Nicht auflegen! (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von MarkOh
(: Psychotelefon!! :)
Pro:
Lies den...
Kontra:
Bericht
Empfehlung:
Ja
Klingeling! Heut möchte ich über einen telefonisch guten Kinofilm berichten! Es handelt sich um „nicht auflegen“, wo ich eigentlich schon letztens reinwollte mitm Kumpel, aber der kam an der Alterskontrolle nicht durch (ist ab 16 und er ist 15...) Also bin ich jetzt im Nachhinein nochmal mit Muttern rein, die ihn auch unbedingt sehen wollte.
*Was wusste ich schon?*
Über N-Joy Radio *Werbung mach* wusste ich schon, dass der gesamte Film in einer Telefonzelle spielt, was mich zuerst doch ein wenig skeptisch machte. Schließlich können doch 80 Minuten in einer Telefonzelle nicht gerade abwechslungsreich sein! Oh, wie ich mich täuschte...
*Der Film*
...beginnt mit einer Sicht aus dem All, aus dem wir einen Telefonsatteliten, oder wie die Dinger heißen, sieht. Die Kamera wandert daraufhin zur Erde, während ein Sprecher ein paar Fakten zu Telefongesprächen erklärt. Hier dachte ich erst, was ist denn das, ich wollte doch in keinen Sachfilm gehen, doch es wird besser! Nach einiger Zeit Gequassel sieht man endlich die Hauptperson, Steward Shepard (Collin Farrel), die gerade Telefonate führt. Man sieht bereits, dass der Mann ein ziemlicher Egoistiker und auch ein ziemlich hinterhältiger PR-Mann ist, denn er versucht, Firmen gegeneinander auszuspielen, um seine Klienten gut dastehen zu lassen. Doch, obwohl er ein Handy besitzt, geht er dann auf einmal in eine Telefonzelle, um seine Freundin anzurufen, was reichlich merkwürdig ist. Noch verwirrender ist der Pizzamann, der ihm eine Pizza überreichen will, die an die Telefonzelle addressiert und auch schon bezahlt ist! Er lehnt sie ab und sendet sie an den Absender zurück, während er sich fragt, was hier eigentlich abgeht. Nach einem Gespräch mit seiner Freundin, in dem er sie einladen wollte, auf eine PR-Party zu kommen, es aber terminlich nicht geklappt hat, will er eigentlich wieder gehen, doch da klingelt auf einmal das Telefon....
Eine, zu Anfang etwas merkwürdig klingende Männerstimme meldet sich und wirft Stu (Stewards Spitzname) allerhand Betrug vor; sie scheint sogar ziemlich viel von ihm zu wissen, denn sie weiß auch, dass Stu seine Freundin von der Zelle aus anruft, damit seine Frau, die die Handyrechnungen untersucht, nichts merkt.
Stu wird es schnell zu blöd und er hält auch alles für einen Scherz, als er auf einmal die Aufforderung bekommt, doch mal auf seine Brust zu schauen.. Was haben wir denn da? Oh ja, einen roten Punkt... Offensichtlich handelt es sich hier um einen Schützen, der ihn während des Telefonierens gut im Visier hat und auch abschießen würde, wenn er auflegen sollte. Zwickmühlensituation!
Also dranbleiben. Doch das Gespräch verläuft natürlich alles andere als angenehm für Steward! Nach und nach werden Fakten über ihn und sein Leben klar, doch er hält den Psychoterror irgendwann nicht mehr aus...
Ich fand den Film sehr spannend, da er glücklicherweise auch nicht nur die ganze Zeit die Telefonzelle, sondern auch andere Sichten zeigt. So wurde zum Beispiel mal in das Bild ein weiteres Bild eingeblendet, wo man seine Freundin beim Gespräch sah. Außerdem war es auch kein langweiliger Dialog, weil sich der Schütze allerhand einfallen lassen hat: Ganz zu Anfang ruft er Stus Freundin an, während Stu zuhören, aber nichts sagen kann, und er klärt Stus Freundin über seine Frau auf. Daraufhin soll Steward seine Frau anrufen und ihr alles gestehen. Wäre ja alles auch kein Problem gewesen, wäre da nicht so ein pöbelnder Mann gewesen, der ans Telefon wollte.. Doch Stu konnte und durfte ja nicht auflegen, und der Schütze machte sich offenbar einen Spaß daraus, Stu in dieser Situation zu sehen, und schoss den Mann im allerletzten Moment nieder.
