Lost Highway (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 04/2011
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Erfahrungsbericht von Realjackass
Satan beim Sex macht Pullman perplex!
Pro:
Musik & Schauspieler
Kontra:
Einfach nur ein schlechter Film, siehe Bericht
Empfehlung:
Nein
Es kommt immer wieder mal vor, dass man von einem Film ziemlich enttäuscht wird. Jeder, der selbst viele Filme sieht kennt das. Wenn es dann aber ein Machwerk ist, von dem man onehin nur schlechtes gehört hat, ist es ja nicht ganz so schlimm. Erwartet man aber nur das beste von einem Film, da in allen Berichten und Meinungen nur zu lesen ist, wie toll jener Streifen doch sei, dann ist es schon hart, enttäuscht zu werden. Und um auf den Punkt zu kommen: Als ich \"Lost Highway\" gesehen habe, war das der Fall. Wenn ihr wissen wollt, was genau an diesem Film so schlecht ist, dann lest einfach folgenden Bericht.
Story
-----------------------
Hier sollte am Besten mal gesagt werden, dass \"Lost Highway\" verdammt schwer zu verstehen ist, was die Story angeht, doch lest selbst:
Es geht um Fred Madison, ein Jazzsaxophonist mittleren Alters, der mit seiner Frau Renee in einem ruhigen Vorort lebt. Die Ehe der beiden funktioniert schon lange nichtmehr wie sie sollte. So haben sich Fred und Renee nichts richtiges mehr zu sagen und auch im Bett läuft es nicht gerade toll. Eines Tages geschieht dann aber etwas, das das Paar aus dem tristen Alltag reißt: Neben der Post liegt eines morgens ein seltsames Videoband vor der Tür. Voller Neugier schiebt Fred das Band in den Videorekorder, doch was er dann sieht, kann er absolut nicht einordnen. In dem Film ist ihr Haus zu sehen, welches einfach nur gefilmt wird. Verunsichert wissen Fred und Renee keine Erklärung darauf.
Als einige Zeit später immer mehr solcher Bänder eintreffen, einmal sogar eines, in dem Fred und Renee im Schlaf gefilmt werden, beschließen sie, die Polizei zu rufen. Doch auch die beiden Cops können nicht mehr tuen, als den Madison´s zu raten, ihr Haus von nun an gut abzuschließen.
Einige Zeit später bekommt Fred wieder ein Band geschickt, welches ihn vollkommen an seinem Verstand zweifeln lässt: Es ist darauf nämlich zu sehen, wie Fred seine Frau Renee umbringt. Er selbst wird daraufhin zum Tode verurteilt und kommt in die Todeszelle.
Als die Wärter am nächsten Morgen nach den Gefangenen sehen, staunen sie nicht schlecht, da anstatt Fred plötzlich ein vollkommen anderer Mann in der Zelle sitzt: Der junge und verwirrte Automechaniker Pete Dayton.
Da die Wärter und der Direktor des Gefängnisses sich das absolut nicht erklären können, wird Pete freigelassen.
Schon bald erkennt der Zuschauer eindeutige Parallelen zwischen Fred und Pete, die vielleicht darauf schließen lassen, dass uns Regisseur David Lynch hier eine Schizophrenie präsentiert, was aber nur eine Vermutung ist.
Auf jeden Fall hat besagter Pete, der ja als Automechaniker arbeitet, einen Auftraggeber Namens Mister Eddy, einer der gefährlichsten Gangster der Stadt. Eines Tages bringt dieser Mr. Eddy seine Freundin mit in die Werkstatt, die der toten Renee Madison, von der Haarfarbe abgesehen, exakt gleicht. Und von da an beginnt das wahre Verwirrspiel erst richtig, darüber möchte ich aber nicht viele Worte verlieren, lasst euch einfach überraschen..
Schauspieler
-------------------------------
Fred Madison - Bill Pullman
Renee Madison - Patricia Arquette
Pete Dayton - Balthazar Getty
Marilyn Manson
uvm...
