Richy Guitar (DVD) Testbericht

Richy-guitar-dvd-musikfilm
ab 16,14
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Erfahrungsbericht von angel2901

Vampir trifft debiles Burgfräulein + Richy Guitar

Pro:

Die Ärzte, die Musik, Klamotten, ... Kultstatus...

Kontra:

Bonusmaterial der DVD, keine tiefgründige Story...

Empfehlung:

Ja

~ R I C H Y G U I T A R ~

1. Vorwort
2. Zum Film
3. Hintergrundinfos
4. Meiner Meinung nach...
5. Fazit



1. Vorwort
*~*~*~*~*~
Richy Guitar... natürlich ist dieser Name jedem Ärzte Fan (und somit auch mir) ein Begriff. Seit knapp 3 Jahren hör ich die Musik der Besten Band der Welt. Zwar hab ich vorher, als Kind, den Film schon mal gesehen, doch wusst ich da nicht wirklich, was das für seltsame Gestalten sind, die da rumhüpfen. Zu Weihnachten dann, war ich auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk für meinen besten Freund. Da auch Ärzte Fan, sprang mich die DVD von Richy Guitar förmlich an ... „Er muss mich haben, er muss mich haben... natürlich nicht, bevor du mich angeschaut hast!“ *evilgrin*


2. Zum Film
*~*~*~*~*~*~
Berlin, 1984
Der junge Richard Schrader (Jan Vetter / Farin Urlaub) wird von seinen Eltern ständig gedrängt, sich endlich mal eine Arbeit zu suchen. Natürlich geht er zu Vorstellungsgesprächen. Aber alles wird irgendwie immer wieder von der Musik durchkreuzt. Ihm wird klar, dass es das Einzige ist, was er wirklich machen will... Musik machen und groß rauskommen. Doch er merkt bald, dass das alles nicht so einfach ist, wie er es sich vorstellt. Mit seiner veralteten, schrecklich klingenden Gitarre geht er zum Vorspielen und wird aber jedes Mal abgewiesen. Zum Schluss sieht er dann nur noch die Möglichkeit, eine eigene Band zu gründen. Er schnappt sich seinen besten Freund, den Stehschlagzeuger Igor (Dirk Felsenheimer / Bela B.) und dem Bassisten Hans (Hans Runge / Sahnie)

Doch auch hier gibt es Probleme. Neben den kleinen Streitereien zwischen Hans und Richy bemerken alle drei, dass sie ohne eine anständige Anlage, wohl nicht weit kommen. Um eine solche abzubezahlen und sich mit seiner neuen „Wohnung“ über Wasser zu halten, nimmt er eine Arbeit an. Als er auch da raus fliegt, verlässt ihn seine Freundin Anja (Kristina Raschen) und die Anlage wird wieder vom Geschäft abgeholt. Als alles zu eskalieren scheint, findet Igor heraus, dass Nena für ihre Auftritte noch Roudies sucht. Begeistert davon, dem Popstar mal über die Füße zu laufen, gehen Igor und Richy an die Arbeit. Dabei treffen sie nicht nur Nena persönlich, sondern schaffen es auch noch eine Anlage abzustauben. So wendet sich langsam alles zum Schluss doch noch zum Guten...


3. Hintergrundinfos
*~*~*~*~*~*~*~*~
Originaltitel: Richy Guitar
Regie: Michael Laux
BRD 1984
Preis: 12,99 Euro (DVD)
FSK: 12 Jahre
DVD Erscheinungstermin: 30. Mai 2002
Laufzeit: 91 Minuten
Kategorie: Musikfilm


Kommen wir zur DVD. (Heut versuch ich mal ausführlicher zu werden *zu tom blinzel*)
Der Ton
Man kann hier zwischen Dolby Digital 5.1. und dem Originalton 2.0 wählen. Natürlich ist hier der Dolby Digital zu empfehlen. Man merkt, dass der Film tonmäßig auf jeden Fall bearbeitet und verbessert wurde. Ganz perfekt ist es nicht, aber wenn man bedenkt, dass das Original bald 20 Jahre alt ist, ist der Punkt vertretbar. ;)

