Rush Hour 2 (DVD) Testbericht

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ab 11,02
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Erfahrungsbericht von Lester71

East meets West die zweite

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Na endlich!! Nach langer Warterei, Hin- und Hergeschiebe des Starttermins, Querelen um den Verleih usw. startet Rush Hour 2 nun auch endlich bei uns. Zuerst lagen die Verleihrechte für den Film bei Kinowelt und Starttermin war Oktober letzten Jahres, nachdem Kinowelt aber in finanzielle Schwierigkeiten geraten war verschwand der Film erstmal spurlos von deren Website und sämtlichen Releaselisten. Bis die Rechte dann an Warner Bros. gingen und endlich wieder ein Starttermin festgelegt wurde.
Aber hat sich die Warterei nun tatsächlich gelohnt....??


Daten:

Originaltitel: Rush Hour 2
Land/Jahr: USA 2001
Regie: Brett Ratner
Buch: Jeff Nathanson, Ross LaManna
Musik: Lalo Schifrin
Produktion: Roger Birnbaum, Jonathan Glickman, Jay Stern, Arthur M. Sarkissian
Darsteller: Jackie Chan, Chris Tucker, Zhang Ziyi, John Lone, Roselyn Sanchez, Harris Yulin


Story:

Wie schon beim ersten Teil ist die Story Nebensache bzw. kaum vorhanden.
Die Detectives Carter und Lee befinden sich diesmal in Hongkong wo Carter ausspannen und Urlaub machen will. Aber ständig kommt ihm Lee’s Arbeit dazwischen. Gerade hat er nämlich einen Fall aufgehalst bekommen bei dem 2 amerikanische Zollagenten getötet wurden.
Bei ihren Ermittlungen stoßen die beiden auf Ricky Tan, dieser war einmal der Partner von Lee’s Vater, er entschied sich aber für eine Karriere auf der anderen Seite und tötete Lee’s Vater.

Nun ist Ricky im Besitz einer Druckerpresse mit der er fast perfektes Falschgeld herstellen kann, was er bisher auch fleißig getan hat, nämlich so ungefähr 100 Millionen Dollar.

Die beiden Detectives geraten natürlich in die haarsträubendsten Situationen wie Verfolgungsjagden, Schlägereien, Explosionen und Schießereien wobei sie u.a. noch auf eine Kung Fu-Killeramazone und eine schöne Geheimagentin treffen...

Meine Meinung:

Wie schon beim ersten Teil fehlt mir irgendwas, es ist zwar alles ganz nett und auch unterhaltsam aber nicht so ganz zufriedenstellend.

Das Zusammenspiel zwischen Chan und Tucker funktioniert recht gut, doch ich finde Jackie Chan’s Kampfkünste kommen zu kurz. Okay, der Mann wird auch nicht jünger und geht stramm auf die 50 zu, trotzdem ist er noch verdammt gut drauf und hätte sicher noch mehr einbringen können. Ein Kampf mit Zhang Ziyi z.B. wäre sicher gut geworden, aber nein, man läßt sie statt dessen gegen Chris Tucker kämpfen *grr*

Aber da heißt es wohl sich mit dem zufrieden zu geben was man bekommt und sich auf den nächsten Hongkong-Film von Jackie zu freuen. Da gibt es zumindest noch einen der demnächst bei uns starten soll, momentaner Titel ist glaube ich: „Jackie Chan - Spion wider Willen“ und starten soll er im Juli. Aber das kann sich alles noch ändern, der Termin wurde schon ein paar mal verschoben :-(

Anzumerken wäre vielleicht noch das der Film in den USA noch erfolgreicher war als der erste Teil und deshalb ist der dritte Teil auch schon in Planung. Bei uns verlief der Start auch erfolgreich, verdrängte er doch die Monster AG von Platz 1 der Kino-Charts.

Darsteller:

Jackie Chan dürfte wohl den meisten bekannt sein...aber egal:
er wurde 1954 in Hongkong geboren. Er studierte Musik, Tanz und traditionelle Martial Arts an der China Drama Academy. Dort lernte er auch Sammo Hung und Yuen Biao kennen, mit denen er auch einige Filme gedreht hat.

Später arbeitete er zuerst als Stuntman und kam dann dadurch zu ersten Filmrollen.
Tja, was soll man noch sagen, seine Rollen wurden größer und er immer bekannter, mittlerweile ist er der größte Filmstar Asiens.
Bekannt ist er vor allem dafür seine Stunts alle selbst zu machen, was ihm unzählige Verletzungen und Knochenbrüche eingebracht hat, manchmal ist er sogar nur knapp mit dem Leben davongekommen.
Seit seinem Erfolg mit „Rumble In The Bronx“ arbeitet er auch wieder vermehrt in den USA, was er in der 80er Jahren schon mal getan hatte, allerdings mit durchwachsenem Erfolg. Gedreht hatte er u.a. „Auf dem Highway ist die Hölle los“, eine Fortsetzung davon und „The Protector“ welcher einer der wenigen Filme war in dem Jackie Schußwaffen benutzt.

Chris Tucker ist den meisten wohl erst seit „Rush Hour“ bekannt, er hat aber vorher schon einige Filme gedreht. Aufgefallen war er u.a. in „Das fünfte Element“ wo er einen divenhaften Moderator in schrillen Outfits gespielt hatte. Mit Regisseur Brett Ratner hat er schon bei der Actionkomödie „Money Talks“ zusammengearbeitet, die mir aber nicht sonderlich gefiel.
Wer jetzt aber denkt das Chris Tucker nur lustige Rollen spielen kann, der sollte sich vielleicht mal „Jackie Brown“ ansehen.

Zhang Ziyi ist ein aufgehender Stern am Filmhimmel, bekannt wurde sie durch ihre Rolle in „Tiger & Dragon“. Vorher hatte sie auch nur einen Film gedreht. Auf „Rush Hour 2“ folgten drei Filme in Hongkong und im Moment dreht sie dort einen weiteren Film mit Jet Li und Donnie Yen.

Regisseur:

Brett Ratner ist mir bisher nur von den beiden Rush Hour-Teilen und eben „Money Talks“ bekannt. Er arbeitet aber gerade an einem weiteren Hannibal Lecter-Film, der allerdings zeitlich vor „Das Schweigen der Lämmer“ spielt. Das Buch „Roter Drache“ wurde vor ein paar Jahren allerdings schon mal von Michael Mann verfilmt mit William Petersen in der Hauptrolle. Bei uns hatte er verschiedene Titel, sie waren „Blutmond“ und „Manhunter“, wenn ich mich nicht irre. Ach ja, bei „Family Man“ mit Nicolas Cage führte er auch Regie.


Fazit: nette Actionkomödie ohne jeglichen Tiefgang, aber mal ehrlich wer erwartet das bei so einem Film. Kann man sich dank der gut aufgelegten Hauptdarsteller bedenkenlos angucken.
Das Beste ist der Abspann, denn wie bei den meisten Jackie Chan-Filmen sieht man dann die ganzen verpatzten Szenen.

© Lester71

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