Nicht auflegen! (VHS) Testbericht

Nicht-auflegen-vhs-thriller
ab 17,22
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Erfahrungsbericht von MOFFt

80 MINUTEN FILM auf EINEM QUADRATMETER

Pro:

Idee, steigernde Spannung, Schluß, Colin Farrell

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

der zum Ende hin den Spannungshöhepunkt erreicht, erwarten einen beim Film Nicht Auflegen, den ich mir letztes Wochenende angesehen habe.



=ALLGEMEINES===

Ich habe eine Vorschau gesehen, konnte mir aber irgendwie nicht vorstellen wie man einen kompletten Film drehen kann der fast ausschliesslich in einer Telefonzelle mitten in New York spielt. Doch die vielen positiven Berichte und Erfahrungen von Besuchern lockten auch mich ins Kino ... zum Glück, wie ich heute sagen kann.

Etwas mehr als 80 Minuten erwarten einen bei dem neuen Film von Joel Schumacher mit Colin Farrel in der Hauptrolle. Die 6 Euro waren meiner Meinung nach gut investiert.
Nicht Auflegen ist ab 14 Jahren freigegeben.



=STORY===

Colin Farrell spielt einen jungen Typen Stu Shepard in New York, der gut gestyled und voll gestresst Deals mit Medien (Zeitungen, Fernsehen?) aushandelt bzw. Kontakte knüpft. So hat er einen eigenen Gehilfen bei sich, der ihm nacheinander die Nummern auf zwei Handys wählt. Eigentlich ist es auch ziemlich egal welchen Beruf Stu hat, viel wichtiger ist es eigentlich dass er danach zu einer der letzten öffentlichen Telefonzellen geht um sich von dort ungestört ein Treffen mit seiner Freundin ausmacht, mit der er seine Frau betrügt.
Nicht nur dadurch wird Stu schnell als Ungustl dargestellt, sondern auch dadurch wie er seine Mitmenschen behandelt.

Als dann plötzlich ein Pizzalieferant bei der Telefonzelle auftaucht, weist er diesen mehr als schroff ab und rutscht so wohl auch bei den letzten Kinobesuchern unten durch.
Als er die Zelle wieder verlässt leutet das Telefon und Stu hebt ab ... ein schwerwiegender Fehler wie sich die nächste gute Stunde herausstellt.

Der unbekannte Anrufer ist ein Mann, der sehr viel von Stu weiß da er ihn schon längere Zeit beobachtet und ihn von irgendeinem Hochhaus mit seinem Scharfschützengewehr im Visier hat. Dieser will dass er seine Sünden bekennt, vor allem gegenüber seiner Frau und seiner Freundin, aber vor allem gibt er ihm einen Rat ... wenn Stu auflegt ist er ein toter Mann.



=EINDRUCK===

Der Film fängt doch sehr hektisch an in der Großstadt mit all den gestressten Telefon- und Handybenutzern. Ein paar Statistiken und Zahlen und schon befindet man sich mitten im Geschehen bis Stu plötzlich in der Telefonzelle steht.
Zuerst entwickelt sich ein Gespräch zwischen Stu und dem (wie sich später herausstellt) Serienkiller, das Stu eher aus Neugier und Verwundern nicht beendet, doch spätestens ab dem Zeitpunkt wo ein Mann direkt neben seiner Zelle vom Killer erschossen wird merkt Stu dass dieses Gespräch sein letztes sein kann.

Colin Farrell spielt hier so ziemlich die einzige bedeutende Rolle, und diese spielt er echt überzeugend. So mutiert er vom anfänglichen Arschloch bis hin zum fertigen und bedauernswerten Opfer eines Wahnsinnigen, der sich zur Aufgabe gemacht hat extreme Ungerechtheiten von Menschen auf diese Art zu bestrafen.
Forest Whitaker spielt den leitenden Polizisten, die natürlich sofort nach dem Mord auftaucht. Doch dieser konnte nicht besonders hervorstechen, da habe ich schon bessere Rollen von ihm gesehen.
Alle anderen sind reine Nebenrollen, seine Freundin, seine Frau, sein Handyträger und auch Kiefer Sutherland hat in dem Film einen absoluten Miniauftritt (aber einen bedeutenden) ... wahrscheinlich deshalb um die Filmkosten niedrig zu halten, denn ich denke diese halten sich bei diesem Film im Vergleich zu den anderen heutigen, aufwendigen Actionknüllern doch sehr in Grenzen.

Nichts desto trotz ist Nicht Auflegen meiner Meinung nach sehr gelungen, was wieder mal zeigt dass man auch mit weniger Geld und einer guten Idee tolle Filme machen kann.

Sehr gefallen hat mir auch der Schluß, den ich hier natürlich nicht veraten werde.


Es werden im Film vor allem Dialoge geführt zwischen Stu und dem Killer, er telefoniert eigentlich fast den gesamten Film hindurch. Der Killer ist clever und der Polizei scheinbar immer einen Schritt voraus und zwingt so Stu zu immer mehr Aktionen und Aussagen, was letztendlich zu seinem Tod führen soll ...


Zusammenfassend kann ich diesen Film nur voll empfehlen kann, eine originelle Idee meiner Meinung nach die zwar Anfangs nicht Filmfüllend erscheint doch sehr gut umgesetzt wurde. Ein guter Film mit einem spannenden Finale.


Dank fürs Lesen ... heute schon geMOFFt?

17 Bewertungen