Rome: Total War (PC Strategiespiel) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Malde23

Rome - Total War: Und totaler Spielspaß?

Pro:

Einsteigerfreundlich dank Tutorial und Berater gute Grafik bei Soldaten und Strategiekarte

Kontra:

Der Kampagne ist nicht sehr abwechslungsreich

Empfehlung:

Ja

Darum geht es in Rome:

Sie wollten schon immer Kaiser des antiken römischen Reiches werden, tausende von Soldaten in die Schlacht führen und Europa erobern?
In „Rome Total War“ von „Creative Assembly“ („Medieval Total War”) haben Sie nun die Gelegenheit dazu.

In „Rome Total War“ wählen sie zu Beginn eine der drei römischen Familien.
Zur Auswahl stehen Julier, Brutii und Scipionen. Je nachdem für welche Familie sie sich entscheiden haben sie einen anderen Ausgangspunkt in Italien und andere Anfangsziele.
Denn zu Beginn erhalten sie vom römischen Senat einige Aufträge so wie etwa eine Stadt einzunehmen oder einen Hafen zu blockieren. Leider wiederholen sich diese Aufträge oft und hier hätten die Entwickler ein wenig mehr Abwechslung hineinbringen können. So ziehen die Julier in den kalten Norden um dort gegen Germanen, Gallier und andere Barbarenvölker zu kämpfen.
Die Scipionen müssen nach Afrika um die dortige Bedrohung, die Karthager, zu besiegen und die Brutii versuchen Griechenland einzunehmen.
Ihr Hauptziel bleibt allerdings immer gleich und zwar Rom zu erobern, den Senat zu stürzen und zum Kaiser des römischen Reiches zu werden.
Als Belohnung für einen erfüllten Auftrag erhalten sie vom Senat Geld oder einen bestimmten Truppentyp. Nebenbei steigern die erfüllten Aufträge ihr Ansehen beim Senat und bei der römischen Bevölkerung.

Wenn sie nach einiger Zeit genug Macht besitzen, können sie versuchen den Senat zu stürzen.
Sobald sie dem Senat den Krieg erklären sind sie auch mit den beiden anderen römischen Familien verfeindet, die natürlich ihren Plan den Senat zu stürzen durchschauen und ihnen die Macht nicht alleine überlassen wollen.
Wann sie es dann nach etlichen Spielstunden zum Kaiser geschafft haben können sie sich daran machen den restlichen Teil Europas einzunehmen.

In „Rome Total War“ brauchen sie strategisches sowie taktisches Geschick. Auf der Strategiekarte, welche Europa, einen kleinen Teil von Asien und den Norden Afrikas beinhaltet verschieben sie ihre Armeen Rundenweise, geben neue Truppen und Gebäude in Auftrag, legen die Steuern fest und machen noch vieles mehr.
Durch geschicktes Handeln auf der Strategiekarte umzingeln sie so feindliche Armeen oder besetzen wichtige strategische Punkte wie zum Beispiel Brücken.
Denn anders als in den Vorgängern bewegen sie ihre Truppen nicht mehr von Provinz zu Provinz á la Risiko sondern ihre Männer haben einen Bereich in welchem sie sie bewegen können.
Die Entfernung die ihre Armee zurücklegen kann hängt ab vom Terrain, von der Jahreszeit und auch von den Truppentypen in ihrer Armee.
So marschiert eine Truppe mit Belagerungswaffen wesentlich langsamer als eine Gruppe Kavallerie.
Falls sich zwei feindliche Armeen zu Nahe kommen wechselt das Spiel auf ein Schlachtfeld das dem genauen Terrain der Strategiekarte entspricht.
Das heißt wenn ihre Armee auf der Strategiekarte das Meer im Rücken hat ist es am Schlachtfeld genauso.
Am Schlachtfeld stehen sich dann bis zu 10.000 Soldaten gegenüber und warten auf ihre Befehle.
Jedes Volk besitzt seine eigenen Einheiten wobei einige wohl bekannt sind, sowie die karthagoschen Kriegelefanten, die griechischen Hopliten und natürlich die römischen Legionäre.
Die meisten Einheiten besitzen noch Spezialfähigkeiten wie zum Beispiel die Legionäre die Schildkröten-Formation.
In den imposanten Schlachten ist viel taktisches Vorgehen notwendig um zu gewinnen, denn wenn man seine Armee einfach nur auf den Gegner zustürmen lässt und nicht auf Moral und Ausdauer seiner Männer achtet hat man kaum eine Chance auf einen Sieg.
Nur wer seine Einheiten richtig einsetzt und auch Flankenangriffe durchführt wird als Sieger das Schlachtfeld verlassen.
Denn auch wenn man bei „Rome“ zwischen vier Schwierigkeitsstufen wählen kann so ist die leichteste Stufe vor allem für Neulinge die keinen Vorgänger der „Total War“ - Reihe gespielt haben schwer zu meistern.
Eine gute Idee der Entwickler ist, dass man den Schwierigkeitsgrad für die Schlachten unabhängig vom Schwierigkeitsgrad der Strategiekarte wählen kann.
Für Neulinge haben die Entwickler ein erstklassiges Tutorial gefertigt in welchem Steuerung und andere Grundlegende und wichtige Funktionen erklärt werden.
Wer will kann auch während des Spiels auf Knopfdruck einen Berater fragen, der dem Spieler dann zum Beispiel verrät welches Gebäude als nächstes am sinnvollsten zu bauen wäre.

