Nicht auflegen! (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Marc12
Hitchcocks Traum
Pro:
Schauspieler, Regie, Filmbearbeitung
Kontra:
der reale Hintergrund
Empfehlung:
Ja
- - - Z u m F i l m - - -
Als smarter und energiegeladener Agent für Schauspieler, Models und so weiter verdient Stu Shepard sein Geld in New York. Zusammen mit seinem Praktikanten und zwei Handys streift er durch die Straßen von Manhattan. Shepard bedroht, schmeichelt und belügt seine Kunden und diverse Redakteure. Bei all diesem Stress hat er sogar noch ein paar charmante Worte für seine Frau Kelly übrig.
Um jedoch mit seiner Geliebten Pamela zu sprechen, zieht er sich immer allein in die letzte abschließbare Telefonzelle auf der 53. Straße zurück. Dort hat er die Ruhe, die er braucht um mit Pam zu sprechen.
Heute wird er aber von einem Pizzaboten gestört, der ihm eine Pizza in die Zelle liefern soll. Wie es Stu seine Art ist, gibt Stu dem Pizzaboten klar und deutlich zu verstehen, dass er keine Pizza bestellt hat. Der Bote verschwindet gekrängt wieder.
Nachdem Stu das Gespräch mit Pamela beendet hat, klingelt das Telefon in der Zelle. Ohne sich etwas dabei zu denken nimmt er ab. Ein Mann, der sich recht schnell als Scharfschütze herausstellen soll, ist am anderen Ende der Leitung. Er weiß alles über Stu. Die ganzen Sünden, die Stu mit sich führt, kennt diese fremde Stimme. Seine Botschaft ist ganz einfach und eiskalt: Wenn du auflegst und nicht das machst, was ich von Dir verlange, bist Du ein toter Mann.
- - - D a r s t e l l e r - - -
Colin Farrell – Stu Shepard
Forest Whitaker – Captain Ramey
Katie Holmes – Pamela McFadden
Radha Mitchell – Kelly Shephard
- - - F i l m s t a b - - -
Regie: Joel Schumacher
Produzenten: Gil Netter & David Zucker
Drehbuch: Larry Cohen
Musik: Harry Gregson-Williams
- - - w e i t e r e I n f o s - - -
US-Titel – Phone Booth
Genre: Thriller
Land: USA
Jahr: 2002
Länge: 81 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
- - - M e i n e M e i n u n g - - -
Als erstes möchte ich noch etwas zu der Darstellerliste anmerken. Ich habe bewusst den Schauspielernamen des Anrufers weg gelassen, da sonst das Ende nicht richtig wirkt.
Nun aber zu meiner Kritik:
Ich habe mal gelesen, dass der große Filmemacher Alfred Hitchcock einen Traum hatte, den er sich nie erfüllen konnte. Er wollte einen Film machen, in dem es nur einen Handlungsort und eine Kameraeinstellung gibt. Zum großen Teil hat Joel Schumacher diesen Traum aufgenommen und „Nicht auflegen!“ produziert. Da wird seit Hitchcock natürlich schon ein paar Jahre weiter sind, musste man diesen Traum noch etwas aufpeppen und ihn Hollywood tauglich machen.
Für einige von Euch mag diese Geschichte recht langweilig klingen. Ein Kerl, der in einer Telefonzelle steht und von einem Scharfschützen bedroht wird. Wenn man mit diesem simplen Handlungsstrang den Hauptteil eines über 80 Minuten langen Films voll bekommen will, kann es ja nur langweilig sein. Ganz ehrlich habe ich das auch zuerst gedacht. Doch Joel Schumacher konnte mich mal wieder vom Gegenteil überzeugen.
Technisch hat man diesen Streifen mächtig aufgepeppt. Animationstechnik, Split Screen, Bild im Bild und so weiter werden immer wieder abgefeuert. Ein wunderbares Ergebnis!
