Erfahrungsbericht von Gwendoline
Noch schamloser. Noch gnadenloser.. -Noch schlechter!
Pro:
manchmal wider Erwarten auch mal lustig
Kontra:
zu perverse Scherzchen, flache Witze, übertrieben, kommt nicht an den ersten Teil ran
Empfehlung:
Nein
Vor einigen Jahren kam ein Film ins Kino. Sein Name- Scary Movie. Seine Aufgabe- Teenie Horror Filme verarschen. Nicht anspruchsvoll, aber lustig. Der Film wurde einer der Überraschungserfolge des Jahres und so war klar, dass es eine Fortsetzung geben musste. 2001 war es soweit. Einfallsloser Name- Scary Movie 2 Noch schamloser. Noch gnadenloser.
What about...?
Sieben mehr oder weniger Jugendliche sollen, angeblich aufgrund eines Seminares zur Erforschung von Schlaflosigkeit, ein Wochenende auf einem Schloss verbringen. Aber ihr Professor (gespielt von Tim Curry) und sein Assistent Dwight (David Gross) verfolgen eigentlich ein ganz anderes Ziel- sie wollen in dem Spukschloss mit Hilfe des Hausgeistes den Beweis erbringen, dass es einen Leben nach dem Tod gibt. Klar, das gefällt dem Hausherrn nicht- und er lässt sich seine ganz eigenen Mittel einfallen um die Brut wieder los zu werden.
Actors or whatever they’re named
Auch in diesem Film spielt wieder, zumindest ein Teil der alten Clique aus Teil I, eine Rolle. Brenda, Ray und Shorty sind von den Toten auferstanden, ohne eine Begründung, dafür aber immer noch ganz die alten.
Brenda entwickelt sich in ihrer Nervigkeit in diesem Film einen ganzen Schritt weiter. Während sie im ersten Teil dafür massakriert wurde, dass sie im Kino alle mit ihren störenden Kommentaren und Telefonaten gestört hat, entdeckt sie in diesem Teil ihre „paranormalen“ Fähigkeiten, so z:B. das Wahrsagen. Vorallem in den nicht verwendeten Sequenzen, die auf der Bonus DVD gezeigt werden, kommt ihre Art besonders gut heraus. Ob Nervigkeit nun aber das beste ist in einem Film der unterhalten soll, ist fraglich. Die Rolle kommt mehr als unsympathisch rüber, sie lässt ihre „Freunde“ ins Messer laufen, wenn es um ihr eigenes Leben geht und noch andere Nettigkeiten.
Regina Hall spielt die Rolle der Ghettobraut ein weiteres Mal gut, aber nicht herausragend, wobei man wirkliches Mitleid mit ihr haben sollte, dass ihre Rolle immer so konzipiert wird. Sie ist immer noch vorlaut, laut und frech, eben das Klischee von einer Black Mama. Allgemein wird auch in diesem Teil wieder extrem mit rassenorientierten Klischees gespielt, so z.B. als sich die Jugendlichen in zwei Gruppen teilen und natürlich- in schwarz und weiß. Und den Schwarzen ist natürlich klar, dass SIE wahrscheinlich sterben werden.
Brendas Bruder aus dem ersten Teil, Shorty, wurde eigentlich im letzten Teil der Filmreihe von dem Maskenmörder getötet- tada, auch in diesem Teil ist er wieder dabei, was wohl an seiner Verwandtschaft zum Regisseur liegen könnte. Weil brauchen tut man ihn nicht, er ist der geborene Sidekick, raucht seine paar Joints und bringt ein paar extrem relaxte Sprüche. Seine Rolle ist unglaublich eindimensional und er ist wahrscheinlich einer der einzigen, der es geschafft hat in diesem Film getötet zu werden (wobei wir auf eine höchst delikate Weise erfahren, dass in seinem Hirn eh nur viel Rauch herrscht und Lester „Beetlejuice“ Green dort seine Runden dreht).
Die Rolle ist keine Herausforderung für Marlon Wayans, der eigentlich schon im richtigen Leben unglaublich witzig rüberkommt. Ihm werden einfach die Möglichkeiten genommen dieses natürliche Talent zu entfalten. Stattdessen muss er den minderbemittelten Kiffer geben, der keinen ordentlichen Satz zusammenbekommt. Schade drum.
Ray, gespielt von Shawn Wayans (also dem Bruder von Marlon Wayans, s.o. und daher auch mit dem Regisseur verwandt) spielte im letzten Teil einen minderbemittelten Mörder, mit schwer homosexuellen Tendenzen. Das hat sich auch in diesem Film überhaupt nicht gebessert. Er macht sich an alles ran, sogar an den schwerbehinderten und nicht grade attraktiven Dwight, lässt sich im Stil von „Ey Mann wo ist mein Auto“ auf seinen und den eines Freundes „Ray fucked me“ tätowieren und ist auch ansonsten für alles gut, was mit Schwulem zu tun hat. Was im letzten Teil ja noch ein ganz netter Running Gag gewesen sein mag, musste natürlich auch in diesem Teil des Film aufgegriffen werden. Aber es funktioniert einfach nicht mehr, einerseits ist die ganze Idee ausgelutscht, andererseits maßlos übertrieben. Weniger ist eben doch manchmal mehr, sagt sich der Zuschauer und schüttelt den Kopf bei der Überschrift des Films. „Noch schamloser. Noch gnadenloser.“ Ja, aber leider auch viel schlechter.
