Rome: Total War (PC Strategiespiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Flotin6
Rome Total War
Pro:
langer Spielspaß; gute Grafik,KI und Sound;Familienstammbaum; macht süchtig
Kontra:
Proportionen; macht süchtig
Empfehlung:
Ja
Shogun - Total War( Juli 2000) und Medieval: Total War (September 2002). Rome- Total War ist ebenso wie die älteren Verwandten, ein rundenbasierendes Taktik- und Echtzeitstrategiespiel. Es erschien im September 2004 von den Entwicklern Creative Assembly. Bald erscheint ein Addon (Babarian Invasion).
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Ein paar persöhnliche Worte vorneweg: Dies ist das bisher einzigste Spiel, das mich regelrecht süchtig gemacht hat. Das heißt 3 Monate täglich mindestens 2 Stunden zocken. Besonders genial finde ich die Famieliengliederung. Dazu später mehr.
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Zum Spiel
Man wird in die Zeit des Julius Cäsar versetzt. Hier liegt die Verantwortung für seinen Aufstieg im römischen Senat und dem erlangen der Weltherrschaft in den Händen des Spielers. Natürlich stehen diesem Ziel eine Menge anderer Völker gegenüber, deren Lebensraum sich von Großbritannien bis hin zu den ägyptischen Pyramiden erstreckt.
In der ersten (Tutorial-)Mission, wo Sie der Familie von Julius Cäsar einen Landsitz verschaffen müssen, wird ausführlich die ganze Spielmechanik erklärt, so dass kaum noch Fragen offen bleiben. Wenn doch, kann man immer im Menü ein Hilfefenster aufrufen.
Hiernach folgt die bis zu diesem Zeitpunkt einzig verfügbare Kampagne, in der man sich eine von drei römischen Familien auswählen dürfen. Deren Einheiten sind zwar einigermaßen identisch, aber dem Spieler stehen siebzehn grundverschiedenen Feinde gegenüber. Die Julier, eine der Familien, kämpfen im Westen von Europa gegen Gallierstämme, während die anderen entweder gegen die Griechen oder gegen Karthago ziehen.
Den Sieg in der Römerkampagne, egal mit welcher Familie, erlangt man, indem man sich zum Kaiser krönen, den darauf folgenden Bürgerkrieg niederschmettern und schließlich weite Teile des antiken Europas erobern kann. Nach rund fünfzig (!!!) bis sechzig Spielstunden sollte die Kampagne abgeschlossen sein. Alsdann werden weitere acht von siebzehn Völkern, wie zum Beispiel die Gallier, freigeschaltet. (Jedes dieser Völker verfügt über individuelle Einheiten.) Wem das nicht schnell genug geht, hat alternativ die Möglichkeit eine knapp zwanzig Stunden dauernde, verkürzte Kampagne zu meistern.
Auf der Spielerkarte, wo man europäische oder nordafrikanische Landmassen im rundenbasierten Taktikpart betrachtet, trifft man globale Entscheidungen wie Politik, Städteausbau oder Truppenbewegungen im Vordergrund. Jede zweite Spielrunde findet im Winter statt, was sich nicht nur in einer das Land überziehenden Schneedecke bemerkbar macht. Politik ist ein wichtiger Bestandteil um seine Ziele zu verwirklichen. Meuchelmörder wie Diplomaten aus den alten Spielen übernommen.
Letztere haben nicht nur die Fähigkeit Handelsverträge, Friedens- oder Bündnisvorschläge zu machen, sondern bestechen auch gerne mal eine feindliche Armee oder Stadt, um deren Loyalität für Sie zu gewinnen.
Das zweite wichtige Thema ist der Städteausbau. Neben dem üblichen mehrstufigen Ausbau von Militärbauwerken sind eine Reihe weiterer Gebäude vorhanden, mit denen der Handel oder das Wohlbefinden der Bevölkerung verbessert wird. Ein gut ausgebautes Straßensystem ermöglicht beispielsweise effizienteren Handel und zusätzlich schnellere Truppenbewegungen.
Der letzte große Aspekt im Rundenstrategieteil sind die Truppenbewegungen. Sämtliche Armeen werden hier symbolisch dargestellt und können je nach Ausbau des Straßensystems, der Region(bsp. Alpen) sowie Jahreszeit mehr oder weniger weit verschoben werden. Selbiges gilt auch für die Diplomaten, Meuchelmörder und in Häfen produzierte Schiffe. Treffen auf diesem Wege zwei Feinde aufeinander, kommt es zu einer Schlacht, die Sie entweder selbst befehligen, oder von einem KI gesteuerten General berechnen lassen können. Der Ausgang der Schlacht hängt auchvon den jeweiligen Sternen der Generäle ab. Gefechte zwischen Schiffen werden grundsätzlich berechnet.
Im Falle eines Kampfes, der nicht von der KI gesteuert werden soll, wechselt das Programm in den Schlachtenmodus. Hier wird nicht mehr rundenbasiert, sondern in pausierbarer Echtzeit gespielt. Man kann also während einer Pause alles in Ruhe anschauen und sämtlichen Einheiten Befehle geben.
Damit einem auf Dauer nicht langweilig wird, berechnet der Computer basierend auf der Landkarte (inklusive aller Faktoren wie Wetter, Terrain usw.) ein Schlachtfeld.
