Nicht auflegen! (VHS) Testbericht

Nicht-auflegen-vhs-thriller
ab 17,22
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Erfahrungsbericht von myra-belle

Wie viel Platz ist denn so in einer Telefonzelle?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es handelt sich um eine Telefonzelle mitten im Gewühl von New York, die bald abgerissen und für ein Kiosk Platz schaffen soll. Aber noch ist es nicht soweit. Der PR-Manager (= Werbefachmann) Stuart \"Stu\" Shepard (Collin Farrell) betritt diese, um seine Beinahe-Geliebte Pamela anzurufen. Diese hofft darauf, mit seiner Hilfe als Schauspielerin Fuß zu fassen. Ich sage Beinahe-Geliebte, weil er es noch nicht in ihr Bett geschafft hat, sich diese Abwechslung von seiner geliebten Ehefrau gönnen will. Seine Ehefrau Kelly kontrolliert die Handyrechnung, daher ruft er aus einer Telefonzelle an. Während dieser täglichen Anrufe nimmt er seinen Trauring ab. Was mag wohl dahinter stecken?
Nach diesem Anruf klingelt das Telefon, automatisch nimmt er den Hörer ab. An der Strippe ist ein Psychopath, wie er im Buche steht. (Die Stimme von Kiefer Sutherland, der erst am Ende des Filmes zu sehen ist.) Wenn Stu auflegt, legt Er sein Gewehr an und erschießt Ersteren. Natürlich glaubt Stu erst an einen bösen Scherz, doch schon bald muß er sich davon überzeugen, dass es dem Kerl Ernst damit ist. Es wollen nämlich 3 Nutten von der gegenüberliegenden Straßenseite mittels dieser Telefonzelle ihrem Beruf nachgehen. Unwirsch scheucht Stu sie weg und versucht, deren Zuhälter mit Geld zu bestechen (Ich möchte diese Zelle auf unbestimmte Zeit mieten!). Von seinen Mädels angestachelt, will der Lude Stu an den Kragen. Sozusagen notgedrungen willigt Stu ein, dass der Andere den Luden ihm vom Hals schafft. Der Lude fällt in den Rücken geschossen tot um.
Klar, dass auf einmal alle Augen auf Stu gerichtet sind. Die Nutten beschwören, dass Stu eine Knarre gezogen hätte. Wie dem auch sei, die Polizei kommt angerückt.
Damit der Zuschauer alles parellel ablaufende auf einmal mit verfolgen kann, erfährt der Bildschirm ein Screensplitting, d. h. Aufteilung in mehrere kleinere Bildschirme bzw. Einblendung eines kleinen in den großen Bildschirm.
Sowohl seine Frau Kelly als auch Pamela sehen die Nachrichten und kommen am Tatort an. Stu soll seine Sünden eingestehen und sich für eine der beiden Frauen entscheiden oder er selbst muß dran glauben.

Nun sollte ich wohl mit dem Schreiben aufhören.

Die Geschichte ist durchaus glaubhaft. Colin Farrell füllt die gesamten 81 min vollends aus. Man fühlt sich bald genauso verschwitzt und in Panik und dieselbe Wut auf den großen Unbekannten wie er. Daher ist es gar nicht nötig gewesen, die weiblichen Rollen an namhafte Schauspielerinnen zu vergeben. Kiefer Sutherland kann mal wieder so richtig böse sein, ohne dass er mal wieder mit schlechten Schlagzeilen bedacht wird. (Drogen)

Wer Thriller seelisch verkraftet, sollte sich diesen Film auf alle Fälle reinziehen. Es hinterläßt einen bleibenden Eindruck. Ich werde wohl kaum mehr darauf neugierig sein, wer denn in einer Telefonzelle anrufen könnte, wenn nicht ich dies ausdrücklich verabredet habe.

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