Erfahrungsbericht von MatthiasHuehr
Fäkalhumor im wahrsten Sinne des Wortes
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Zu Helloween gab es im Cinestar wieder eine Helloween-Filmnacht bei der diesmal Scary Movie gezeigt wurde und zwar beide Teile. So konnte ich den zweiten Teil des Filmes schon ein paar Tage vor dem offiziellen Anlauf sehen.
Ein Mädchen, das in einer endlos erscheinenden Szene auf den Teppich uriniert, ist der Einstieg in das, was eine Fortsetzung des ersten Teiles sein soll. Dann dürfen wir einem Pfarrer beim Erledigen seines Geschäftes zusehen und dann eine Kotzorgie bei einer versuchten Teufelsaustreibung. Das was den Zuschauer geboten wurde ist wohl die schlechteste Parodie auf „Der Exorzist“ aller Zeiten. So und das war erst der Vorspann. Nach so viel Fäkalien und sonstigen Körperausscheidungen fängt der Film endlich an. Der Appetit auf Popcorn ist mir erst einmal vergangen und ich bedauerte, daß ich mir diesmal eine extragroße Tüte gekauft hatte.
Schnitt. Wir befinden uns jetzt auf einem Campus einer Universität, auf die es die Überlebenden des ersten Teils verschlagen hat. Da haben wir Cindy, Ray und Shorty. Da die meisten Darsteller im ersten Teil mehr oder weniger human ihr Leben verloren haben, wurde die Lücke mit neuen Charakteren gefüllt. Auf dem College gibt es den lüsternen Professor Oldman, der ein Experiment mit ihnen durchführen möchte und sie darum unter einem falschen Vorwand in ein Geisterhaus lockt. Dort angekommen, machen unsere ahnungslosen Opfer Bekanntschaft mit dem Hausmeister Hanson. Der Fakt, daß er eine verkrüppelte Hand hat, inspirierte den verhinderten Gagschreiber dazu, sehr viele primitive Witze auf seine Kosten zu machen und zwar auf einem so niedrigen Niveau, daß sogar der schlechteste Kalauer im Vergleich dazu Hochkultur wäre. Der Hausgeist wird immer ungemütlicher und nachdem der Professor sein Leben verloren hat, wird es für die übrigen Gäste auch ungemütlich. Zusammen mit Dwight, dem behinderten Assistenten des Professors versuchen sie, den Geist zu vernichten.
Was gibt es an Neuheiten im zweiten Teil? Nicht viele. Es werden nicht nur Horrorfilme parodiert, sondern auch andere Streifen. So gibt zum Beispiel eine Kampfszene, die ganz deutlich „3 Engel für Charlie“ nachempfunden wurde. Ansonsten kann man sagen, daß in dieselben Kerben wie im ersten Teil geschlagen wurde. Ray hat immer noch nicht seine latente Homosexualität offengelegt. Aus dieser Tatsache gestalteten die Gagschreiber eine Reihe von sexistischen Witzen. Das ging sogar soweit, daß Ray die Spielzeugpuppe, die ihn umbringen will, unter dem Bett gegen ihren Willen „vernascht“. Auch die anderen Personen kommen bei den Sexwitzen nicht so kurz. So wird Alex vom unsichtbaren Hausgeist durch ganze Zimmer gefögelt. Ansonsten legen die Filmemacher viel Wert auf Details, aber bei der Szene haben sie geschlampt. Der Oralsex kam noch glaubwürdig rüber, der Rest funktioniert aber mit angezogenem Höschen nicht, welches man mehr als deutlich sehen konnte. Witzrecycling wurde groß geschrieben und deshalb kam mal wieder eine gewaltige Spermafontaine vor. Falls es einen dritten Teil geben sollte, wird man in ihm diesen ausgelutschen Gag garantiert sehen können. Man kann den Humor des Filmes ganz einfach beschreiben: fäkal, sexistisch und politisch unkorrekt.
Die Umsetzung des Filmes ist je nach Rolle gut gelungen. Tim Curry brilliert trotz des schwachen Umfeldes in seiner Rolle als lüsterner Professor. Die bösen Rollen liegen ihm, aber ich hätte mir lieber Rolle in einem niveauvolleren Film gewünscht. Chris Elliott ist im Gegensatz zu seinen vorherigen Rollen sehr tief gesunken. Wenn man ein guter Komiker ist, dann sollte man Niveau beweisen und solche Rollenangebote ablehnen. Aber da wird wohl das Geld schuld gewesen sein. Diesen Grund wird wohl auch James Woods gehabt haben, denn ansonsten kann man sich den miesen Gastauftritt in dem Streifen nicht erklären. Die übrigen Schauspieler kenne ich zu schlecht, um die Darstellung der Charaktere richtig beurteilen zu können. Stellenweise war die Tricktechnik doch etwas sehr billig. Unter anderem war die Kampfszene mit der Katze absolut unglaubwürdig. Nicht der Fakt, daß Katen nicht kämpfen können, war es aber, sondern die Wirkung. Man kann deutlich sehen, daß es eine Puppe ist.