Welche Ansprüche es hat eine solche Rolle zu spielen, kann sich wohl keiner vorstellen. Aber ich fragte mich nach diesem Film ob sich Shawn Wayans nicht alle Chancen auf eine nachfolgende Karriere verbaut hat. Man nimmt ihm genau das ab, was seine Rolle zeichnet, aber man will einfach nicht. Weil es irgendwie stümperhaft aussieht und genauso ein dimensional ist und genauso wenig Tiefgang hat wie die Rolle seines Bruders. Einfach nur traurig was aus dem Nachfolger eines wirklich guten Films geworden ist.
Cindy war die (eigentlich) einzig überlebende des Massakers im letzten Teil. Auch wenn man sich über ihr Schicksal nicht ganz klar war, schließlich bestand der Cliffhanger am Ende doch daraus, dass sie auf einer Kreuzung von einem Auto überfahren wird. Jedenfalls wurde auch ihr wieder eine Rolle gegeben, diesmal so etwas wie die Hauptrolle. Auf dem Schloss findet sie ein Bild der ehemaligen Frau des Hausherrn und wird daraufhin von ihrem „Ex Mann“ geradezu verfolgt. Das soll der rote Faden sein, um Cindy rankt sich aber auch eine ganz andere Geschichte. Vielleicht soll es eine Love Story sein, was sich da zwischen ihr und Buddy (Chris Masterson) entwickelt. Doch das Ganze ist mit soviel Brachialwitz aufgebaut, dass einem das Lachen ganz schnell vergeht. Buddy zieht Cindys Unterwäsche hoch, schleudert ihr einen Football ins Gesicht oder nennt sie Flachtittchen. Und das einfach aufgrund der Tatsache, dass Cindy mit ihm befreundet sein wollte- und das ist seine Freundschaft. Zum Ende hin bessert sich das Ganze zwar, aber nicht zum Guten. Buddy lässt sie im Stich, so oft er kann. Ja, hier wollte ein Happy End auf Krampf umgangen werden, obwohl von Anfang an eher in die Richtung gespielt wird, dass etwas aus Cindy und Buddy wird. Ein Zusammen Kommen der Beiden wird allein schon aufgrund ihrer offensichtlichen Minderbemitteltheit plausibel. Cindy ist dermaßen blauäugig, naiv und dümmlich, dass einem spontan wieder der Spaß vergeht. Auch im ersten Teil war sie der Buhmann, war nervig und einfach gesagt ein Freak. Das ist sie in diesem Teil immer noch, nur viel viel schlimmer.
Anscheinend war man aber mit Anna Faris’ Leistung zufrieden, sie wurden bis jetzt für alle drei Teile der Trilogie engagiert. Ob mir ihre Rolle gefällt ist die eine Sache, aber man muss wirklich sagen, dass sie es schafft Rollen in anderen Filmen zu persiflieren. Übertrieben und kindlich spielt sie die Rolle, genauso wie sie wahrscheinlich angelegt war. Da bleibt nur übrig den Produzenten Vorwürfe zu machen, für so eine stümperhafte Charakterzeichnung. Oder dass sie es nicht schaffen einen Klischeefreien, lustigen und zudem nicht versauten Gag zu schreiben.
Was mir an dem ganzen Film nicht gefallen hat, war die Einführung der „Neuen“. Sie waren einfach da, haben sich einfach in die ehemalige Clique gedrängt, die schon lange keine mehr war.
Alex trifft Brenda und Cindy auf dem Campus ihrer Uni, mischt sich in ihre Gespräche ein, ist einfach da und nervt. Sie ist ebenfalls überdreht und übertrieben süß, gespielt von Tori Spelling. Und die kann mit ihrer Rolle einfach mal ihre EIGENEN persiflieren. Ja, ihr wurde noch nie großes Talent zugesprochen. Sie ist die Tochter des Serienmoguls Aaron Spelling und dem hat sie die Rollen in seinen Serien zu verdanken. Und nicht ihrem unglaublichen Schauspieltalent.
Die Rolle der Alex ist platt, sie ist eine Stalkerin, heftet sich an jeden, der nicht bei drei an den Bäumen ist. Und sei es nun der poltergeistrige Schlossherr. Bei ihren Auftritten hilft nur Abschalten und Daumen drücken, dass sie ganz schnell wieder verschwindet- weil sie einfach keinen Gag zugeschrieben bekommt. Eine Füllerin in einem Film voller Füller. Yeah.
Bleiben noch die beiden letzten Akteure, Theo (Kathleen Robertson) und Buddy (Chris Masterson). Die Rolle der Theo ist schnell abgehandelt, sie ist die Shannon Elizabeth des zweiten Teils. Sie sieht grandios aus, wirkt verführerisch und hat nur einen Zweck- die beiden eben genannten Dinge. Sie ist Blickfang. Sie sagt manchmal etwas ohne große Bedeutung. Aber ansonsten ist sie schmückendes Beiwerk und nicht mehr.
