenen, von der härteren, aggressiveren Art.

*°*° Die Entstehung *°*°

Irgendwie war es Jet Li wohl langweilig, er wollte die 6 Monate Wartezeit bis zu seinem nächstem Film sinnvoll gestalten, daher entschloss er sich, diesen Film auf die Beine zu stellen.
Das Problem daran war, innerhalb dieser kurzen Zeit die passenden Leute zu finden und den Film komplett abzudrehen! Luc Besson war verrückt genug, dieses Wagnis einzugehen, Bridget Fonde soll sogar zugesagt haben, ohne das Drehbuch gelesen zu haben.
Nur 8 Wochen nach den ersten Gesprächen konnten die Dreharbeiten beginnen.
Trotz einiger Probleme (Drehgenemigungen, Wetter, Sprache) dauerte es nur 15 Wochen, ehe der Film im Kasten war...
Entstanden ist ein Film, der in der Kinoversion ab 16 Jahren freigegeben ist und eine Länge von 98 Minuten hat.

*** Fazit ***

Man merkt dem Film diese kurze und teilweise hektische Entstehung in keinster Weise an! Daß das Ergebnis so gut gelungen ist, zeigt, daß an dem Film Leute gearbeitet haben, die Spaß an ihrem Job haben, und das bringen sie auch im Film rüber.
Die Länge von 98 Minuten ist meines Erachtens akzeptabel, die zeit ist gut gefüllt, der Film weist keine inhaltlichen Längen auf, so daß diese 98 Minuten tatsächlich fast wie im Fluge vergehen!
Die FSK von 16 Jahren ist ebenfalls OK, denn einige Szenen wirken sehr brutal und blutig. Ursprünglich sollte der Film erst ab 18 freigegeben werden, aber man entschloss sich, ihn zu schneiden, um mit der Freigabe ab 16 ein breiteres Publikum zu erreichen. Ich persönlich finde das etwas schade, aber das Ergebnis konnte mich dennoch zufriedenstellen.

Natürlich wird auch dieser Film kein Meilenstein der Filmgeschichte werden, und auch inhaltlich hat man schon bessere Werke gesehen, Trotzdem kann ich ihn empfehlen. Wer „Romeo must Die" gemocht hat, wird auch diesen Film mögen. Zwar war die Story beim erstgenannten Film etwas besser, dafür sind hier aber die Kampfszenen besser, und vor allem noch etwas brutaler.

29 Bewertungen, 2 Kommentare

  • dani___

    17.05.2002, 19:26 Uhr von dani___
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wie so viele Filme habe ich auch diesen hier noch nicht gesehen.... aber guter Bericht... ciao die dani *;)

  • Eiswolf

    26.02.2002, 15:51 Uhr von Eiswolf
    Bewertung: sehr hilfreich

    cooler Film, guter Bericht!