Zu Beginn des Gemetzels hält nun immer der oberster Feldherr eine Rede, die nicht nur motivierend, sondern auch mit taktischen Tipps (wie z.B. “... der Feind könnte im Wald Nachschub versteckt halten...“) gespickt ist. Bevor es nun richtig losgeht, hat man noch Gelegenheit seine Truppen innerhalb bestimmter Grenzen auf dem Feld der Ehre zu positionieren. Sodann geht es in üblicher Weise aufeinander los.
Wichtiger als alle Krisenverursacher zu plätten, ist es, deren Moral zu brechen, da sie in diesem Fall die Flucht ergreifen. Viele Faktoren wirken sich auf das Gemüt der Soldaten aus. Beispielsweise lässt ein gepanzerter Kriegselefant sein Gegenüber nur so vor Angst erzittern.
Der technische Fortschritt von Rome ist beinahe unglaublich. Jeder einzelne Bereich wurde verbessert.
Anders als bei den vorherigen Teilen der Total War-Serie ist die Landschaft im Taktikbereich mit einem wunderbaren Detailreichtum in 3D modelliert. Beispielweise fahren auf einer Handelstraße Marktkarren - je mehr davon, desto wertvoller die Route. Verschneite Berge erschweren das Fortkommen von Einheiten. Gewitter ziehen hin und wieder mit dichten grauen Wolken über das Land( Sogar der Ätna bricht aus!). Längeres ausharren einer Streitmacht außerhalb von Städten laugt die umgebenden Ländereien aus, was sehr hässlich anzusehen ist.
In den 3D-Schlachten fallen zunächst unzähligen verschiedenen Einheiten auf, wobei jedes der siebzehn verschiedenen Volker eigene hat. Beispielsweise brennende Schweine, die Kriegselefanten in Panik versetzen sollen oder Kamelreiter aus dem nahen Osten. Im weiteren sind hier auch die tollen Partikeleffekte zu erwähnen, wenn in der Wüste Staub aufgewirbelt, oder Mauern von Katapultgeschossen getroffen werden.
Der bombastische 3D-Sound, der einem das Schlachtengetöse nur so um die Ohren haut ist ebenfalls sehr gut gelungen. Von allen Seiten ist der Lärm allgegenwärtig - Waffengeklirre, Schreie, zischende Pfeile... lassen das Gefühl aufkommen, mitten im Gemetzel zu stehen.
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Familie
In Rome-Total War gibt es einen sogenannten Familienstammbaum in dem die Familienmitglieder aufgezeichnet sind. Das heißt
anfänglich 4 Generäle (3 Söhne) und die Frau des obersten Generals. Frauen haben aus Kinder bekommen keine Bedeutung.
Manche Generäle haben beispielsweise die Eigenschaft "fruchtbar" bzw. "sehr fruchtbar". Hier können sie viele Kinder erwarten. Nach zirka hundert Jahren (200 v. Chr.) erhält man fast jede Runde die Nachricht, dass ein neuer Nachfahre geboren wurde.
Wenn Frauen in das heiratsfähige Alter kommen, kann man durch Hochzeiten wichtige Politiker oder Generäle auf seine Seite holen.
Daher vergrößert sich allmählich der Familienstammbaum.
Natürlich können Familienmitglieder bei Schlachten oder an Altersschwäche sterben.
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Negativ
Die weniger schlimme Eigenschaft ist, das Proportionen zwischen den Einheiten und dem Schlachtfeld nicht exakt sind. Beispielsweise wenn acht Soldaten nebeneinander auf einer Karrenspur entlang marschieren. Der zweite Makel ist, dass sich der Netzwerkmodus (maximal sechs Spieler im LAN oder Internet) nur auf den Schlachtenmodus, nicht aber auch auf den Taktikbereich erstreckt.
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Fazit
Die ganzen vielfältigen technischen Verbesserungen und eine sehr gute Ki manchen Rome: Total War zu weit mehr als einer einfachen Fortsetzung der Serie. Hervor sticht auch der Familienstammbaum. Mit langer Spieldauer; guter Grafik, KI der Gegner und dem guten Sound ist das Spiel für 25€ für alle zu empfehlen. Durch kleine Mängel (Proportionen) kann ich jedoch kein "exzellent" geben.
Systemvorraussetzungen
-Windows 98/ME/2000/XP
-256 MB Arbeitsspeicher
-2,9 GB freien Festplattenspeicher
-Pentium 3 1Ghz
-8x CD-Rom-Laufwerk
-Nvidia Geforce 3/ATI Radeon 8500
bei besseren Systemvorraussetzung läuft das spiel flüssiger und mehr soldaten können eingesetzt werden.
Flotin6
28 Bewertungen, 6 Kommentare
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23.07.2008, 11:14 Uhr von Iris1979
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht. LG Iris
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22.07.2008, 22:42 Uhr von try_or_die87
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße aus Regensburg
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21.07.2008, 13:39 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichSehr schön beschrieben! Liebe Grüße, Ingo
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21.07.2008, 00:27 Uhr von Striker1981
Bewertung: sehr hilfreichSH und Liebe Grüße vom STRIKER
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20.07.2008, 23:46 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichGruß Susi
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13.08.2005, 22:16 Uhr von Venusshine
Bewertung: sehr hilfreichich noch gar nicht. Hört sich aber ziemlich gut an. Eine Frage hab ich aber noch. Was meinst du mit KI? vlg, Micha
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