Lammbock (Komödie) Testbericht

Lammbock-komoedie
ab 10,02
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchslos
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von enir04

wir kiffen:)

Pro:

super Schauspieler

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Leserinnen und Leser!



Von einem Arbeitskollegen haben wir letzte Woche mal wieder ein paar DVDs geliehen bekommen, denn obwohl wir selbst schon eine große Sammlung haben, können wir natürlich nicht alle interessanten Streifen haben. Und immer wieder gibt es Filme, die wir im Kino verpasst haben, aber auch nicht unbedingt auf DVD kaufen müssen. Zu diesen gehörte auch die deutsche Komödie "Lammbock" mit Moritz Bleibtreu. Denn im Prinzip hätte mich dieser Kiffer-Streifen die ganze Zeit schon interessiert, aber irgendwie ist es nie dazu gekommen, dass wir ihn gesehen haben. Jetzt hatten wir also endlich die Gelegenheit dazu und wir machten es und abends vor dem Fernseher gemütlich...



~ Story ~

Stefan (Lucas Gregorowicz) studiert Jura an der Uni Würzburg und steht kurz vor dem Examen, seine Freizeit verbringt er aber lieber mit Saufen und Kiffen als über seinen Büchern. Verantwortlich dafür ist vor allem sein Kumpel Kai (Moritz Bleibtreu), mit dem zusammen er eine kleine Hinterhof-Pizzeria mit dem Namen "Lammbock" betreibt. Damit verdienen sich die beiden Freunde ein kleines Taschengeld, denn ihre "Pizza Gourmet" bietet eine ganz besondere Zutat: Unter einer großen Salamischeibe ist ein Tütchen Cannabis versteckt, was die Pizza zum Renner unter den Jungendlichen werden lässt. Um sich selbst immer mit genug Nachschub zu versorgen, den die beiden ja auch selbst reichhaltig konsumieren, haben sie auf einer einsamen Waldlichtung eine Hanf-Plantage eingerichtet. Die Probleme beginnen, als sie dort einen üblen Blattlaus-Befall feststellen müssen. Auf ihrer Suche nach einem Mittel gegen die Plage treffen sie in einem Esotherik-Shop auf Achim (Julian Weigand), der sich als wahrer Experte in Sachen Blattlausbekämpfung entpuppt. Was Stefan und Kai nicht wissen: Achim ist in Wahrheit ein verdeckter Ermittler, den beiden auf die Schliche gekommen und sucht eigentlich nur noch nach genügend Beweisen, um sich hochgehen zu lassen. Hinzu kommen dann noch diverse Problemchen was die Frauenwelt angeht und schon stecken die Kumpels in echten Schwierigkeiten...



~ Meine Meinung ~

Ursprünglich habe ich ja etwas gegen deutsche Komödien, weil die in der Regel eigentlich nur eines sind: Nicht witzig. Da wird mit dem plattesten Humor "geglänzt" und mit Peinlichkeiten nicht gegeizt und ich würde bei sowas am liebsten immer in die Sessellehne beissen. "Lammbock" versprach anders zu sein und kann dieses Versprechen zumindest teilweise halten. Denn die Story ist zwar nicht gerade überragend und es passiert auch während des gesamten Films nicht sonderlich viel, aber ein Großteil der Szenen ist durchaus sehenswert. Man muss aber auf jeden Fall diese Sorte von Humor mögen, sonst wird man den Streifen schnell als schwachsinnig abtun. Das sind einzelne Momente vielleicht auch wirklich, denn Stefan und Kai kiffen wie gesagt selbst und kommen in ihrem Rausch auf die übelsten Trips. Auch sonst führen sie für den Zuschauer sinnlos erscheinende Diskussionen, aber gerade die machen den Film zum einen interessant, zum anderen glaubhaft. Ich weiss zwar nicht inwieweit es alltäglich ist, sich über die stabilen Silikonimplantate von Baywatch-Nixe Pam Anderson oder wie es wäre, Mehmet Scholl einen zu blasen, zu unterhalten, aber Stefan und Kai tun eben genau dies.

Hierbei können vor allem die beiden Protagonsiten überzeugen. Dass Moritz Bleibtrau zu den talentiertesten deutschen Schauspielern gehört, hat er ja mittlerweile mit Streifen wie "Lola rennt" oder "Das Experiment" zur Genüge bewiesen. Hier wurde bereits deutlich, welches Potential Bleibtreu hat und vor allem wie wandelbar seine von ihm dargestellten Charaktere auf der Leinwand sind. Ihm an der Seite steht mit Lucas Gregorowicz ein mir bis dato völlig unbekanntes Gesicht und - was soll ich sagen? - er kann voll überzeugen. Es mag vielleicht auch ein wenig an der Figur des Stefan selbst liegen, der vom Charakter her interessanter, weil zwiegespalten zwischen dem leichten Leben mit seinem Kumpel Kai und den Anforderungen seines Studiums, ist, aber selbst wenn das zu einem gewissen Teil daran liegt - Gregorowicz spielt diese Rolle einfach überzeugend. Desweiteren haben wir mit Elmar Wepper sogar noch einen altgedienten Fernsehstar zu verbuchen, der in einem für ihn sicher nicht gerade typischen Streifen mitspielt. Aber in der Rolle des Richters Becker, Stefans Vater, kann auch er natürlich seine Stärken ausspielen. Die restlichen Darsteller, auch der ewig kiffende Ermittler Achim alias Julian Weigand, bleiben dagegen ein wenig blass, auch die beiden Soap-Mädels Alexandra Neldel und Alexandra Schalaudek.