Das Bonusmaterial der DVD ist insgesamt 80 Minuten lang, was auf den ersten Blick überrascht. Hab mich natürlich schon vor dem Film draufgestürzt ;) Danach war ich dann nicht mehr so besonders verwundert. Es gibt eine Fotogalerie, wie es heißt, mit seltenen Fotos. Diese Fotos sind nichts besonderes... eher langweilig. Die Castingaufnahmen sind ganz ok. Zu sehen sind verschiedene Leute, die eben Textstellen vorlesen. Ganz interessant, wenn man sieht, wer eigentlich noch für die Rollen in Frage kam. Die Kategorie „Pressematerial und –berichte“ ist nicht besonders toll. Unübersichtlich... und wenn man dann doch mal gerne einen Artikel lesen würde, sollte man „Pause“ drücken. Der automatische Wechsel zwischen den Artikeln ist etwas zu schnell. Das gleiche Problem tritt bei der Biographie der Ärzte auf. Beides sind einzelne Bilder mit Text, die eben viel zu schnell nach vorne blättern. Ob die Discographie (eine Aufzählung aller Platten/CDs, die die Ärzte je rausgebracht haben) wirklich jemanden interessiert ist fraglich. Vielleicht nur eingefleischte Ärztefans... Das „Richy Guitar im Fernsehn“ zeigt auch nur einen Ausschnitt aus „Top of the Pops“, in dem der Film erwähnt wurde. Was man sich als Zuschauer auch noch sparen kann ist der Original Vor- bzw. – Abspann. Recht interessant dagegen sind die Deleted Scenes und das Interview mit dem Michael Laux, dem Regisseur.

So im Großen und Ganzen hätte eine DVD mit nur dem Hauptfilm eigentlich gereicht... das Bonusmaterial ist nicht besonders berauschend.


Meiner Meinung nach...
*~*~*~*~*~*~*~*~*~
Für die Zeit und für einen deutschen Regisseur ein durchaus gelungener Film. Damals rechnete wahrscheinlich noch keiner wirklich mit dem Erfolg, den die Ärzte mal haben werden... manchen waren die Namen der Jungs vielleicht sogar total unbekannt. Aber Nena war jedem ein Begriff. 1984 war für sie der Höhepunkt ihrer Karriere. Wegen ihrem damalig so vollen Terminkalender spielt sie leider nur eine kleine Nebenrolle. Man sieht sie bei einem Auftritt, bei dem sie „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ singt.
Meiner Meinung nach waren die Schauspieler auch recht gut gewählt. Trotz, dass Farin, Bela und Sahnie in erster Linie Musiker sind, sind die Rollen glaubwürdig rüber gebracht.

Dann zur Musik. Die ist natürlich klasse *grinst* Die Ärzte spielen alte Schinken wie z.b. „Grace Kelly“ oder „Teenagerliebe“ an... einfach genial :) Nena performed ihr “Irgendwie, irgendwo, irgendwann”, was ich persönlich als ihr bestes Lied empfinde. Außerdem auf der DVD sind noch weitere 80er Jahre Bands wie z.B. “die Notorischen Reflexe” oder “Plan B.” zu finden.

Für die Leute, die in den 80ern aufgewachsen sind, ist der Film bestimmt was ganz besonderes. Die Frisuren, die Klamotten, die Frisuren, die Einstellung... Ich, die in den 90ern aufgewachsen ist, finde das alles etwas skuriel *grinst* Dennoch irgendwie cool... vor allem Bela s Vampoutfit ist klasse! Laut meiner Schwester war s aber normal sich so zu kleiden ... (Sie ist damals auch mit einer unmöglichen Dauerwelle in Neongelben Pullies rumgerannt *grinst*)

Außerdem werden in dem Film Konflikte verarbeitet, die ich komischerweise genau so heute noch in unserer Gesellschaft finde. Die Probleme mit der ersten eigenen Wohnung, den Eltern, dem Arbeitgeber (man will ja Spaß haben ;)) oder der ersten Liebe.

Was ich nicht wirklich verstehe ist das FSK 12. Es gibt keine Leichen (haha) und auch nicht wirklich irgendwelche Kraftausdrücke... wenn jemand bescheid weiß, bitte ich um Aufklärung!

Es gibt auch in diesem Film eine Lieblingsszene, bei der ich mich absolut weggeeimert hab :)
Richy und Hans hatten Streit und Hans hatte alles hingeschmissen. Er wollte eigentlich nichts mehr mit der Band zu tun haben. Richy liegt mittags irgendwann auf einem Wohnwagen. Unten kommt Igor mit Hans im Schlepptau.
Igor klopft an den Wohnwagen.
Igor: Meister, schaut, wen ich mitgebracht habe...
Richy schaut runter.
Igor: ... das debile Burgfräulein!!

Jaja... danach ham se sich wieder alle lieb und spielen zusammen ;)


5. Fazit
*~*~*~*~
Im Großen und Ganzen ein absoluter Kultfilm, den jeder, der die 80er mag, mal sehen sollte. Vor allem halt auch die Leute, die die Ärzte mögen ;) Irgendwie schaffen es die Charaktere nämlich doch ihrem wirklichen „Musikercharakter“ gerecht zu werden. Farin als Frontmann total Gitarrenverrückt und Bela als Schlagzeuger... etwas seltsam mit Kajalstift und Vampoutfit.
Ich vergebe hier 4 Sterne. Man darf nicht wirklich tiefgründige Handlungsstränge erwarten und die DVD ist auch nicht so der Hammer. Aber schaut ihn euch an... es lohnt sich ;)

Vielen Dank für s Lesen. Ich freu mich über Kommentare!

Gruß
Monja

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