Rome: Total War (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 17,97
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Erfahrungsbericht von Sarge81

Ich kam, sah, siegte!

Pro:

Viele Einheiten gute Grafik gute Atmosphäre

Kontra:

Nicht alle Völker zu Beginn verfügbar

Empfehlung:

Ja

ALLGEMEIN:
Die Grafik des Spiels ist hervorragend, was sich auf der Strategiekarte noch als leicht über Durchschnitt präsentiert, zeigt in den Taktischen Schlachten ein ganz anderes Bild, da zoomt man gerne mal richtig nah ran, um einfach nur die hervorragend detaillierten Einheiten in Aktion zu sehen. So wirbeln anstürmende Einheiten Staub auf, Soldaten fliegen spektakulär durch die Gegend, wenn eine Kavallerieeinheit in sie hereinstürmt. Selbst Kleinigkeiten wie Pfeile oder Schleudergeschosse sind hervorragend zu erkennen und machen optisch etwas her.
Der Sound ist gut, hervorragende Audioeffekte wie Schreie oder das Klirren der Waffen lassen einen in die Schlachten regelrecht eintauchen. Aber auch die Musik ist gut und passt sehr gut zur Atmosphäre des Spieles.

Gut an dem Spiel ist besonders die geradezu gigantische Vielfalt an Einheiten, hunderte von Einheiten die auf dutzende von Völkern aufgeteilt sind. Von römischen Legionären bis zu germanischen Berserkertrupps, von einfachen Bauern bis zur Prätorianergarde reicht die Palette an Einheiten.

Was allerdings zu wünschen übrig lässt, ist die KI der Computergegner obwohl dieser oft ziemlich gut agiert und versucht die taktischen Stärken seiner Truppen optimal zu nutzen, stellt er sich manchmal ziemlich dumm an. So hab ich schon mehr als eine Schlacht gewonnen indem ich die dumm in der Gegend rum stehenden Truppen meines Gegners erst bis zum letzten Pfeil bzw. Katapultgeschoss beschossen habe und die kläglichen Reste des Feindes dann mit schwerer Kavallerie vom Feld gefegt hab. Ebenfalls ist der Computer nicht in der Lage Truppen wie Kriegselefanten auch nur halbwegs effektiv zu führen, da sollte der Spieler immer selbst das Kommando über die Schlacht übernehmen, wenn er nicht unnötig große Verluste an diesen Einheiten hinnehmen will. Ebenfalls weniger gefällt die Tatsache, dass man zu Beginn des Spieles nicht alle Völker wählen kann, sondern diese erst nach einer ziemlich langen Zeit alle hinzukommen.

HANDBUCH:
Ein kleines gedrucktes Heftchen, aber angesichts der einfachen Steuerung reicht das und ist gut verständlich geschrieben und aufgebaut, dank der beim ersten Spielen durchzuführenden Tutorialmission ist ein Handbuch eigentlich überflüssig. Dazu gibt’s noch eine Landkarte in Posterformat wo auf der Rückseite der Technologiebaum der Römer abgebildet ist.

STORY:
Das Jahr 270 v. Chr. das Ziel die Herrschaft über 50 Provinzen und die Stadt Rom. Mit diesen Ausgangsbedingungen macht sich der Spieler als Oberhaupt der Herrscherfamilie einer von dutzenden Zivilisationen der damaligen Zeit daran die Welt zu erobern.

Dem Spieler steht dabei die ganze Palette an historischen Waffengattungen zur Verfügung, Bogenschützen, zu Fuß, beritten, auf Streitwagen, Plänkler wie Speerwerfer oder Schleuderer, Infanterie, vom leicht bewaffneten Bauern bis zum schwer bewaffneten Elitesoldaten, Kavallerie, von leichten Reitern bis hin zu schwer gepanzerten Elitekavalleristen, Artillerie wie Ballisten und Onager und sogar Kriegselefanten, Streitwagen, Kriegshunde und brennende Schweine. Doch nicht nur Kampfverbände sondern auch Spezialisten wie Attentäter, Spione und Diplomaten stehen dem Spieler als Strategische Einheit zur Verfügung. Jede Einheit kann eine von bis zu 9 Erfahrungsstufen haben und bis zu 3 Stufen verbesserte Waffen und Rüstungen. Erfahrene Einheiten haben verbesserte Angriffs- und Verteidigungswerte, weshalb man auf sie besonders acht geben sollte, können einige von ihnen doch bis zu doppelt so starke Angriffs- und Verteidigungswerte wie unerfahren Einheiten haben

Jede Provinz wird von einer Stadt kontrolliert, die es zu erobern gilt, um die Provinz in sein Reich einzuverleiben. Dem Eroberer einer Stadt stehen drei Optionen zur Verfügung, wie er mit der frisch eroberten Stadt verfährt, er kann die Bevölkerung in Ruhe lassen und nur ein bisschen Geld durch Plündern in seine Staatskasse fließen lassen, die Bevölkerung bis auf einen Grundstock versklaven und so sowohl die Stadt plündern und mit der versklavten Bevölkerung dam Wachstum seiner anderen Städte einen Schub verleihen oder die Bevölkerung bis auf ein Minimum ausrotten und dabei wesentlich mehr Geld durch plündern abgreifen. Jede dieser Aktionen bietet dem Spieler unterschiedliche Vorteile. Eine große Stadt kann modernere Gebäude bauen, die bessere Einheiten hervorbringen, durch die Versklavung kann man das allgemeine Wachstum der Städte vorantreiben, macht man dagegen einen Großteil der Bevölkerung nieder, gibt’s erstens mehr Geld einzukassieren und zweitens kleinere Städte haben weniger Probleme mit Unruhen als große Städte.

