Mickey Blue Eyes (DVD) Testbericht




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Erfahrungsbericht von jekaterina
MICKEY BLUE - DER MAFIOSO AUS CHICAGO
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Irgendwann wagt in wohl jeder, oder so ziemlich die meisten von uns. Den gewagten Schritt vor den Traualtar. Vor diesem einschneidenden Schritt in unserem Leben sollte man natürlich auch die künftigen Schwiegereltern kennen lernen. Im wahrem Leben hat man vielleicht das Glück und trifft auf Menschen, die später zu guten Freunden werden, aber man hört auch nicht weniger selten von Pärchen, für jene die Schwiegereltern zu einer regelrechten Qual ausarten, die man am liebsten nicht mitgeheiratet hätte.
Aber Hugh Grant hatte in dieser Hinsicht wirklich Glück. Oder zumindest in seiner Rolle als Auktionär Michael Felgate in „Mickey Blue Eyes“. Für Schwiegervater Vitale war er sofort herzlich in der Familie willkommen. Die zukünftige Schwiegermutter wurde schon vor Jahren von der kalten Erde bedeckt und Vitale...ja für Vitale war Michael wie sein eigener Sohn.
Wir widmen diesen Bericht also dem Film „Mickey Blue Eyes“ den ich schon etliche Male sehen durfte und auch in Zukunft (Dank unseres nagelneuen DVD-Players) noch gerne ansehen werde.
MICKEY BLUE EYES:
Die Handlung des Films:
********************
Michael Felgate hat zumindest in Gewissen bereichen das große Los gezogen. Er hat einen fabelhaften Job in einem New Yorker Auktionshaus. Abgesehen von mangelnder Durchsetzungskraft scheint der Softie Michael mit seinem Beruf als Auktionator sehr zufrieden zu sein. Natürlich gibt es auch immer wieder Probleme mit dem Lieferanten, der Michael als Persönlichkeit einfach ignoriert. Das mag daran liegen, dass der Lieferant einfach keinerlei Respekt vor dem jungem Geschäftsmann hat. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich, denn Michael wagt es niemals die Zunge gegen den garstigen Kerl zu erheben und so bleibt alles wie gehabt. Bilder kommen verspätet, Michael rechtfertigt sich bei den Bietern mit seinem durchaus charmantem Wesen und die Sache ist erledigt.
Wenn sich Michael auch hinsichtlich finanziellen Background keine große Sorgen machen muss, so hat er durch sein umgängliches Wesen doch kleinere Nachteile im Geschäft. Aber alles hat auch seine guten Seiten. So auch für Michael. Seine guten Umgangsformen, die Weise sich dezent Konflikten zu entziehen (anstatt sie zu lösen), seine liebevolle Art, aber auch seine Tollpatschigkeit machen ihn zum Magneten für gewisse Frauen.
Dieser Softie-Masche erlag auch die schöne Italienerin Gina. Gina hat für sich den Lehrerberuf gewählt, der aufgrund ihrer offenen und überzeugenden Art sehr gut zu ihr passt. Für Michael ist Gina, wie könnte es auch anders sein – die Frau seiner schlaflosen Nächte. Für Michael ist der Fall klar: „So eine Frau krieg ich nie wieder..!“
Michael greift also tief in sein Portemonnaie um einen Ring für seine über alles geliebte Gina zu kaufen. Es soll ihr Verlobungsring werden.
Glückselig und gedanklich schon vor dem Traualtar stehend bittet Michael Gina um einen gemeinsamen Abend in einem chinesischem Restaurant. Klug ist Michael auch. Der Antrag soll romantsch und unvergesslich für seine zukünftige Braut werden. Natürlich wäre es für eine Frau wie Gina nicht ausreichend, sie einfach um ihre Hand zu bitten. Aber Michael hat eine brillante Idee. Er steckt der mürrischen Chinesin ein Zettelchen zu, auf dem er um Ginas Hand bittet. Dieser Zettel wird geschickt in einen Glückskeks verpackt und soll von der Chinesin nun an Ginas und Michaels Tisch gebracht werden.
