Sag' kein Wort (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von Seraphim.Annegret
spannender Thriller über psychische Abgründe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wieder einmal geringfügige Ratlosigkeit vor dem DVD-Regal. Da ich mittlerweile fieberhaft auf das Erscheinen von „Pakt der Wölfe“ warte muss ich mir die Zeit eben mit anderweitigen Filmchen vertreiben. Ich konnte mich nicht ganz entscheiden zwischen „Sag kein Wort“ mit Michael Douglas (den ich eigentlich gar nicht mag) und „Banditen“ mit Bruce Willis.
Da mir doch eher nach etwas spannendem war entschied ich mich für „Sag kein Wort“ und beschloss mir „Banditen“ dann beim nächsten mal mitzunehmen.
Die Story:
Die Geschichte beginnt einem Auto. Wir erleben gerade die letzten Vorbereitungen eines Banküberfalls mit. Die Gangster dringen in die Bank ein, gehen in den Tresorraum, suchen dort ein bestimmtes Fach aus und entnehmen aus diesem einen etwa haselnussgroßen Rubin (im Film reden sie zwar dauernd von einem Diamanten, aber ich kann mich noch an keinen roten Diamanten entsinnen). Sie verlassen die Bank in zwei Gruppen, eine im PKW und eine im Transporter in dem sie gekommen sind. Spätestens hier wird klar ,dass der Boss (Sean Bean) einen Teil seiner Bande loswerden will, denn kurz darauf sprengt er den Transporter in die Luft. Als er jedoch den Gestalten im PKW die Beute zeigen will bemerkt er, dass jemand aus der anderen Gruppe den Rubin gestohlen hat und sieht nur noch wie das Gute Stück vermeintlich in die Luft fliegt. (natürlich wissen wir alle, dass es nicht so ist, denn voraussehbarerweise wird sich der Rest des Filmes genau um diesen Rubin drehen)
10 Jahre später:
Es ist ein Tag vor Thanksgiving und Psychologe Dr. Konrad (Michael Douglas) will nichts als nach Hause zu seiner schönen Frau (Famke Janssen), die dank eines Ski-Unfalls mit Gipsbein im Bett liegt, und seiner kleinen Tochter Jessie. Es erreicht ihn allerdings der Anruf eines Kollegen, dass er zu einem Notfall in die Psychiatrie kommen solle. Zähneknirschend dort angekommen wird er mit dem Fall von Elisabeth (Brittany Murphy) bekannt gemacht, die seit zehn Jahren von einer Anstalt in die nächste geschickt wird und in jeder einen anderen Befund bekommt und nun einen Pfleger mit einem Rasiermesser angegriffen hat. Als Kind hatte sie mit ansehen müssen wie ihr Vater von der U-Bahn überfahren wurde Konrad redet ein paar Minuten mit dem total apathisch wirkenden Mädchen und bemerkt dass sie nur Symptome verschiedener psychischer Störungen nachahmt. Als er gehen will fängt sie an zu reden und sagt: „Sie wollen was die wollen. Ich werde es nicht sagen.“
Konrad denkt sich nichts dabei und geht nach Hause zu seiner Frau, bringt sein Kind ins Bett und freut sich auf den folgenden Feiertag.
Als die Konrads am nächsten Tag erwachen ist ihre Tochter über Nacht entführt worden. Der Anführer des damaligen Banküberfalls ruft kurz nach dieser Erkenntnis bei Konrad an und sagt ihm, dass er bis 17 Uhr am selben Tag eine 6stellige Zahl haben will, die nur Elisabeth kennt und irgendwo in ihrem Gedächtnis verscharrt hat, sonst wird seine Tochter sterben; weiterhin dass er und seine Frau rund um die Uhr bewacht werden und natürlich nicht die Polizei benachrichtigen dürfen.
Konrad beginnt fieberhaft zu arbeiten und bemerkt, dass Elisabeth gar nicht psychisch krank ist, sondern nur Symptome vortäuscht (und zwar meisterhaft) um in der Sicherheit der Anstalten bleiben zu können. Konrad versucht das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen während ihm die Zeit davonläuft und auch die Polizei langsam auf die Sache aufmerksam wird.
Die Bewertung:
Wie schon gesagt mag ich Michael Douglas nicht besonders. Irgendwie spielt er doch in fast jedem Film dieselbe Rolle, nur der Rahmen ändert sich geringfügig. Der bis eben noch erfolgreiche und angesehen Upper-Class-Man, dessen Leben durch eine plötzlichen Umstand aus den Fugen gerät, das haben wir in „Enthüllung“, in „Traffic“, „Wall Street“ und „The Game“, alles unbestreitbar gute bis sehr gute Filme und er ist sicher auch ein guter Schauspieler aber wenn ich seinen Namen auf der Besetzungsliste lese hab ich sofort das Gefühl ich kenne schon 70% der Handlung.
