Natürlich blond! (DVD) Testbericht
D
ab 7,19 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
Auf yopi.de gelistet seit 11/2010
Erfahrungsbericht von Realjackass
Vor dem Gesetz sind alle blond!
Pro:
Reese Witherspoon, schöner heile Welt Film
Kontra:
Als Komödie nicht zu empfehlen
Empfehlung:
Ja
Vorgestern sah es mal wieder ganz so aus, als hätte mein PC sich zu einem spontanen Suicid entschlossen. Nichts ging mehr, die Kiste ließ sich nicht mehr hochfahren und ich war aufgeschmissen. Vorausdenkend, wie ich jedoch bin, habe ich sogleich einen Anruf getätigt und mir von ciao-Autorin Regan ein paar Filme ausgeliehen, um die eventuell anstehende Zeit ohne Internetverbindung zu überbrücken. Neben der "Herr der Ringe" Trilogie, die ich bis heute noch nicht gesehen habe, den beiden Mysterystreifen "Der Verbotene Schlüssel" und "Hide and Seek", sowie dem Actioner "The Punisher" erhielt ich auch die Komödie "Natürlich blond". Wieso ich den Streifen durchaus empfehlen kann, steht im folgenden Bericht.
++++++++
+STORY+
++++++++
Elle Woods (Reese Witherspoon) ist eine gutaussehende, ständig gut gelaunte Blondine, die auf den ersten Blick aus der aktuellen "Barbie" Kollektion entsprungen scheint und sich auch dementsprechend verhält. Die liebsten Hobbys der gewitzten Blondine mit dem Faible für die Farbe pink sind Maniküren, Mode und Frisuren. Nebenbei ist Elle, die einen Abschluss in Modedesign hat, unsterblich in den gutaussehenden Warner (Matthew Davis) verliebt, mit dem sie schon seit geraumer Zeit zusammen ist. Als er Elle zu einem gemeinsamen Abendessen ausführt und meint, er müsse ihr etwas wichtiges mitteilen, rechnet sie fest mit einem Heiratsantrag, ist dann aber am Boden zerstört, als er kurzerhand schlußmacht. Warner strebt eine Karriere als Senator an und studiert dazu in Kürze in Harvard. Dazu braucht er seiner Ansicht nach eine ernsthaftere, angesehenere Freundin.
Elle ist fertig mit der Welt, stopft wochenlang nur Essen in sich hinein und ist absolut lustlos, bis ihr die perfekte Idee kommt - mit einem freizügigen Video bewirbt sie sich ebenfalls in Harvard, um Warner beweisen zu können, dass auch sie seinen Vorstellungen entsprechen kann. Zur Überraschung aller wird sie in die Elite-Uni aufgenommen. Allerdings stößt sie mit ihrem grellen und auffallenden Barbie-Auftreten bei den anderen Jura-Studenten nicht gerade auf Symphatie. Ebenso muss sie feststellen, dass Warner inzwischen mit der oberzickigen Vivian (Selma Blair) zusammen ist. Trotz dieser herben Enttäuschung lässt sich Elle nicht unterkriegen und macht sich durch Intelligenz und Selbstbewusstsein einen Namen. Als sie sich um einen Praktikumsplatz in der Kanzlei des Dozenten und Strafverteidigers Callahan (Victor Garber) bewirbt, bekommt sie die Stelle auch prompt - und sieht sich plötzlich mit einem Mordfall konfrontiert. Ihr ehemalige Fitnesstrainierin Brooke Taylor Windham (Ali Larter) wird angeklagt, ihren Mann erschossen zu haben. Elle jedoch glaubt an Brooke's Unschuld und übernimmt den Fall...
++++++++++++++++
+DATEN ZUM FILM+
++++++++++++++++
Originaltitel: Legally Blonde
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2001
Laufzeit: ca. 92 Min.
Freigabe: Ohne Altersbeschränkung
Regie: Robert Luketic
Buch: Amanda Brown, Kirsten Smith, Karen McCullah Lutz
Produzent: Ric Kidney, Marc E. Platt
Kamera: Anthony B. Richmond
Schnitt: Anita Brandt-Burgoyne, Garth Craven
Originalmusik: Rolfe Kent
Casting: Joseph Middleton
Darsteller:
Reese Witherspoon.....Elle Woods
Luke Wilson.....Emmett Richmond
Selma Blair.....Vivian Kensington
Matthew Davis.....Warner Huntington III
Victor Garber.....Professor Callahan
Jennifer Coolidge.....Paulette Bonafonté
Holland Taylor.....Professor Stromwell
Ali Larter.....Brooke Taylor Windham
uvm.