Gina zögert einwenig, bevor sie den Keks aufbricht. Etwa zur selben Zeit bricht am Nebentisch Euphorie aus: „Ja, ich will Dich heiraten!“, so die überglückliche Frau. Als Michael das Missverständnis bemerkt, blickt er Gina tief in die Augen und bittet sie auch die altmodische Weise ihn zum Mann zu nehmen.
Doch Ginas Miene verfinstert sich augenblicklich. Nein, sie wird und will und kann ihn nicht heiratet. Es wäre aus zwischen ihnen. Danach verlässt sie das Restaurant. Michael bleibt verdutzt zurück, gestraft vom Mörderblick des Mannes am Nebentisch, dessen Freundin Michaels Heiratsantrag erhalten hatte und nun nach Klärung des Missverständnisses seitens ihres Freundes unhaltsam in Tränen ausgebrochen ist.
Michael ist am Boden zerstört! Was hat er nur falsch gemacht?
Aufgrund Ginas italienischen Wurzel kommt Michael zu einer genialen Idee. Er beschließt Ginas Vater, den er bis dato noch nicht kennen lernen durfte in seinem Restaurant aufzusuchen und ihn, den Vater, das Familienoberhaupt um die Hand seiner Tochter zu bitten. Die Rechnung geht auf! Vitale, Ginas Vater verliebt sich auf Anhieb auf seinen „Sohn“ und Michael hat einen Vater gewonnen.
Als Gina von Michaels Alleingang erfährt ist sie von der sofortige „Seelenverwandschaft“ ihre Vaters und Michael ebenso wenig begeistert, wie auch von der von den beiden geplanten Verlobung.
Für Gina gibt es nur noch einen einzigen Weg. Sie muss Michael die Wahrheit sagen und diese sitzt wie ein Schlag. Papa Vitale und auch die nette Verwandten, die Michael im Restaurant kennen gelernt hat, sind Banditen. Schlimmer noch, sie sind Mafiosi, die allesamt schon vornehm hinter “Schwedischen Gardinen“ weilen durften und auch schon einige Leben einiger Mitmenschen vorzeitig beendet haben.
Auch Michael würde Schritt für Schritt in diese kriminelle Welt Ginas Familie eingeführt werden. Gina ist sich dessen sicher. Schließlich kennt sie ihren guten, alten und sehr schlauen Papa zur Genüge. Gina will Michael, den sie aufrichtig liebt vor dieser Zukunft bewahren.
Schließlich beweißt Michael aber genug Einfühlungsvermögen und neugewonnene Hartnäckigkeit um Gina vom Gegenteil zu überzeugen. Auf keinen Fall würde er sich von Papa Vitale um den Finger wickeln lassen und er würde alles mit ihr absprechen, bevor er handeln würde. Auf diese Argumentation siegt schließlich die Liebe zu Michael und Gina sieht der Ehe nun mit Zuversicht und Freude entgegen.
Die Verlobungsfeier läuft blendend für die beiden. Alle italienischen Verwandten und Geschäftsbekanntschaften Ginas Vaters sind begeistert von Michael. Vater Vitale stellt Michael seinen Verwandten vor. Unter diesen Verwandten sind auch Onkel Vito, der aufgrund seiner Berufserfahrung „der Metzger“ genannt wird und dessen Sohn Johnny, ein eifersüchtiger Taugenichts. Natürlich liegt es nahe Michaels Meinung zu Johnnys neuestem Kunstwerk zu erfragen. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis riet ein Psychiater Johnny seine Vergangenheit mit Malen aufzuarbeiten. Der therapeutische Zweck wurde erfüllt, nur verfügte Johnny um keinen Funken Talent. Seine Werken sind abartig und abstoßend. Michael umgeht die Frage nach Johnnys malerischem Potential wie immer sehr geschickt, aber die sich anbahnende Affäre wäre damit noch lange nicht aus der Welt geschafft.