Buddys Figur habe ich ja schon etwas bei Cindy umrissen. Die „Liebesgeschichte“ der beiden geht einfach nur unheimlich auf die Nerven. Er verrät Cindy („Ich liebe dich Buddy“ --> Buddy schreibt auch ein Blatt Papier auf Cindys Rücken „Töte Sie!“), ist ein unglaublicher Macho („Früher auf der Highschool, als mir diese spanische Braut die Eier gelutscht hat“) und hat auch ansonsten nur das eine im Sinn. Selbst oben auf sein und sich einen Dreck um andere zu kümmern.
Diese Persönlichkeit hat mich bei ihm maßlos gestört, weil ich ihn als den lieben, wenn auch verkorksten Francis aus „Malcolm mittendrin“ kenne. Mit dieser Rolle hat er viele Sympathien zerstört und wenn ich ihn heute sehe, erinnere ich mich immer an den sexgeilen, beschränkten Buddy aus diesem Film. Das ist schade und vor allem unnötig- auch auf seinen Charakter hätte man verzichten können.
„Ich glaub nicht, dass der Film so schlecht sein kann...“
Oh doch, das ist er. Er ist absolut einer der bescheuertsten Filme, die ich je gesehen habe.
Es gefällt mir zwar, dass Scary Movie eine Fortsetzung bekommen hat und auch die Idee Persiflagen auf bekannte Filme zu machen, gefällt mir außerordentlich. Daraus hätte man so viel schöneres mit vor allem mehr Anspruch machen können. Der Film wirkt, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, wie ein Low Budget Machwerk.
Ich weiß nicht mehr, was ich positives zu diesem Film sagen soll. Einige der Charaktere sind durchaus gut gespielt, aber durch das schlechte Drehbuch wurden auch diese Rollen wirklich verstümmelt.
Der Professor und vor allem Tim Curry haben mir eigentlich sehr gut gefallen, er wirkte durchtrieben, wie es sich für seine Rolle gehört. Doch leider hatten die Autoren mit seiner Rolle vor ihn zu einem sexgeilen alten Mann zu machen. Er lässt sicherstellen, dass die Teilnehmer seines Projektes junge verzweifelte Frauen sind, die sich gerne mal ins Bett locken lassen, er versucht die Mädchen untereinander zu sexuellen Taten zu bringen und er findet den Tod, weil er einen Geist für attraktiv hält. Sein Pech, unseres auch. Ich hätte mir gewünscht, dass wenigstens er ein einigermaßen ernsthafter Charakter in diesem Film bleibt, da können die Kiddies ja machen was sie wollen. Doch leider spielt er munter mit in diesem Reigen von Absonderlichkeiten.
Auch einige Witze dieses Films sind gelungen, allen voran die gemeinsten. Lustig wird es, wenn der Butler des Schlossherrn mit seiner verkümmerten Hand Dwight, den querschnittsgelähmten, disst. Sie liefern sich gegenseitig Schlagabtäusche ohne Ende ( lauter Anspielungen auf die körperlichen Einschränkungen des anderen) und man muss doch das ein oder andere mal unfreiwillig lachen. Dem steht natürlich wieder ein Kontra gegenüber. Ob man wirklich über die Behinderungen von Leuten lachen will, die nicht mehr laufen können. Und überhaupt ob solche Witze nicht einfach zu respektlos sind um in einen Film mit eingebracht zu werden.
Unterhaltung ist es auch, die ganzen parodierten Filme in diesem Film zu erkennen. Das beweist Filmwissen, wenn man es mit anderen Leuten guckt und kann auch durchaus mal zu Diskussionen führen. Diskussionen, die der Rest des Films leider nicht anregen.
„Vielleicht ist er aber noch viel schlechter...“
Ja. Unumwunden ja. Dieser Film ist wirklich einer der flachsten Filme ever made.
Das beginnt schon mit dem Vorspann. Wir sehen ein Haus, eine Party. Leute singen, der Pastor sitzt am Klavier. Ein kleines Mädchen kommt herunter, stellt sich vor seine Gäste und fängt an auf den Boden zu urinieren. Die Szene kennen wir? Ja. So in etwa hat man das auch schon beim Exorzisten gesehen. Und so geht es auch weiter. Ein Geistlicher wird geholt- leider genauso verdorben wie das Gör selber. Schon hier wird angefangen mit einem unglaublichen Brachialwitz zu arbeiten, als der Geistliche gezeigt wird, wie er seine Verdauungsprobleme auf der Toilette bekämpft. Du hast gelacht? Warum? Ich habe in sämtlichen Sequenzen nichts witziges gefunden, erst zum Ende des Einstiegs, beim Dialog mit der Höllenbrut wird es etwas lustiger. Bis der Pastor die Pistole zückt und das vom Teufel besessene Mädchen tötet. Knall- und wir sind im Film, auf dem Campus.
