Rendezvous mit Joe Black (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher

Nur 2 Dinge auf der Welt sind uns sicher:

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Nur 2 Dinge auf der Welt sind uns sicher:

Der Tod und die Steuer. Um dieses Sprichwort dreht sich der Film \"Rendezvous mit Joe Black\", der heute Mittelpunkt meines Berichtes sein wird.

Wie bei meinen Berichten üblich, werde ich erst einmal ein paar Worte zum Inhalt des Films loswerden, bevor ich meine Meinung über diesen Film darlegen werde.

Der Inhalt
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Bill Parrish (Anthony Hopkins) ist ein großer Medientycoon und steht kurz vor seinem 65. Geburtstag. Er führt trotz des schon Jahre zurück liegenden Tods seiner Frau ein schönes Leben. Er ist reich und er hat 2 Töchter auf die er stolz ist. Nur für seine jüngere Tochter Susan (Claire Forlani), die mit seiner rechten Hand Drew (Jake Weber) liiert ist, wünscht er sich einen anderen Mann. Einen Mann, den sie voller Leidenschaft liebt, und nicht nur so oberflächlich wie Drew.
Und wie es das Schicksal so wie begegnet Susan in einem Cafe einem jungen Anwalt (Brad Pitt), der sie mit seiner lustigen und offenen Art beeindruckt. Doch leider sieht sie diesen Mann nur kurz und ihre Wege trennen sich schnell. Aber sie hat sich in ihn verliebt. Und auch er in sie. Doch dies wird dem jungen Anwalt zum Verhängnis. Abgelenkt durch seine Gedanken an die junge Frau, mit der er gerade intensiv geflirtet hat, achtet er nicht auf den Verkehr und wird von einem Auto erfasst: Er ist auf der Stelle tot.
Währenddessen hat Susans Vater Bill ein ähnliches Problem: Eine Stimme spricht zu ihm, die sich als der Tod entpuppt. Und dieser sagt Bill, dass er nicht mehr lange leben wird. Er gibt ihm aber eine Chance sein Leben zu verlängern: Der Tod will das Leben der Menschen besser kennen lernen und dabei soll ihm Bill helfen. Und so kommt der Tod in Menschengestalt zu Bill und will ihm von nun an nicht mehr von der Seite weichen, so lang es ihm auf der Erde gefällt. Ist diese Zeit allerdings vorbei wird er gehen, und Bill mit ihm. So hat Bill nun einen Begleiter namens Joe Black, der sich mit dem Leben der Menschen ganz und gar nicht auskennt.
Und auch auf Susan wartet eine Überraschung: Kennt sie doch den neuen \"Freund\" ihres Vater aus einem Cafe. Und so bringt Joe Black sehr schnell nicht nur Bills privates Leben, sondern auch sein geschäftliches Leben arg ins Wanken.

Soviel also zum Inhalt des Films, nun meine Meinung

Meine Meinung
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Anthony Hopkins und Brad Pitt konnten mich schon mit dem Film \"Legenden der Leidenschaft\" überzeugen, dass es auch \"Schnulzen\" gibt, die mir gefallen können. Deswegen ließ ich mich von meiner Freundin überreden mal den Film \"Rendezvous mit Joe Black\" zum Mittelpunkt eines Videoabends zu machen. Leider muss ich sagen.

Rendezvous mit Joe Black wartet zwar mit einer herzerfrischen Idee auf, welche einen interessanten Film verspricht, doch leider macht der Film alles Gute an dieser Idee schnell kaputt. Der Film ist überaus langatmig, es passiert Minuten lang gar nix, und das noch dazu ohne das Spannung aufgebaut wird, oder wenigstens eine romantische Stimmung geschaffen wird. Das auch langatmige Filme gut sein können, bewies vor einiger Zeit Lasse Hallström mit Schiffsmeldungen im Kino. Doch Martin Brest will das mit diesem Film überhaupt nicht gelingen.

Die 181 Minuten, welche der Film dauert, sind eindeutig zu lang, den in über der Hälfte der Zeit passiert nichts weltbewegendes. Einzig und allein die Frage nach dem Ende, schafft etwas Spannung. Umso enttäuschter ist man, wenn man das Ende sieht. Hier bekommt man den Eindruck, dass auch der Drehbuchschreiber auf sein Ende gespannt war und dann fiel ihm nix ein. Hier wird dem Zuschauer, dann einfach das Ende angeboten, das man die ganze Zeit erwartet hat, wobei man aber inständig gehofft hat, dass genau dieses Ende nicht kommen wird, sondern stattdessen etwas unerwartetes Überraschendes.

Dabei hat der Film viele Ansätze für einen guten Film. Neben der guten Idee, sind es die überragenden Schauspieler, nämlich Anthony Hopkins und Brad Pitt. Beide übertreffen sich selbst und die gemeinsamen Szenen der beiden sind die besten des Films. Vor allem Brad Pitt spielt den Tod einfach stark. Die naive unsichere Art, die eigentlich gar nicht zum Bild des Todes passt, ist genial.

Und auch der Wortwitz in den Dialogen der beiden ist schwer zu übertreffen. Leider setzt sich der Wortwitz aber nicht durch den ganzen Film fort. Vor allem die Dialoge zwischen Brad Pitt und Claire Forlani, die am Anfang auch noch sehr gut sind, werden gegen Ende immer eintöniger und platter, zum Teil verkommt es sogar zu einer Aneinanderreihung von Standardphrasen.

Ich hatte mir von dem Film deutlich mehr erhofft und wurde leider arg enttäuscht. Deswegen kann ich diesen Film ganz und gar nicht empfehlen. Es gibt weitaus bessere Liebesfilme, so z.B. der schon oben erwähnte Film \"Legenden der Leidenschaft\", die man sich eher anschauen sollte, falls man gerne dieses Genre sieht. Könnte dieser Film nicht mit 2 brillanten Hauptdarstellern aufwarten, die es mit wortwitzigen Dialogen schaffen, wenigstens ab und zu das Gähnen bei mir verschwinden zu lassen, dann wäre meine Wertung für diesen Film noch geringer ausgefallen.

Rendezvous mit Joe Black bekommt von mir 3 von 10 möglichen Punkten!

Zum Abschluss meines Berichtes, wie gewohnt die Statistiken zum Film:

Titel Deutschland: Rendezvous mit Joe Black
Originaltitel: Meet Joe Black
Genre: Lovestory
USA 1998, FSK 6, Laufzeit: 181 Minuten

Darsteller: Brad Pitt (Joe Black), Anthony Hopkins (William Parrish), Claire Forlani (Susan Parrish), Marcia Gay Harden (Allison), Jeffrey Tambor (Quince), Jake Weber (Drew)

Regie: Martin Brest
Produzent: Martin Brest
Drehbuch: Bo Goldman, Ron Osborne, Jeff Reno, Kevin Wade
Kamera: Emmanuel Lubezki
Ausstattung: Dante Ferretti
Schnitt: Joe Hutshing, Michael Tronick
Kostüme: Aude Bronson-Howard, David Robinson


© Björn Becher 2002

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