Misery (DVD) Testbericht

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Misery-dvd-horrorfilm
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Erfahrungsbericht von Maedbjda

Wenn ein Fan Dich zu Tode lieben möchte

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es wird keinen unter uns geben, der nicht Stephen King und seine gruseligen Geschichten kennt. Viele seiner Geschichten wurden auch schon verfilmt. Die eine sehr gut, die andere sehr schlecht. Vermutlich liegt es daran, dass das geschriebene Wort in einem Buch immer noch besser rüber kommt, als das gesprochene Wort in einem Film. Aber natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. So eine Ausnahme ist der Film "Misery".

Ich bin eigentlich nicht unbedingt ein Video-Freak, will heissen, dass ich nun unbedingt jeden Film in meiner Videosammlung haben muß. Filme, die mich jedoch besonders beeindruckt haben, habe ich schon ganz gerne in meinem Schrank stehen, um nicht immer auf die "Gnade" der Fernsehsender angewiesen zu sein.

So habe ich mir vor einigen Monaten das VHS-Video "Misery" beim Weltbild-Verlag bestellt und nenne es nun mein Eigen.


Die Story:

Paul Sheldon ( gespielt von James Caan ) ist ein absoluter Erfolgsautor. Seine Bücher schreibt er in der Abgeschiedenheit der Rocky Mountains, wo er eine Berghütte hat. Kaum hat er seinen Roman "Misery" beendet, da begibt er sich auch schon wieder auf den Weg in die Stadt.
Paul gerät in einen Schneesturm und verunglückt mit seinem Auto. Endlich quitschen da mal nicht die Reifen, als er von der Strasse abkommt. Für eine amerikanische Produktion schon recht erstaunlich. Paul verleirt das Bewusstsein und liegt schwerverletzt in den Trümmern seines Autos.
Die vermeintliche Rettung naht in Form von Annie Wilkes ( Kathey Bates ). Sie ist eine absolute Verehrerin von dem Schriftsteller und rettet ihn aus dem Fahrzeugwrack. Doch anstatt Hilfe zu holen, nimmt sie sich des Verunglückten seklbst an und bringt ihn in ihr Haus.

Die Heilung des Verunglückten schreitet voran. Annie ist schliesslich Krankenschwester gewesen. Aber irgendetwas stimmt nicht. Ich Annie in Paul verliebt? Aus Dankbarkeit lässt Paul sie das neue Buchmanuskript lesen. Voller Spannung wartet er auf ihr Urteil. Dieses wird ein Fiasko und ein Märtyrium beginnt für Paul.

Um sein Leben zu retten, muß Paul ein neues Buch schreiben, so wie es Annie gerne lesen würde. Seine diversen Fluchversuche enden in einem Fiasko. Annie bestraft einen seiner Fluchversuche auf fürchterliche Art und Weise. Sie verhindert eine erneute Flucht durch.....

Warnung! Nun wird es wirklich brutal! Paul wacht aus einer Ohnmacht auf und sieht zwischen seinen Fußgelenken ein Kantholz. Annie steht vor seinen Füssen und schwingt einen Vorschlaghammer. Sie schlägt damit auf die Füße von Paul und diese knicken an der Kante des Kantholzes ein. Die Gelenke Knacken und Krachen. Bevor Paul in eine tiefe Bewußtlosikkeit fällt, sieht er noch, wie Annie auch das zweite Gelenk zertrümmert.

Wird Paul jemals wieder laufen können? Wird er diese Wahnsinnige überleben. Es gint nur eine Möglichkeit, das herauszufinden. Schaut Euch den Film an. Es wird ein Kampf auf Leben und Tod.


Mein Fazit:

Der Film ist mit einfachsten Mitteln gedreht worden. Keine besonderen Special-Effects, keine Unmengen an Komparsen und Stunts. Eigentlich ein Zweipersonen-Stück. Annie und Paul, das sind die Schauspieler, die 4 oder 5 anderen Figuren sind nur absolutes Beiwerk.
Als Drehort dient ein Haus, mitten in der Wildnis. Ein paar Szenen in einer kleinen Stadt und das war es auch schon, was an Aussenaufnahmen geboten wird. Der rest spielt sich in einem Haus ab, welches Annie bewohnt. Auch hier spielt sich das Meiste in einem Zimmer ab, wo Paul liegt und vor sich hinvegetiert.

So Öde und Trist sich das nun liest, so ganz und gar ist der Film absolut nicht. Die Handlung wird von den Dialogen zwischen den beiden Menschen geprägt. Anfänglich eine Retterin und der Gerettete, kippt die ganze Geschichte in der Gefangene und seine Wächterin um. Am Ende steht nur noch der nackte Kampf ums Überleben im Mittelpunkt. Der Weg dorthin ist brillant in Szene gesetzt worden.

Es ist also eigentlich ein stiller und unspektakulärer Film. Keine Action. Jedenfalls nicht im physischen Bereich. Was jedoch den psychologischen Bereich angeht, ist dieser Film ein Meisterwerk. Ich kann ihn jedenfalls allen interessierten menschen, ab 16 Jahren, empfehlen, die nicht nur die Fäuste fliegen sehen wollen, sondern auch den Geist des gesprochenen Wortes. Unter Umständen ein viel interessanterer Kampf und, zumindest in diesem Fall, wesentlich brutaler.

Spielzeit ungefähr 90 Minuten.

Danke für Eure Aufmerksamkeit. Martin

6 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Sungirl

    06.08.2002, 21:28 Uhr von Sungirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter Bericht

  • anonym

    29.03.2002, 16:55 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    willkommen bei yopi..

  • Mathias.Belka

    29.03.2002, 15:27 Uhr von Mathias.Belka
    Bewertung: sehr hilfreich

    Echt guter Auftackt!!!!

  • kingsunday

    29.03.2002, 13:58 Uhr von kingsunday
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr schöner Bericht! Mach weiter so! Gruß, KingSunday