Hier wird man gleich mit Shorty und Cindy konfrontiert. Halt. SHORTY und Cindy? Der war doch tot. Ja, alle der Hauptdarsteller sollten eigentlich tot und unter der Erde sein. Sind sie aber nicht, bätsch. Und dafür wird noch nichtmal eine Erklärung geliefert. Sie sind da, das reicht doch!? Nein, leider nicht. Denn selbst wenn nichts in diesem Film ernst gemeint ist- ein bisschen sollte man sich dann doch bitte an die Regeln halten.
Weiter geht es mit der unerträglichen Charakterzeichnung der Drehbuchschreiber. Jeder Charakter ist entweder nervig, verdorben oder unnötig (s.o.) und selbst eigentlich gute Schauspieler werden hier zu eindimensionalen Figuren gezwungen. Ein Trauerspiel und das unterschreitet den ersten Teil auch um einiges.
Allgemein hat sich einiges zum ersten Teil geändert. Selbst die Kameraführung ist nicht die gleiche. Im ersten Teil spielt man noch damit, dass die Darsteller anscheinend genau wissen, dass das da ein Film ist, die Kamera stubst Cindy sogar einmal ins Gesicht. Ja, so was gibt es hier nicht mehr. Die Kameraführung ist schlichtweg langweilig, neue tolle Ideen sind nicht vorhanden und noch nicht mal richtige Parodien auf die Filme werden hinbekommen. Ja, „der Exorzist“ ist nicht leichte Horror Kost wie „Scream“ und Konsorten, man könnte aber trotzdem versuchen sich mehr an den schwierigen Stoff heranzuwagen. Sich nicht nur oberflächlich damit auseinander zusetzen. Und DANN kann man eine Parodie darauf schreiben. Vorher bitte nicht.
Vielleicht noch etwas über die Gags, in einem Film, der sich ins Genre der Komödien zählt. Witzigkeit kennt keine Grenzen oder was? Doch, hier schon. Die Witze sind wie Brecheisen, versuchen auf hau drauf Weise zu beweisen, dass sie lustig sind. Scheißende Pastoren, sexgeile Pastoren, Dauerkiffer, Schwulenwitze, Behindertenwitze. Ja, schamlos. Zu schamlos um lustig zu sein, denn auch beim Humor sind zarte Trennlinien gegeben. Und die dürfen nicht überschritten werden, sonst gleitet man ins ordinäre, wie dieser Film.
Selbst die Geschichte krankt hier. Die Clique wird mit fadenscheinigen Gründen auf ein Schloss geführt, aber dann? Eine lose, anscheinend planlose Aneinanderreihung von unlustigen Gags und einer kaum erkennbaren Rahmenhandlung. Das Grundgerüst des ersten Teils kannte man, das war unverkennbar eine Mischung aus „Scream“ und „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“. In diesem Teil ist man sich nicht sicher und man möchte ja auch keinen Film beleidigen, indem man hierbei auch nur Parallelen zieht. Kein Film hat eine Parodie wie diesen Film verdient. Wirklich.
Originaltitel: SCARY MOVIE 2
Darsteller: Marlon Wayans, Shawn Wayans, Anna Faris, Chris Masterson, Tori Spelling, Kathleen Robertson, Tim Curry, James Woods
Regie: Keenen Ivory Wayans
Produzent: Eric L. Gold
Herstellungsland: USA
Herstellungsjahr: 2001
Verwurstungen pur- Worauf man sich gefasst machen darf
Wie oben schon beschrieben wird, besteht der Anfang einfach nur aus einer Parodie auf den Exorzisten. Dieser Anfang hat aber nichts mit dem weiteren Fortlauf des Filmes zu tun, keine der dort genannten Personen tritt später noch mal auf. Man fragt sich also- Warum eigentlich? Warum gerade das und nichts, was mit dem Film zu tun hat? Im Vorspann hätte man sich schon gewünscht ein bisschen was darüber zu erfahren, warum alle von den Untoten auferstanden sind. Und das hätte man auch locker machen können, wenn den Schreiberlingen eine Möglichkeit eingefallen wäre. So haben wir gar nichts und die Handlung und der Film kranken daran. Schade.
Zur Fleischbeschau sind für drei Grazien des Filmes auch eine Szene aus „3 Engel für Charlie“ eingebaut. Komisch aber auch, dass sie anfangs nur mit Dessous bekleidet gezeigt werden. Aber dann ziehen sie sich natürlich die normale Arbeitskleidung an. Es folgen Parodien auf Slow Motion Karate Kicks und einige „atemberaubende“ Kampfszenen. Allgemein muss man sagen, dass gerade die kurzen Szenen in diesen Parodien doch ganz sehenswert sind- aber nicht die restlichen schlechten Gags aufwerten können.
Ansonsten sieht man Szenen aus „Hannibal“, „Mission Impossible 2“, „Hollow Man“, „Poltergeist“ (hierum rankt sich ja der ganze Film), und „Der kleine Horrorladen“
And in my opinion....
Tut euch den Film nicht an. Wenn ihr schon vom ersten Teil nur minder begeistert wart, macht euch nicht den letzten Rest des Zaubers kaputt. Und Leute, die auch den ersten Teil gemocht haben, sollten sich dieses Szenario erst Recht nicht anschauen. Nervige Charaktere, schlecht erzählte Handlung, billige Kulisse, schlechte oder zu krasse Witze, uvm. Dieser Film scheint fast nur aus Kontrapunkten zu bestehen, leider. Denn Fortsetzungen könnten doch so schön sein, wenn sie mal nicht einfach nur Geldschindereien wären. So muss ich den Wayans leider sagen- das ging daneben. Leider. Aber er hätte viel besser sein können.
