Nicht auflegen! (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von klukklukkluk
Ein Arschloch in einer scheiss Situation
Pro:
Story, Spannung, Schauspieler
Kontra:
Da gibt es nicht wirklich was
Empfehlung:
Ja
Dieser Bericht bezieht sich auf die Kino Version
Story :
Stuart, der für gewöhnlich nur Stu gerufen wird, ist ein erfolgreicher PR-Mann und verfügt über die Skrupellosigkeit, die in diesem Geschäft von Nöten ist. Mit dem Telefon am Ohr und einem Gehilfen im Gepäck bewegt er sich durch die Strassen von New York um seine Geschäfte zu regeln. An einer Telefonzelle macht er Halt, schickt seinen Helfer nach hause und legt seinen Ehering ab. Er ist an diesen Ort gekommen um seine Freundin anzurufen, denn wenn er von einer Telefonzelle mit ihr kommuniziert, sieht seine Frau das nicht auf der Handyrechnung.
Nach dem Gespräch will er weiterziehen, doch plötzlich klingelt das fest installierte Telefon. Er hebt neugierig ab, was sich im nachhinein als Fehler rausstellen soll. Am anderen Ende befindet sich nämlich ein Mann, der Stu erschiessen will, wenn er auflegt. Das Gegenüber hat sich in einem der zahlreichen Gebäude, hinter irgendeinem Fenster versteckt und zielt mit einem Scharfschützengewehr, auf dem panischen Stu. Der Anrufer scheint sich auch gut in Stus Leben auszukennen und weiss nicht nur seinen Namen, sondern auch von seinem Techtelmechtel und das seine Frau nichts davon weiss.
Bald kommen ein paar Prostituierte zur Telefonzelle um dort zu telefonieren. Sie sind erbost darüber, das Stu die Telefonzelle nicht räumt und holen ihren Zuhälter, der das Problem lösen soll. Der Zuhälter redet erst auf Stu ein und bedroht ihn dann mit einem Baseballschläger. Es sieht so aus als müsse Stu auflegen, doch dann hilft ihm der Fremde, in dem er den Zuhälter erschiesst. Das hat natürlich zur Folge, dass die Polizei bald am Tatort ist und auch sie verlangen von Stu das er auflegt. Aber er „darf“ nicht und bleibt somit auf unbestimmte Zeit eine Geisel des Anrufers...
Technische Daten zum Film :
Originaltitel : Phone booth
Darsteller : Collin Farrell, Forest Whitaker, Kiefer Sutherland
Regie : Joel Schumacher
FSK : 16
Drehland und Jahr : USA 2002
Filmlänge : ca. 80 Minuten
Meine Meinung :
Ein Film, der sich knapp 80 Minuten in einer Telefonzelle abspielt, kann der spannend und unterhaltsam sein? Sicherlich! Altmeister Alfred Hitchcock hat uns s ja schon eindrucksvoll bewiesen, dass eine Kameraeinstellung durchaus reicht und Schuhmacher setzt hier nahtlos an. Auf Action, Explosionen und ähnliches muss daher verzichtet werden, aber dafür gibt es einwandfreie Dialoge und beklemmende Szenen, in eben dieser Telefonzelle.
Vom Protagonisten Stu kann man anfangs einiges halten. Es wird zwar schnell klar das er ein Arschloch ist, er hat aber auch seine guten Seiten. Dem Anrufer ist dies aber völlig egal, denn er will Stu für sein unsoziales Verhalten bluten lassen. Im Verlauf der Story macht der Anrufer klar, dass er bereits mehrere „schlechte“ Leute auf dem Gewissen hat, die alle öffentlich erschossen wurden. Dies zu hören gefällt Stu natürlich überhaut nicht und so verschlimmert sich sein Zustand von Minute zu Minute. Er wird auch nicht gerade besser, als die Polizei einrückt, da ihm der Anrufer befiehlt nicht über ihn zu sprechen. So steht Stu als Idiot da, der nur Müll mit den Polizisten redet. Der Anführer der Polizisten merkt aber mit jeder Situation mehr, dass etwas nicht stimmt, was natürlich auch für ein Ansteigen der Spannung sorgt.
Schauspielerisch ist alles gut gelungen, denn die Personen wirken sehr real. Besonders Stus Rolle, die von Collin Farrell gespielt wird, wirkt sehr authentisch, obwohl sie sicherlich nicht leicht zu meistern war. Der Druck nimmt stetig zu und erdrückt den Protagonisten schliesslich, denn der unsichtbare Gegner hat ein grausames Drehbuch geschrieben und an alles Mögliche und Unmögliche gedacht, sodass es für die Polizei so aussieht als wäre Stu ein verwirrter Terrorist.
„Nicht auflegen“ ist ein Film, der mit minimalen Mitteln gedreht wurde, was ihm allerdings nicht schadet. Aufgrund der Gewöhnung an die Telefonzelle kann man die Spannung und die Verzweifelung des Stus besser miterleben und sich somit von einer bekannten Atmosphäre fesseln lassen. Der Film ist wirklich von vorne bis Hinten gelungen und kann von meiner Seite bedenkenlos weiterempfohlen werden. Auch das Ende, was hier natürlich nicht angerissen wird, ist sehenswert und erinnert ein wenig an „Falling down“, der ebenfalls von Schuhmacher stammt.