+++++++++++++++++++++++
+BEZUGSMÖGLICHKEITEN+
+++++++++++++++++++++++
"Natürlich blond" ist in drei verschiedenen Ausführungen auf DVD erschienen. Die Standardversion wird dabei von MGM vertrieben, ein Label, von dem man für gewöhnlich eine gute Qualität gewohnt ist. Auch hier ist das wieder der Fall. Bild und Ton überzeugen, das Bonusmaterial reicht gerade noch aus. Gute Veröffentlichung, die auch zusammen mit dem zweiten Teil in der sogenannten Blond-Box vertrieben wird.
Eine Veröffentlichung, deren Sinn sich mir nicht erschließen will, ist die "Collector's Box Comedy". Darin sind die Filme "Natürlich blond", "Men at Work" und "Undercover Blues" enthalten, die jedoch alle rein garnichts miteinander zu tun haben.
+++++++
+KRITIK+
+++++++
Auf den ersten Blick erweckt "Natürlich blond" den Eindruck einer typisch amerikanischen, vorpubertären Teeniekomödie, deshalb war ich im Voraus auch etwas besorgt darüber, was mich erwarten würde. Zu aller erst darf ich sagen, dass diese Besorgnis überflüßig war, wir haben es hier mit einem Produkt zu tun, dass sich qualitativ durchaus über Streifen wie "Nicht noch ein Teeniefilm" anzusiedeln weiß. Nichtsdestotrotz darf deshalb nicht automatisch von einem sehr guten Film gesprochen werden, denn insbesondere für Männer könnte sich "Natürlich blond" als reine Tortur herausstellen. Das allerdings geht so, wie ich finde, absolut in Ordnung. Während die Männer ihre Actionfilme haben, in denen geballert und auf cool gemacht wird, haben wir hier halt mal einen Frauenfilm, von denen es natürlich auch welche geben muss.
Schon die ersten 10 Minuten geben den Takt an, nach dem der restliche Film marschieren soll. Schöne, junge und reiche Mädchen leben ein unbeschwertes Leben und kümmern sich um derart wichtige Themen wie Maniküren oder Haarstyling. Elle Woods wird uns als die Ober-Beauty-Queen präsentiert, die zudem in ihrer pinken Aufmachung und dem kleinen Schoßhund in der Handtasche das typische Barbiegirl-Bild wiedergibt. In den ersten Momenten dümpelt "Natürlich blond" etwas vor sich hin, bis Elle dann endlich in Harvard ankommt. Schon ihr Bewerbungsvideo, in dem sie in einem Whirlpool sitzt und sich in knappem Bikini präsentiert, ist amüsant anzusehen, und man kommt nicht umhin zu bemerken, dass sie von den Oberhäuptern Harvard's nur ihres guten Aussehens wegen aufgenommen wird.
War "Natürlich blond" bis dahin allerdings noch kein Musterbeispiel für eine Komödie, als was er ja auch angepriesen wird, geht es nach Elle's Ankunft in Harvard steil aufwärts. Sie verköpert das pure Gegenstück zu den ernsthaften Studenten und macht so schnell auf sich aufmerksam. Mit allen möglichen Klischees, die man von einer Blondine und einem Barbie-Verschnitt erwarten kann, wird um sich geworfen. Elle kleidet ihren kleinen Hund ständig um, hat ein pinkfarbenes Plüsch-Handy, und wechselt ihre Frisur öfter als andere Menschen ihre Unterwäsche.
Obwohl einem nicht langweilig dabei wird, wenn Elle sich mit fiesen Dozenten anlegt, und langsam aber sicher zur Top-Nachwuchsjuristin aufsteigt, muss ich doch sagen, dass ich nicht wirklich oft lachen konnte. "Natürlich blond" wird als Komödie verkauft, kann die Merkmale des Genres allerdings nicht ausfüllen, da er dazu schlichtweg zu unlustig ist. Was wir hier haben ist ein pures Feel-Good Movie, in der uns eine heile Welt gezeigt wird, die wohl für kurze Zeit von der schlechten Welt außerhalb des Fernsehers ablenken soll. Wenn man "Natürlich blond" mit diesen Erwartungen sieht, dann wird man den Kauf gewiss nicht bereuen, denn mehr als für gute Laune sorgen will Regisseur Robert Luketic mit dem Werk nicht, mehr kann er auch nicht.