Michaels Leben ist fabelhaft. Er würde Gina heiraten und auch beruflich geht es aufwärts. Der Lieferant liefert die Ware nun schneller als der Wind, auch hat sich sein Benehmen hinsichtlich Michael verbessert...der Lieferant liest ihm nun jeden Wunsch von den Augen ab.
Auch dauert es nicht lange, bis Vater Vitale im Auktionshaus auftaucht. Er wolle nur kurz sehen, wie es seinem Sohn so ginge. Ja, aber einen kleinen Gefallen hätte er gerne von Michael erfüllt. Johnny, der ja laut Vitale einen Minderwertigkeitkomplex hat, würde sich bestätigt fühlen, wenn eines seiner Bilder bei einer Auktion versteigert werden würde. Michael ist nicht wohl bei der Sache, da er ja Gina sein Versprechen gegeben hatte nie mit ihrem Vater Geschäfte zu machen. Letztendlich kann er aber nicht „Nein“ sagen und das erste Werk Johnnys geht unter den Hammer...
Damit nimmt der Fluch seinen Lauf. Michael versteigert immer mehr Bilder Johnnys, die bei den Geschäftspartnern Vitales großen Anklang finden, oder auch eine blütenreine Form der Geldwäsche darstellen. Michael aber steckt in der Klemme. Das ist der liebe Papa Vitale und sein florierendes Geschäft, da ist wieder Gina, die von seinen Machenschaften nichts erfahren darf...
Eines Tages läuft die Sache aber schief.
Michael bekommt aufgrund einer missglückten Versteigerung Ärger mit Johnny, der bei ihm und Gina spätabends auftaucht. Gina erfährt von Michaels Machenschaften und als der Streit zwischen Michael und Johnny eskaliert, gibt sie mit der Pistole einen Warnschuss ab, der zuerst auf der Decke abprallt und dann Johnny trifft. Johnny ist tot. Vater Vitale wird verständigt. Michael nimmt die Schuld auf sich um Gina zu schützen. Trotzdem muss die Leiche verschwinden und das so schnell wie möglich. Würde Onkel Vito vom Mörder seines Sohnes erfahren, so würde Blut fließen. Michaels Blut!
Die Leiche wird also verbuddelt, wobei Vitale und Michael auf eine weitere Mafiosibande treffen, die nebenan ebenfalls mit der Beseitigung eines Toten beauftragt sind.
Leiche weg, aber als Vito vom Mord an seinem Sohn erfährt will er Blutrache. Natürlich hat er auch gleich einen Mörder im Visier, der ihm jedoch bei seiner Ehre versichert, das Johnny nicht von seinem Clan getötet wurde. Bald geht auch bei Vito das Lichtlein auf und er schwört blutige Vergeltung.....
In den Rollen:
************
Als Michael Felgate in einer Hauptrollen sehen wir HUGH GRANT, der seine Rolle mit viel Herz und Humor spielt. Die Rolle als Michael und auch zwielichtiger Mafiapate Mickey entsprechen auch dem was der Zuseher von ihm erwartet. Michael ist nett, freundlich, charmant, chaotisch, Gentleman. Hugh Grant wie er eben in den meisten seiner Rollen zu sehen ist...so wie wir ihn kennen. Eine gute Leistung seitens Hugh Grant, wenn er auch schon bessere Rollen gespielt hat.
JEANNE TRIPPLEHORN, deren Name mir nun wirklich nichts sagt, darf in die Rolle der Gina schlüpfen, die sie auch sehr gut spielt. Auch optisch wird sie ihrer Rolle als Italienerin gerecht. Kritik möchte ich an ihren schauspielerischen Leistung nicht üben, da ich fand, dass ihre Rolle lt. Drehbuch nicht sonderlich anspruchsvoll war. Den Anspruch für die Rolle der Gina hat sie allerdings auf jeden Fall erfüllt.