Die schauspielerische Hauptperson in diesem Film ist Colin Farrell. Der „It-Boy“ Hollywoods macht seine Sache wirklich 1A. Man meint die Angst in seinen Augen richtig zu sehen. Die Verzweiflung in seiner Stimme zu hören (habe extra mal die englische Tonspur auf Premiere laufen lassen). Eine wirklich einwandfreie Leistung dieses Mannes. Die zweite Hauptperson dieses Film, der Scharfschütze, kann zwar schauspielerisch nicht wirklich glänzen, da man ihn so gut wie nie zu Gesicht bekommt, doch ist dies für den Film nur Hilfreich.
Wie ihr seht, finde ich diesen Film richtig gut. Er reißt einen mit, thrillt richtig und ist nicht übermäßig in die Länge gezogen worden. Die Schauspieler sind richtig gut ausgesucht worden und von der Regie habe ich schon genug geschwärmt.
Doch gibt es da etwas, was mich doch noch bewegt. Ist dieser Film moralisch noch zu vertreten, nachdem die beiden „Sniper“ in Washington und Umgebung im Herbst 2002 einige Menscher erschossen haben? In den US hat man den Start es Films deswegen sogar verschoben. Nach den Ereignissen in Washington hat dieser Film natürlich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Mit diesem Hintergrund verleiht dieser Film noch mehr zu nachdenken. Man fragt sich was es für bekloppte Menschen auf dieser Welt gibt. Mit diesem Hintergrund scheint der Film auch gar nicht mehr so aus der Luft gegriffen.
„Nicht auflegen!“ ist ein Film, den man sich wirklich mal anschauen sollte. Filmisch schon nahe an einem Meisterwerk. Schauspielerisch ein wahres Ereignis. Von der Geschichte ein echter Thriller. Packend und zu gleich Nachdenklich gestimmt wollte man diesen Film so gut wie möglich genießen.
Also ab mit Euch zu Eurem Video-Dealer um die Ecke.
Als smarter und energiegeladener Agent für Schauspieler, Models und so weiter verdient Stu Shepard sein Geld in New York. Zusammen mit seinem Praktikanten und zwei Handys streift er durch die Straßen von Manhattan. Shepard bedroht, schmeichelt und belügt seine Kunden und diverse Redakteure. Bei all diesem Stress hat er sogar noch ein paar charmante Worte für seine Frau Kelly übrig.
Um jedoch mit seiner Geliebten Pamela zu sprechen, zieht er sich immer allein in die letzte abschließbare Telefonzelle auf der 53. Straße zurück. Dort hat er die Ruhe, die er braucht um mit Pam zu sprechen.
Heute wird er aber von einem Pizzaboten gestört, der ihm eine Pizza in die Zelle liefern soll. Wie es Stu seine Art ist, gibt Stu dem Pizzaboten klar und deutlich zu verstehen, dass er keine Pizza bestellt hat. Der Bote verschwindet gekrängt wieder.
Nachdem Stu das Gespräch mit Pamela beendet hat, klingelt das Telefon in der Zelle. Ohne sich etwas dabei zu denken nimmt er ab. Ein Mann, der sich recht schnell als Scharfschütze herausstellen soll, ist am anderen Ende der Leitung. Er weiß alles über Stu. Die ganzen Sünden, die Stu mit sich führt, kennt diese fremde Stimme. Seine Botschaft ist ganz einfach und eiskalt: Wenn du auflegst und nicht das machst, was ich von Dir verlange, bist Du ein toter Mann.
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Colin Farrell – Stu Shepard
Forest Whitaker – Captain Ramey
Katie Holmes – Pamela McFadden
Radha Mitchell – Kelly Shephard
- - - F i l m s t a b - - -
Regie: Joel Schumacher
Produzenten: Gil Netter & David Zucker
Drehbuch: Larry Cohen
Musik: Harry Gregson-Williams
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US-Titel – Phone Booth
Genre: Thriller
Land: USA
Jahr: 2002
Länge: 81 Minuten
FSK: ab 16 Jahren
- - - M e i n e M e i n u n g - - -
Als erstes möchte ich noch etwas zu der Darstellerliste anmerken. Ich habe bewusst den Schauspielernamen des Anrufers weg gelassen, da sonst das Ende nicht richtig wirkt.
