Erfahrungsbericht von alteSchwedin
"Britney tut's... [leider]
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Und wie sich das gehört, ist ihr erstes Mal superromantisch, total spannend und richtig schön groovy. Damit keine Missverständnisse aufkommen: Wir sprechen hier über Britneys erste Kino-Hauptrolle!“ (Das ist ein Zitat aus einer Kinozeitschrift!)
Was trieb uns nur dazu? Tja, das frage ich mich jetzt. Mein bester Freund und ich kamen so auf die Idee, dass wir uns doch mal „Not a girl“ mit Britney Spears in der Hauptrolle ansehen könnten. Da wir nichts anderes vorhatten fuhren wir zur Spätvorstellung ins Kino. Es waren nicht viele Leute da, was man ja noch verstehen kann. Schließlich geht nicht jeder mitten in der Woche in eine Spätvorstellung. Wir kauften also die Karten – 4,60 € sind ja noch zu ertragen. Weil wir etwas früher da waren, wunderte es uns nicht, dass wir die einzigen im Saal waren. Die Riesenauswahl an Plätzen hat ja auch ihren Reiz. Doch die Zeit verging und keiner kam. Uns wurde schließlich bewusst, dass wir die einzigen bleiben sollten.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir sehr viel gelacht haben, was allerdings nicht unbedingt an den Gags des Filmes sondern an den zahlreichen Peinlichkeiten lag. Für alle die Britney-Fans sind, soll hier gesagt sein, dass ich sie nicht mag und das konnte auch dieser Film nicht ändern. Er hat dieses Gefühl eher noch verstärkt. Aber erstmal sollt ihr etwas zu der grandios flachen und langweiligen Handlung erfahren:
Lucy (Britney Spears) hat die High School als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Sie ist schön (okay, Geschmackssache), kann traumhaft singen (wird zumindest so im Film erwähnt) und ihr größtes Problem ist, dass sie noch Jungfrau ist. Gemeinsam mit dem Musiker Ben (Anson Mount) und ihren Freundinnen Kit (Zoe Saldana) und Mimi (Taryn Manning) macht sie sich auf den Weg nach Los Angeles. Ach ja, aber das, was ihr richtig Kummer macht (*heul*), ist, dass ihre Mutter (Kim Cattrall) nichts von ihr wissen will. (Ich kann sie verstehen, die Mutter...) Also sucht Lucy sie in Arizona auf, doch ihre Mutter will nicht von ihr wissen. Also begleitet sie ihre Freundinnen weiter. Kit will ihren Verlobten besuchen und die schwangere Mimi will an einem Gesangwettbewerb teilnehmen. Doch es gibt noch mehr Probleme (hhhuuu, Angst). Als Bens Wagen den Geist aufgibt, stehen sie vor der Pleite. Also machen sich die drei Freundinnen auf, um bei einer Karaoke-Show das nötige Geld zu verdienen. Auf der Bühne wandelt sich die immer züchtig gekleidete Lucy in eine freizügige Sängerin und wie sollte es auch anders kommen: Ben verliebt sich unsterblich in sie. Schließlich kommen sie doch noch nach LA und es stellt sich heraus, dass Kits Verlobter Mimi vergewaltigt und geschwängert hat. Kurz darauf hat Mimi eine Fehlgeburt und Lucys eilends alarmierter Vater rückt an, um die Mädels zu retten. Doch kurz bevor sie abfliegen, drückt Lucy ein paar Tränen raus, entschuldigt sich bei ihrem Vater und rennt zu Ben. Sie wird ein Star und wenn sie auf der Bühne steht, liegen ihr die Massen zu Füßen. Ach so, und zwischendurch hat sie auch mit Ben eine Nacht verbracht. Nun ist die Frage: Hat sie oder hat sie nicht?
