Rome: Total War (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 17,97
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Erfahrungsbericht von JoJo3

Werde Herrscher das Imperiums!

Pro:

grafik, preis, spass

Kontra:

kopierschutz

Empfehlung:

Ja

Rome Total War!

Männer, der Feind ist uns zwar zahlenmäßig überlegen, aber ich bin sicher wir sind die härteren Kämpfer.
Ihre Anführer sind heulende Hunde und sie schicken Kinder in den Krieg!
Wir werden uns defensiv verhalten und sie kommen lassen um sie dann vernichtend zu schlagen!

Willkommen zur Schlacht!
Unser Anführer hat eine feurige Rede gehalten und den Männern Mut gemacht.
Donnernd schlagen die Schwerter gegen die Schilde.

Wir stellen unser Heer auf:

Erste Reihe Bogenschützen, danach Hastati die den angreifenden Horden ihre Wurfspeere entgegenschleudern, danach kommen Principes, der General dicht hinter den Männern um ihren Mut anzustacheln.
Reiterei haben wir vorsorglich im Wald versteckt, daneben haben wir noch Hunde und eine Pfeilschleuder die mit Brandmunition in die Feinde schießt, was ihnen den Mut nimmt.
Da der Feind in der Überzahl ist und nicht alles sieht was ich an Männern habe stürmt er an.
Natürlich verlustreich! Auf die ersten hetze ich die Hunde, was sie zum flüchten bringt.
Pausentaste! Das Spiel hält an und ich gebe neue Befehle!
Bogenschützen zurückziehen und anstürmende Feinde mit der Infanterie zusetzen.
Jetzt ist es an der Zeit meine Reiterei in Keilform seitwärts oder von hinten angreifen zu lassen, bevorzugt auf den feindlichen General.
Als General achte ich darauf, das meine Linien zusammenbleiben um sich gegenseitig zu decken, die Dummerchen wollen mal schnell hinterher und könnten Verluste erleiden.
Soldaten sind teuer.
Sieg!

So oder ähnlich könnte eine Schlacht aussehen.

Installation:

3 CDs gilt es einzuschmeißen, dann rattert sich der Compi über 2,3 Gigabyte an Daten ins Gedächtnis um sie dann zu installieren.
Hört sich leicht an, ist aber nicht so.
Wer z.B. Brennprogramme wie Clon-CD drauf hat kann Probleme bekommen, mein Kumpel musste es erst deinstallieren, bei mir hat’s nicht gestört, dafür musste ich erst einen Registerclean machen, bevor es sich installieren ließ.
Das liegt an dem beliebten Kopierschutz, der zwar unsinnig ist, weil mit Erscheinen sofort Cracks im Internet kursieren.
Computerspiele mit Kopierschutz bekommen von mir einen Punkt Abzug, ein klarer Mangel!

Technik:

Minimum für Ruckelfreaks, 1 Ghz, 256 MB RAM, je mehr je besser also, man kann beim Tuning sehr viel einstellen, richtig schön sieht es aber nur am High-Endrechner aus, aber auch da kann es bei voller Auflösung zum ruckeln kommen, wenn sich Tausende in die Schlacht werfen.
Der 6.1 Sound ist so was von Boah, vor allen in den Schlachten.

Strategieteil:

Wer gerne Spiele wie Colonisation, Zivilisation oder den Vorgänger Medieval spielt, ist hier total richtig.
Eine schicke Europakarte erwartet euch und euer Können als Stratege.
Berge, Flüsse, Meere, Städte sind wichtig um eure Truppen zu bewegen und auch taktisch wichtig.
Naturgewalten, wie Vulkanausbrüche, Stürme oder Krankheiten wie Pest machen einem das Leben schwer.
Die Städte zeigen im Prinzip mittels Icon an was besonders wichtig ist, die Städte bieten aber noch sehr viele verschachtelte Menüs, die alles anzeigen was das Herz begehrt.
Keine Angst das hat man schnell gelernt.
Wichtig ist der Stadtaufbau, damit Geld für die Truppen reinkommt.
Geld verdienen wir mit Handel, den wir indirekt über das errichten von Märkten, Häfen oder Strassen erhöhen, durch erfüllte Senatsmissionen, durch einnehmen von feindlichen Siedlungen und durch auch heute noch beliebten Steuern.
Zwar übernimmt die KI auf Wunsch alles, aber ich empfehle das selbst zu machen.
Für Soldaten brauchen wir Bevölkerungswachstum, welches wir durch Gebäude anlocken die Bevölkerung generieren.
Tempel stellen die Bevölkerung zufrieden, Kanalisation sorgt für saubere Städte die gerne bevölkert werden.
Militärgebäude sorgen für neue Truppentypen, hierbei sollte man nicht auf die zuschaltbare Beraterin hören, welche in jeder Stadt alles bauen mag.
Militärgebäude sind teuer und man sollte sich in einer Stadt auf einen Truppentyp beschränken und in dicht beiananderliegenden Städten die Legionen rekrutieren, die restlichen Städte auf Handel hin ausbauen um Knete reinzubekommen.
Anfangen sollte man mit Gebäuden die den Handel erhöhen, Markt, Hafen und Strassen.
Durch Arenen kann ich Spiele veranstalten welche die Bevölkerung von der Steuer ablenken.
Das Zufriedenheitsicon sollte stets Grün oder höchsten Gelb sein, bei Blau oder Rot wird’s gefährlich, weil Revolten drohen.
Revolten sind an sich nicht schlecht, wenn man eine Armee zur Niederschlagung hat und man kommt schnell an eine lukrative Senatsmission, bringt außerdem Erfahrung für den Feldherren.
In jede Stadt könnt, nein besser solltet ihr einen Familienangehörigen schicken als Verwalter.
Meines Erachtens könnt ihr jeden Dödel annehmen, den euch das Programm als Schwiegersohn für eure Töchter anbietet.
Ein paar Truppen dazu und ein paar Kämpfe gegen Rebellen und der Typ hat annehmbare Kommandowerte und kann in der Provinz immer noch ein Kaff verwalten.
Truppen haben jetzt eine Reichweite in der sie marschieren können, dabei sollte man darauf achten Engstellen, zu besetzen, ein Familienmitglied sollte hier einen Wachturm errichten um auch später Feinde auszumachen.
Es können auch Forts errichtet werden, welche aber ständig besetzt sein müssen, um von Gewaltmärschen geschwächten Truppen einen Unterschlupf zu bieten.

Städte besetzen:

Wenn eine Stadt schon belagert wird, greifen wir trotzdem an, denn es bekommt der die Stadt, der angreift, wenn wir mit den anderen verbündet sind, kämpfen die als Reserve sogar auf unserer Seite.
Ich versklave immer alle Einwohner und lasse, soviel Truppen zurück das es nicht zur Revolte kommt.
Exempel am Tempel, fremde Tempel sofort niederreißen, macht zwar unzufrieden, aber wir wollen ja römische Kultur verbreiten.
In Städten in denen wir Truppen ausheben wollen, errichten wir einen Tempel des Mars, wobei ich nur Marstempel errichte, bringt bald Bonuspunkte.
Zum Angriff baut ihr in einer Runde Rammen, Leitern, Belagerungstürme oder wenn ihr Einheiten habt die Tunnel graben können, eben Tunnel, welche ich bevorzuge, weil man kaum Verluste hat.

Diplomatie:

Zuerst bilden wir Diplomaten aus, die wir zu jedem Volk schicken und ein Handelsabkommen abschließt, was uns später reichlich Geld durch Handel bringt.
Diplomaten können aber noch bestechen, um militärischen Beistand bitten oder mal ein paar unverschämte Forderungen stellen.
Mit Völkern die nicht auf unserer Eroberungslinie liegen, schließen wir eine Allianz, damit sie uns nicht in den Rücken fallen.
Spione sind zum Anfang gut um Siedlungen auszuspähen und uns das Tor zu öffnen.
Später heuern wir dann Attentäter an, die wir erst mal an Rebellen trainieren und dann später dazu nutzen den gegnerischen General umzubringen, sehr hilfreich zum Sieg.

Nun da gibt’s noch viel zu entdecken, selbst für mich.