Auf technischer Seite gibt es eigentlich abgesehen von Stefans schwarz-weiß-Trips im zugedröhnten Zustand nichts Erwähnenswertes, was aber bei einem Film wie Lammbock auch nicht weiter verwunderlich ist. Ich begrüsse es lediglich, dass es im fränkischen Würzburg spielt, das war's dann aber auch schon. Kein wilden Action-Szenen, Trick-Effekte, Kamerafahrten - Lammbock wirkt einzig und allein durch seine abgefahrenen Dialoge und seine irrwitzgen Ereignisse. Und das ist genau der Knackpunkt, denn wie bereits erwähnt ist der Humor des Streifens doch sehr eigen und man muss schon auf teils derbe Witze und schwarzen Humor stehen, um hier lachen zu können. Versteht mich nicht falsch, denn mit dem billigen Fäkal-Humor von grottenschlechten Titeln wie "Nicht noch ein Teenie-Film!" ist Lammbock natürlich weit entfernt, aber auf der anderen Seite sind eben nicht alle Szenen der unbedingte Brüller. Hinzu kommt, dass dann doch noch das ein oder andere Klischee zutage getragen wird und fertig haben wir eine etwas andere deutsche Kömodie, die aber sicher Geschmackssache sein wird. Mir jedoch hat der Film eigentlich recht gut gefallen.



~ Die DVD ~

Auch wenn die Menüs auf dem Silberling recht passend animiert worden sind, so kann das trotzdem nicht darüber hinweg täuschen, dass man sich generell bei der Adaption auf DVD nicht viel Mühe gegeben hat. Größtes Manko sind hier wohl eindeutig die Qualität von Bild und Ton. Zugegeben, die Akustik ist mit einem Dolby Digital 2.0-Sound zwar hörbar, aber da gäbe es doch wesentlich aktuelleres, oder etwa nicht? Zu kritisieren wäre aber auch noch das Bild. Denn dass der Film an manchen Stellen leicht unscharf wird, sollte eigentlich auf einer DVD nicht mehr vorkommen. Glasklaren Sound und ein gestochen scharfes Bild sucht man hier also leider vergeblich. Aber ich will hier nicht den Eindruck erwecken, als könne man sich den Film deswegen gar nicht anschauen, dem ist nicht so. Man merkt diese kleinen Mängel auch nur, wenn man darauf achtet, aber sie sind eben da und das müsste in der heutigen Zeit eigentlich nicht sein.

Dieses kleine Manko könnte mit entsprechendem Bonusmaterial ausgeglichen werden, nur dummerweise hat man sich auch hier nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Der Audiokommentar mit Haupdarsteller Moritz Bleibtreu gehört sicher zu den Features, welche sich die wenigsten komplett zu Gemüte führen dürften. Interessanter wird's dagegen bei den Interviews mit Stab & Besetzung sowie dem kleinen Blick hinter die Kulissen. Vor allem bei Letzterem bekommt man einen netten, wenn auch meiner Meinung nach zu kurzen, Einblick in die Dreharbeiten. Neben dem Kinotrailer komplettiert eine nette Fotogalerie das Bonusmaterial, insgesamt also nicht gerade berauschend viel.



~ Fazit ~

Im Nachhinein betrachtet bin ich eigentlich ziemlich froh, dass ich mir den Film nicht im Kino angeschaut oder gar auf DVD gekauft, sondern jetzt nur ausgeliehen habe. Denn so unterhaltsam er zum Teil auch sein mag, restlos überzeugen konnte er mich leider nicht. Das liegt weniger an den guten schauspielerischen Leistungen, als vielmehr an der abstrusen Story und den teils nicht ganz so gelungenen Witzen. Als Party-Film mag Lammbock sicher ein Highlight sein und deswegen geht an diese Zielgruppe auch meine volle Empfehlung. Wer auf anspruchsvolle Unterhaltung steht, ist hier aber leider falsch. Das wäre im Prinzip auch gar nicht mal so schlimm, denn ein bisschen Stumpfsinn für zwischendurch ist sicher nicht verkehrt, aber hier spielt dann eben noch die Tatsache mit rein, dass die DVD selbst leider sowohl was die Technik, als auch was die Ausstattung betrifft, schwächelt. Letztlich bleibt meine Bewertung im guten Bereich, eine Empfehlung kan ich wie gesagt an die entsprechenden Zielgruppen somit ohne Bedenken aussprechen.



In diesem Sinne...

Stay Dark!

The-"Gourmet"master



PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen eine ähnlich peinliche Situation erleben wie Stefan mit dem Staubsauger... ;)

9 Bewertungen, 6 Kommentare

  • nigel04

    03.02.2006, 19:26 Uhr von nigel04
    Bewertung: sehr hilfreich

    klasse bericht macht richtig spaß zu lesen. lg nigel04

  • Lidlefood

    23.01.2006, 18:41 Uhr von Lidlefood
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • skorbut

    23.01.2006, 18:40 Uhr von skorbut
    Bewertung: sehr hilfreich

    super lustiger film!!! Lg Julia

  • inchen8

    23.01.2006, 18:36 Uhr von inchen8
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und lg

  • Düsseldorf

    23.01.2006, 18:33 Uhr von Düsseldorf
    Bewertung: sehr hilfreich

    hi, wunderbarer bericht, hoffe wir lesen uns bald noch einmal :) bin sehr aktiv zur zeit...lieben gruß, düssi

  • morla

    23.01.2006, 18:31 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich <br/>