Tja, wie ihr schon seht, ist die Story extrem anspruchsvoll, so dass ich einfach das Ende verraten musste, weil es so wenig vorhersehbar ist. Die wirklich einzige Stelle, an der man mal etwas sein Gehirn einschalten muss, ist, als Kit erkennt, dass ihr Verlobter Mimi vergewaltigt hat. Sonst ist es völlig egal, ob man eine Szene sieht oder nicht. Vieles ist einfach ohne Zusammenhang und wirkt grausam zusammengestückelt. Von Logik scheint man beim Dreh dieses Filmes auch noch nichts gehört zu haben. Alles zielt darauf ab, ein möglichst erstrebenswertes, tolles Bild von Britney Spears (von mir oft liebevoll Spritney Bears genannt) zu entwerfen.
Sie ist einfach nur süß; perfekt möchte man aus der Darstellung des Filmes glauben. Klug, vernünftig wie sie ist, schreibt sie auch noch Gedichte. Romantisch, wie er ist, komponiert Ben eine Melodie dazu und dann kommt eine der schlimmsten Szenen des gesamten Filmes (und der ist schon insgesamt richtig schlecht): Spritney singt (??) nur von einem Klavier begleitet „Not a girl, not yet a woman“. Da hört man ihre Quietsch-Stimme so richtig und man möchte nur noch den Ton abstellen. Die Rolle der Lucy ist eine gnadenlos hochstilisierte, unrealistische Selbstdarstellung von Spritney. Völlig überflüssig und einfach nur mies.
Die anderen Schauspieler sind auch nicht sehr erwähnenswert. Taryn Manning als Mimi, die aus einem heruntergekommenen Viertel kommt und sich oft auch so benimmt, wirkt seltenst interessant. (Ich glaube, ich konnte sogar eine Szene entdecken...) Zoe Saldana spielt die eingebildete Kit. Anfangs können sich die drei Mädels gar nicht leiden, aber schließlich kommt es, wie es kommen muss: Sie schwören sich, nie wieder auseinander zu gehen. *seufz*
Anson Mount spielt den Ben. Der supersüße Typ (wieder Geschmackssache) ist anfangs geheimnisumwittert. Es heißt er sei wegen Mordes im Gefängnis gewesen. EIN MÖRDER! Wie tragisch. Doch dann stellt sich heraus, dass er in Wirklichkeit im Gefängnis war, weil er seiner kleinen Steifschwester gegen ihren Vater geholfen hat. Ist er nicht ein ganz Lieber??
Insgesamt sind die schauspielerischen Leistungen als überaus minderwertig einzustufen. Normalerweise ist es ja so, dass man in einem Film wenigstens zu einem Schauspieler etwas Positives sagen kann, doch hier ist das einfach unmöglich. Keine der Figuren erhält durch ihren Darsteller irgend etwas von Charakter. Ein Witz!
Ich glaube, zu Kamera und Schnitt brauche ich keine Worte zu verlieren. Es ist wie alles an dem Film kaum bemerkenswert. Die Kamera sieht Britney und sonst nicht viel. Sehr sehenswert. HAHA.
Die Musik ist oft einfach nur grauenvoll, denn Spritney Bears singt. Außer einmal im Auto, als laute Rockmusik ertönt, lohnt es sich, hinzuhören.
„Not a girl“ wird von der oben zitierten Kinozeitschrift als Roadmovie eingestuft. Unter der Regie von Tamra Davis entstand jedoch etwas Undefinierbares. Eine langweilige Liebesgeschichte vermischt mit überaus öden Charakteren, bei denen die schlechten Schauspieler fast nichts mehr zerstören können. Britneys Selbstdarstellung wirkt nur albern und lächerlich. Der Film soll sowieso nur ihre neue Single performen, doch ich dachte immer Performance sollte irgendwie ansprechend gestaltet sein. Doch da habe ich mich wahrscheinlich geirrt. Der Film ist einfach nur grottenschlecht. Ich spreche eine deutliche Warnung aus! Wer nicht auf mich hört, soll den Schaden haben!
Aber immerhin waren wir allein im Kino und mussten uns keinen Platz erkämpfen. Das ist das einzig Positive.