Fangen wir am besten mit Bill Pullman als Fred Madison an, der ja eigentlich die Hauptfigur im Film ist. Viele dürften Pullman aus Filmen wie \"Die Schlange im Regenbogen\" oder auch \"Lake Placid\" kennen, wo er ziemlich gut spielte. Die Rolle beziehungsweise den Charakter, den Pullman aber in \"Lost Hihway\" mimt, möchte mir doch bitte mal einer erklären. Fred Madison ist einer Musiker, der seine Arbeit gern macht, aber nie so richtig erfolgeich wurde, was man, leicht abgeändert, auch zu der Beziehung mit seiner Ehefrau sagen könnte. Außer dem Ehering und dem Versprechen hält die beiden nämlich schon lange nichtsmehr zusammen. Wie Bill Pullman diesen frustrierten Ehemann spielt hat zwar was, ist aber auch sicherlich keine Leistung, die einen Oscar verdienen würde. Später im Film dann, in der die Kopfschmerzen und die Paranoia, die Fred heimsuchen immer schlimmer werden trumpft Pullman richtig auf und spielt sich wie man so schön sagt einen ab, nicht schlecht!
Weiter geht es mit Patricia Arquette, einer Frau, die ich zuletzt in Tony Scott´s \"True Romance\" gesehen habe, wo sie mir aber um Längen besser gefiel als in diesem Film hier. Das liegt nicht daran, dass sie eine Doppelrolle spielt, sondern dass das Drehbuch Arquette absolut keinen Platz lässt, ihr Können zu zeigen. Da sie nämlich Renee Madison darstellt, die ja recht schnell aus dem Leben scheidet, hat sie ihrem Mann Fred meist nur zu gehorchen und sich ihm zu fügen, auch wenn er dies eigentlich garnicht verlangt. Sätze wie \"Du kannst mich ficken, wenn du nach Hause kommst\", sprechen da Bände. Hätte man Arquette noch mehr sehen dürfen, könnte ich hier sicherlich auch viel Positiveres schreiben, aber so leider nur, dass David Lynch eine gute Chance vertan hat, eine klasse Schauspielerin in den Vordergrund zu stellen. Ich höre jetzt schon Einwände wie: `MOMENT MAL! Man sieht Arquette doch noch als Freundin dieses Gangsters!´ Nun, das stimmt schon, aber leider kommt jener Charakter sehr blass und lieblos daher. Und achja, falls es *räusper* Interessierte unter euch geben sollte, die auf solche Details aus sind: JA: Patricia Arquette ist in einer kurzen Szene mal Nackt zu sehen ;-)
Auch wenn der Name Balthazar Getty nur den wenigsten ein Begriff sein sollte, so halte ich es doch für wichtig, auf ihn und vor allem auf den von ihm gespielten Charakter Pete Dayton einzugehen. Dieser wacht eines Morgens nämlich in der Todeszelle auf und kann sich an absolut nichts erinnern. Die Gefängnissdirektion lässt den jungen Mann darauf frei, da am Vorabend noch Fred Madison in der Zelle war, doch der ist auf mysteriöse Weise verschwunden. Als ob nichts gewesen wäre geht Pete daraufhin wieder seiner Arbeit als Automechaniker nach, wo er wie so oft auch, das Auto von dem Gangster Mr. Eddy kontrolliert. Dabei lernt er dessen Freundin kennen.. Mehr zu dieser Entwicklung der Story gibt es weiter unten zu lesen, kommen wir jetzt lieber nochmal auf Balthazar Getty zu sprechen, welcher schon in Filmen wie \"Judge Dredd\" oder \"Im Feuer\" zu sehen war. Allerdings spielte er meist ledigleich Nebenrollen, was seiner Bekanntheit nicht gerade zu gute kam.
Daten zum Film
--------------------------------
Originaltitel: Lost Highway
Alternativtitel: -
Land: USA, Frankreich (1997)
Regie: David Lynch
Länge: ca 128:41min .
Freigabe: 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die Deutsche DVD
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Die Deutsche DVD, welche von den Labeln BMG Video / UFA vertrieben wird hat eine Freigabe ab 16 Jahren und ist dem geringen Gewaltanteil im Film entsprechend ungeschnitten. Wahre DVD Fans wird die Nachricht, dass die DVD nur sehr, sehr wenig Bonusmaterial bietet, sicherlich enttäuschen, mich allerdings hat diese Tatsache nicht getrübt, da ich mit dem Film onehin nichts anfangen kann. Von Bild & Ton könnte man eigentlich auch mehr erwarten. Im großen und ganzen wäre es vielleicht besser, wenn man einfach wartet, bis der Film das nächste Mal im Fernsehen läuft, außer man muss ihn eben um jeden Preis sein eigen nennen können.