What about...?
Sieben mehr oder weniger Jugendliche sollen, angeblich aufgrund eines Seminares zur Erforschung von Schlaflosigkeit, ein Wochenende auf einem Schloss verbringen. Aber ihr Professor (gespielt von Tim Curry) und sein Assistent Dwight (David Gross) verfolgen eigentlich ein ganz anderes Ziel- sie wollen in dem Spukschloss mit Hilfe des Hausgeistes den Beweis erbringen, dass es einen Leben nach dem Tod gibt. Klar, das gefällt dem Hausherrn nicht- und er lässt sich seine ganz eigenen Mittel einfallen um die Brut wieder los zu werden.
Actors or whatever they’re named
Auch in diesem Film spielt wieder, zumindest ein Teil der alten Clique aus Teil I, eine Rolle. Brenda, Ray und Shorty sind von den Toten auferstanden, ohne eine Begründung, dafür aber immer noch ganz die alten.
Brenda entwickelt sich in ihrer Nervigkeit in diesem Film einen ganzen Schritt weiter. Während sie im ersten Teil dafür massakriert wurde, dass sie im Kino alle mit ihren störenden Kommentaren und Telefonaten gestört hat, entdeckt sie in diesem Teil ihre „paranormalen“ Fähigkeiten, so z:B. das Wahrsagen. Vorallem in den nicht verwendeten Sequenzen, die auf der Bonus DVD gezeigt werden, kommt ihre Art besonders gut heraus. Ob Nervigkeit nun aber das beste ist in einem Film der unterhalten soll, ist fraglich. Die Rolle kommt mehr als unsympathisch rüber, sie lässt ihre „Freunde“ ins Messer laufen, wenn es um ihr eigenes Leben geht und noch andere Nettigkeiten.
Regina Hall spielt die Rolle der Ghettobraut ein weiteres Mal gut, aber nicht herausragend, wobei man wirkliches Mitleid mit ihr haben sollte, dass ihre Rolle immer so konzipiert wird. Sie ist immer noch vorlaut, laut und frech, eben das Klischee von einer Black Mama. Allgemein wird auch in diesem Teil wieder extrem mit rassenorientierten Klischees gespielt, so z.B. als sich die Jugendlichen in zwei Gruppen teilen und natürlich- in schwarz und weiß. Und den Schwarzen ist natürlich klar, dass SIE wahrscheinlich sterben werden.
Brendas Bruder aus dem ersten Teil, Shorty, wurde eigentlich im letzten Teil der Filmreihe von dem Maskenmörder getötet- tada, auch in diesem Teil ist er wieder dabei, was wohl an seiner Verwandtschaft zum Regisseur liegen könnte. Weil brauchen tut man ihn nicht, er ist der geborene Sidekick, raucht seine paar Joints und bringt ein paar extrem relaxte Sprüche. Seine Rolle ist unglaublich eindimensional und er ist wahrscheinlich einer der einzigen, der es geschafft hat in diesem Film getötet zu werden (wobei wir auf eine höchst delikate Weise erfahren, dass in seinem Hirn eh nur viel Rauch herrscht und Lester „Beetlejuice“ Green dort seine Runden dreht).
Die Rolle ist keine Herausforderung für Marlon Wayans, der eigentlich schon im richtigen Leben unglaublich witzig rüberkommt. Ihm werden einfach die Möglichkeiten genommen dieses natürliche Talent zu entfalten. Stattdessen muss er den minderbemittelten Kiffer geben, der keinen ordentlichen Satz zusammenbekommt. Schade drum.
Ray, gespielt von Shawn Wayans (also dem Bruder von Marlon Wayans, s.o. und daher auch mit dem Regisseur verwandt) spielte im letzten Teil einen minderbemittelten Mörder, mit schwer homosexuellen Tendenzen. Das hat sich auch in diesem Film überhaupt nicht gebessert. Er macht sich an alles ran, sogar an den schwerbehinderten und nicht grade attraktiven Dwight, lässt sich im Stil von „Ey Mann wo ist mein Auto“ auf seinen und den eines Freundes „Ray fucked me“ tätowieren und ist auch ansonsten für alles gut, was mit Schwulem zu tun hat. Was im letzten Teil ja noch ein ganz netter Running Gag gewesen sein mag, musste natürlich auch in diesem Teil des Film aufgegriffen werden. Aber es funktioniert einfach nicht mehr, einerseits ist die ganze Idee ausgelutscht, andererseits maßlos übertrieben. Weniger ist eben doch manchmal mehr, sagt sich der Zuschauer und schüttelt den Kopf bei der Überschrift des Films. „Noch schamloser. Noch gnadenloser.“ Ja, aber leider auch viel schlechter.