JAMES CAAN in einer sehr überzeugenden Rolle als Väterchen Vitale. Caan gab diesem Film den Pep, den er brauchte. Vitale, lieblich, zwielichtig und mörderisch. Diese Rolle hat James Caan sehr überzeugend und Facettenreich zur Geltung gebracht. Meiner Meinung nach gebührt ihn der größte Dank am Gelingen dieses Filmes. Grants Rolle war in Ordnung, dieses Rolle des Vitale wurde absolut fabelhaft mit der viel schauspielerischer Erfahrung gespielt.
MEINE MEINUNG ZUM FILM:
Der Gentleman und die Mafia.
Filme um die Mafia und auch Komödien wie diese gab es ja bereits in etlichen Varianten. Somit wäre dieser Film wirklich keine Neuigkeit aus der Filmwelt.
Trotzdem hat dieses Komödie einen gewissen Charme, den man sich nicht entziehen mag. Die Geschichte an sich ist ja ernst, da es ja um kriminelle Machenschaften gibt, die auch Opfer fordern. Diese mörderischen Ereignisse werden aber heruntergespielt und treten eigentlich nur am Rande las einer der Handlungsfäden zur Erscheinung. Der Faden, der sich durch den Film zieht ist die Rolle des Michael, der in den Sumpf der kriminalen Machenschaften eingeführt wird und sich nun nicht mehr befreien kann. Der Tod Johnnys ist eigentlich nur Mittel zum Zweck um Michael in einen Engpass zu befördern, aus der sich nun befreien muss.
Als großes Plus werte ich persönlich die vielen irrwitzigen Szenen, die wirklich jeden zum Lachen bringen müssten. Hinsichtlich Humor ist man hier wirklich gut bedient. Dieser Film wurde bei uns auch sehr gerne gesehen und keiner hat diesen Filmabend später bereut, da er wirklich unterhaltsam ist und auch durch etliche auflockernde und witzige Szenen immer wieder die Zuschauer bannt. Ich denke, man muss hier nicht einem bestimmtem Genre verschrieben sein, um diesem Film zu mögen. Er ist unterhaltsam, bietet jedoch leicht verdauliche Kost und eignet sich somit für einen gelungenen Filmabend hervorragend. Ein Gute-Laune-Film zum Lachen und Losbrüllen ohne folgende Diskussionen zur Thematik nach dem Film. Gute Unterhaltung, aber auch nicht mehr.
Wer bereits andere Film mit Hugh Grant in den Hauptrollen gesehen hat und den Schauspieler nicht sonderlich mochte, der dürfte aber auch mit diesem Film nicht sonderlich glücklich werden. Hugh Grant hat sich meiner Meinung nach zu sehr auf den smarten Briten verschrieben und diese Rolle kann er nun nicht mehr ablegen. Grant in der Rolle von Schindler in „Schindlers Liste“ oder als Lecter im „Schweigen der Lämmer“--- unvorstellbar.
Ich schätze an diesem Schauspieler, die sanfte, etwas trottelige Art und den doch etwas gewöhnungsbedürftigen britischen Humor und sehe seine Filme gerne.
FAZIT:
******
Ein Film der gute, aber sehr lockere Unterhaltung garantiert. Langweilig oder auch langatmig wird dieser Film zu keiner Zeit. Auch betrachte ich diesen Film für jedes Alter geeignet. Eine einfache, aber unterhaltsame Gangsterkomödie, die einen stimmungsvollen Abend sanft-fröhlich ausklingen lassen wird. Leichte Kost.
Die DVD-Ausstattung ist auch recht einfach gestrickt. Der Film ist in Deutsch, Englisch und Spanisch zu sehen, wobei Spanisch wegen meiner fehlenden Sprachkenntnisse ausfällt. Die englische Version bleibt dennoch sehr interessant, da es sich hierbei ja auch um die Originalsprache handelt, die im Film verwendet wurde. Den Trailer fand ich auch nicht als besonders wertvoll, da man die Szenen ja ohnehin schon vom Film her kennt.
