Plötzlich Prinzessin (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Myhnegon

Prinzessin von Genovia?!

Pro:

der Film, die Extras

Kontra:

nix

Empfehlung:

Ja

Aufmerksam bin ich durch eine Vorschau im Kino auf diesen Film geworden. Als ich dann noch gehört habe, dass der Regisseur von „Pretty Woman“ – einer meiner absoluten Lieblingsfilme - auch hier Regie geführt hat, war für mich der nächste Kinobesuch beschlossene Sache. Der Film hat mir super gefallen und kaum war die DVD auf den Markt gekommen, musste ich sie natürlich haben...


Die Story
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Mia ist fünfzehn und wohnt alleine mit ihrer Mutter in einer alten Feuerwache; ihr Vater hatte vor seinem Tod nur jedes Jahr Geschenke und Briefe geschickt, ansonsten kannte sie ihn nicht. Mia ist stets vollauf bemüht, nicht aufzufallen, da ihr Magen sonst verrückt spielt, wie recht deutlich wird, als sie eine Rede halten soll und stattdessen aus dem Saal rennt, um sich zu übergeben. Auch äußerlich sorgt sie dafür, dass sie niemanden auffällt – zumindest nicht positiv -, da sie verwuschelte Haare, eine Hornbrille und für eine Frau unglaublich buschige Augenbrauen hat. Trotzdem ist sie ausgerechnet in den beliebtesten - und eingebildetsten - Jungen der Schule verliebt: Josh. Und das, obwohl ihr der Bruder (Michael) ihrer besten Freundin Lilly praktisch zu Füssen liegt und sie bei Josh eh’ keine Chance hat.

Doch dann taucht plötzlich ihre Großmutter aus Genovia auf und klärt sie auf, dass sie die rechtmäßige Thronanwärterin des besagten Landes ist. Da Mia aber alles andere als königlich wirkt, muss sie erst mal Prinzessinnen-Unterricht nehmen, wozu ihre Mutter sie erst mal überreden muss. Hierbei lernst sie, wie man isst, geht, steht, redet und sich im allgemeinen verhält. Außerdem wird sie von einem Spezialisten komplett umgestylt, so dass selbst Lilly sie kaum wiedererkennt.

Bei einem offiziellen Dinner muss Mia ihre erste Feuertaufe überstehen, was nicht gerade so verläuft, wie sie sich das vorgestellt hatte. Auch die Strandparty mit Josh, von der sie sich so viel versprochen hatte, ist der totale Flop... Und dafür hatte sie extra Lilly und Michael vor den Kopf geschlagen.

Nun hat sie einiges wieder gut zu machen und gleichzeitig muss sie sich entscheiden, ob sie die Krone annehmen will, denn es gibt noch eine anderes, alles andere als sympathisches Paar, das Ansprüche auf den Thron erhebt. Doch egal, wie sie sich entscheidet: sie muss eine offizielle Rede vor den genovischen Adligen und der Presse halten. Da sie sich sowohl mit der Entscheidung als auch mit der Rede völlig überfordert sieht, will sie Reißaus nehmen...


Die Hauptpersonen
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MIA THERMOPOLIS bzw. AMELIA MINIONETTE THERMOPOLIS RENALDI ist gerade fünfzehn und alles andere als publikumstauglich, als sie erfährt, dass sie eine Prinzessin ist. Während des Films gewinnt sie nicht nur an gutem Aussehen, sondern auch an Stärke, aber sie bleibt trotzdem sehr natürlich. Diese zwei Seiten ein und derselben Person werden sehr gut von Anne Hathaway dargestellt.

KÖNIGIN CLARISSE RENALDI kommt nach Amerika, um ihre Enkelin ihrem rechtmässigen Platz als genovische Herrscherin zuzuführen. Was sie vorfindet entspricht allerdings nicht gerade ihren Erwartungen... Julie Andrews, die übrigens auch Mary Poppins spielte, füllt die Rolle der Königin geradezu perfekt aus.

JOE ist ein Vertrauter der Königin und wird auch bald zu einem Freund und Mentor für Mia. Sein Interesse an Clarisse geht allerdings noch tiefer... ;-) Für diese Rolle wurde Hector Elizondo perfekt ausgesucht, der übrigens auch den Hotelmanager in „Pretty Woman“ gespielt hat.

LILLY ist die beste Freundin von Mia und eine absolut fanatische Tier- und Umweltschützerin. Auch wenn sie von Mia’s „Verwandlung“ zunächst alles andere als entzückt ist, steht sie letztlich doch immer zu ihr. Gespielt wird sie von Heather Matarazzo, die einigen vielleicht schon aus „Mädchen an die Macht“ bekannt ist.

MICHAEL ist Lilly’s Bruder und schon an Mia interessiert, als diese noch „unsichtbar“ ist. Er steht von vornherein voll zu ihr – sogar gegen seine Schwester. Hier kommt Robert Schwartzman überzeugend zum Einsatz.