Betrachtet man also die Absicht des Films, dann kann man ihm auch guten Herzens die vorhersehbare Story und kleinere Unstimmigkeiten verzeihen. Man weiß von Anfang an, dass Elle zum Schluß die Chance haben wird, zu Warner zurückzukehren, sich dann aber für einen anderen entscheiden wird. Es ist keine Überraschung, dass sie einen aussichtslos scheinenden Prozess durch weibliche Logik gewinnen wird und letzten Endes die Heldin der Stunde ist. "Sei du selbst und lass dich von niemandem unterkriegen" ist eine der Botschaften des Films und diese vermittelt er mit viel Wärme und Herz. Ab und an kommen derartige Filme genau richtig, auch wenn ich mir persönlich etwas Derartiges nicht immer ansehen könnte. Sollte man allerdings mal in schlechter Stimmung sein, ist "Natürlich blond" durchaus gut als Feel Good Kur geeignet.
"Natürlich blond" wäre sicherlich nicht das selbe ohne die überragende Reese Witherspoon. Die zuckersüße Blondine mit dem herrlich unschuldigen Lächeln ist ein Hingucker und sorgt für viel gute Laune und Symphatie. Als Elle darf sie beweisen, dass auch Barbies intelligent sein und Charakter haben können. Ich würde Reese Witherspoon zwar nicht zu meinen Lieblingsschauspielern zählen, doch bislang habe ich sie noch in jedem Film sehr gerne gesehen, so auch hier.
An ihrer Seite agieren viele begabte Darsteller, so zum Beispiel Selma Blair, mit der Witherspoon schon für "Eiskalte Engel" gemeinsam vor der Kamera stand. Blair mimt die zickige Vivian glaubhaft und dadurch absolut unsymphatisch.
Den männlichen Prinz Charming, der letztendlich Elle's Herz erobert, stellt Luke Wilson dar. Dies tut er nicht sonderlich auffallend oder überragend, sondern einfach souverän, wie man es von ihm gewohnt ist.
++++++
+FAZIT+
++++++
Als Komödie betrachtet ist "Natürlich blond" eine Enttäuschung, da es einfach nicht viel zu lachen gibt. Als Frauenfilm und schönes heile Welt Szenario allerdings weiß Robert Luketic's Regiedeut zu gefallen. Es muss ja nicht immer anspruchsvolle Kost sein, an manchen Tagen sind es gerade Filme wie "Natürlich blond", die einen in eine fröhliche Stimmung versetzen und unterhalten können. Für alle, die Reese Witherspoon gerne sehen ist der Film ebenfalls ein Must See, die Schauspielerin war selten zuvor besser.
5 von 10 Punkten und eine Empfehlung.
Mfg
Realjackass
++++++++
+STORY+
++++++++
Elle Woods (Reese Witherspoon) ist eine gutaussehende, ständig gut gelaunte Blondine, die auf den ersten Blick aus der aktuellen "Barbie" Kollektion entsprungen scheint und sich auch dementsprechend verhält. Die liebsten Hobbys der gewitzten Blondine mit dem Faible für die Farbe pink sind Maniküren, Mode und Frisuren. Nebenbei ist Elle, die einen Abschluss in Modedesign hat, unsterblich in den gutaussehenden Warner (Matthew Davis) verliebt, mit dem sie schon seit geraumer Zeit zusammen ist. Als er Elle zu einem gemeinsamen Abendessen ausführt und meint, er müsse ihr etwas wichtiges mitteilen, rechnet sie fest mit einem Heiratsantrag, ist dann aber am Boden zerstört, als er kurzerhand schlußmacht. Warner strebt eine Karriere als Senator an und studiert dazu in Kürze in Harvard. Dazu braucht er seiner Ansicht nach eine ernsthaftere, angesehenere Freundin.
