Rome: Total War (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 17,97
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Erfahrungsbericht von relaXer

Alle Wege führen nach Rom: Fantastisches Epos

Pro:

Historische (Massen - )Schlachten, herausragende Athmosphäre, Soundkulisse

Kontra:

Teils detailarme Landschaften, umständliche Bedienung

Empfehlung:

Ja

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Übersicht: Daten und Fakten
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Titel: Rome: Total War
Entwickler: Creative Assembly (http://www.creative-assembly.co.uk/)
Publisher: Activision (http://www.activision.de)
Preis: ca. 45 EUR

Genre: Strategie
USK-Einstufung: geeignet ab 12 Jahren
Besonderheiten:

- Riesige Kampagne, 8 Völker zur Auswahl
(3 zu Beginn, restliche nach erstem Durchspielen)
- Spezieller Historien-Modus mit 10 originalgetreuen Schlachten
- Detaillierte Optik, brachiale Soundkulisse
- Mittendrin-Gefühl dank toller Atmosphäre
- Abwechslungsreiche Story
- Intelligente Computergegner
- Multiplayer-Modus für bis zu 8 Spieler (Modus: Deathmatch)


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Systemanforderungen
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** Minimal:

1GHZ Prozessor
256MB Ram
64MB Grafikkarte

2,3GB Festplattenspeicher
8x CD-Rom Laufwerk
Windows 98 und höher


** Optimal:

2,5 GHZ Prozessor
512MB Ram
128 MB Grafikkarte

2,3GB Festplattenspeicher
32x CD-Rom Laufwerk
Windows 98 und höher


Dank ausreichender Einstellungsmöglichkeiten ist Rome: Total War nur wirklich dann ein Hardwarefresser, wenn sie Wert auf brilliante Optik legen oder die ganannten Mindestanforderungen nicht besitzen. Die Regelung der sichtbaren Einheiten ist ein echtes Performance-Geschenk. Bei langsamen Maschinen unbedingt auf den niedrigsten Wert setzen!


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Verpackung und Inhalt
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Verpackungstechnisch präsentiert sich Rome: Total War im typischen DVD-Einerlei. Ein opusantes Cover, das die Atmosphäre des Spiels perfekt widerspiegelt, sowie die Rückseite mit einer kurzen Beschreibung, Angaben zum Betriebssystem und Bebilderungen hinterlassen einen guten Eindruck. Die Ausstattung ist angemessen. Ein 80-seitiges Handbuch erklärt alle wichtigen Funktionen des Spiels, Extras fehlen, die CDs sind auf einer 3er-Spindel aufgereiht.

- DVD-Box
- 3 CDs
- 80-seitiges Handbuch
- keinerlei Extras


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Vorwort
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Sie lieben historische Massenschlachten? Herr der Ringe, Matrix und Co kennen Sie in- und auswendig? Dann ist Rome: Total War das ideale PC-Spiel für kalte Herbsttage. Rund ein Jahr vor Erscheinen angekündigt, entdeckten zahlreiche Magazine bereits bei einem ersten Test enormes Potenzial. Von da an entwickelte sich Rome: Total War, neuester Teil der \'Total War\'-Reihe (Medieval), fast selbsständig zum Hitkandidaten. Riesige Kämpfe und eine unvergleichliche Atmosphäre schienen die Patzer der eher unbekannten Vorgänger bei Weitem wett zu machen, nun, nach einem Jahr, steht der Titel in den Läden. Tatsächlich Lohnenswert? Wo liegen Schwächen? Der Erfahrungsbericht verrät mehr!


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Story, Kurzüberblick: Feldzug nach Rom
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Kern in Rome: Total War stellt der umfangreiche Kampagnenmodus dar. Zu Beginn wählen Sie eine von drei römischen Familien, Scipionen, Julier und Bruti, die Sie ab dem Jahr 270 v. Chr. zur Herrschaft führen. Die gewinnt man Stück für Stück durch Erobern neuer Städte, dessen Ausbau mit Hilfe von Häfen, Stadien und anderen Prunkeinrichtungen. Verbündete sind dabei ebenso wichtig, wie die Auswahl des richtigen Gegners und der Ausbau der eigenen Armee, näheres hierzu folgt etwas später.
Ziel ist es, ihr Heer bis ins Zentrum der Antike, Rom, zu führen und den Kaiser in der finalen Schlacht vom Thron zu stürzen. Damit nicht genug: Kaum die Herrscherposition eingenommen, verbünden sich die Völker gegen Sie, nur wer 50 weitere Provinzen bzw. 15 Landstriche (anwählbare Kurzfassung) erobert, gewinnt den entfachten Bürgerkrieg. Keine leichte Aufgabe!