Welche Ansprüche es hat eine solche Rolle zu spielen, kann sich wohl keiner vorstellen. Aber ich fragte mich nach diesem Film ob sich Shawn Wayans nicht alle Chancen auf eine nachfolgende Karriere verbaut hat. Man nimmt ihm genau das ab, was seine Rolle zeichnet, aber man will einfach nicht. Weil es irgendwie stümperhaft aussieht und genauso ein dimensional ist und genauso wenig Tiefgang hat wie die Rolle seines Bruders. Einfach nur traurig was aus dem Nachfolger eines wirklich guten Films geworden ist.
Cindy war die (eigentlich) einzig überlebende des Massakers im letzten Teil. Auch wenn man sich über ihr Schicksal nicht ganz klar war, schließlich bestand der Cliffhanger am Ende doch daraus, dass sie auf einer Kreuzung von einem Auto überfahren wird. Jedenfalls wurde auch ihr wieder eine Rolle gegeben, diesmal so etwas wie die Hauptrolle. Auf dem Schloss findet sie ein Bild der ehemaligen Frau des Hausherrn und wird daraufhin von ihrem „Ex Mann“ geradezu verfolgt. Das soll der rote Faden sein, um Cindy rankt sich aber auch eine ganz andere Geschichte. Vielleicht soll es eine Love Story sein, was sich da zwischen ihr und Buddy (Chris Masterson) entwickelt. Doch das Ganze ist mit soviel Brachialwitz aufgebaut, dass einem das Lachen ganz schnell vergeht. Buddy zieht Cindys Unterwäsche hoch, schleudert ihr einen Football ins Gesicht oder nennt sie Flachtittchen. Und das einfach aufgrund der Tatsache, dass Cindy mit ihm befreundet sein wollte- und das ist seine Freundschaft. Zum Ende hin bessert sich das Ganze zwar, aber nicht zum Guten. Buddy lässt sie im Stich, so oft er kann. Ja, hier wollte ein Happy End auf Krampf umgangen werden, obwohl von Anfang an eher in die Richtung gespielt wird, dass etwas aus Cindy und Buddy wird. Ein Zusammen Kommen der Beiden wird allein schon aufgrund ihrer offensichtlichen Minderbemitteltheit plausibel. Cindy ist dermaßen blauäugig, naiv und dümmlich, dass einem spontan wieder der Spaß vergeht. Auch im ersten Teil war sie der Buhmann, war nervig und einfach gesagt ein Freak. Das ist sie in diesem Teil immer noch, nur viel viel schlimmer.
Anscheinend war man aber mit Anna Faris’ Leistung zufrieden, sie wurden bis jetzt für alle drei Teile der Trilogie engagiert. Ob mir ihre Rolle gefällt ist die eine Sache, aber man muss wirklich sagen, dass sie es schafft Rollen in anderen Filmen zu persiflieren. Übertrieben und kindlich spielt sie die Rolle, genauso wie sie wahrscheinlich angelegt war. Da bleibt nur übrig den Produzenten Vorwürfe zu machen, für so eine stümperhafte Charakterzeichnung. Oder dass sie es nicht schaffen einen Klischeefreien, lustigen und zudem nicht versauten Gag zu schreiben.
Was mir an dem ganzen Film nicht gefallen hat, war die Einführung der „Neuen“. Sie waren einfach da, haben sich einfach in die ehemalige Clique gedrängt, die schon lange keine mehr war.
Alex trifft Brenda und Cindy auf dem Campus ihrer Uni, mischt sich in ihre Gespräche ein, ist einfach da und nervt. Sie ist ebenfalls überdreht und übertrieben süß, gespielt von Tori Spelling. Und die kann mit ihrer Rolle einfach mal ihre EIGENEN persiflieren. Ja, ihr wurde noch nie großes Talent zugesprochen. Sie ist die Tochter des Serienmoguls Aaron Spelling und dem hat sie die Rollen in seinen Serien zu verdanken. Und nicht ihrem unglaublichen Schauspieltalent.
Die Rolle der Alex ist platt, sie ist eine Stalkerin, heftet sich an jeden, der nicht bei drei an den Bäumen ist. Und sei es nun der poltergeistrige Schlossherr. Bei ihren Auftritten hilft nur Abschalten und Daumen drücken, dass sie ganz schnell wieder verschwindet- weil sie einfach keinen Gag zugeschrieben bekommt. Eine Füllerin in einem Film voller Füller. Yeah.
Bleiben noch die beiden letzten Akteure, Theo (Kathleen Robertson) und Buddy (Chris Masterson). Die Rolle der Theo ist schnell abgehandelt, sie ist die Shannon Elizabeth des zweiten Teils. Sie sieht grandios aus, wirkt verführerisch und hat nur einen Zweck- die beiden eben genannten Dinge. Sie ist Blickfang. Sie sagt manchmal etwas ohne große Bedeutung. Aber ansonsten ist sie schmückendes Beiwerk und nicht mehr.
Buddys Figur habe ich ja schon etwas bei Cindy umrissen. Die „Liebesgeschichte“ der beiden geht einfach nur unheimlich auf die Nerven. Er verrät Cindy („Ich liebe dich Buddy“ --> Buddy schreibt auch ein Blatt Papier auf Cindys Rücken „Töte Sie!“), ist ein unglaublicher Macho („Früher auf der Highschool, als mir diese spanische Braut die Eier gelutscht hat“) und hat auch ansonsten nur das eine im Sinn. Selbst oben auf sein und sich einen Dreck um andere zu kümmern.