LANA und JOSH verdienen einander eigentlich, da sie sich beide nur in Mia’s Ruhm sonnen wollen. Leider ist Mia schon lange in den „Backstreet-Boy-Clon“ – wie es ihre Mutter ausdrückt – Josh verschossen und nachdem er erfahren hat, dass sie Prinzessin ist, lässt er Lana fallen, um aus Mia’s Gefühlen Gewinn zu ziehen, wofür Lana sich prompt rächt. Die beiden werden gespielt von Mandy Moore und Erik von Detten.

JEREMIAH spielt zwar nur eine sehr kleine Rolle, aber er ist dennoch wichtig, da er „irgendwie“ zu Lilly gehört... :-) Hierfür wurde Patrick Flueger perfekt gecastet.


Die DVD
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Zunächst mal muss man wählen, ob man die DVD auf Englisch, Deutsch oder Spanisch erleben möchte. Dieses Menü ist schon sehr schön in beige gehalten und mit einigen Verzierungen versehen, aber ohne Ton.

Dann folgen die Vorschauen für „Atlantis“ und „Cinderella II“ und anschließend das Hauptmenü, das wiederum in beige gehalten ist und schon sehr schön mit einer sich öffnenden Rose und so einer Art Zauberstaub – falls Ihr Euch darunter was vorstellen könnt – beginnt. Hier läuft eine leise Musik nebenbei. In der Mitte ist dann so eine Art Gemälde, in dem sich Mia auf „magische Weise“ in zehn Bildern von einem bestenfalls durchschnittlichen Mädchen in eine waschechte Prinzessin verwandelt. Über dem Gemälde prangt der Schriftzug „Plötzlich Prinzessin“, während sich links und rechts daneben zwei sowie darunter ein gerahmtes Kästchen mit jeweils einem Menüpunkt befindet.

Die Untermenüs sind im Wesentliche so aufgebaut wie das Hauptmenü, also in beige mit leiser Musik im Hintergrund und einem Gemälde in der Mitte, um das sich die Unterpunkte ranken. Gestartet werden sie ebenfalls mit einer aufblühenden Rose und in dem jeweils freien Raum „regnen“ Blumen herab.

1) Szenenauswahl
Die Szenenauswahl beinhaltet vier gerahmte Ausschnitte pro Seite. Die Bilder sind unbeweglich und es sind insgesamt 27 Szenen anwählbar.

2) Sprachauswahl
In diesem Gemälde ist Mia als Prinzessin zu sehen. Hier stehen folgende Unterpunkte zur Wahl:
2.1) Sprachen
Englisch, Deutsch und Spanisch ranken sich ebenso wie der Sprachauswahl-Button um ein Gemälde von Mia als Prinzessin.
2.2) Untertitel
Hier kann man links und rechts von dem Gemälde der Königin zwischen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Türkisch oder ohne Untertitel oder zurück zum „Hauptmenü“ wählen, was in diesem Fall der Sprachauswahl entspricht.
2.3) Hauptfilm und 2.4) Hauptmenü bedürfen wohl keiner weiteren Erklärung.