Die Bullerei präsentiert sich, und natürlich hält jeder ihn für den Täter. Doch er ist nach wie vor an den Telefonhöhrer gebunden, und die Polizei traut sich auch nicht, auf ihn zuzukommen, weil er ja schießen könnte! Als der Schütze schließlich auch noch Stus Frau erschießen will, die von dem Geschehen angelockt wurde, hält es Stu nicht mehr aus...
Das Ganze geschieht in gut gemachten Kamerafahrten, in denen die hektischen Blicke zu den Fesntern, wo der Schütze wohl sein könnte, verdeutlicht werden. An die Musik kann ich mich nicht mehr erinnern, sie war jedenfalls, wenn sie da war, nicht störend und passte gut zum Geschehen. Der ganze Film wirkte zwar hektisch, aber eben auch spannend und man konnte schnell schon mit dem anfänglichen Ekelpaket mitühlen, der nun wirklich verzweifelt und somit auch als eine gute Person wirkte.
Collin hat seine Rolle super hinbekommen, und auch die anderen, wobei es neben ihm eigentlich keine wichtigen Rollen mehr gibt, konnten ihren Part recht glaubhaft rüberbringen. Lediglich an der Aussage könnte man meckern, denn der Schütze kommt ungeschoren davon, so viel will ich schon mal verraten, und hat ein solcher Mensch wirklich solche Qualen und evtl auch den Tod verdient? Ganz nebenbei starb bei der Aktion auch noch jemand unschuldiges.
Neben diesem Aspekt gefiel mir der Film wirklich und ich kann ihm jeden weiterempfehlen, der nicht gerade einen Film für ein Date haben will, hier ist dank mangelnder Romantik „nicht auflegen“ eher ungeeignet. Sonst aber meine vollste Empfehlung und viele Grüße..
Marco, auch auf Ciao mitsamt dieses Berichtes zu finden!
*Was wusste ich schon?*
Über N-Joy Radio *Werbung mach* wusste ich schon, dass der gesamte Film in einer Telefonzelle spielt, was mich zuerst doch ein wenig skeptisch machte. Schließlich können doch 80 Minuten in einer Telefonzelle nicht gerade abwechslungsreich sein! Oh, wie ich mich täuschte...
*Der Film*
...beginnt mit einer Sicht aus dem All, aus dem wir einen Telefonsatteliten, oder wie die Dinger heißen, sieht. Die Kamera wandert daraufhin zur Erde, während ein Sprecher ein paar Fakten zu Telefongesprächen erklärt. Hier dachte ich erst, was ist denn das, ich wollte doch in keinen Sachfilm gehen, doch es wird besser! Nach einiger Zeit Gequassel sieht man endlich die Hauptperson, Steward Shepard (Collin Farrel), die gerade Telefonate führt. Man sieht bereits, dass der Mann ein ziemlicher Egoistiker und auch ein ziemlich hinterhältiger PR-Mann ist, denn er versucht, Firmen gegeneinander auszuspielen, um seine Klienten gut dastehen zu lassen. Doch, obwohl er ein Handy besitzt, geht er dann auf einmal in eine Telefonzelle, um seine Freundin anzurufen, was reichlich merkwürdig ist. Noch verwirrender ist der Pizzamann, der ihm eine Pizza überreichen will, die an die Telefonzelle addressiert und auch schon bezahlt ist! Er lehnt sie ab und sendet sie an den Absender zurück, während er sich fragt, was hier eigentlich abgeht. Nach einem Gespräch mit seiner Freundin, in dem er sie einladen wollte, auf eine PR-Party zu kommen, es aber terminlich nicht geklappt hat, will er eigentlich wieder gehen, doch da klingelt auf einmal das Telefon....
