Reine Nervensache 2 (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von NoSoul
Reine Nervensache 2- Besser als der Vorgänger
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
O: Analyze That
USA 2002
FSK: 6
R: Harold Ramis
D: Robert De Niro; Billy Chrystal; Lisa Kudrow; Joe Viterelli; Joe D’Onofrio;
Anthony LaPaglia
Inhalt:
Paul Vitty (Robert De Niro) sitzt noch immer im Gefängnis. Als er kurz vor seiner Entlassung einen Mordanschlag überlebt, ruft er Ben Sobels (Billy Chrystal), seinen ehemaligen Psychiater, an. Dieser soll ihm helfen, doch Vittys Timing ist schlecht. Sobel ist gerade auf der Beerdigung seines Vaters. Vitty spielt daraufhin so, als wäre er verrückt geworden. Als Sobel nicht nachweisen kann, dass Vitty nur spielt, wird dieser in seine Obhut entlassen. Dies führt jedoch zu einigen Schwierigkeiten. Sobel hat zur Zeit allerdings schon genug Probleme. Der Tod seines Vaters hat ihn in eine schwere Identitätskrise gestürzt. Er nimmt gegen so ziemlich alles Tabletten, was einige Nebenwirkungen hat, und nun muss er Vitty auch noch zu Hause aufnehmen. Seine Frau (Lisa Kudrow) nimmt dies natürlich gar nicht gut auf. So kommt es schließlich auch zu familiären Spannungen.
Paul Vitty bringt ebenfalls einige Probleme mit in das Haus Sobels. Eigentlich will er tatsächlich sein Leben ändern und nicht wieder in illegale Machenschaften verstrickt werden. Doch zwei Dinge erschweren dieses Vorhaben sehr. Zum einen kommt er mit normalen Jobs nicht klar. Er versucht sich als Autoverkäufer, Restaurant-Empfänger und schließlich als Berater für eine TV-Serie, die im Gangstermilieu spielt. Letzteres läuft am besten, da er dort auf Anhieb von allen Seiten angehimmelt wird. Zum anderen bekommt er noch Schwierigkeiten von seinen ehemaligen Kollegen. Zwischen den Mafiafamilien herrscht gerade Krieg. Jede Seite versucht ihn umzubringen oder ihn auf seine Seite zu ziehen. Das FBI versucht ihn dabei als Köder zu benutzen. Schließlich versucht er alle Seiten reinzulegen, um danach ein normales Leben führen zu können.
Bewertung:
Reine Nervensache 2 macht genau das Selbe wie der erste Teil. Das bisher sehr ernste Genre des Mafiafilms wird mittels der Psychoanalyse auf humorvolle Art und Weise vermenschlicht. Das gerade Robert De Niro dabei selbstironischerweise einen von Schuld- und Angst-Gefühlen zerfressenen Mafiaboss spielt, gibt der Sache die richtige Glaubwürdigkeit. De Niro steht wie kaum ein anderer Schauspieler für dieses Mafia-Milieu. Mit einem anderen Darsteller wäre Reine Nervensache sicher niemals derart erfolgreich gewesen, und niemals so gut.
Wie der erste Teil, lebt auch der zweite von den Dialogen der Hauptdarsteller. Und diese sind an vielen Stellen noch besser als im ersten Teil. Denn in Reine Nervensache 2 haben beide Probleme. So gibt es eine Szene, in der beide gleichzeitig hyperventilieren und sich eine Papiertüte gegenseitig wegnehmen. Grandios spielt De Niro auch den Verrückt tuenden, während Chrystal ihn schlägt und reizt. Im Nachspann sieht man wie schwer De Niro es fiel, in dieser Szene nicht zu lachen.
Auch Chrystal hat einige gute Stellen. Als Tabletten schluckender Psychiater spielt er beispielsweise in einer Szene einige Nebenwirkungen. Völlig hemmungslos und mit gelähmter Oberlippe blamiert er dabei in einem Restaurant seine Tischgesellschaft.
Keine Frage: die Fortsetzung dieses Stoffes ist besser als sein Vorgänger. Mehr und vor allem bessere Gags, die Hauptdarsteller scheinen im zweiten Teil noch besser zueinander gefunden zu haben und ergänzen sich perfekt. Doch der Film hat auch einige Schwächen. So gibt es immer mal wieder kürzere Phasen, die ein wenig langweilen. Das kann man aber auch anders bewerten: Der erste Film hatte sehr viel längere langweilige Phasen. Also eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger.
Der größte Makel des Films stellen ein paar platte und peinliche Witze dar. Einige Gags hätte man sich sparen sollen. So rastet Sobel gegen Ende ein mal aus und schlägt einen Mafiosi ein blutiges Gesicht und lässt dabei ein paar niveaulose Kommentare ab. So balanciert der Film zwischen großartiger Dialog-Komödie und platter Kalauer-Komik. Zum Glück kann ich berichten, dass die guten Gags überwiegen und man es gerade noch schafft über die schlechten hinwegzusehen.
Fazit: Fantastische Schauspieler, brillante Dialoge, sichere Gags (bis auf ein paar Ausnahmen) und besser als der Vorgänger. Jeder, der den ersten Teil mag, wird auch den zweiten gut finden. Auch Leute, die den ersten Teil nicht kennen, können in den Streifen gehen, da das, was man an Vorgeschichte benötigt noch mal erzählt wird (was die Kenner des ersten Teiles vielleicht nervt, denn diese Informationen werden einfach unpassenderweise durch nicht ganz so gute Dialoge vermittelt).
