Passwort: Swordfish (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von melannium

Passwort: Kugelfisch

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Travolta ist dick, Jackman spielt schlecht – aber Hauptsache der Film ist teuer…



| S | T | O | R | Y |

Die Welt aus Bits, Bytes und weltumspannenden Netzwerken ist ein wahres Paradies, wenn es um vertrauliche Informationen, geheime Daten und intime Geheimnisse geht. Der wichtigste Faktor dieses kleinen elektronischen Universums besteht für den verrückt-genialen Ex-Spion Gabriel Shear (John Travolta, „Pulp Fiction“) allerdings im Geld – in unvorstellbaren Mengen von Geld. Eine große Portion davon will er für seine leicht verwirrte Vorstellung von amerikanischem Patriotismus und Weltfrieden beiseite schaffen. Unterstützung erhält er von seiner attraktiven Partnerin Ginger (Halle Berry, „X-Men“), die sich einerseits sehr geheimnisvoll und andererseits sehr freizügig gibt…
Wichtigster Schlüssel zur großen Abzocke ist jedoch der Superhacker Stanley Jobson (Hugh Jackman, ebenfalls „X-Men“), dessen Bewährungsauflagen ihm streng verbieten sich jemals wieder in der Nähe eines Computers aufzuhalten. Dennoch schafft Fiesling Gabriel es, den Hacker-Stanley für seinen waghalsigen Plan zu gewinnen, denn der herzensgute Computer-Genius will vor Gericht das Sorgerecht für sein hübsches Töchterchen erkämpfen, das zur Zeit bei seiner Porno-Mami und einem bösen Sexfilm-Stiefpapi lebt.
Stanley muss aber bald erkennen, dass seine anfänglichen Befürchtungen nicht unbegründet waren, denn Gabriel führt seinen Raubzug nicht wie abgesprochen vollkommen anonym im Internet, sondern mutiert zu einem brutalen Mörder und Kidnapper, der die „Worldbanc“ mit einer Explosion in Schutt und Asche legt, die mit ihrer Wucht und Detailgetreue in die Filmgeschichte eingehen wird.



| K | R | I | T | I | K |

Sorry, aber ein Film ist bei mir unten durch, wenn ich einen der Hauptdarsteller nicht leiden kann. Und das ist bei diesem Streifen leider wieder einmal der Fall. Denn Hugh Jackman alias Super-Hacker Stanley Jobson sieht nicht nur so aus wie die amerikanische Version von Mark Keller („Alarm für Kobra 11 – Die Autobahnpolizei“, RTL) – nein, was noch viel schlimmer ist, er spielt auch genauso miserabel! Die Rolle des bieder gewordenen Ex-Kriminellen nimmt man ihm genauso wenig ab, wie den Part des fürsorglichen Papas. Besonders schlecht fand ich die Szene, in der er bei einer Flasche Rotwein einen „Wurm“ programmiert, der das Durchbrechen einer 512Bit-Verschlüsselung ermöglichen soll. Die Ausrufe „yeah“ und „uuhhh“ und das übertrieben schnelle Klimpern auf dem Keyboard im Stehen – was soll das?! Ein Cage oder ein Willis hätten diesem platten Charakter tausend Mal mehr Tiefe verleihen können, neben Travolta aber leider zu alt gewirkt. Dass Jackman so ein schlechter Schauspieler ist, war mir bei X-Men gar nicht aufgefallen. Aber da waren die Metallkrallen an seinen Händen wahrscheinlich die eigentlichen Stars…

Diesen dicken Minuspunkt kann auch Halle Berry nicht wettmachen, die für ihre Oben-ohne-Szene einen 500.000$-Bonus kassiert haben soll. Ich warte immer noch auf den Film, bei dem mir ihr schauspielerisches Können mehr in Erinnerung bleibt als ihre Möpse.

Nur über John Travolta gibt’s nichts wirklich Negatives zu berichten. Ein bisschen dick ist er zwar und die Frisur steht ihm nicht besonders, aber ein klasse Schauspieler ist er schon – auch wenn er mit seinen letzten Filmen nicht gerade mit guten Kritiken und Einspielergebnissen überhäuft worden ist. Ein paar talentiertere Partner hätte ich ihm für diesen Film gewünscht.

Soviel zu den Schauspielern. Nun zur Story, die natürlich hanebüchen ist: Nummernkonten, Geldtransfers, Bomben und fliegende Busse… Alles gewürzt mit Elementen, die den kleinen Jungen in uns wecken: schnelle Schlitten ohne Überlebenschance, coole Computer mit Multi-Screen-System, blanke Brüste ohne Echtheitsgarantie,…
So was ist zwar ganz nett anzusehen, macht für mich aber keinen guten Film aus, solange die Schauspieler nicht überzeugen.
Auch die spektakuläre Explosion, die den Anfang des Films krönt (ein großer Teil der Story wird im Anschluss daran in der Retrospektive erzählt) ist durchaus erwähnenswert. Atemberaubend in Szene gesetzt, detailgetreu und wieder mit der seit „Matrix“ bewährten 3D-Zeitlupen-Kamerafahrt. Wow, so was liebe ich! Aber das allein zählt eben nicht…


Tolle Action-Szenen, eine „Nichts ist so wie es scheint“-Story und trendige Musik. Dieses Mal nicht aus dem Hardrock-Bereich, sondern vom teuersten DJ der Welt: Paul Oakenfold. Also bumm bumm. Passt aber.
„Password: Swordfish“ ist eindeutig ein Film von Erfolgsproduzent Joel Silver. Action für die Masse. So wie „Matrix“ – nur nicht so brilliant.



| F | A | Z | I | T |

Warum hat John Travolta am Ende eine coole Frisur und den ganzen Film über eine so total bescheuerte?!

14 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Sony3

    11.08.2004, 17:55 Uhr von Sony3
    Bewertung: weniger hilfreich

    Wenn du dich die ganze Zeit nur über den Film aufregst,kannst du ja einen Film nicht gut finden. Sorry aber du sollst objektiv schreiben.... MFG Sony3

  • westside125

    16.02.2002, 12:23 Uhr von westside125
    Bewertung: sehr hilfreich

    hihi der isch gut

  • KleineWolke

    16.02.2002, 12:21 Uhr von KleineWolke
    Bewertung: sehr hilfreich

    *g* Kugelfisch