Also, ein wirklich netter Film, den man sie doch ansehen sollte, falls man diese Art von Film mag. Dem Film vergebe ich also ein...
EMPFEHLENSWERT!
Aber Hugh Grant hatte in dieser Hinsicht wirklich Glück. Oder zumindest in seiner Rolle als Auktionär Michael Felgate in „Mickey Blue Eyes“. Für Schwiegervater Vitale war er sofort herzlich in der Familie willkommen. Die zukünftige Schwiegermutter wurde schon vor Jahren von der kalten Erde bedeckt und Vitale...ja für Vitale war Michael wie sein eigener Sohn.
Wir widmen diesen Bericht also dem Film „Mickey Blue Eyes“ den ich schon etliche Male sehen durfte und auch in Zukunft (Dank unseres nagelneuen DVD-Players) noch gerne ansehen werde.
MICKEY BLUE EYES:
Die Handlung des Films:
********************
Michael Felgate hat zumindest in Gewissen bereichen das große Los gezogen. Er hat einen fabelhaften Job in einem New Yorker Auktionshaus. Abgesehen von mangelnder Durchsetzungskraft scheint der Softie Michael mit seinem Beruf als Auktionator sehr zufrieden zu sein. Natürlich gibt es auch immer wieder Probleme mit dem Lieferanten, der Michael als Persönlichkeit einfach ignoriert. Das mag daran liegen, dass der Lieferant einfach keinerlei Respekt vor dem jungem Geschäftsmann hat. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich, denn Michael wagt es niemals die Zunge gegen den garstigen Kerl zu erheben und so bleibt alles wie gehabt. Bilder kommen verspätet, Michael rechtfertigt sich bei den Bietern mit seinem durchaus charmantem Wesen und die Sache ist erledigt.
Wenn sich Michael auch hinsichtlich finanziellen Background keine große Sorgen machen muss, so hat er durch sein umgängliches Wesen doch kleinere Nachteile im Geschäft. Aber alles hat auch seine guten Seiten. So auch für Michael. Seine guten Umgangsformen, die Weise sich dezent Konflikten zu entziehen (anstatt sie zu lösen), seine liebevolle Art, aber auch seine Tollpatschigkeit machen ihn zum Magneten für gewisse Frauen.
Dieser Softie-Masche erlag auch die schöne Italienerin Gina. Gina hat für sich den Lehrerberuf gewählt, der aufgrund ihrer offenen und überzeugenden Art sehr gut zu ihr passt. Für Michael ist Gina, wie könnte es auch anders sein – die Frau seiner schlaflosen Nächte. Für Michael ist der Fall klar: „So eine Frau krieg ich nie wieder..!“
Michael greift also tief in sein Portemonnaie um einen Ring für seine über alles geliebte Gina zu kaufen. Es soll ihr Verlobungsring werden.
Glückselig und gedanklich schon vor dem Traualtar stehend bittet Michael Gina um einen gemeinsamen Abend in einem chinesischem Restaurant. Klug ist Michael auch. Der Antrag soll romantsch und unvergesslich für seine zukünftige Braut werden. Natürlich wäre es für eine Frau wie Gina nicht ausreichend, sie einfach um ihre Hand zu bitten. Aber Michael hat eine brillante Idee. Er steckt der mürrischen Chinesin ein Zettelchen zu, auf dem er um Ginas Hand bittet. Dieser Zettel wird geschickt in einen Glückskeks verpackt und soll von der Chinesin nun an Ginas und Michaels Tisch gebracht werden.
Gina zögert einwenig, bevor sie den Keks aufbricht. Etwa zur selben Zeit bricht am Nebentisch Euphorie aus: „Ja, ich will Dich heiraten!“, so die überglückliche Frau. Als Michael das Missverständnis bemerkt, blickt er Gina tief in die Augen und bittet sie auch die altmodische Weise ihn zum Mann zu nehmen.