Die Story wird stets spannend erzählt und bietet eine gesunde Mischung aus Schlachten und Diplomatie. Diverse historische Ereignisse, die einigen noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt sein dürften, steigern das Mittendrin-Gefühl, der Fortgang der Handlung wird in Spielgrafik erzählt. Das Tutorial zu Beginn der Kampagne ist vorbildlich, der Spieler kann Ratschläge jederzeit überspringen und somit direkt den handelnden Part übernehmen.


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Diplomatie und Wirtschaft
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Keine Angst: Die bereits angesprochene \'gesunde Mischung\' besteht zu rund 20% aus Diplomatie und zu 80% aus Schlachten in 3D-Grafik. Dennoch bleibt die Entscheidung letztendlich dem Spieler überlassen. Wer sich lieber auf den wirtschaftlichen Teil konzentrieren möchte, kann die Konfrontationen automatisch von (recht schlauen) computergesteuerten Bots austragen lassen, während das Blickfeld auf den Provinzen, Städten und Dörfern ruht. Diese dürfen Sie, sobald erobert, mit zahlreichen Gebäudetypen (Häfen, Sanitäranlagen, Tempel, Paläste, Weltwunder) aufrüsten, was unter anderem die Zufriedenheit der Bevölkerung und die Motivation der Armeen steigert. Jeder der Einwohner hat seine eigenen Bedürfnisse, die es in der Gesamtheit zu befriedigen gilt.

Die gesamte Handhabung des Diplomatie-Modus spielt sich auf einer zweckmäßigen 3D-Landkarte ab, die alle Informationen zu Verbündeten, Gegnern und Grenzgebieten bereithält. Sie können handeln, Verträge abschließen und Ihren Feldzug vorplanen. Nicht immer geht es fair zu: Sie dürfen fieserweise Spione aussenden, die die Umgebung und Vorhaben des Gegners verraten können.


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Schlachten und technische Details
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So schön das ruhige Leben als Diplomator auch sein mag, irgendwann ist selbst der KI-Kollege zu schwach, um ihr wachsendes Heer alleine anführen zu können - nicht zuletzt: Wer es bis Rom schaffen will, benötigt dringend Übung und würde das bisher schönste Epos der Spielegeschichte verpassen.

Die von Ihnen ausgewählte Familie in Rome: Total War befindet sich tatsächlich im Spielgeschehen. Jeder der Angehörigen kann als General rekrutiert werden und fortan für Sie auf dem Schlachtfeld kämpfen. Das bringt nicht nur Trauer beim Verlust des tapferen Soldaten, sondern die Möglichkeit, den eigenen Sichtbereich auf der Strategiekarte per Wachturm auszubauen. Ist eine Konfrontation ersteinmal unausweichlich, wird das Spielgeschehen der Karte entsprechend originalgetreu nachempfunden. Treffen Sie beispielsweise in der Nähe eines Waldes auf den Feind, werden Sie auch im Kampf zwischen Bäumen umherrücken müssen.
Zu Beginn einer jeden Schlacht wählen Sie zwischen verschiedenen Truppentypen und -Klassen (berittene Soldaten, Fußsoldaten, Katapulte und Rammböcke), die bestenfalls auf den Gegner abgestimmt werden. Dessen Heer kann parallel zum eigenen Aufgebot eingesehen werden. Sie sollten gut vorbereitet sein, während des nachfolgenden Kampfes darf nicht gespeichert werden!

Kaum ins Spiel eingestiegen können Sie sich im Pause-Modus einen Überblick über das Schlachtfeld, den Gegner und mögliche Taktiken machen. Auch geben Sie ihrem Heer Voranweisungen, die nach Beenden des Pausemodus sofort ausgeführt werden. Manöver wie die Zange oder das Einkreisen sind keine Kinkerlitzchen aus dem Kino, sondern tatsächlich sinnvoll. Nur mit richtiger Dosierung gewinnen Sie einen Kampf, der Computergegner agiert dabei stets schlau, selbst in der 2. der vier wählbaren Schwierigkeitsgrade beißen sich Einsteiger die Zähne aus.

Zusätzliche Schwierigkeit: Sich beim Betrachten der schicken 3D-Optik zur Befehlsanweisung hinzureißen. Sämtliche Spielfiguren sind in schickem 3D animiert, der Spieler kann frei heranzoomen und beispielsweise einer Horde Elefanten zusehen, wie sie die gegnerische Armee ähnlich kleiner Plastikspielzeuge auseinanderfegt. Bei der Anzahl an Soldaten ist selbstverständlich keine detaillierte Darstellung möglich, weshalb gerade Pferde extrem eckig wirken. Angesichts der noch ärmeren Umgebung jedoch leicht zu verzeihen. Hier hätte ich mir zumindest Tiere oder kleine Dörfer gewünscht, auch die Texturen wirken eher matschig, als wirklich imposant.