Nun aber zu meiner Kritik:
Ich habe mal gelesen, dass der große Filmemacher Alfred Hitchcock einen Traum hatte, den er sich nie erfüllen konnte. Er wollte einen Film machen, in dem es nur einen Handlungsort und eine Kameraeinstellung gibt. Zum großen Teil hat Joel Schumacher diesen Traum aufgenommen und „Nicht auflegen!“ produziert. Da wird seit Hitchcock natürlich schon ein paar Jahre weiter sind, musste man diesen Traum noch etwas aufpeppen und ihn Hollywood tauglich machen.
Für einige von Euch mag diese Geschichte recht langweilig klingen. Ein Kerl, der in einer Telefonzelle steht und von einem Scharfschützen bedroht wird. Wenn man mit diesem simplen Handlungsstrang den Hauptteil eines über 80 Minuten langen Films voll bekommen will, kann es ja nur langweilig sein. Ganz ehrlich habe ich das auch zuerst gedacht. Doch Joel Schumacher konnte mich mal wieder vom Gegenteil überzeugen.
Technisch hat man diesen Streifen mächtig aufgepeppt. Animationstechnik, Split Screen, Bild im Bild und so weiter werden immer wieder abgefeuert. Ein wunderbares Ergebnis!
Die schauspielerische Hauptperson in diesem Film ist Colin Farrell. Der „It-Boy“ Hollywoods macht seine Sache wirklich 1A. Man meint die Angst in seinen Augen richtig zu sehen. Die Verzweiflung in seiner Stimme zu hören (habe extra mal die englische Tonspur auf Premiere laufen lassen). Eine wirklich einwandfreie Leistung dieses Mannes. Die zweite Hauptperson dieses Film, der Scharfschütze, kann zwar schauspielerisch nicht wirklich glänzen, da man ihn so gut wie nie zu Gesicht bekommt, doch ist dies für den Film nur Hilfreich.
Wie ihr seht, finde ich diesen Film richtig gut. Er reißt einen mit, thrillt richtig und ist nicht übermäßig in die Länge gezogen worden. Die Schauspieler sind richtig gut ausgesucht worden und von der Regie habe ich schon genug geschwärmt.
Doch gibt es da etwas, was mich doch noch bewegt. Ist dieser Film moralisch noch zu vertreten, nachdem die beiden „Sniper“ in Washington und Umgebung im Herbst 2002 einige Menscher erschossen haben? In den US hat man den Start es Films deswegen sogar verschoben. Nach den Ereignissen in Washington hat dieser Film natürlich eine ganz andere Bedeutung bekommen. Mit diesem Hintergrund verleiht dieser Film noch mehr zu nachdenken. Man fragt sich was es für bekloppte Menschen auf dieser Welt gibt. Mit diesem Hintergrund scheint der Film auch gar nicht mehr so aus der Luft gegriffen.
„Nicht auflegen!“ ist ein Film, den man sich wirklich mal anschauen sollte. Filmisch schon nahe an einem Meisterwerk. Schauspielerisch ein wahres Ereignis. Von der Geschichte ein echter Thriller. Packend und zu gleich Nachdenklich gestimmt wollte man diesen Film so gut wie möglich genießen.
Also ab mit Euch zu Eurem Video-Dealer um die Ecke.
21 Bewertungen, 2 Kommentare
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01.11.2004, 12:08 Uhr von leannkatze
Bewertung: sehr hilfreichHört sich gut an, muss ich auch mal schauen!! Klasse Bericht!! LG leannkatze
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01.11.2004, 11:55 Uhr von Madrianda
Bewertung: sehr hilfreichKann mich Deiner Meinung nur anschließen. Der Film hat uns auch gefesselt:-) VG Beate
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