3) Extras
In diesem Gemälde wechseln sich sieben besonders schöne Szenen des Films ab. Links und rechts hat man die Auswahl zwischen folgenden Extras:
3.1) Making of: „Eine neue Prinzessin“ ~ 24 min.
Dieses beginnt damit, dass sich eine Art Märchenbuch mit dem Titel „A new princess“ öffnet und Anne Hathaway sich in einem Bild vorstellt. Dann folgen ein paar schöne Bilder von der Produktion und los geht es mit den Kommentaren der Beteiligten, darunter auch Whitney Houston. Hier erfährt man einiges über die Auswahl der Schauspieler und die Stimmung am Set. Es ist alles sehr nett gemacht und man erfährt auch einige interessante Dinge...
3.2) Zusätzliche Szenen vorgestellt von Regisseur Garry Marshall ~ 16 min.
Hier erscheint eine neuerlich Auswahl, aus dessen Gemälde erst Garry Marshall zu uns spricht und in dem dann ein Bild von Mia als Prinzessin erscheint. Hier kann man folgende Szenen anwählen (oder einfach alle ablaufen lassen), zu denen Garry immer einen kurzen Kommentar abgibt:
3.2.1) Quasselstrippe ~ 1 min.
Hier wird gezeigt, wie Mia und die Königin sich bei ihrem ersten Treffen auf dem weg in den Garten über Spitznamen unterhalten.
3.2.2) Wie eine Marionette ~ 1 min.
Hier spielt Lilly mit einer Marionette, die wie Mia aussieht, weil sie sich darüber ärgert, dass diese nach der Pfeife ihrer Oma tanzt.
3.2.3) Verfängliche Flecken ~ 2 min.
In dieser Szene ist der Lehrer von Mia bei ihrer Mutter zu Besuch und muss sein Hemd ausziehen, weil er es mit Farbe bekleckert hat – genau in dem Moment kommt Mia rein.
3.2.4) Wer ist der Pizza-Verkäufer ~ 3 min.
Hier kommen Mia und Michael sich an einem Pizza-Stand etwas näher, während Garry einen im Hintergrund brüllenden Pizza-Verkäufer spielt.
3.2.5) Ein Versteck ~ 2 min.
Mia und Michael kommen sich auf dem Basketballplatz näher, während .... ein paar Körbe wirft.
3.2.6) Eierschneider ~ 1 min.
Hier benutzt der betrunkene Lord Fricker vor dem Dinner eine Harfe als Eierschneider.
3.2.7) Bananen-Tanz ~ 3 min.
Josh tanzt mit einer Banane und alle machen es nach...
3.2.8) Enthüllung ~ 2 min.
Eine Reporterin berichtet darüber, dass Lana nur vorgegeben hat, Mia’s Freundin zu sein.
3.3) Audio Kommentar ~ 110 min.
Dieses Extra finde ich immer am interessantesten auf DVDs, auch wenn ich es selten bis zum Ende ansehe. Hier wird es natürlich von Gary Marshall gesprochen und ist sehr informativ, aber auch lustig. An dieser stelle kann man den Audiokommentar in einem extra Menü ein- oder ausstellen.
3.4) Musik-Video: Myra „Miracles Happen“ ~ 4 min.
Ein Lied, das wohl in die Kategorie „Pop“ fällt – ich kenn mich da nicht so aus – und mir ziemlich gut gefällt, zumal die Sängerin sehr sympathisch wirkt.
3.5) Musik-Video: Krystal Harris „Supergirl“ ~ 4 min.
Vermutlich fällt auch dieses Lied in die Kategorie „Pop“, aber es sagt mir eher weniger zu.

4) Trailershow
Hier kann man sich noch mal die Trailer zu den vorgenannten Zeichentrickfilmen von Walt Disney ansehen: „Atlantis“ und „Cinderella II“.

5) Hauptfilm
Startet den Film, bei dem sowohl Bild und Ton qualitativ völlig ausreichend sind.


Weitere Infos
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Es handelt sich um eine Walt-Disney-Produktion. Der Film ist etwa 110 min. lang und ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Der Spezialist, der Mia umstylt wird übrigens von Larry Miller gespielt, der schon in „Pretty Woman“ eine kleine Rolle hatte – und zwar die des schleimigen Verkäufers in dem Laden in Beverly Hills, in dem Vivian (Julia Roberts) endlich nach Herzenslust einkaufen darf.


Meine Meinung zum Film
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Okay, ich kann wohl kaum verbergen, dass meine Begeisterung auch daher rührt, dass es einige parallelen zu „Pretty Woman“ gibt, aber das alleine macht ja noch keinen guten Film – und gut gefällt mir dieser Film allemal.

Die Schauspieler haben mich durchaus überzeugt und füllten ihre Rollen – wie oben beschrieben – sehr gut aus. Auch die Story weiß trotz ihrer Einfachheit zu überzeugen, obwohl ich den Einschub mit dem gutaussehenden Möchtegern für übertrieben halte, aber so sind die Amis halt... ;-)

Besonders gefallen hat mir Mia’s Wandlung, wobei Anne Hathaway eine schwierige Gratwanderung machen musste, was ihr aber sehr gut gelang. Dabei darf man natürlich nicht die Großmutter vergessen, die auch noch so einiges über das Leben lernt...

Witzig ist auch Mia’s etwas durchgeknallter Nachbar Mr. Robutusen, der aus allem und jedem ein Drehbuch macht. Er wird übrigens von Patrick Richwood gespielt, der in „Pretty Woman“ den Liftboy darstellte.

Zu lachen gibt es hier auch mehr als genug, was sich schon allein aus den Szenen ergibt, in denen jemand etwas neues entdeckt, lernt oder erkennt – z.B. verbietet Mia ihrer Großmutter regelrecht den Mund, als diese ihr eröffnet, dass sie eine Prinzessin ist; Mia will damit nur ihre Überraschung ausdrücken, aber die Königin ist völlig erschrocken ob dieser Barschheit...


Fazit
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Wenn man die Story außen vorlässt und sich nur auf die DVD bezieht - denn um die geht es hier ja schließlich - hat diese schon mal alleine für die Extras eine klare Empfehlung verdient und da mir der Film auch sehr gut gefällt, bekommt auch ein sehr gut von mir!

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Myhnegon für Ciao, Yopi und Dooyoo.

32 Bewertungen, 1 Kommentar

  • hjid55

    09.03.2007, 19:45 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sh & lg Sarah