Kämpfe:

Je besser euer Compi und die Detailtreue die er darstellen kann, desto höher die Einheitenvielfalt, aber auch sonst sieht es schick aus.
Sehen wir mal von ein paar Schwächen in den Größenverhältnissen, sieht alles obercool aus.
Es wirkt schon grandios, wenn da ein riesiges römisches Heer in Schlachtordnung auf den Gegner zumarschiert.
Man sollte mal ganz dicht ranzoomen um mal den Kampf Mann gegen Mann zuzuschauen.
Da verliert man zwar die Übersicht, aber so habe ich das noch nirgends gesehen.
Zu Beginn könnt ihr erst mal die Truppen so aufstellen, wie ihr es für richtig erachtet.
So kann man strategisch wichtige Hügel besetzen, weil es sich von oben herab besser kämpft.
Wenn es geht immer ein paar Einheiten im Wald verstecken um dem Gegner in die Seite oder Rücken zu fallen, was fast immer tödlich ist.
Sehr schön finde ich die Pausenfunktion, weil ich jederzeit anhalten kann und meinen Truppen neu Befehle erteilen kann.
Ganz wichtig ist Moral, deswegen den eigenen General ständig hinter den Leuten halten.
Hunde oder Brandmunition demoralisieren den Gegner genauso, wie hohe Verluste.
Schon auf normalem Schwierigkeitsgrad ist die KI des Gegners nicht schlecht, lässt sich aber austricksen.
So kann ich meist gefahrlos den Gegner umgehen und den feindlichen General angreifen, was fast immer den Sieg bringt.
Aber schlecht ist die KI nicht, weil sie solch Sachen wie Flankenangriffe draufhat, was vielleicht für einen Einsteiger zu schwer ist.
Jede Seite hat so ihre Lieblingseinheit, so haben die Ägypter Streitwagen, die Griechen Phalanxspeerträger, die Skythen schwere Reiterei und Karthago Elefanten, so das man nicht wild Truppen produzieren sollte, sondern sich auf den Gegner einstellen und der Angriffstaktik unterordnen.
Wer genug Geld hat, kann durch ein Familienmitglied als General Söldner engagieren, welche zwar teuer sind, aber manchmal starke Einheiten bieten.
Söldner eignen sich hervorragend zum verheizen oder Gegner anlocken, später einfach entlassen, wenn sie zu schwach sind.
Schiffe eigenen sich nicht nur zum übersetzen von Truppen oder Diplomaten, sondern auch zum kämpfen, wobei hier immer der Computer auswürfelt und Rückzug gibt’s nicht, deshalb ist beim erobern von Überseeländereien unerlässlich mehrere starke Flotten zu produzieren.

Der Weg ist das Ziel:

Zu Anfang könnt ihr nur die 3 römischen Parteien der Julier, Bruti oder Scipionen spielen und müsst genug Macht entwickeln um euch gegen Rom selbst zu stellen, denn wir ja selbst Imperator werden.
Begonnen wird immer 270 vor Christus, wir sehen mal darüber hinweg, das nicht alles historisch korrekt ist.
Ihr bekommt je nach Partei Ziele vom Senat vorgegeben, für die es Belohnungen gibt und die Richtung in der eure Eroberungen gehen sollten, hier empfiehlt es sich den späteren Gegnern schon mal schnell ein paar Städte abzuluchsen, wobei sich Inseln hervorragend eignen.
Da jede Partei ein anderes Ziel hat, ist man auch versucht diese zu spielen.
Julier greifen Gallien an, Bruti stürzen sich auf die ollen Griechen und die Scipionen beharren darauf Karthago zu zerstören.
Um dann Rom anzugreifen braucht man schon ein anständiges Hinterland um genug ausgebildete Truppen zu haben.
Es ist anzuraten darauf zu achten, den Truppen genug Erfahrung anzugedeihen, welche man in Kämpfen erreicht und diese zu schützen.


Multiplayer:

Im Deathmatchmodi bis zu 8 Spieler(noch nicht probiert)

Einzelschlachten:

Hier könnt ihr mehrere historische Schlachten nachspielen, so die Schlacht im Teutoburger Wald.