USA 2002
FSK: 6
R: Harold Ramis
D: Robert De Niro; Billy Chrystal; Lisa Kudrow; Joe Viterelli; Joe D’Onofrio;
Anthony LaPaglia
Inhalt:
Paul Vitty (Robert De Niro) sitzt noch immer im Gefängnis. Als er kurz vor seiner Entlassung einen Mordanschlag überlebt, ruft er Ben Sobels (Billy Chrystal), seinen ehemaligen Psychiater, an. Dieser soll ihm helfen, doch Vittys Timing ist schlecht. Sobel ist gerade auf der Beerdigung seines Vaters. Vitty spielt daraufhin so, als wäre er verrückt geworden. Als Sobel nicht nachweisen kann, dass Vitty nur spielt, wird dieser in seine Obhut entlassen. Dies führt jedoch zu einigen Schwierigkeiten. Sobel hat zur Zeit allerdings schon genug Probleme. Der Tod seines Vaters hat ihn in eine schwere Identitätskrise gestürzt. Er nimmt gegen so ziemlich alles Tabletten, was einige Nebenwirkungen hat, und nun muss er Vitty auch noch zu Hause aufnehmen. Seine Frau (Lisa Kudrow) nimmt dies natürlich gar nicht gut auf. So kommt es schließlich auch zu familiären Spannungen.
Paul Vitty bringt ebenfalls einige Probleme mit in das Haus Sobels. Eigentlich will er tatsächlich sein Leben ändern und nicht wieder in illegale Machenschaften verstrickt werden. Doch zwei Dinge erschweren dieses Vorhaben sehr. Zum einen kommt er mit normalen Jobs nicht klar. Er versucht sich als Autoverkäufer, Restaurant-Empfänger und schließlich als Berater für eine TV-Serie, die im Gangstermilieu spielt. Letzteres läuft am besten, da er dort auf Anhieb von allen Seiten angehimmelt wird. Zum anderen bekommt er noch Schwierigkeiten von seinen ehemaligen Kollegen. Zwischen den Mafiafamilien herrscht gerade Krieg. Jede Seite versucht ihn umzubringen oder ihn auf seine Seite zu ziehen. Das FBI versucht ihn dabei als Köder zu benutzen. Schließlich versucht er alle Seiten reinzulegen, um danach ein normales Leben führen zu können.
Bewertung:
Reine Nervensache 2 macht genau das Selbe wie der erste Teil. Das bisher sehr ernste Genre des Mafiafilms wird mittels der Psychoanalyse auf humorvolle Art und Weise vermenschlicht. Das gerade Robert De Niro dabei selbstironischerweise einen von Schuld- und Angst-Gefühlen zerfressenen Mafiaboss spielt, gibt der Sache die richtige Glaubwürdigkeit. De Niro steht wie kaum ein anderer Schauspieler für dieses Mafia-Milieu. Mit einem anderen Darsteller wäre Reine Nervensache sicher niemals derart erfolgreich gewesen, und niemals so gut.
Wie der erste Teil, lebt auch der zweite von den Dialogen der Hauptdarsteller. Und diese sind an vielen Stellen noch besser als im ersten Teil. Denn in Reine Nervensache 2 haben beide Probleme. So gibt es eine Szene, in der beide gleichzeitig hyperventilieren und sich eine Papiertüte gegenseitig wegnehmen. Grandios spielt De Niro auch den Verrückt tuenden, während Chrystal ihn schlägt und reizt. Im Nachspann sieht man wie schwer De Niro es fiel, in dieser Szene nicht zu lachen.
Auch Chrystal hat einige gute Stellen. Als Tabletten schluckender Psychiater spielt er beispielsweise in einer Szene einige Nebenwirkungen. Völlig hemmungslos und mit gelähmter Oberlippe blamiert er dabei in einem Restaurant seine Tischgesellschaft.
Keine Frage: die Fortsetzung dieses Stoffes ist besser als sein Vorgänger. Mehr und vor allem bessere Gags, die Hauptdarsteller scheinen im zweiten Teil noch besser zueinander gefunden zu haben und ergänzen sich perfekt. Doch der Film hat auch einige Schwächen. So gibt es immer mal wieder kürzere Phasen, die ein wenig langweilen. Das kann man aber auch anders bewerten: Der erste Film hatte sehr viel längere langweilige Phasen. Also eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger.
Der größte Makel des Films stellen ein paar platte und peinliche Witze dar. Einige Gags hätte man sich sparen sollen. So rastet Sobel gegen Ende ein mal aus und schlägt einen Mafiosi ein blutiges Gesicht und lässt dabei ein paar niveaulose Kommentare ab. So balanciert der Film zwischen großartiger Dialog-Komödie und platter Kalauer-Komik. Zum Glück kann ich berichten, dass die guten Gags überwiegen und man es gerade noch schafft über die schlechten hinwegzusehen.
Fazit: Fantastische Schauspieler, brillante Dialoge, sichere Gags (bis auf ein paar Ausnahmen) und besser als der Vorgänger. Jeder, der den ersten Teil mag, wird auch den zweiten gut finden. Auch Leute, die den ersten Teil nicht kennen, können in den Streifen gehen, da das, was man an Vorgeschichte benötigt noch mal erzählt wird (was die Kenner des ersten Teiles vielleicht nervt, denn diese Informationen werden einfach unpassenderweise durch nicht ganz so gute Dialoge vermittelt).
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