Doch Ginas Miene verfinstert sich augenblicklich. Nein, sie wird und will und kann ihn nicht heiratet. Es wäre aus zwischen ihnen. Danach verlässt sie das Restaurant. Michael bleibt verdutzt zurück, gestraft vom Mörderblick des Mannes am Nebentisch, dessen Freundin Michaels Heiratsantrag erhalten hatte und nun nach Klärung des Missverständnisses seitens ihres Freundes unhaltsam in Tränen ausgebrochen ist.
Michael ist am Boden zerstört! Was hat er nur falsch gemacht?
Aufgrund Ginas italienischen Wurzel kommt Michael zu einer genialen Idee. Er beschließt Ginas Vater, den er bis dato noch nicht kennen lernen durfte in seinem Restaurant aufzusuchen und ihn, den Vater, das Familienoberhaupt um die Hand seiner Tochter zu bitten. Die Rechnung geht auf! Vitale, Ginas Vater verliebt sich auf Anhieb auf seinen „Sohn“ und Michael hat einen Vater gewonnen.
Als Gina von Michaels Alleingang erfährt ist sie von der sofortige „Seelenverwandschaft“ ihre Vaters und Michael ebenso wenig begeistert, wie auch von der von den beiden geplanten Verlobung.
Für Gina gibt es nur noch einen einzigen Weg. Sie muss Michael die Wahrheit sagen und diese sitzt wie ein Schlag. Papa Vitale und auch die nette Verwandten, die Michael im Restaurant kennen gelernt hat, sind Banditen. Schlimmer noch, sie sind Mafiosi, die allesamt schon vornehm hinter “Schwedischen Gardinen“ weilen durften und auch schon einige Leben einiger Mitmenschen vorzeitig beendet haben.
Auch Michael würde Schritt für Schritt in diese kriminelle Welt Ginas Familie eingeführt werden. Gina ist sich dessen sicher. Schließlich kennt sie ihren guten, alten und sehr schlauen Papa zur Genüge. Gina will Michael, den sie aufrichtig liebt vor dieser Zukunft bewahren.
Schließlich beweißt Michael aber genug Einfühlungsvermögen und neugewonnene Hartnäckigkeit um Gina vom Gegenteil zu überzeugen. Auf keinen Fall würde er sich von Papa Vitale um den Finger wickeln lassen und er würde alles mit ihr absprechen, bevor er handeln würde. Auf diese Argumentation siegt schließlich die Liebe zu Michael und Gina sieht der Ehe nun mit Zuversicht und Freude entgegen.
Die Verlobungsfeier läuft blendend für die beiden. Alle italienischen Verwandten und Geschäftsbekanntschaften Ginas Vaters sind begeistert von Michael. Vater Vitale stellt Michael seinen Verwandten vor. Unter diesen Verwandten sind auch Onkel Vito, der aufgrund seiner Berufserfahrung „der Metzger“ genannt wird und dessen Sohn Johnny, ein eifersüchtiger Taugenichts. Natürlich liegt es nahe Michaels Meinung zu Johnnys neuestem Kunstwerk zu erfragen. Nach der Entlassung aus dem Gefängnis riet ein Psychiater Johnny seine Vergangenheit mit Malen aufzuarbeiten. Der therapeutische Zweck wurde erfüllt, nur verfügte Johnny um keinen Funken Talent. Seine Werken sind abartig und abstoßend. Michael umgeht die Frage nach Johnnys malerischem Potential wie immer sehr geschickt, aber die sich anbahnende Affäre wäre damit noch lange nicht aus der Welt geschafft.
Michaels Leben ist fabelhaft. Er würde Gina heiraten und auch beruflich geht es aufwärts. Der Lieferant liefert die Ware nun schneller als der Wind, auch hat sich sein Benehmen hinsichtlich Michael verbessert...der Lieferant liest ihm nun jeden Wunsch von den Augen ab.