Diese Persönlichkeit hat mich bei ihm maßlos gestört, weil ich ihn als den lieben, wenn auch verkorksten Francis aus „Malcolm mittendrin“ kenne. Mit dieser Rolle hat er viele Sympathien zerstört und wenn ich ihn heute sehe, erinnere ich mich immer an den sexgeilen, beschränkten Buddy aus diesem Film. Das ist schade und vor allem unnötig- auch auf seinen Charakter hätte man verzichten können.
„Ich glaub nicht, dass der Film so schlecht sein kann...“
Oh doch, das ist er. Er ist absolut einer der bescheuertsten Filme, die ich je gesehen habe.
Es gefällt mir zwar, dass Scary Movie eine Fortsetzung bekommen hat und auch die Idee Persiflagen auf bekannte Filme zu machen, gefällt mir außerordentlich. Daraus hätte man so viel schöneres mit vor allem mehr Anspruch machen können. Der Film wirkt, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, wie ein Low Budget Machwerk.
Ich weiß nicht mehr, was ich positives zu diesem Film sagen soll. Einige der Charaktere sind durchaus gut gespielt, aber durch das schlechte Drehbuch wurden auch diese Rollen wirklich verstümmelt.
Der Professor und vor allem Tim Curry haben mir eigentlich sehr gut gefallen, er wirkte durchtrieben, wie es sich für seine Rolle gehört. Doch leider hatten die Autoren mit seiner Rolle vor ihn zu einem sexgeilen alten Mann zu machen. Er lässt sicherstellen, dass die Teilnehmer seines Projektes junge verzweifelte Frauen sind, die sich gerne mal ins Bett locken lassen, er versucht die Mädchen untereinander zu sexuellen Taten zu bringen und er findet den Tod, weil er einen Geist für attraktiv hält. Sein Pech, unseres auch. Ich hätte mir gewünscht, dass wenigstens er ein einigermaßen ernsthafter Charakter in diesem Film bleibt, da können die Kiddies ja machen was sie wollen. Doch leider spielt er munter mit in diesem Reigen von Absonderlichkeiten.
Auch einige Witze dieses Films sind gelungen, allen voran die gemeinsten. Lustig wird es, wenn der Butler des Schlossherrn mit seiner verkümmerten Hand Dwight, den querschnittsgelähmten, disst. Sie liefern sich gegenseitig Schlagabtäusche ohne Ende ( lauter Anspielungen auf die körperlichen Einschränkungen des anderen) und man muss doch das ein oder andere mal unfreiwillig lachen. Dem steht natürlich wieder ein Kontra gegenüber. Ob man wirklich über die Behinderungen von Leuten lachen will, die nicht mehr laufen können. Und überhaupt ob solche Witze nicht einfach zu respektlos sind um in einen Film mit eingebracht zu werden.
Unterhaltung ist es auch, die ganzen parodierten Filme in diesem Film zu erkennen. Das beweist Filmwissen, wenn man es mit anderen Leuten guckt und kann auch durchaus mal zu Diskussionen führen. Diskussionen, die der Rest des Films leider nicht anregen.
„Vielleicht ist er aber noch viel schlechter...“
Ja. Unumwunden ja. Dieser Film ist wirklich einer der flachsten Filme ever made.
Das beginnt schon mit dem Vorspann. Wir sehen ein Haus, eine Party. Leute singen, der Pastor sitzt am Klavier. Ein kleines Mädchen kommt herunter, stellt sich vor seine Gäste und fängt an auf den Boden zu urinieren. Die Szene kennen wir? Ja. So in etwa hat man das auch schon beim Exorzisten gesehen. Und so geht es auch weiter. Ein Geistlicher wird geholt- leider genauso verdorben wie das Gör selber. Schon hier wird angefangen mit einem unglaublichen Brachialwitz zu arbeiten, als der Geistliche gezeigt wird, wie er seine Verdauungsprobleme auf der Toilette bekämpft. Du hast gelacht? Warum? Ich habe in sämtlichen Sequenzen nichts witziges gefunden, erst zum Ende des Einstiegs, beim Dialog mit der Höllenbrut wird es etwas lustiger. Bis der Pastor die Pistole zückt und das vom Teufel besessene Mädchen tötet. Knall- und wir sind im Film, auf dem Campus.
Hier wird man gleich mit Shorty und Cindy konfrontiert. Halt. SHORTY und Cindy? Der war doch tot. Ja, alle der Hauptdarsteller sollten eigentlich tot und unter der Erde sein. Sind sie aber nicht, bätsch. Und dafür wird noch nichtmal eine Erklärung geliefert. Sie sind da, das reicht doch!? Nein, leider nicht. Denn selbst wenn nichts in diesem Film ernst gemeint ist- ein bisschen sollte man sich dann doch bitte an die Regeln halten.