Elle ist fertig mit der Welt, stopft wochenlang nur Essen in sich hinein und ist absolut lustlos, bis ihr die perfekte Idee kommt - mit einem freizügigen Video bewirbt sie sich ebenfalls in Harvard, um Warner beweisen zu können, dass auch sie seinen Vorstellungen entsprechen kann. Zur Überraschung aller wird sie in die Elite-Uni aufgenommen. Allerdings stößt sie mit ihrem grellen und auffallenden Barbie-Auftreten bei den anderen Jura-Studenten nicht gerade auf Symphatie. Ebenso muss sie feststellen, dass Warner inzwischen mit der oberzickigen Vivian (Selma Blair) zusammen ist. Trotz dieser herben Enttäuschung lässt sich Elle nicht unterkriegen und macht sich durch Intelligenz und Selbstbewusstsein einen Namen. Als sie sich um einen Praktikumsplatz in der Kanzlei des Dozenten und Strafverteidigers Callahan (Victor Garber) bewirbt, bekommt sie die Stelle auch prompt - und sieht sich plötzlich mit einem Mordfall konfrontiert. Ihr ehemalige Fitnesstrainierin Brooke Taylor Windham (Ali Larter) wird angeklagt, ihren Mann erschossen zu haben. Elle jedoch glaubt an Brooke's Unschuld und übernimmt den Fall...
++++++++++++++++
+DATEN ZUM FILM+
++++++++++++++++
Originaltitel: Legally Blonde
Herstellungsland: USA
Erscheinungsjahr: 2001
Laufzeit: ca. 92 Min.
Freigabe: Ohne Altersbeschränkung
Regie: Robert Luketic
Buch: Amanda Brown, Kirsten Smith, Karen McCullah Lutz
Produzent: Ric Kidney, Marc E. Platt
Kamera: Anthony B. Richmond
Schnitt: Anita Brandt-Burgoyne, Garth Craven
Originalmusik: Rolfe Kent
Casting: Joseph Middleton
Darsteller:
Reese Witherspoon.....Elle Woods
Luke Wilson.....Emmett Richmond
Selma Blair.....Vivian Kensington
Matthew Davis.....Warner Huntington III
Victor Garber.....Professor Callahan
Jennifer Coolidge.....Paulette Bonafonté
Holland Taylor.....Professor Stromwell
Ali Larter.....Brooke Taylor Windham
uvm.
+++++++++++++++++++++++
+BEZUGSMÖGLICHKEITEN+
+++++++++++++++++++++++
"Natürlich blond" ist in drei verschiedenen Ausführungen auf DVD erschienen. Die Standardversion wird dabei von MGM vertrieben, ein Label, von dem man für gewöhnlich eine gute Qualität gewohnt ist. Auch hier ist das wieder der Fall. Bild und Ton überzeugen, das Bonusmaterial reicht gerade noch aus. Gute Veröffentlichung, die auch zusammen mit dem zweiten Teil in der sogenannten Blond-Box vertrieben wird.
Eine Veröffentlichung, deren Sinn sich mir nicht erschließen will, ist die "Collector's Box Comedy". Darin sind die Filme "Natürlich blond", "Men at Work" und "Undercover Blues" enthalten, die jedoch alle rein garnichts miteinander zu tun haben.
+++++++
+KRITIK+
+++++++
Auf den ersten Blick erweckt "Natürlich blond" den Eindruck einer typisch amerikanischen, vorpubertären Teeniekomödie, deshalb war ich im Voraus auch etwas besorgt darüber, was mich erwarten würde. Zu aller erst darf ich sagen, dass diese Besorgnis überflüßig war, wir haben es hier mit einem Produkt zu tun, dass sich qualitativ durchaus über Streifen wie "Nicht noch ein Teeniefilm" anzusiedeln weiß. Nichtsdestotrotz darf deshalb nicht automatisch von einem sehr guten Film gesprochen werden, denn insbesondere für Männer könnte sich "Natürlich blond" als reine Tortur herausstellen. Das allerdings geht so, wie ich finde, absolut in Ordnung. Während die Männer ihre Actionfilme haben, in denen geballert und auf cool gemacht wird, haben wir hier halt mal einen Frauenfilm, von denen es natürlich auch welche geben muss.
Schon die ersten 10 Minuten geben den Takt an, nach dem der restliche Film marschieren soll. Schöne, junge und reiche Mädchen leben ein unbeschwertes Leben und kümmern sich um derart wichtige Themen wie Maniküren oder Haarstyling. Elle Woods wird uns als die Ober-Beauty-Queen präsentiert, die zudem in ihrer pinken Aufmachung und dem kleinen Schoßhund in der Handtasche das typische Barbiegirl-Bild wiedergibt. In den ersten Momenten dümpelt "Natürlich blond" etwas vor sich hin, bis Elle dann endlich in Harvard ankommt. Schon ihr Bewerbungsvideo, in dem sie in einem Whirlpool sitzt und sich in knappem Bikini präsentiert, ist amüsant anzusehen, und man kommt nicht umhin zu bemerken, dass sie von den Oberhäuptern Harvard's nur ihres guten Aussehens wegen aufgenommen wird.
