Sag' kein Wort (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von xanadu

Der Kampf eines Familienvaters...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Im November 1991 stürmen fünf maskierte Männer in Williamsburg (Brooklyn) in eine Bank. Man merkt schnell, dass sie es nicht auf das Geld der Bank, sondern auf ein ganz bestimmtes Bankfach abgesehen haben. In diesem Fach ist ein roter Diamant untergebracht, der 10 Millionen Dollar wert ist. Durch ein gut inzeniertes Ablenkungsmanövers gelinkt ihnen die Flucht in zwei verschiedenen Gruppen.

Patrick Kosters ist der Boss der Gauner, und seine(gespielt von Sean Bean) Freude ist nur von kurzer Dauer, denn er muss feststellen, dass nicht er, sondern einer seiner Komplizen den teuren Diamanten haben. Dieser ist natürlich längst über alle Berge...

Zehn Jahre später: Dr. Nathan Conrad (gespielt von Michael Douglas) ist ein familienbewusster Vater, der sich auf ein sinnliches Thanksgiving im Kreise seiner Familie freut. Durch seinen Job als Psychiater, der sich auf Probleme von Teenagern spezialisiert hat, bleibt ihm nicht viel Zeit für seine geliebte Familie.
Als Conrad nach einem stressigen Tag nach Hause fährt, wird er von seinem Freund und Kollegen Dr. Louis Sachs (gespielt von Oliver Platt) durch einen dringenden Anruf in die psychiatrische Klinik Bridgeview gerufen. In der Klinik trifft Conrad auf Elisabeth (gespielt von Brittany Murphy), einer Katatonikerin, der einen Mann krankenhausreif geschlagen hat.

Damit Elisabeth nicht ihr restliches Leben in der geschlossenen Anstalt verbringen muss, bittet Sachs Conrad um Hilfe. Sachs ist von seinem eigenen Können weniger überzeugt als von Conrads, so dass er ihn überreden kann, sich mit Elisabeth zu unterhalten.

Während dieser Unterhaltung gelingt es Conrad für einen Moment Elisabeth zum Reden zu bringen. Mit den Worten „Auch sie wollen doch nur das wissen, was alle von mir wissen wollen, aber ich werde es niemals sagen, niemandem!“ kann er erst nichts anfangen, jedoch wird ihm wenig später einiges klarer.

Zur gleichen Zeit stürzen die Gangster, die vor 10 Jahren von den eigenen Komplizen reingelegt wurden, in die Wohnung einer alten Dame, die im gleichen Haus wie die Familie Conrad wohnt.

Dr. Conrad ist mittlerweile zu Hause angekommen und freut sich enorm, endlich wieder bei seiner Familie sein zu können. Seine Frau Aggie (gespielt von Famke Janssen) hat sich bei einem Skiunfall das Bein gebrochen und ist daher ans Bett gebunden. Sie verbringt so den ganzen Tag mit der gemeinsamen achtjähringen Tochter Jessie (gespielt von Skye McCole Martusiak).

Ebenfalls am Abend vor Thanksgiving findet sie Polizei eine Wasserleiche im Hudson River. Sandra Cassidy (gespielt von Jennifer Esposito) findet an den Handgelenken der Leiche Fesselspuren...

Am nächsten Morgen bereitet Dr. Conrad das Frühstück für seine Familie zu. Die harmonische Stimmung wird jedoch zerstört, als er feststellen muss, dass die Sicherheitskette der Tür durchgeschnitten wurde und seine Tochter verschwunden ist. Beim Versuch die Polizei zu rufen, klingelt das Telefon der Conrads. Die Entführer, genau jene Gangster, die die Wohnung der alten Dame gewaltsam übernommen haben, von Jessie sind am anderen Ende der Leitung und stellen ihrer Forderung: Nauthan soll von Elisabeth eine ganz bestimmte Nummer in Erfahrung bringen. Gelingt ihm dies bis 17 Uhr nicht, muss seine Tochter sterben. Damit weder Nauthan noch Aggie die Polizei rufen, haben die Gangster die Wohnung der Familie Conrad mit einer Überwachungsanlage ausgestattet, so dass sie Aggie immer im Blick haben.

Aus Liebe zu seiner Familie und Tochter fährt Dr. Conrad zur Bridgeview Klinik, um sich dort durch die ellenlange Krankengeschichte von Elisabeth durchzuarbeiten. Dabei stößt er auf interessante Hinweise, die ihn glauben lassen, dass Elisabeth gar nicht verrückt ist. Elisabeth scheint aus irgendeinem Grund ihre Krankheit nur vorzutäuschen...

Conrad startet einen neuen Versuch mit Elisabeth zu reden und hat wieder Erfolg: Langsam beginnt Elisabeth sich mit ihrer Vergangenheit und den schrecklichen Bildern auseinanderzusetzen. Die Erinnerungen rufen in Elisabeth jedoch noch mehr Angst hervor, so dass Conrad den zweiten Versuch abbricht.