Gruss Kluk
Story :
Stuart, der für gewöhnlich nur Stu gerufen wird, ist ein erfolgreicher PR-Mann und verfügt über die Skrupellosigkeit, die in diesem Geschäft von Nöten ist. Mit dem Telefon am Ohr und einem Gehilfen im Gepäck bewegt er sich durch die Strassen von New York um seine Geschäfte zu regeln. An einer Telefonzelle macht er Halt, schickt seinen Helfer nach hause und legt seinen Ehering ab. Er ist an diesen Ort gekommen um seine Freundin anzurufen, denn wenn er von einer Telefonzelle mit ihr kommuniziert, sieht seine Frau das nicht auf der Handyrechnung.
Nach dem Gespräch will er weiterziehen, doch plötzlich klingelt das fest installierte Telefon. Er hebt neugierig ab, was sich im nachhinein als Fehler rausstellen soll. Am anderen Ende befindet sich nämlich ein Mann, der Stu erschiessen will, wenn er auflegt. Das Gegenüber hat sich in einem der zahlreichen Gebäude, hinter irgendeinem Fenster versteckt und zielt mit einem Scharfschützengewehr, auf dem panischen Stu. Der Anrufer scheint sich auch gut in Stus Leben auszukennen und weiss nicht nur seinen Namen, sondern auch von seinem Techtelmechtel und das seine Frau nichts davon weiss.
Bald kommen ein paar Prostituierte zur Telefonzelle um dort zu telefonieren. Sie sind erbost darüber, das Stu die Telefonzelle nicht räumt und holen ihren Zuhälter, der das Problem lösen soll. Der Zuhälter redet erst auf Stu ein und bedroht ihn dann mit einem Baseballschläger. Es sieht so aus als müsse Stu auflegen, doch dann hilft ihm der Fremde, in dem er den Zuhälter erschiesst. Das hat natürlich zur Folge, dass die Polizei bald am Tatort ist und auch sie verlangen von Stu das er auflegt. Aber er „darf“ nicht und bleibt somit auf unbestimmte Zeit eine Geisel des Anrufers...
Technische Daten zum Film :
Originaltitel : Phone booth
Darsteller : Collin Farrell, Forest Whitaker, Kiefer Sutherland
Regie : Joel Schumacher
FSK : 16
Drehland und Jahr : USA 2002
Filmlänge : ca. 80 Minuten
Meine Meinung :
Ein Film, der sich knapp 80 Minuten in einer Telefonzelle abspielt, kann der spannend und unterhaltsam sein? Sicherlich! Altmeister Alfred Hitchcock hat uns s ja schon eindrucksvoll bewiesen, dass eine Kameraeinstellung durchaus reicht und Schuhmacher setzt hier nahtlos an. Auf Action, Explosionen und ähnliches muss daher verzichtet werden, aber dafür gibt es einwandfreie Dialoge und beklemmende Szenen, in eben dieser Telefonzelle.
Vom Protagonisten Stu kann man anfangs einiges halten. Es wird zwar schnell klar das er ein Arschloch ist, er hat aber auch seine guten Seiten. Dem Anrufer ist dies aber völlig egal, denn er will Stu für sein unsoziales Verhalten bluten lassen. Im Verlauf der Story macht der Anrufer klar, dass er bereits mehrere „schlechte“ Leute auf dem Gewissen hat, die alle öffentlich erschossen wurden. Dies zu hören gefällt Stu natürlich überhaut nicht und so verschlimmert sich sein Zustand von Minute zu Minute. Er wird auch nicht gerade besser, als die Polizei einrückt, da ihm der Anrufer befiehlt nicht über ihn zu sprechen. So steht Stu als Idiot da, der nur Müll mit den Polizisten redet. Der Anführer der Polizisten merkt aber mit jeder Situation mehr, dass etwas nicht stimmt, was natürlich auch für ein Ansteigen der Spannung sorgt.
Schauspielerisch ist alles gut gelungen, denn die Personen wirken sehr real. Besonders Stus Rolle, die von Collin Farrell gespielt wird, wirkt sehr authentisch, obwohl sie sicherlich nicht leicht zu meistern war. Der Druck nimmt stetig zu und erdrückt den Protagonisten schliesslich, denn der unsichtbare Gegner hat ein grausames Drehbuch geschrieben und an alles Mögliche und Unmögliche gedacht, sodass es für die Polizei so aussieht als wäre Stu ein verwirrter Terrorist.
„Nicht auflegen“ ist ein Film, der mit minimalen Mitteln gedreht wurde, was ihm allerdings nicht schadet. Aufgrund der Gewöhnung an die Telefonzelle kann man die Spannung und die Verzweifelung des Stus besser miterleben und sich somit von einer bekannten Atmosphäre fesseln lassen. Der Film ist wirklich von vorne bis Hinten gelungen und kann von meiner Seite bedenkenlos weiterempfohlen werden. Auch das Ende, was hier natürlich nicht angerissen wird, ist sehenswert und erinnert ein wenig an „Falling down“, der ebenfalls von Schuhmacher stammt.
Gruss Kluk
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