Nächster Kritikpunkt: Zoommodus und 3D-Grafik hin oder her, auch bei Rome: Total War hat sich ein oft bemängelter Fehler eingeschlichen: Die Kameraführung. Deren Bedienung ist leider sehr umständlich, nur mit Hilfe von Tastenkombinationen können die verschiedenen Funktionen aktiviert werden, auch Spezialbefehle der Generäle, etwa das Stärken der eigenen Armee mit Hilfe von Zurufen, sind extrem hektisch abzurufen. Hier bedarf es mehrere Stunden Eingewöhnungszeit.

In Sachen Sound schneidet Rome: Total War allerdings erneut mit voller Punktzahl ab. Nie drangen Schlachtrufe, Motivationsreden und Schreie dermaßen realistisch durch PC-Boxen, Herr der Ringe lässt grüßen. Auch die Musikkulisse stimmt. Klassische Klänge passen perfekt zum Flair des Spiels und stimmen auf die nahende Schlacht ein.

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Perfekte Atmosphäre
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Was wären Massenschlachten ohne die passende Atmosphäre? Letztere baut sich dank des tollen Sounds und riesiger Armeen fast von selbst auf. Wenn der General unserer Armee vor der scheinbar übermächtigen Gegenwehr seine letzte Rede hält und die Soldaten kurz darauf durch die Boxen trampeln, schlägt jedes Spielerherz höher. Motivation spielt eine wichtige Rolle! Nicht selten laufen mir ganze Horden aus Angst vor Brandgeschossen und Katapulten davon - ärgerlich, aber umso realistischer. Jeder Sieg wird mit Jubelschreien gefeiert, bei einer drohenden Niederlage ist die eigene Wut gleich doppelt so groß. Kurzum: Ein herausragendes Mittendrin-Gefühl!

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Mit Freunden gen Rom / Sonstige Modi
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Neben der Solokampagne, die bis zu 80 Stunden Spielspaß mit sich bringt, enthält Rome: Total War einen weiteren Singleplayermodus sowie kurzweilige Mehrspielerpartien. In ersterem spielen sie insgesamt 10 historische Schlachten, etwa die im Teutoburger Wald, originalgetreu nach, in letzterem treten Sie gegen bis zu 8 menschliche Gegner via Internet und Netzwerk an. Der Multiplayerpart ist ein netter Aufguss, der allerdings dank bloßem Gemetzel ohne Hintergrundstory schnell in Langeweile abdriftet.

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Fazit
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** Kriterien:

+ Riesiger Kampagnenmodus, hohe Motivation
+ Fantastisch aufgezogene Massenschlachten
+ Sinnvoller, keinesfalls nerviger Diplomatie-Modus
+ Tolle Gegner-KI
+ Herausragende Atmosphäre und Soundkulisse

- Leicht verkantete, teils eintönige Grafik
- Umständliche Bedienung


** Schlusswort:

Mit Rome: Total War bringt Creative Assembly den Traum aller Strategiefans auf den Markt. Endlich wieder Abwechslung, endlich wieder ein Spiel mit ausreichend Langzeitmotivation auf der Höhe der Zeit! Die wenigen Mängel, insbesondere der grafische Aspekt, sollten nicht überbewertet werden. Alleine beim Anblick einer 3000 Mann starken Armee, die wahrhaftig mit jedem einzelnen Soldaten auf dem Spielfeld dargestellt wird, vergehen jegliche Bedenken. Die nachfolgende Schlacht ist das Tüpfelchen auf dem \'i\' und erinnert an Szenen, die es bisher nur im Kino zu sehen gab. Ist das wirklich virtuell? Die Antwort ist eindeutig ja! Endlich sitze ich nicht mehr untätig auf der Couch, sondern bin mitten im Geschehen. Meine Familia wächst mir mit jedem Sieg noch mehr ans Herz, die Computergegner verhalten sich überraschend echt - umso erfreulicher, wenn ein durchdachtes Manöver geglückt ist.
Wem der Singleplayermodus zu langweilig ist, vergnügt sich im Historien-Modus mit echten Begebenheiten oder lädt die Freunde zur kurzen Multiplayerpartie ein. Keine Frage: 100%ige Kaufempfehlung für alle diejenigen, die auch nur annähernd strategisch veranlagt sind! Auf nach Rom!

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