Jessie hat inzwischen herausbekommen, dass sie im gleichen aus, in dem sie wohnt, gefangen gehalten wird. Durch einen Trick gelingt es ihr, ihrer Mutter mitzuteilen, dass sie im gleichen Haus gefangen gehalten wird. Dieser Aktion bekommt auch Patrick Koster mit, so dass die Gangster die Wohnung verlassen. Koster gibt seinen Komplizen die Anweisung, Aggie zu töten. Diese hat sich inzwischen aus dem Bett befreit und setzt ihrem Angreifer böse zu...

Elisabeth gibt Dr. Conrad zu verstehen, dass sie bereit sei, sich weiter mit ihrer Vergangenheit zu befassen. Conrad bringt sie aus der Klinik und bringt sie an zur U-Bahn Station „Canal Station“ den Ort zurück, wo sie vor 10 Jahren ihr traumatisierendes Erlebnis hatte. Sie durchlebt nochmals die schrecklichen Szenen, als ihr Vater von drei Unbekannten auf die Gleise vor die Bahn gestossen wurde. Nach dieser Aktion wurden die drei Gangster von der Polizei verhaftet...

Da Conrad auch wenige Minuten vor 17 Uhr noch immer nicht die erforderliche Zahl hat, beginnt er zu pokern. Von Elisabeth hat er inzwischen erfahren können, wie er an die von den Entführern geforderte Zahl kommt. Conrad bestellt die Gangster zur Insel „Hart Island“ zu einem Friedhof.

Dr. Conrad versucht nun erneut mit Elisabeth zu reden, um die Zahl zu bekommen. Doch kann er Patrick Coster trauen? Wird er Jessie, Nathaun und Elisabeth wirklich gehen lassen, wenn er die Zahl hat?

Fazit:
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Nachdem ich nun schon einige zeit nicht mehr im Kino war, hatte ich mich mal wieder zu einem Kinogang entschlossen. Grund dafür war der Trailer von diesem Film, der mich doch sehr neugierig machte.
Da ich mich überhaupt nicht von Kritiken über Filme beeindrucken lasse, war es mir auch egal, dass dieser Film von sämtlichen Redakteuren zerrissen worden ist. Sowohl im Internet als auch auf dem „normalen“ Wege findet man durchgehend schlechte Beurteilungen über diesen Film. Diese Meinung kann ich nicht teilen, für mich hat sich der Kinogang und die Investition von 7,40 Euro durchaus gelohnt.

Michael Douglas sieht man in diesem Film sein betagtes Alter immer mehr an (immerhin ist er schon fast 60!). Die Rolle als familienbewusster Vater spielt er sehr gut. Man kann sehr gut mitfühlen, wenn er aus Verzweiflung die ein oder andere Dummheit begeht.
Famke Janssen spielt die Rolle der verzweifelten Mutter ebenfalls sehr gut. Trotz ihres komplizierten Beinbruchs steht sie aus dem Bett aus, in der Hoffnung ihrer Tochter helfen zu können. Hier wird auch sehr gut gezeigt zu was Menschen in der Lage sind, wenn sie in eine Extremsituation kommen. Aggie wehrt sich trotz des Gips mit allen Kräften und kann so den überlegenen Angreifer niederschlagen.
Die Rolle der kleinen Jessie, die Skye McCole Martusiak spielt fand ich persönlich nicht sonderlich gelungen. Ihr konnte man nach der Entführung keine Angst anmerken. Sie hat die Entführung wie einen kleinen Ausflug zu Leute „genossen“. Daß sie wirklich in Lebensgefahr geschwebt haben soll, wurde von ihr nur mangelhaft rübergebracht. Grund dafür ist sicherlich das Drehbuch und nicht die schauspielerischeren Fähigkeiten von Skye McCole Martusiak. Das altkluge Gerede von ihr fand ich auch total übertrieben...
Wenig Kritik kann ich an der Rolle von Brittany Murphy äußern, denn diese fand ich sehr, sehr gut. Eine Person, die in psychiatrischer Behandlung ist, zu spielen, stelle ich mir besonders schwer vor. Einzig die Tatsache, dass sie sich Dr. Conrad während der Behandlung so schnell öffnete fand ich unpassend. Unter „normalen“ Umständen hätte dies sicherlich wesentlich länger gedauert bzw. wäre wesentlich schwerer und aufwendiger gewesen. Natürlich darf man hier nicht vergessen, dass das ganze „nur“ ein Film ist, der durch eine längere Behandlung viel, viel länger geworden wäre. Es ist fraglich, ob dann noch die entsprechende Spannung vorhanden wäre.

Insgesamt kann ich diesen Film auf jeden Fall empfehlen, Prädikat „absolut sehenswert“.

http://www.sagkeinwort.de

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