War "Natürlich blond" bis dahin allerdings noch kein Musterbeispiel für eine Komödie, als was er ja auch angepriesen wird, geht es nach Elle's Ankunft in Harvard steil aufwärts. Sie verköpert das pure Gegenstück zu den ernsthaften Studenten und macht so schnell auf sich aufmerksam. Mit allen möglichen Klischees, die man von einer Blondine und einem Barbie-Verschnitt erwarten kann, wird um sich geworfen. Elle kleidet ihren kleinen Hund ständig um, hat ein pinkfarbenes Plüsch-Handy, und wechselt ihre Frisur öfter als andere Menschen ihre Unterwäsche.
Obwohl einem nicht langweilig dabei wird, wenn Elle sich mit fiesen Dozenten anlegt, und langsam aber sicher zur Top-Nachwuchsjuristin aufsteigt, muss ich doch sagen, dass ich nicht wirklich oft lachen konnte. "Natürlich blond" wird als Komödie verkauft, kann die Merkmale des Genres allerdings nicht ausfüllen, da er dazu schlichtweg zu unlustig ist. Was wir hier haben ist ein pures Feel-Good Movie, in der uns eine heile Welt gezeigt wird, die wohl für kurze Zeit von der schlechten Welt außerhalb des Fernsehers ablenken soll. Wenn man "Natürlich blond" mit diesen Erwartungen sieht, dann wird man den Kauf gewiss nicht bereuen, denn mehr als für gute Laune sorgen will Regisseur Robert Luketic mit dem Werk nicht, mehr kann er auch nicht.
Betrachtet man also die Absicht des Films, dann kann man ihm auch guten Herzens die vorhersehbare Story und kleinere Unstimmigkeiten verzeihen. Man weiß von Anfang an, dass Elle zum Schluß die Chance haben wird, zu Warner zurückzukehren, sich dann aber für einen anderen entscheiden wird. Es ist keine Überraschung, dass sie einen aussichtslos scheinenden Prozess durch weibliche Logik gewinnen wird und letzten Endes die Heldin der Stunde ist. "Sei du selbst und lass dich von niemandem unterkriegen" ist eine der Botschaften des Films und diese vermittelt er mit viel Wärme und Herz. Ab und an kommen derartige Filme genau richtig, auch wenn ich mir persönlich etwas Derartiges nicht immer ansehen könnte. Sollte man allerdings mal in schlechter Stimmung sein, ist "Natürlich blond" durchaus gut als Feel Good Kur geeignet.
"Natürlich blond" wäre sicherlich nicht das selbe ohne die überragende Reese Witherspoon. Die zuckersüße Blondine mit dem herrlich unschuldigen Lächeln ist ein Hingucker und sorgt für viel gute Laune und Symphatie. Als Elle darf sie beweisen, dass auch Barbies intelligent sein und Charakter haben können. Ich würde Reese Witherspoon zwar nicht zu meinen Lieblingsschauspielern zählen, doch bislang habe ich sie noch in jedem Film sehr gerne gesehen, so auch hier.
An ihrer Seite agieren viele begabte Darsteller, so zum Beispiel Selma Blair, mit der Witherspoon schon für "Eiskalte Engel" gemeinsam vor der Kamera stand. Blair mimt die zickige Vivian glaubhaft und dadurch absolut unsymphatisch.
Den männlichen Prinz Charming, der letztendlich Elle's Herz erobert, stellt Luke Wilson dar. Dies tut er nicht sonderlich auffallend oder überragend, sondern einfach souverän, wie man es von ihm gewohnt ist.
++++++
+FAZIT+
++++++
Als Komödie betrachtet ist "Natürlich blond" eine Enttäuschung, da es einfach nicht viel zu lachen gibt. Als Frauenfilm und schönes heile Welt Szenario allerdings weiß Robert Luketic's Regiedeut zu gefallen. Es muss ja nicht immer anspruchsvolle Kost sein, an manchen Tagen sind es gerade Filme wie "Natürlich blond", die einen in eine fröhliche Stimmung versetzen und unterhalten können. Für alle, die Reese Witherspoon gerne sehen ist der Film ebenfalls ein Must See, die Schauspielerin war selten zuvor besser.
5 von 10 Punkten und eine Empfehlung.
Mfg
Realjackass
Bewerten / Kommentar schreiben