Auch dauert es nicht lange, bis Vater Vitale im Auktionshaus auftaucht. Er wolle nur kurz sehen, wie es seinem Sohn so ginge. Ja, aber einen kleinen Gefallen hätte er gerne von Michael erfüllt. Johnny, der ja laut Vitale einen Minderwertigkeitkomplex hat, würde sich bestätigt fühlen, wenn eines seiner Bilder bei einer Auktion versteigert werden würde. Michael ist nicht wohl bei der Sache, da er ja Gina sein Versprechen gegeben hatte nie mit ihrem Vater Geschäfte zu machen. Letztendlich kann er aber nicht „Nein“ sagen und das erste Werk Johnnys geht unter den Hammer...
Damit nimmt der Fluch seinen Lauf. Michael versteigert immer mehr Bilder Johnnys, die bei den Geschäftspartnern Vitales großen Anklang finden, oder auch eine blütenreine Form der Geldwäsche darstellen. Michael aber steckt in der Klemme. Das ist der liebe Papa Vitale und sein florierendes Geschäft, da ist wieder Gina, die von seinen Machenschaften nichts erfahren darf...
Eines Tages läuft die Sache aber schief.
Michael bekommt aufgrund einer missglückten Versteigerung Ärger mit Johnny, der bei ihm und Gina spätabends auftaucht. Gina erfährt von Michaels Machenschaften und als der Streit zwischen Michael und Johnny eskaliert, gibt sie mit der Pistole einen Warnschuss ab, der zuerst auf der Decke abprallt und dann Johnny trifft. Johnny ist tot. Vater Vitale wird verständigt. Michael nimmt die Schuld auf sich um Gina zu schützen. Trotzdem muss die Leiche verschwinden und das so schnell wie möglich. Würde Onkel Vito vom Mörder seines Sohnes erfahren, so würde Blut fließen. Michaels Blut!
Die Leiche wird also verbuddelt, wobei Vitale und Michael auf eine weitere Mafiosibande treffen, die nebenan ebenfalls mit der Beseitigung eines Toten beauftragt sind.
Leiche weg, aber als Vito vom Mord an seinem Sohn erfährt will er Blutrache. Natürlich hat er auch gleich einen Mörder im Visier, der ihm jedoch bei seiner Ehre versichert, das Johnny nicht von seinem Clan getötet wurde. Bald geht auch bei Vito das Lichtlein auf und er schwört blutige Vergeltung.....
In den Rollen:
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Als Michael Felgate in einer Hauptrollen sehen wir HUGH GRANT, der seine Rolle mit viel Herz und Humor spielt. Die Rolle als Michael und auch zwielichtiger Mafiapate Mickey entsprechen auch dem was der Zuseher von ihm erwartet. Michael ist nett, freundlich, charmant, chaotisch, Gentleman. Hugh Grant wie er eben in den meisten seiner Rollen zu sehen ist...so wie wir ihn kennen. Eine gute Leistung seitens Hugh Grant, wenn er auch schon bessere Rollen gespielt hat.
JEANNE TRIPPLEHORN, deren Name mir nun wirklich nichts sagt, darf in die Rolle der Gina schlüpfen, die sie auch sehr gut spielt. Auch optisch wird sie ihrer Rolle als Italienerin gerecht. Kritik möchte ich an ihren schauspielerischen Leistung nicht üben, da ich fand, dass ihre Rolle lt. Drehbuch nicht sonderlich anspruchsvoll war. Den Anspruch für die Rolle der Gina hat sie allerdings auf jeden Fall erfüllt.