Weiter geht es mit der unerträglichen Charakterzeichnung der Drehbuchschreiber. Jeder Charakter ist entweder nervig, verdorben oder unnötig (s.o.) und selbst eigentlich gute Schauspieler werden hier zu eindimensionalen Figuren gezwungen. Ein Trauerspiel und das unterschreitet den ersten Teil auch um einiges.
Allgemein hat sich einiges zum ersten Teil geändert. Selbst die Kameraführung ist nicht die gleiche. Im ersten Teil spielt man noch damit, dass die Darsteller anscheinend genau wissen, dass das da ein Film ist, die Kamera stubst Cindy sogar einmal ins Gesicht. Ja, so was gibt es hier nicht mehr. Die Kameraführung ist schlichtweg langweilig, neue tolle Ideen sind nicht vorhanden und noch nicht mal richtige Parodien auf die Filme werden hinbekommen. Ja, „der Exorzist“ ist nicht leichte Horror Kost wie „Scream“ und Konsorten, man könnte aber trotzdem versuchen sich mehr an den schwierigen Stoff heranzuwagen. Sich nicht nur oberflächlich damit auseinander zusetzen. Und DANN kann man eine Parodie darauf schreiben. Vorher bitte nicht.
Vielleicht noch etwas über die Gags, in einem Film, der sich ins Genre der Komödien zählt. Witzigkeit kennt keine Grenzen oder was? Doch, hier schon. Die Witze sind wie Brecheisen, versuchen auf hau drauf Weise zu beweisen, dass sie lustig sind. Scheißende Pastoren, sexgeile Pastoren, Dauerkiffer, Schwulenwitze, Behindertenwitze. Ja, schamlos. Zu schamlos um lustig zu sein, denn auch beim Humor sind zarte Trennlinien gegeben. Und die dürfen nicht überschritten werden, sonst gleitet man ins ordinäre, wie dieser Film.
Selbst die Geschichte krankt hier. Die Clique wird mit fadenscheinigen Gründen auf ein Schloss geführt, aber dann? Eine lose, anscheinend planlose Aneinanderreihung von unlustigen Gags und einer kaum erkennbaren Rahmenhandlung. Das Grundgerüst des ersten Teils kannte man, das war unverkennbar eine Mischung aus „Scream“ und „Ich weiß was du letzten Sommer getan hast“. In diesem Teil ist man sich nicht sicher und man möchte ja auch keinen Film beleidigen, indem man hierbei auch nur Parallelen zieht. Kein Film hat eine Parodie wie diesen Film verdient. Wirklich.
Originaltitel: SCARY MOVIE 2
Darsteller: Marlon Wayans, Shawn Wayans, Anna Faris, Chris Masterson, Tori Spelling, Kathleen Robertson, Tim Curry, James Woods
Regie: Keenen Ivory Wayans
Produzent: Eric L. Gold
Herstellungsland: USA
Herstellungsjahr: 2001
Verwurstungen pur- Worauf man sich gefasst machen darf
Wie oben schon beschrieben wird, besteht der Anfang einfach nur aus einer Parodie auf den Exorzisten. Dieser Anfang hat aber nichts mit dem weiteren Fortlauf des Filmes zu tun, keine der dort genannten Personen tritt später noch mal auf. Man fragt sich also- Warum eigentlich? Warum gerade das und nichts, was mit dem Film zu tun hat? Im Vorspann hätte man sich schon gewünscht ein bisschen was darüber zu erfahren, warum alle von den Untoten auferstanden sind. Und das hätte man auch locker machen können, wenn den Schreiberlingen eine Möglichkeit eingefallen wäre. So haben wir gar nichts und die Handlung und der Film kranken daran. Schade.
Zur Fleischbeschau sind für drei Grazien des Filmes auch eine Szene aus „3 Engel für Charlie“ eingebaut. Komisch aber auch, dass sie anfangs nur mit Dessous bekleidet gezeigt werden. Aber dann ziehen sie sich natürlich die normale Arbeitskleidung an. Es folgen Parodien auf Slow Motion Karate Kicks und einige „atemberaubende“ Kampfszenen. Allgemein muss man sagen, dass gerade die kurzen Szenen in diesen Parodien doch ganz sehenswert sind- aber nicht die restlichen schlechten Gags aufwerten können.
Ansonsten sieht man Szenen aus „Hannibal“, „Mission Impossible 2“, „Hollow Man“, „Poltergeist“ (hierum rankt sich ja der ganze Film), und „Der kleine Horrorladen“
And in my opinion....
Tut euch den Film nicht an. Wenn ihr schon vom ersten Teil nur minder begeistert wart, macht euch nicht den letzten Rest des Zaubers kaputt. Und Leute, die auch den ersten Teil gemocht haben, sollten sich dieses Szenario erst Recht nicht anschauen. Nervige Charaktere, schlecht erzählte Handlung, billige Kulisse, schlechte oder zu krasse Witze, uvm. Dieser Film scheint fast nur aus Kontrapunkten zu bestehen, leider. Denn Fortsetzungen könnten doch so schön sein, wenn sie mal nicht einfach nur Geldschindereien wären. So muss ich den Wayans leider sagen- das ging daneben. Leider. Aber er hätte viel besser sein können.
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