Zu guter Letzt gab es nicht einmal eine Szene nach dem Abspann. Da ich die Szene vom ersten Teil erst bei dieser Vorstellung gesehen habe, es ist übrigens eine Szene mit einem Staubsauger, blieb ich bis zum Schluß und habe mir den Abspann angetan. Er wollte nicht aufhören und als er zu ende war, was kam? Nix! Nicht einmal für so ein kleine Zugabe hat es gereicht. Also könnt ihr ruhig beim Beginn des Abspanns euren Kinositz verlassen, ohne die Angst verspüren zu müssen, irgend etwas zu verpassen.
Das schwierige ist für mich die Bewertung. Ist der Film gut oder schlecht? Bei dem Teil ist es etwas schwer zu beurteilen. Der Film ist politisch unkorrekt und das ist der Humor, den ich mag. Aber er ist auch völlig sexistisch und vulgär. Die Idee war schlecht, die Umsetzung mittelmäßig, der Humor primitiv. Aber ich habe trotzdem lachen müssen. Aber leider wird man den Film nur einmal sehen können, da die Niveaulosigkeit erst dann richtig zum tragen kommt. Über den ersten Teil konnte ich im Kino herzhaft lachen. Aber beim zweiten Mal war er nicht mehr so komisch. Beim zweiten Teil wird es ähnlich sein, nur das der erste Teil schlechter als der erste Teil ist. Diesen Film als gut zu bezeichnen, wäre eine Auszeichnung, die er nicht verdient. So schlecht war er nun auch wieder nicht. Eine mittelmäßige Bewertung ist für mich die daraus resultierende Entscheidung. Eine Empfehlung spreche ich aber nicht aus. Wer den ersten Teil geliebt hat, der kann ihn sich anschauen. Wer ihn nicht mochte, der sollte ihn sich nicht anschauen. Das Eintrittsgeld sollte man dann lieber in eine Kinokarte für einen Film mit mehr Anspruch investieren.
Ein Mädchen, das in einer endlos erscheinenden Szene auf den Teppich uriniert, ist der Einstieg in das, was eine Fortsetzung des ersten Teiles sein soll. Dann dürfen wir einem Pfarrer beim Erledigen seines Geschäftes zusehen und dann eine Kotzorgie bei einer versuchten Teufelsaustreibung. Das was den Zuschauer geboten wurde ist wohl die schlechteste Parodie auf „Der Exorzist“ aller Zeiten. So und das war erst der Vorspann. Nach so viel Fäkalien und sonstigen Körperausscheidungen fängt der Film endlich an. Der Appetit auf Popcorn ist mir erst einmal vergangen und ich bedauerte, daß ich mir diesmal eine extragroße Tüte gekauft hatte.
Schnitt. Wir befinden uns jetzt auf einem Campus einer Universität, auf die es die Überlebenden des ersten Teils verschlagen hat. Da haben wir Cindy, Ray und Shorty. Da die meisten Darsteller im ersten Teil mehr oder weniger human ihr Leben verloren haben, wurde die Lücke mit neuen Charakteren gefüllt. Auf dem College gibt es den lüsternen Professor Oldman, der ein Experiment mit ihnen durchführen möchte und sie darum unter einem falschen Vorwand in ein Geisterhaus lockt. Dort angekommen, machen unsere ahnungslosen Opfer Bekanntschaft mit dem Hausmeister Hanson. Der Fakt, daß er eine verkrüppelte Hand hat, inspirierte den verhinderten Gagschreiber dazu, sehr viele primitive Witze auf seine Kosten zu machen und zwar auf einem so niedrigen Niveau, daß sogar der schlechteste Kalauer im Vergleich dazu Hochkultur wäre. Der Hausgeist wird immer ungemütlicher und nachdem der Professor sein Leben verloren hat, wird es für die übrigen Gäste auch ungemütlich. Zusammen mit Dwight, dem behinderten Assistenten des Professors versuchen sie, den Geist zu vernichten.