Aber egal ich werde dennoch versuchen objektiv zu sein.
„Sag kein Wort“ ist ein durchaus spannender, wenn auch nicht unbedingt überraschender Thriller, was wohl daran liegt, dass man bei solchen Filmen eigentlich immer schon vorher weiß wie´s ausgeht. Die Frage ist nur noch wie und wann es zu Showdown kommt. Michael Douglas spielt mit gewohnter Routine, seine Frau und die Tochter sind sowieso nur Randfiguren und bleiben dementsprechend eher farblos. Auch Sean Bean gibt als Bösewicht irgendwie eine ziemlich lahme Vorstellung ab. So richtig Angst will man vor ihm nicht bekommen. Das liegt wohl daran, dass er selbst mit dem entführten Kind überhaupt nicht in Kontakt kommt. Sie also gar nicht richtig erschrecken und terrorisieren kann, so dass man als Zuschauer Abscheu für ihn entwickeln könnte.
Einzig wirklich positive Überraschung an dem Machwerk ist Brittany Murphy die der völlig verängstigten Elisabeth erstaunlich viel Profil verleiht. Zu Anfang ist sie noch Herr der Lage, als sie noch denkt sie könne auch Konrad mit ihrem Schauspiel täuschen, jedoch bricht später immer mehr ihre Vergangenheit über ihr zusammen, was durch Murphy´s Darstellung durchaus glaubhaft wird.
Kleiner Kritikpunkt am Rande ist die Anstalt in der Elisabeth untergebracht ist. Stellt man sich in USA so einen Ort vor an dem psychisch Kranken geholfen werden soll. Die Zimmer sehen aus wie Gestapo-Verhör-und-Folter-Zellen!! So richtig mit versifften, abplatzenden Fliesen in grün-blau-grau (was weiß ich). Mit den Scherben kann man sich bestimmt toll die Pulsadern aufschlitzen. Also wirklich wenn man noch keine Probleme hatte als man da rein kam, würde man sie drinnen sicher bekommen. Ich denke man kann auch anderweitig beklemmende Atmosphäre schaffen und muss sich nicht an solchen Klischees hochziehen.
Fazit:
Der Thriller bietet nicht viel neues, ist aber durchaus spannend inszeniert und für einen unterhaltsamen Fernsehabend gut. Über kleinere Schwächen kann man hinwegsehen, aber wie gesagt nicht der Film, den man gesehen haben muss.
Da mir doch eher nach etwas spannendem war entschied ich mich für „Sag kein Wort“ und beschloss mir „Banditen“ dann beim nächsten mal mitzunehmen.
Die Story:
Die Geschichte beginnt einem Auto. Wir erleben gerade die letzten Vorbereitungen eines Banküberfalls mit. Die Gangster dringen in die Bank ein, gehen in den Tresorraum, suchen dort ein bestimmtes Fach aus und entnehmen aus diesem einen etwa haselnussgroßen Rubin (im Film reden sie zwar dauernd von einem Diamanten, aber ich kann mich noch an keinen roten Diamanten entsinnen). Sie verlassen die Bank in zwei Gruppen, eine im PKW und eine im Transporter in dem sie gekommen sind. Spätestens hier wird klar ,dass der Boss (Sean Bean) einen Teil seiner Bande loswerden will, denn kurz darauf sprengt er den Transporter in die Luft. Als er jedoch den Gestalten im PKW die Beute zeigen will bemerkt er, dass jemand aus der anderen Gruppe den Rubin gestohlen hat und sieht nur noch wie das Gute Stück vermeintlich in die Luft fliegt. (natürlich wissen wir alle, dass es nicht so ist, denn voraussehbarerweise wird sich der Rest des Filmes genau um diesen Rubin drehen)
10 Jahre später:
Es ist ein Tag vor Thanksgiving und Psychologe Dr. Konrad (Michael Douglas) will nichts als nach Hause zu seiner schönen Frau (Famke Janssen), die dank eines Ski-Unfalls mit Gipsbein im Bett liegt, und seiner kleinen Tochter Jessie. Es erreicht ihn allerdings der Anruf eines Kollegen, dass er zu einem Notfall in die Psychiatrie kommen solle. Zähneknirschend dort angekommen wird er mit dem Fall von Elisabeth (Brittany Murphy) bekannt gemacht, die seit zehn Jahren von einer Anstalt in die nächste geschickt wird und in jeder einen anderen Befund bekommt und nun einen Pfleger mit einem Rasiermesser angegriffen hat. Als Kind hatte sie mit ansehen müssen wie ihr Vater von der U-Bahn überfahren wurde Konrad redet ein paar Minuten mit dem total apathisch wirkenden Mädchen und bemerkt dass sie nur Symptome verschiedener psychischer Störungen nachahmt. Als er gehen will fängt sie an zu reden und sagt: „Sie wollen was die wollen. Ich werde es nicht sagen.“
Konrad denkt sich nichts dabei und geht nach Hause zu seiner Frau, bringt sein Kind ins Bett und freut sich auf den folgenden Feiertag.