Volle Packung:

Wir bekommen eine schöne handelsübliche DVD-Hülle, in der sich 3 CD’s verbergen und eine wunderschöne Karte auf der zum einen der zu erobernde Mittelmeerraum, nebst Europa dargestellt ist, auf der anderen Seite ein Menü der Baufolge.
Obacht jetzt kommt es, ein gedrucktes Handbuch, lange nicht mehr gesehen.
Doll!

Meine Meinung:

Für mich die perfekte Mischung, von Strategie und taktischen Kämpfen.
Manchmal lasse ich die Kämpfe vom Computer auswürfeln, meist wenn ich in Überzahl bin, dann schlage ich auch mal jede Schlacht selbst, wie mir gerade ist.
Beim ersten anspielen überwiegt erst mal der Woweffekt, langsam kommt man hinter die Feinheiten des Spiels und spätestens wenn man das erste mal durch ist, wobei ich empfehle die kürzere Variante zu wählen, um die anderen Völker auch mal spielen zu können, hat man die meisten Funktionen gut drauf und man braucht hervorragend gemachte Hilfe nicht mehr.
Manch einer mag von der Menüflut erschrecken, aber das lernt man schnell und die Erklärungen sind auch so interessant, so lernt man viel über die einzelnen Truppen und das alte Rom.
Rom hat mich schon in der Schule fasziniert und auf so ein Spiel habe ich schon lange gewartet.
Keine Hektik, man kann jederzeit speichern, außer in den Kämpfen.
Das Spielprinzip hat sehr hohen Suchtfaktor, weil man versucht ist, noch mal schnell noch eine Runde zu beenden oder eine Provinz zu erobern.
Natürlich ist hier Weitsicht gefragt und für einen rechtzeitiger Truppennachschub zu sorgen.
Der Aufbau eines Weltreiches und der Erhalt ist sehr Anspruchsvoll und macht mir jedenfalls diebischen Spaß.
„Rome“ ist selbstverfreilich kein Spiel für eine Nacht, so eine Eroberung kann je nachdem wie viele Schlachten man selbst schlägt, wobei eine Schlacht so um die 20 Minuten dauern kann, schon 40-60 Stunden dauern.
Natürlich ist man dann versucht sich an den anderen Völkern zu etablieren.

Fazit:

Für mich ein grandioses Spielprinzip, welches fordernd ist und zum nachdenken anregt, ohne vorrausschauende Planung wird es schwer, sein Reich zu beherrschen.
Lange hat mich kein Spiel so fasziniert, ich denke hier bekommt man noch was für sein Geld (30 Euro, was für heutige Spiele schon als Schnäppchen gilt.
Ich denke ich werde lange was von dem Spiel haben und für mich zählt nicht nur eine tolle Graphik sondern vor allem der Spielspaß und hier ist „Rome“ kaum zu schlagen, jedenfalls für mich.
Strategiefans können hier unbedenklich zuschlagen und finden ein anspruchsvolles forderndes Spiel.
Als Altersempfehlung wird 12 Jahre angegeben, was ich als Minimum empfinde um die Zusammenhänge zu begreifen, denn machen wir uns nix vor, das Spiel trägt nicht umsonst den Zusatz „Total War“.

Wenn dieser blöde Kopierschutz nicht wäre, würde es volle Punktzahl geben.
Sicher wird man noch mehr zum bemängeln finden wenn man sucht, aber ich finde es schön gemacht und vom Spielprinzip her, ganz wunderbar.

18 Bewertungen, 6 Kommentare

  • TDBHT

    16.12.2007, 13:35 Uhr von TDBHT
    Bewertung: sehr hilfreich

    das beste Spiel aller Zeiten

  • morla

    12.11.2006, 22:23 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • 6Hades6

    12.11.2006, 16:15 Uhr von 6Hades6
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht LG Hades

  • anonym

    12.11.2006, 16:10 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh :o)

  • B_Engal

    12.11.2006, 15:38 Uhr von B_Engal
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH von mir. MfG B_Engal

  • swissghostly

    12.11.2006, 15:22 Uhr von swissghostly
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich. würde mich übrigens sehr über gegenlesungen freuen.