JAMES CAAN in einer sehr überzeugenden Rolle als Väterchen Vitale. Caan gab diesem Film den Pep, den er brauchte. Vitale, lieblich, zwielichtig und mörderisch. Diese Rolle hat James Caan sehr überzeugend und Facettenreich zur Geltung gebracht. Meiner Meinung nach gebührt ihn der größte Dank am Gelingen dieses Filmes. Grants Rolle war in Ordnung, dieses Rolle des Vitale wurde absolut fabelhaft mit der viel schauspielerischer Erfahrung gespielt.
MEINE MEINUNG ZUM FILM:
Der Gentleman und die Mafia.
Filme um die Mafia und auch Komödien wie diese gab es ja bereits in etlichen Varianten. Somit wäre dieser Film wirklich keine Neuigkeit aus der Filmwelt.
Trotzdem hat dieses Komödie einen gewissen Charme, den man sich nicht entziehen mag. Die Geschichte an sich ist ja ernst, da es ja um kriminelle Machenschaften gibt, die auch Opfer fordern. Diese mörderischen Ereignisse werden aber heruntergespielt und treten eigentlich nur am Rande las einer der Handlungsfäden zur Erscheinung. Der Faden, der sich durch den Film zieht ist die Rolle des Michael, der in den Sumpf der kriminalen Machenschaften eingeführt wird und sich nun nicht mehr befreien kann. Der Tod Johnnys ist eigentlich nur Mittel zum Zweck um Michael in einen Engpass zu befördern, aus der sich nun befreien muss.
Als großes Plus werte ich persönlich die vielen irrwitzigen Szenen, die wirklich jeden zum Lachen bringen müssten. Hinsichtlich Humor ist man hier wirklich gut bedient. Dieser Film wurde bei uns auch sehr gerne gesehen und keiner hat diesen Filmabend später bereut, da er wirklich unterhaltsam ist und auch durch etliche auflockernde und witzige Szenen immer wieder die Zuschauer bannt. Ich denke, man muss hier nicht einem bestimmtem Genre verschrieben sein, um diesem Film zu mögen. Er ist unterhaltsam, bietet jedoch leicht verdauliche Kost und eignet sich somit für einen gelungenen Filmabend hervorragend. Ein Gute-Laune-Film zum Lachen und Losbrüllen ohne folgende Diskussionen zur Thematik nach dem Film. Gute Unterhaltung, aber auch nicht mehr.
Wer bereits andere Film mit Hugh Grant in den Hauptrollen gesehen hat und den Schauspieler nicht sonderlich mochte, der dürfte aber auch mit diesem Film nicht sonderlich glücklich werden. Hugh Grant hat sich meiner Meinung nach zu sehr auf den smarten Briten verschrieben und diese Rolle kann er nun nicht mehr ablegen. Grant in der Rolle von Schindler in „Schindlers Liste“ oder als Lecter im „Schweigen der Lämmer“--- unvorstellbar.
Ich schätze an diesem Schauspieler, die sanfte, etwas trottelige Art und den doch etwas gewöhnungsbedürftigen britischen Humor und sehe seine Filme gerne.
FAZIT:
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Ein Film der gute, aber sehr lockere Unterhaltung garantiert. Langweilig oder auch langatmig wird dieser Film zu keiner Zeit. Auch betrachte ich diesen Film für jedes Alter geeignet. Eine einfache, aber unterhaltsame Gangsterkomödie, die einen stimmungsvollen Abend sanft-fröhlich ausklingen lassen wird. Leichte Kost.
Die DVD-Ausstattung ist auch recht einfach gestrickt. Der Film ist in Deutsch, Englisch und Spanisch zu sehen, wobei Spanisch wegen meiner fehlenden Sprachkenntnisse ausfällt. Die englische Version bleibt dennoch sehr interessant, da es sich hierbei ja auch um die Originalsprache handelt, die im Film verwendet wurde. Den Trailer fand ich auch nicht als besonders wertvoll, da man die Szenen ja ohnehin schon vom Film her kennt.
Also, ein wirklich netter Film, den man sie doch ansehen sollte, falls man diese Art von Film mag. Dem Film vergebe ich also ein...
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