Kritik
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So, gehen wir jetzt mal ans eingemachte. Ich werde nun schonunglos meine Meinung über den Film schreiben, wenn wahre Fans dieses angeblichen \"Kultstreifens\" das nicht gerne sehen, sollten sie den Rest meines Berichts wohl lieber links liegen lassen. Also, als erstes sollte wohl mal erwähnt werden, dass ich gerne Filme sehe, die nicht leicht zu verstehen sind oder die einen als Zuschauer Nachdenken lassen. So zähle ich \"The Butterfly Effect\" zu den besten Filmen des letzten Jahres, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Was David Lynch aber mit \"Lost Highway\" abgeliefert hat, gehört meiner Meinung nach zu den wohl am meist überschätzten Filmen dieser Zeit. Egal, wo man sich über den Film informiert: Sei es nun ciao, yopi, ofdb oder wie sie alle heißen - überall heißt es dieser Film sei genial da anstrengend, packend da anders, schockierend da verwirrend. Ich kann mich mit keiner dieser Aussagen so richtig anfreunden. Was ich gestern Abend in knapp 130 Minuten gesehen habe, war vielmehr ein Film, der selbst nicht so richtig wusste was er sein will, um nicht zu sagen ein missglücktes Experiment eines scheinbar gerne experimendierenden Regisseurs Namens David Lynch.
Ohne hier aber irgendwelche unerklärten Wörter einfach so im Raum stehen lassen zu wollen, werde ich das eben geschriebene anhand einiger Beispiele aus dem Film erklären. Das wichtigste wäre da wohl, dass Niemand diesen Film so recht erklären kann, ZU viele Möglichkeiten bietet die Story. Wahrscheinlich war es sogar die Absicht Lynch´s alle Welt glauben machen zu wollen, er sei der einzige, der die Story richtig verstehe. Dabei bin ich mir sicher, dass selbst er als Regisseur nicht einmal in der Lage ist, dieses Werk beschreiben zu können.
Da wäre der frustrierte Ehemann, der seine Frau umbringt, wenn man einem seltsamen Videoband glauben darf. Daraufhin wandert der Typ natürlich in die Todeszelle doch - Oh Schreck! Am nächsten Morgen sitzt ein vollkommen anderer darin! Und anstatt jetzt auf das einzugehen, bekommen wir nun einen Einblick in das Leben eines Automechanikers, wie es romantischer *seufz* nicht sein könnte. Pete, ganz der Charmeur, verliebt sich nämlich in das Mädchen eines seiner Kunden! Und dieser Kunde ist nicht irgendwer, sondern gleich das größte Arschloch das rumläuft! Und um dem Zuschauer nochmal eins reinzudrücken wird diese Freundin Mr. Eddys´s auch gleich von Frau Arquette gespielt, die ja schon 30 Minuten zuvor eine gute Leiche abgeben durfte. Verstand Ade! Und so geht es kunterbunt weiter mit dieser lustigen Rasselbande: Pete vögelt Freundin vom Bösen (deren Namen ich leider vergessen habe ), Freundin vom Bösen vögelt Pete, wobei die Dominanz beim Akt der Liebe aber stets beim Männchen liegt, nur um eventuelle Unstimmigkeiten zu vermeiden.
Ein Tatsache, auf die ich mich sehr gefreut habe war, dass mein hoch geschätzter Freund Brian Warner aka Marilyn Manson eine Rolle in diesem Psycho-Verwirrspielchen ergattern konnte, welche sogleich wie die Faust aufs Auge passt. Satan vergewaltigt ein schreiendes Mädchen von hinten, das ganze unterlegt mit den immer wieder ins Bild geschnittenen Gesichtszügen Manson´s und der Musik Rammstein´s. Diese kurze aber dennoch einprägende Szene war für mich das beste am Film, allein die Tatsache, dass man Luzifers Schwengel erahnen kann während man \"den Antichristen\" böse lachen sieht und einen währendher noch Till Lindemann volljault ist doch DAS Maß aller Dinge, oder?
Fazit
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So, weg mit der Ironie. \"Lost Highway\" ist meiner Ansicht nach ein durch und durch schlechter Film, der alleine dadurch an Pluspunkten gewinnt, dass man eine gute Auswahl bezüglich der Schauspieler und der Musik getroffen hat. Der Rest ist für mich ein Möchtegern-bedrückendes-Psychospielchen, über dass man sicherlich noch lange mit seinen Freunden reden kann, welches aber im großen und ganzen einfach keinen Sinn ergibt. Außerdem hätte man noch auf das Tempo achten sollen, denn während in manchen Passagen recht viel passiert, dümpeln andere nur so vor sich hin. Wenn jemand zufälligerweise eine logische Erklärung für die Geschehenisse in \"Lost Highway\" hat, kann er die mir gerne ins GB schreiben, bin mal gespannt, ob ich den Film danach anders betrachte.