Als die Konrads am nächsten Tag erwachen ist ihre Tochter über Nacht entführt worden. Der Anführer des damaligen Banküberfalls ruft kurz nach dieser Erkenntnis bei Konrad an und sagt ihm, dass er bis 17 Uhr am selben Tag eine 6stellige Zahl haben will, die nur Elisabeth kennt und irgendwo in ihrem Gedächtnis verscharrt hat, sonst wird seine Tochter sterben; weiterhin dass er und seine Frau rund um die Uhr bewacht werden und natürlich nicht die Polizei benachrichtigen dürfen.
Konrad beginnt fieberhaft zu arbeiten und bemerkt, dass Elisabeth gar nicht psychisch krank ist, sondern nur Symptome vortäuscht (und zwar meisterhaft) um in der Sicherheit der Anstalten bleiben zu können. Konrad versucht das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen während ihm die Zeit davonläuft und auch die Polizei langsam auf die Sache aufmerksam wird.
Die Bewertung:
Wie schon gesagt mag ich Michael Douglas nicht besonders. Irgendwie spielt er doch in fast jedem Film dieselbe Rolle, nur der Rahmen ändert sich geringfügig. Der bis eben noch erfolgreiche und angesehen Upper-Class-Man, dessen Leben durch eine plötzlichen Umstand aus den Fugen gerät, das haben wir in „Enthüllung“, in „Traffic“, „Wall Street“ und „The Game“, alles unbestreitbar gute bis sehr gute Filme und er ist sicher auch ein guter Schauspieler aber wenn ich seinen Namen auf der Besetzungsliste lese hab ich sofort das Gefühl ich kenne schon 70% der Handlung.
Aber egal ich werde dennoch versuchen objektiv zu sein.
„Sag kein Wort“ ist ein durchaus spannender, wenn auch nicht unbedingt überraschender Thriller, was wohl daran liegt, dass man bei solchen Filmen eigentlich immer schon vorher weiß wie´s ausgeht. Die Frage ist nur noch wie und wann es zu Showdown kommt. Michael Douglas spielt mit gewohnter Routine, seine Frau und die Tochter sind sowieso nur Randfiguren und bleiben dementsprechend eher farblos. Auch Sean Bean gibt als Bösewicht irgendwie eine ziemlich lahme Vorstellung ab. So richtig Angst will man vor ihm nicht bekommen. Das liegt wohl daran, dass er selbst mit dem entführten Kind überhaupt nicht in Kontakt kommt. Sie also gar nicht richtig erschrecken und terrorisieren kann, so dass man als Zuschauer Abscheu für ihn entwickeln könnte.
Einzig wirklich positive Überraschung an dem Machwerk ist Brittany Murphy die der völlig verängstigten Elisabeth erstaunlich viel Profil verleiht. Zu Anfang ist sie noch Herr der Lage, als sie noch denkt sie könne auch Konrad mit ihrem Schauspiel täuschen, jedoch bricht später immer mehr ihre Vergangenheit über ihr zusammen, was durch Murphy´s Darstellung durchaus glaubhaft wird.
Kleiner Kritikpunkt am Rande ist die Anstalt in der Elisabeth untergebracht ist. Stellt man sich in USA so einen Ort vor an dem psychisch Kranken geholfen werden soll. Die Zimmer sehen aus wie Gestapo-Verhör-und-Folter-Zellen!! So richtig mit versifften, abplatzenden Fliesen in grün-blau-grau (was weiß ich). Mit den Scherben kann man sich bestimmt toll die Pulsadern aufschlitzen. Also wirklich wenn man noch keine Probleme hatte als man da rein kam, würde man sie drinnen sicher bekommen. Ich denke man kann auch anderweitig beklemmende Atmosphäre schaffen und muss sich nicht an solchen Klischees hochziehen.
Fazit:
Der Thriller bietet nicht viel neues, ist aber durchaus spannend inszeniert und für einen unterhaltsamen Fernsehabend gut. Über kleinere Schwächen kann man hinwegsehen, aber wie gesagt nicht der Film, den man gesehen haben muss.
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