Um nochmal Bezug auf meine Einführungszeilen zu nehmen: In der Kinozeitung wird der Film total euphorisch und überschäumend dargestellt. Ich meine, es herrscht zwar Pressefreiheit, aber müssen deshalb vorsätzlich Lügen erzählt werden?
Was trieb uns nur dazu? Tja, das frage ich mich jetzt. Mein bester Freund und ich kamen so auf die Idee, dass wir uns doch mal „Not a girl“ mit Britney Spears in der Hauptrolle ansehen könnten. Da wir nichts anderes vorhatten fuhren wir zur Spätvorstellung ins Kino. Es waren nicht viele Leute da, was man ja noch verstehen kann. Schließlich geht nicht jeder mitten in der Woche in eine Spätvorstellung. Wir kauften also die Karten – 4,60 € sind ja noch zu ertragen. Weil wir etwas früher da waren, wunderte es uns nicht, dass wir die einzigen im Saal waren. Die Riesenauswahl an Plätzen hat ja auch ihren Reiz. Doch die Zeit verging und keiner kam. Uns wurde schließlich bewusst, dass wir die einzigen bleiben sollten.
Im Nachhinein kann ich sagen, dass wir sehr viel gelacht haben, was allerdings nicht unbedingt an den Gags des Filmes sondern an den zahlreichen Peinlichkeiten lag. Für alle die Britney-Fans sind, soll hier gesagt sein, dass ich sie nicht mag und das konnte auch dieser Film nicht ändern. Er hat dieses Gefühl eher noch verstärkt. Aber erstmal sollt ihr etwas zu der grandios flachen und langweiligen Handlung erfahren:
Lucy (Britney Spears) hat die High School als Jahrgangsbeste abgeschlossen. Sie ist schön (okay, Geschmackssache), kann traumhaft singen (wird zumindest so im Film erwähnt) und ihr größtes Problem ist, dass sie noch Jungfrau ist. Gemeinsam mit dem Musiker Ben (Anson Mount) und ihren Freundinnen Kit (Zoe Saldana) und Mimi (Taryn Manning) macht sie sich auf den Weg nach Los Angeles. Ach ja, aber das, was ihr richtig Kummer macht (*heul*), ist, dass ihre Mutter (Kim Cattrall) nichts von ihr wissen will. (Ich kann sie verstehen, die Mutter...) Also sucht Lucy sie in Arizona auf, doch ihre Mutter will nicht von ihr wissen. Also begleitet sie ihre Freundinnen weiter. Kit will ihren Verlobten besuchen und die schwangere Mimi will an einem Gesangwettbewerb teilnehmen. Doch es gibt noch mehr Probleme (hhhuuu, Angst). Als Bens Wagen den Geist aufgibt, stehen sie vor der Pleite. Also machen sich die drei Freundinnen auf, um bei einer Karaoke-Show das nötige Geld zu verdienen. Auf der Bühne wandelt sich die immer züchtig gekleidete Lucy in eine freizügige Sängerin und wie sollte es auch anders kommen: Ben verliebt sich unsterblich in sie. Schließlich kommen sie doch noch nach LA und es stellt sich heraus, dass Kits Verlobter Mimi vergewaltigt und geschwängert hat. Kurz darauf hat Mimi eine Fehlgeburt und Lucys eilends alarmierter Vater rückt an, um die Mädels zu retten. Doch kurz bevor sie abfliegen, drückt Lucy ein paar Tränen raus, entschuldigt sich bei ihrem Vater und rennt zu Ben. Sie wird ein Star und wenn sie auf der Bühne steht, liegen ihr die Massen zu Füßen. Ach so, und zwischendurch hat sie auch mit Ben eine Nacht verbracht. Nun ist die Frage: Hat sie oder hat sie nicht?
Tja, wie ihr schon seht, ist die Story extrem anspruchsvoll, so dass ich einfach das Ende verraten musste, weil es so wenig vorhersehbar ist. Die wirklich einzige Stelle, an der man mal etwas sein Gehirn einschalten muss, ist, als Kit erkennt, dass ihr Verlobter Mimi vergewaltigt hat. Sonst ist es völlig egal, ob man eine Szene sieht oder nicht. Vieles ist einfach ohne Zusammenhang und wirkt grausam zusammengestückelt. Von Logik scheint man beim Dreh dieses Filmes auch noch nichts gehört zu haben. Alles zielt darauf ab, ein möglichst erstrebenswertes, tolles Bild von Britney Spears (von mir oft liebevoll Spritney Bears genannt) zu entwerfen.