Mfg
Realjackass
Story
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Hier sollte am Besten mal gesagt werden, dass \"Lost Highway\" verdammt schwer zu verstehen ist, was die Story angeht, doch lest selbst:
Es geht um Fred Madison, ein Jazzsaxophonist mittleren Alters, der mit seiner Frau Renee in einem ruhigen Vorort lebt. Die Ehe der beiden funktioniert schon lange nichtmehr wie sie sollte. So haben sich Fred und Renee nichts richtiges mehr zu sagen und auch im Bett läuft es nicht gerade toll. Eines Tages geschieht dann aber etwas, das das Paar aus dem tristen Alltag reißt: Neben der Post liegt eines morgens ein seltsames Videoband vor der Tür. Voller Neugier schiebt Fred das Band in den Videorekorder, doch was er dann sieht, kann er absolut nicht einordnen. In dem Film ist ihr Haus zu sehen, welches einfach nur gefilmt wird. Verunsichert wissen Fred und Renee keine Erklärung darauf.
Als einige Zeit später immer mehr solcher Bänder eintreffen, einmal sogar eines, in dem Fred und Renee im Schlaf gefilmt werden, beschließen sie, die Polizei zu rufen. Doch auch die beiden Cops können nicht mehr tuen, als den Madison´s zu raten, ihr Haus von nun an gut abzuschließen.
Einige Zeit später bekommt Fred wieder ein Band geschickt, welches ihn vollkommen an seinem Verstand zweifeln lässt: Es ist darauf nämlich zu sehen, wie Fred seine Frau Renee umbringt. Er selbst wird daraufhin zum Tode verurteilt und kommt in die Todeszelle.
Als die Wärter am nächsten Morgen nach den Gefangenen sehen, staunen sie nicht schlecht, da anstatt Fred plötzlich ein vollkommen anderer Mann in der Zelle sitzt: Der junge und verwirrte Automechaniker Pete Dayton.
Da die Wärter und der Direktor des Gefängnisses sich das absolut nicht erklären können, wird Pete freigelassen.
Schon bald erkennt der Zuschauer eindeutige Parallelen zwischen Fred und Pete, die vielleicht darauf schließen lassen, dass uns Regisseur David Lynch hier eine Schizophrenie präsentiert, was aber nur eine Vermutung ist.
Auf jeden Fall hat besagter Pete, der ja als Automechaniker arbeitet, einen Auftraggeber Namens Mister Eddy, einer der gefährlichsten Gangster der Stadt. Eines Tages bringt dieser Mr. Eddy seine Freundin mit in die Werkstatt, die der toten Renee Madison, von der Haarfarbe abgesehen, exakt gleicht. Und von da an beginnt das wahre Verwirrspiel erst richtig, darüber möchte ich aber nicht viele Worte verlieren, lasst euch einfach überraschen..
Schauspieler
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Fred Madison - Bill Pullman
Renee Madison - Patricia Arquette
Pete Dayton - Balthazar Getty
Marilyn Manson
uvm...
Fangen wir am besten mit Bill Pullman als Fred Madison an, der ja eigentlich die Hauptfigur im Film ist. Viele dürften Pullman aus Filmen wie \"Die Schlange im Regenbogen\" oder auch \"Lake Placid\" kennen, wo er ziemlich gut spielte. Die Rolle beziehungsweise den Charakter, den Pullman aber in \"Lost Hihway\" mimt, möchte mir doch bitte mal einer erklären. Fred Madison ist einer Musiker, der seine Arbeit gern macht, aber nie so richtig erfolgeich wurde, was man, leicht abgeändert, auch zu der Beziehung mit seiner Ehefrau sagen könnte. Außer dem Ehering und dem Versprechen hält die beiden nämlich schon lange nichtsmehr zusammen. Wie Bill Pullman diesen frustrierten Ehemann spielt hat zwar was, ist aber auch sicherlich keine Leistung, die einen Oscar verdienen würde. Später im Film dann, in der die Kopfschmerzen und die Paranoia, die Fred heimsuchen immer schlimmer werden trumpft Pullman richtig auf und spielt sich wie man so schön sagt einen ab, nicht schlecht!