Sobald sie die römische Kampagne erfolgreich zu Ende gespielt haben dürfen sie auch als eines der acht anderen Völker wie zum Beispiel Griechen oder Germanen versuchen Europa zu unterwerfen.
Die Entwickler haben auch noch einige Historische Schlachten mit eingebaut und sie können sich ihre eigenen Schlachten bequem selbst erstellen.
Was den Entwicklern sehr gelungen ist, ist die Diplomatie.
So schicken sie ihre Diplomaten zu einem anderen Volk und verhandeln über Waffenstillstände, Handelsrechte, Bündnisse, Karteninformationen und vieles mehr.


Grafik und Sound:

Grafisch setzt „Rome“ neue Maßstäbe.
Noch nie gab es solche gewaltigen Massenschlachten mit solchen detaillierten Soldaten, alle lebensecht animiert.
Auch die Strategiekarte ist sehr schön doch leider wirken die Landschaften in den Schlachten etwas öde.
Doch trotzdem sind die Schlachten sehr spektakulär wenn tausende Soldaten gegeneinander kämpfen oder wenn Elefanten durch eine Legion rennen und die Soldaten meterhoch weggeschleudert werden.
Musikalisch hat „Rome“ nichts falsch gemacht.
Die Hintergrundmusik passt zur Situation und es hört sich einfach genial an wenn zwei Armeen schreiend aufeinander zustürmen und der Boden zu beben scheint.


Bedienung:

Die Bedienung auf der Strategiekarte ist einfach. Jede Funktion ist mit wenigen Klicks erreichbar und unter den Städten steht eine kleine Leiste mit den wichtigsten Informationen zu den Siedlungen.
In den Schlachten ist die Steuerung der Truppen auch recht einfach auch wenn es manchmal kleine Steuerungsprobleme der Truppen gibt.
Die Kamerasteuerung am Schlachtfeld ist gewöhnungsbedürftig aber recht einfach.
Um mit der Zeit nicht die Übersicht über alle Siedlungen zu verlieren können diese komplett von der KI verwaltet werden inklusive Gebäudebau und die Rekrutierung der Einheiten.


Umfang:

„Rome“ bietet durch die lange Kampagne, durch die vielen verschiedenen Völker und durch die Historischen Schlachten eine Spielzeit von zirka 60 bis 70 Stunden.
Durch die große Strategiekarte, die vielen Truppentypen und den unzähligen taktischen Möglichkeiten kommt selten Langeweile auf.


Multiplayer:

Im Multiplayer treten bis zu acht Spieler gegeneinander an.
Allerdings kann man im Multiplayer nur Schlachten austragen, die Strategiekarte fehlt.
Jeder Spieler wählt zu Beginn sein Volk und rekrutiert danach seine Truppen die dann gegen den Gegner antreten.
Man kann zwischen vielen verschiedenen Karten wählen und auch Belagerungen sind möglich.
Die Schlachten machen zirka 15-20 Stunden Spaß verlieren mit der Zeit immer mehr den Reiz.


Ausstattung:

Die Ausstattung von „Rome“ ist eine DVD-Box mit drei CDs einem 80 Seiten Handbuch und einer Landkarte Europas mit den eingezeichneten Provinzen.



Last but not least das Fazit:

„Rome Total War“ ist ein ausgezeichnetes Strategiespiel welches sehr viele strategische und taktische Möglichkeiten bietet.
Ein Spiel das diejenigen begeistern wird die bereit sind einige Zeit ins Spiel zu investieren.
Diejenigen die ein Strategiespiel á la Warcraft erwarten werden bitter enttäuscht sein.
Die Grafik von „Rome“ ist wirklich sehr gut und die Schlachten machen sehr viel Spaß.
Durch das erstklassige Tutorial finden auch Neulinge schnell ins Spiel und das Diplomatiesystem ist sehr gut ausgearbeitet.
Durch die große Strategiekarte und die vielen Völker kommt kaum Langeweile auf.

15 Bewertungen