Lilo & Stitch (VHS) Testbericht

Lilo-stitch-vhs-zeichentrickfilm
ab 9,65
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Erfahrungsbericht von MOFFt

KLEINES BLAUES MONSTER

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Letztes Wochenende war es wieder mal Zeit für Kino und auf Grund guter Kritiken, sowie dem Wunsch meiner Freundin nach einem Zeichentrickfilm, fiel die Wahl nicht mehr schwer und wir sahen uns Disneys neuesten Streifen ... Lilo und Stitch ... an.



=STORY===

Gleich zu Beginn des Filmes wird man reingeworfen in eine intergalaktische Verhandlung, wo ein Wissenschaftler angeklagt ist ¯etwas geschaffen zu haben®.
Der 4-äugige Wissenschaftler Jamba ist stolz auf sein erschaffenes Monster, das bösartig, zerstörerisch, hinterhältig, schlau und überaus kräftig ist und schon wird es hereingebracht. Erwartet man beim Experiment 626, wie das Geschöpf genannt wird, nun einen riesigen Frankenstein wird man gleich eines anderen belehrt wenn man das kleine, blaue Ding mit 4 Händen, Fledermausohren und Stacheln am Rücken sieht.
Der intergalaktische Rat versucht ihm jedoch noch eine Chance zu geben, indem es herausfinden möchte ob irgendetwas Gutes in ihm steckt. Die unverständliche Antwort von 626 muss jedoch so furchtbar gewesen sein, dass der Rat die sofortige Zerstörung des Experimentes befahl und den Wissenschaftler einsperren ließ.
Mit List entkommt Experiment 626 jedoch und flieht mit einem Polizei- Gleiter vor der Exekutierung und gerät auf dessen Flucht genau Richtung Erde.
Schnell ist die genaue Flugbahn berechnet und es stellt sich heraus dass der Zielpunkt mitten im Ozean ist, sehr zur Freude des Rates die wissen dass Experiment 626 im Wasser nicht überleben kann ... wäre da nicht die kleine Insel Hawaii!

Lilo ist ein kleines hawaiianisches Mädchen, das Elvis liebt, ein totaler Außenseiter, Raufbold und Waise ist und zusammen mit ihrer großen Schwester lebt. Seit dem Tod ihrer Eltern geht bei den beiden einiges schief und sie steht knapp davor in ein Waisenheim zu kommen. Sie wünscht sich natürlich nichts sehnlicher als einen wirklich guten Freund und bekommt so von ihrer Schwester ein Hündchen geschenkt. Wie es der Zufall so will, sucht sie sich natürlich genau das Experiment 626 aus dass nach seinem Crash auf die Insel dorthingebracht wurde. Ab diesem Zeitpunkt gibt sie ihm den Namen Stitch.

Die Freundschaft mit Stitch gestaltet sich natürlich alles andere als einfach, wo dieser nur auf Zerstörung aus ist. Er geht sogar soweit Lilo als menschliches Schutzschild vor den Angriffen seiner Jäger zu verwenden, die ihm zwecks Gefangennahme nachgeschickt wurden. Die Jäger sind in diesem Falle der Wissenschaftler, der so die Chance auf eine Begnadigung bekommen hat und ein etwas tollpatschiger Gehilfe der das Ganze überwachen soll.

So nimmt die ganze Geschichte ihren Lauf und es gibt reichlich zu lachen.
Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht mehr verraten, außer dass es natürlich ein Happy End gibt.



=EINDRUCK===

Mein hinterbliebener Eindruck vom Film ... kurz: echt spaßig!
Es stecken teilweise so viele lustige Hintergrunddetails im Film, dass man diese beim ersten Mal ansehen gar nicht mitbekommen kann. So zum Beispiel die Vorliebe der kleinen Lilo, die am liebsten die fetten, sonnengebrannten Urlauber fotographiert ... sind sie nicht wunderschön, flüstert sie so ihrer Schwester zu.
Der Kontrolleur vom Jugendamt, ein glatzköpfiger, schwarzer Riese mit Sonnenbrille und schwarzem Anzug, der nicht nur die Statur sondern auch die Stimme vom M. Wallace von Pulp Fiction hat.
Die Einlagen von Stitch, der keine Chance auslässt etwas zu zerstören, wobei man zwischenzeitlich schon fast glaubt er hilft Lilo ihr Zimmer aufzuräumen ... einen kurzen Moment später weiß man, dass er alles nur zu einer Art Stadt aufgeräumt hat, durch die er als Godzilla gespielt gleich wieder vernichtet.

Zwischenzeitlich drückt der Film auch mal kurz auf die Tränendrüse als Lilo scheinbar mit ihrer Schwester auseinander gerissen wird. Das ist auch der Zeitpunkt wo sich Stitch zum besseren wendet und trotz seines Zerstörungsdranges Gefühle zeigt.

Gezeichnet ist der ganze Film ganz sauber, mit vielen Details. Insgesamt aber sicherlich nicht so ausführlich und schön gezeichnet wie so manch andere Disney Klassiker.
Mit den Gesangseinlagen, wie man sie meist von Disney Filmen kennt, wurde ich bei Lilo und Stitch nur ein oder zweimal genervt ... und da nur relativ kurz. Was meiner Meinung nach auch gut so ist, da der Film weniger auf sentimental und Gefühle abzielt als auf Beanspruchung der Lachmuskulatur.
Und das wurde hervorragend gelöst ... um ihn etwas in Zeichentrickfilmen einzureihen würde ich ihn am ehesten mit Mulan vergleichen. Man lacht wirklich oft im Film, doch so ein Brüller wie Ice Age ist er nicht geworden.



=ZUSAMMENFASSUNG===

Alles in allem ein sehr gelungener Film.
Wer auf lustige Zeichentrickfilme steht und wem typische Disney Gesangseinlagen nicht fehlen, sollte sich Lilo und Stitch auf keinen Fall entgehen lassen.
Mir hat er gut gefallen und man kann herzhaft lachen ... einreihen würde ich den Film zwischen Mulan und Ice Age.


happy hours ... heute schon geMOFFt?

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