Weiter geht es mit Patricia Arquette, einer Frau, die ich zuletzt in Tony Scott´s \"True Romance\" gesehen habe, wo sie mir aber um Längen besser gefiel als in diesem Film hier. Das liegt nicht daran, dass sie eine Doppelrolle spielt, sondern dass das Drehbuch Arquette absolut keinen Platz lässt, ihr Können zu zeigen. Da sie nämlich Renee Madison darstellt, die ja recht schnell aus dem Leben scheidet, hat sie ihrem Mann Fred meist nur zu gehorchen und sich ihm zu fügen, auch wenn er dies eigentlich garnicht verlangt. Sätze wie \"Du kannst mich ficken, wenn du nach Hause kommst\", sprechen da Bände. Hätte man Arquette noch mehr sehen dürfen, könnte ich hier sicherlich auch viel Positiveres schreiben, aber so leider nur, dass David Lynch eine gute Chance vertan hat, eine klasse Schauspielerin in den Vordergrund zu stellen. Ich höre jetzt schon Einwände wie: `MOMENT MAL! Man sieht Arquette doch noch als Freundin dieses Gangsters!´ Nun, das stimmt schon, aber leider kommt jener Charakter sehr blass und lieblos daher. Und achja, falls es *räusper* Interessierte unter euch geben sollte, die auf solche Details aus sind: JA: Patricia Arquette ist in einer kurzen Szene mal Nackt zu sehen ;-)
Auch wenn der Name Balthazar Getty nur den wenigsten ein Begriff sein sollte, so halte ich es doch für wichtig, auf ihn und vor allem auf den von ihm gespielten Charakter Pete Dayton einzugehen. Dieser wacht eines Morgens nämlich in der Todeszelle auf und kann sich an absolut nichts erinnern. Die Gefängnissdirektion lässt den jungen Mann darauf frei, da am Vorabend noch Fred Madison in der Zelle war, doch der ist auf mysteriöse Weise verschwunden. Als ob nichts gewesen wäre geht Pete daraufhin wieder seiner Arbeit als Automechaniker nach, wo er wie so oft auch, das Auto von dem Gangster Mr. Eddy kontrolliert. Dabei lernt er dessen Freundin kennen.. Mehr zu dieser Entwicklung der Story gibt es weiter unten zu lesen, kommen wir jetzt lieber nochmal auf Balthazar Getty zu sprechen, welcher schon in Filmen wie \"Judge Dredd\" oder \"Im Feuer\" zu sehen war. Allerdings spielte er meist ledigleich Nebenrollen, was seiner Bekanntheit nicht gerade zu gute kam.
Daten zum Film
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Originaltitel: Lost Highway
Alternativtitel: -
Land: USA, Frankreich (1997)
Regie: David Lynch
Länge: ca 128:41min .
Freigabe: 16
Indiziert: Nein
@ Realjackass
Die Deutsche DVD
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Die Deutsche DVD, welche von den Labeln BMG Video / UFA vertrieben wird hat eine Freigabe ab 16 Jahren und ist dem geringen Gewaltanteil im Film entsprechend ungeschnitten. Wahre DVD Fans wird die Nachricht, dass die DVD nur sehr, sehr wenig Bonusmaterial bietet, sicherlich enttäuschen, mich allerdings hat diese Tatsache nicht getrübt, da ich mit dem Film onehin nichts anfangen kann. Von Bild & Ton könnte man eigentlich auch mehr erwarten. Im großen und ganzen wäre es vielleicht besser, wenn man einfach wartet, bis der Film das nächste Mal im Fernsehen läuft, außer man muss ihn eben um jeden Preis sein eigen nennen können.
Kritik
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So, gehen wir jetzt mal ans eingemachte. Ich werde nun schonunglos meine Meinung über den Film schreiben, wenn wahre Fans dieses angeblichen \"Kultstreifens\" das nicht gerne sehen, sollten sie den Rest meines Berichts wohl lieber links liegen lassen. Also, als erstes sollte wohl mal erwähnt werden, dass ich gerne Filme sehe, die nicht leicht zu verstehen sind oder die einen als Zuschauer Nachdenken lassen. So zähle ich \"The Butterfly Effect\" zu den besten Filmen des letzten Jahres, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Was David Lynch aber mit \"Lost Highway\" abgeliefert hat, gehört meiner Meinung nach zu den wohl am meist überschätzten Filmen dieser Zeit. Egal, wo man sich über den Film informiert: Sei es nun ciao, yopi, ofdb oder wie sie alle heißen - überall heißt es dieser Film sei genial da anstrengend, packend da anders, schockierend da verwirrend. Ich kann mich mit keiner dieser Aussagen so richtig anfreunden. Was ich gestern Abend in knapp 130 Minuten gesehen habe, war vielmehr ein Film, der selbst nicht so richtig wusste was er sein will, um nicht zu sagen ein missglücktes Experiment eines scheinbar gerne experimendierenden Regisseurs Namens David Lynch.