Sie ist einfach nur süß; perfekt möchte man aus der Darstellung des Filmes glauben. Klug, vernünftig wie sie ist, schreibt sie auch noch Gedichte. Romantisch, wie er ist, komponiert Ben eine Melodie dazu und dann kommt eine der schlimmsten Szenen des gesamten Filmes (und der ist schon insgesamt richtig schlecht): Spritney singt (??) nur von einem Klavier begleitet „Not a girl, not yet a woman“. Da hört man ihre Quietsch-Stimme so richtig und man möchte nur noch den Ton abstellen. Die Rolle der Lucy ist eine gnadenlos hochstilisierte, unrealistische Selbstdarstellung von Spritney. Völlig überflüssig und einfach nur mies.
Die anderen Schauspieler sind auch nicht sehr erwähnenswert. Taryn Manning als Mimi, die aus einem heruntergekommenen Viertel kommt und sich oft auch so benimmt, wirkt seltenst interessant. (Ich glaube, ich konnte sogar eine Szene entdecken...) Zoe Saldana spielt die eingebildete Kit. Anfangs können sich die drei Mädels gar nicht leiden, aber schließlich kommt es, wie es kommen muss: Sie schwören sich, nie wieder auseinander zu gehen. *seufz*
Anson Mount spielt den Ben. Der supersüße Typ (wieder Geschmackssache) ist anfangs geheimnisumwittert. Es heißt er sei wegen Mordes im Gefängnis gewesen. EIN MÖRDER! Wie tragisch. Doch dann stellt sich heraus, dass er in Wirklichkeit im Gefängnis war, weil er seiner kleinen Steifschwester gegen ihren Vater geholfen hat. Ist er nicht ein ganz Lieber??
Insgesamt sind die schauspielerischen Leistungen als überaus minderwertig einzustufen. Normalerweise ist es ja so, dass man in einem Film wenigstens zu einem Schauspieler etwas Positives sagen kann, doch hier ist das einfach unmöglich. Keine der Figuren erhält durch ihren Darsteller irgend etwas von Charakter. Ein Witz!
Ich glaube, zu Kamera und Schnitt brauche ich keine Worte zu verlieren. Es ist wie alles an dem Film kaum bemerkenswert. Die Kamera sieht Britney und sonst nicht viel. Sehr sehenswert. HAHA.
Die Musik ist oft einfach nur grauenvoll, denn Spritney Bears singt. Außer einmal im Auto, als laute Rockmusik ertönt, lohnt es sich, hinzuhören.
„Not a girl“ wird von der oben zitierten Kinozeitschrift als Roadmovie eingestuft. Unter der Regie von Tamra Davis entstand jedoch etwas Undefinierbares. Eine langweilige Liebesgeschichte vermischt mit überaus öden Charakteren, bei denen die schlechten Schauspieler fast nichts mehr zerstören können. Britneys Selbstdarstellung wirkt nur albern und lächerlich. Der Film soll sowieso nur ihre neue Single performen, doch ich dachte immer Performance sollte irgendwie ansprechend gestaltet sein. Doch da habe ich mich wahrscheinlich geirrt. Der Film ist einfach nur grottenschlecht. Ich spreche eine deutliche Warnung aus! Wer nicht auf mich hört, soll den Schaden haben!
Aber immerhin waren wir allein im Kino und mussten uns keinen Platz erkämpfen. Das ist das einzig Positive.
Um nochmal Bezug auf meine Einführungszeilen zu nehmen: In der Kinozeitung wird der Film total euphorisch und überschäumend dargestellt. Ich meine, es herrscht zwar Pressefreiheit, aber müssen deshalb vorsätzlich Lügen erzählt werden?
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