Wächst eine Provinzstadt muss zuerst das Regierungsgebäude ausgebaut werden bevor neue Gebäude zur Verfügung stehen. Diese Gebäude haben unterschiedliche Funktionen. So gibt es Tempel, die die Ordnung einer Stadt verbessern und noch einige Spezialfunktionen haben wie spezielle Einheiten, mehr Handelsgüter, Erfahrung oder bessere Waffen und Rüstungen für Truppen oder mehr Bevölkerungswachstum. Dann gibt es noch Kasernen, Bogenschießanlagen und Ställe, die es dem Spieler ermöglichen neue Truppen auszuheben. Marktplätze die zusätzliche Einnahmen durch Handel liefern, zur Ordnung in späterer Ausbaustufe beitragen und auch noch Strategische Einheiten wie Spion und Attentäter ermöglichen. Straßen verbessern die Fortbewegungsrate von Einheiten, während landwirtschaftliche Verbesserungen für mehr Geld im Staatsäckel und höheres Bevölkerungswachstum sorgen. Kulturspezifische Einrichtungen wie Trinkhalle, Arena, Theater oder Hinrichtungsplatz sorgen ebenfalls für Ordnung und bei einigen auch für neue Einheiten. Häfen bringen mehr Handelseinnahmen mit sich und ermöglichen die Ausbildung von Marineeinheiten. Schmieden sorgen für besser ausgerüstete Truppen und bei einigen Völkern auch für Streitwagen.

Nützlich für den Spieler sind auch noch die Weltwunder, diese Gebäude stehen in bestimmten Provinzen und bieten je nach Weltwunder unterschiedliche Vorteile dem Inhaber der Provinz, die sich auf das gesamte Reich auswirken.

Jede Stadt kann mit unterschiedlichen Steuern, in 4 Stufen von niedrig bis sehr hoch, belegt werden. Wie hoch man die Steuern ansetzt, will gut überlegt sein, hohe Steuern bringen natürlich mehr Geld, steigern jedoch auch die Unruhe und senken das Bevölkerungswachstum.

Neben den städtischen Einnahmen sollte man immer sehr genau auf die Ordnung einer Stadt achten, diese wird durch Faktoren wie Gebäude, anwesenden Truppen Distanz zur Hauptstadt und Steuern beeinflusst. Fällt die Ordnung unter 70% kann es schnell unangenehm werden, von Unruhen bei denen Gebäude zerstört werden und Bürger und Soldaten sterben bis zur offenen Revolution, bei der die Truppen kurzerhand vor die Tür gesetzt werden kann alles passieren.

Zu Beginn des Spieles stehen einem nur drei römische Gruppierungen zur Verfügung. Jede dieser Gruppierungen hat ein paar kleine individuelle Unterschiede. Als Anführer dieser Gruppierungen erhält man ab und an Aufträge vom römischen Senat, die man ausführen sollte, winken doch Geld, Einheiten, oder ein paar nervige Strafmaßnahmen durch den Senat. Einige dieser Aufträge können echt nervig sein, wenn man z.B. eine neutrale Stadt erobern soll und so mal eben in einen Krieg schlittert oder wenn der eigene Anführer Selbstmord begehen soll und einem so nicht mehr zur Verfügung steht.

Eine ganz besondere Einheit im Spiel sind die Familienmitglieder, diese Einheiten, die sich je nach den Aktionen des Spielers individuell entwickeln und so unterschiedliche Vor- und Nachteile als Befehlshaber oder Statthalter haben, können sich äußerst nutzbringend auswirken, verbessern sie doch die Kampfleistung der Truppen, steigern das Einkommen in einer Stadt, wirken sich positiv auf die Ordnung einer Stadt aus oder reduzieren Bau- und Ausbildungskosten, außerdem sind sie die einzige Einheit die Söldnertruppen in Provinzen anwerben kann.

Während im Strategiemodus alles schön Rundenweise abläuft und man sich so Zeit lassen kann, laufen die taktischen Gefechte in Echtzeit ab.

SYSTEMANFORDERUNGEN:
Windows 98SE/ME/200/XP
PIII 1 GHz
256 MB RAM
8x CD-ROM
2,9 GB Festplattenspeicher + 500 MB für Windows-Auslagerungsdatei
Maus und Tastatur
DirektX 9.0b
64 MB 3D Beschleuniger-Grafikkarte
1024x768 Monitorauflösung

FAZIT
Das Spiel ist sehr gut. Wem der Vorgänger Medieval Total War gefallen hat, wird begeistert sein, bietet Rome doch einiges mehr an Tiefe und Komplexität dem Spieler. Das Spiel ist ein Muss für jeden Fan von Strategiespielen.

51 Bewertungen, 2 Kommentare

  • anonym

    10.07.2005, 01:15 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ausführlicher bericht. liebe Grüße tammy

  • DerPrinz

    09.07.2005, 23:41 Uhr von DerPrinz
    Bewertung: sehr hilfreich

    Das Spiel gilt ja bereits als Referenz bei Strategiespielen- muss ich mir auch besorgen:-)