Ohne hier aber irgendwelche unerklärten Wörter einfach so im Raum stehen lassen zu wollen, werde ich das eben geschriebene anhand einiger Beispiele aus dem Film erklären. Das wichtigste wäre da wohl, dass Niemand diesen Film so recht erklären kann, ZU viele Möglichkeiten bietet die Story. Wahrscheinlich war es sogar die Absicht Lynch´s alle Welt glauben machen zu wollen, er sei der einzige, der die Story richtig verstehe. Dabei bin ich mir sicher, dass selbst er als Regisseur nicht einmal in der Lage ist, dieses Werk beschreiben zu können.
Da wäre der frustrierte Ehemann, der seine Frau umbringt, wenn man einem seltsamen Videoband glauben darf. Daraufhin wandert der Typ natürlich in die Todeszelle doch - Oh Schreck! Am nächsten Morgen sitzt ein vollkommen anderer darin! Und anstatt jetzt auf das einzugehen, bekommen wir nun einen Einblick in das Leben eines Automechanikers, wie es romantischer *seufz* nicht sein könnte. Pete, ganz der Charmeur, verliebt sich nämlich in das Mädchen eines seiner Kunden! Und dieser Kunde ist nicht irgendwer, sondern gleich das größte Arschloch das rumläuft! Und um dem Zuschauer nochmal eins reinzudrücken wird diese Freundin Mr. Eddys´s auch gleich von Frau Arquette gespielt, die ja schon 30 Minuten zuvor eine gute Leiche abgeben durfte. Verstand Ade! Und so geht es kunterbunt weiter mit dieser lustigen Rasselbande: Pete vögelt Freundin vom Bösen (deren Namen ich leider vergessen habe ), Freundin vom Bösen vögelt Pete, wobei die Dominanz beim Akt der Liebe aber stets beim Männchen liegt, nur um eventuelle Unstimmigkeiten zu vermeiden.
Ein Tatsache, auf die ich mich sehr gefreut habe war, dass mein hoch geschätzter Freund Brian Warner aka Marilyn Manson eine Rolle in diesem Psycho-Verwirrspielchen ergattern konnte, welche sogleich wie die Faust aufs Auge passt. Satan vergewaltigt ein schreiendes Mädchen von hinten, das ganze unterlegt mit den immer wieder ins Bild geschnittenen Gesichtszügen Manson´s und der Musik Rammstein´s. Diese kurze aber dennoch einprägende Szene war für mich das beste am Film, allein die Tatsache, dass man Luzifers Schwengel erahnen kann während man \"den Antichristen\" böse lachen sieht und einen währendher noch Till Lindemann volljault ist doch DAS Maß aller Dinge, oder?
Fazit
-------------------
So, weg mit der Ironie. \"Lost Highway\" ist meiner Ansicht nach ein durch und durch schlechter Film, der alleine dadurch an Pluspunkten gewinnt, dass man eine gute Auswahl bezüglich der Schauspieler und der Musik getroffen hat. Der Rest ist für mich ein Möchtegern-bedrückendes-Psychospielchen, über dass man sicherlich noch lange mit seinen Freunden reden kann, welches aber im großen und ganzen einfach keinen Sinn ergibt. Außerdem hätte man noch auf das Tempo achten sollen, denn während in manchen Passagen recht viel passiert, dümpeln andere nur so vor sich hin. Wenn jemand zufälligerweise eine logische Erklärung für die Geschehenisse in \"Lost Highway\" hat, kann er die mir gerne ins GB schreiben, bin mal gespannt, ob ich den Film danach anders betrachte.
Mfg
Realjackass
19 Bewertungen, 1 Kommentar
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03.05.2005, 16:29 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichParalleluniversum setzt Lynch ja nochmal in "Mulholland Drive" ein - dort gleich zweimal (echt fies). Guter Verriss! vg, mima
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