Eine, zu Anfang etwas merkwürdig klingende Männerstimme meldet sich und wirft Stu (Stewards Spitzname) allerhand Betrug vor; sie scheint sogar ziemlich viel von ihm zu wissen, denn sie weiß auch, dass Stu seine Freundin von der Zelle aus anruft, damit seine Frau, die die Handyrechnungen untersucht, nichts merkt.
Stu wird es schnell zu blöd und er hält auch alles für einen Scherz, als er auf einmal die Aufforderung bekommt, doch mal auf seine Brust zu schauen.. Was haben wir denn da? Oh ja, einen roten Punkt... Offensichtlich handelt es sich hier um einen Schützen, der ihn während des Telefonierens gut im Visier hat und auch abschießen würde, wenn er auflegen sollte. Zwickmühlensituation!
Also dranbleiben. Doch das Gespräch verläuft natürlich alles andere als angenehm für Steward! Nach und nach werden Fakten über ihn und sein Leben klar, doch er hält den Psychoterror irgendwann nicht mehr aus...
Ich fand den Film sehr spannend, da er glücklicherweise auch nicht nur die ganze Zeit die Telefonzelle, sondern auch andere Sichten zeigt. So wurde zum Beispiel mal in das Bild ein weiteres Bild eingeblendet, wo man seine Freundin beim Gespräch sah. Außerdem war es auch kein langweiliger Dialog, weil sich der Schütze allerhand einfallen lassen hat: Ganz zu Anfang ruft er Stus Freundin an, während Stu zuhören, aber nichts sagen kann, und er klärt Stus Freundin über seine Frau auf. Daraufhin soll Steward seine Frau anrufen und ihr alles gestehen. Wäre ja alles auch kein Problem gewesen, wäre da nicht so ein pöbelnder Mann gewesen, der ans Telefon wollte.. Doch Stu konnte und durfte ja nicht auflegen, und der Schütze machte sich offenbar einen Spaß daraus, Stu in dieser Situation zu sehen, und schoss den Mann im allerletzten Moment nieder.
Die Bullerei präsentiert sich, und natürlich hält jeder ihn für den Täter. Doch er ist nach wie vor an den Telefonhöhrer gebunden, und die Polizei traut sich auch nicht, auf ihn zuzukommen, weil er ja schießen könnte! Als der Schütze schließlich auch noch Stus Frau erschießen will, die von dem Geschehen angelockt wurde, hält es Stu nicht mehr aus...
Das Ganze geschieht in gut gemachten Kamerafahrten, in denen die hektischen Blicke zu den Fesntern, wo der Schütze wohl sein könnte, verdeutlicht werden. An die Musik kann ich mich nicht mehr erinnern, sie war jedenfalls, wenn sie da war, nicht störend und passte gut zum Geschehen. Der ganze Film wirkte zwar hektisch, aber eben auch spannend und man konnte schnell schon mit dem anfänglichen Ekelpaket mitühlen, der nun wirklich verzweifelt und somit auch als eine gute Person wirkte.
Collin hat seine Rolle super hinbekommen, und auch die anderen, wobei es neben ihm eigentlich keine wichtigen Rollen mehr gibt, konnten ihren Part recht glaubhaft rüberbringen. Lediglich an der Aussage könnte man meckern, denn der Schütze kommt ungeschoren davon, so viel will ich schon mal verraten, und hat ein solcher Mensch wirklich solche Qualen und evtl auch den Tod verdient? Ganz nebenbei starb bei der Aktion auch noch jemand unschuldiges.
Neben diesem Aspekt gefiel mir der Film wirklich und ich kann ihm jeden weiterempfehlen, der nicht gerade einen Film für ein Date haben will, hier ist dank mangelnder Romantik „nicht auflegen“ eher ungeeignet. Sonst aber meine vollste Empfehlung und viele Grüße..
Marco, auch auf Ciao mitsamt dieses Berichtes zu finden!
24 Bewertungen, 1 Kommentar
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11.10.2004, 20:09 Uhr von Madrianda
Bewertung: sehr hilfreichKann Dir nur beipflichten. Dieser Streifen ist irre spannend und fesselnd bis zur letzten Minute... Wer den Film nicht kennt und noch nicht gesehen hat, kann sich tatsächlich nicht vorstellen, wie man 90 Minuten in einer Telefonzelle fesselnd darstell
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