Was gibt es an Neuheiten im zweiten Teil? Nicht viele. Es werden nicht nur Horrorfilme parodiert, sondern auch andere Streifen. So gibt zum Beispiel eine Kampfszene, die ganz deutlich „3 Engel für Charlie“ nachempfunden wurde. Ansonsten kann man sagen, daß in dieselben Kerben wie im ersten Teil geschlagen wurde. Ray hat immer noch nicht seine latente Homosexualität offengelegt. Aus dieser Tatsache gestalteten die Gagschreiber eine Reihe von sexistischen Witzen. Das ging sogar soweit, daß Ray die Spielzeugpuppe, die ihn umbringen will, unter dem Bett gegen ihren Willen „vernascht“. Auch die anderen Personen kommen bei den Sexwitzen nicht so kurz. So wird Alex vom unsichtbaren Hausgeist durch ganze Zimmer gefögelt. Ansonsten legen die Filmemacher viel Wert auf Details, aber bei der Szene haben sie geschlampt. Der Oralsex kam noch glaubwürdig rüber, der Rest funktioniert aber mit angezogenem Höschen nicht, welches man mehr als deutlich sehen konnte. Witzrecycling wurde groß geschrieben und deshalb kam mal wieder eine gewaltige Spermafontaine vor. Falls es einen dritten Teil geben sollte, wird man in ihm diesen ausgelutschen Gag garantiert sehen können. Man kann den Humor des Filmes ganz einfach beschreiben: fäkal, sexistisch und politisch unkorrekt.
Die Umsetzung des Filmes ist je nach Rolle gut gelungen. Tim Curry brilliert trotz des schwachen Umfeldes in seiner Rolle als lüsterner Professor. Die bösen Rollen liegen ihm, aber ich hätte mir lieber Rolle in einem niveauvolleren Film gewünscht. Chris Elliott ist im Gegensatz zu seinen vorherigen Rollen sehr tief gesunken. Wenn man ein guter Komiker ist, dann sollte man Niveau beweisen und solche Rollenangebote ablehnen. Aber da wird wohl das Geld schuld gewesen sein. Diesen Grund wird wohl auch James Woods gehabt haben, denn ansonsten kann man sich den miesen Gastauftritt in dem Streifen nicht erklären. Die übrigen Schauspieler kenne ich zu schlecht, um die Darstellung der Charaktere richtig beurteilen zu können. Stellenweise war die Tricktechnik doch etwas sehr billig. Unter anderem war die Kampfszene mit der Katze absolut unglaubwürdig. Nicht der Fakt, daß Katen nicht kämpfen können, war es aber, sondern die Wirkung. Man kann deutlich sehen, daß es eine Puppe ist.
Zu guter Letzt gab es nicht einmal eine Szene nach dem Abspann. Da ich die Szene vom ersten Teil erst bei dieser Vorstellung gesehen habe, es ist übrigens eine Szene mit einem Staubsauger, blieb ich bis zum Schluß und habe mir den Abspann angetan. Er wollte nicht aufhören und als er zu ende war, was kam? Nix! Nicht einmal für so ein kleine Zugabe hat es gereicht. Also könnt ihr ruhig beim Beginn des Abspanns euren Kinositz verlassen, ohne die Angst verspüren zu müssen, irgend etwas zu verpassen.
Das schwierige ist für mich die Bewertung. Ist der Film gut oder schlecht? Bei dem Teil ist es etwas schwer zu beurteilen. Der Film ist politisch unkorrekt und das ist der Humor, den ich mag. Aber er ist auch völlig sexistisch und vulgär. Die Idee war schlecht, die Umsetzung mittelmäßig, der Humor primitiv. Aber ich habe trotzdem lachen müssen. Aber leider wird man den Film nur einmal sehen können, da die Niveaulosigkeit erst dann richtig zum tragen kommt. Über den ersten Teil konnte ich im Kino herzhaft lachen. Aber beim zweiten Mal war er nicht mehr so komisch. Beim zweiten Teil wird es ähnlich sein, nur das der erste Teil schlechter als der erste Teil ist. Diesen Film als gut zu bezeichnen, wäre eine Auszeichnung, die er nicht verdient. So schlecht war er nun auch wieder nicht. Eine mittelmäßige Bewertung ist für mich die daraus resultierende Entscheidung. Eine Empfehlung spreche ich aber nicht aus. Wer den ersten Teil geliebt hat, der kann ihn sich anschauen. Wer ihn nicht mochte, der sollte ihn sich nicht anschauen. Das Eintrittsgeld sollte man dann lieber in eine Kinokarte für einen Film mit mehr Anspruch investieren.
31 Bewertungen, 3 Kommentare
-
31.08.2006, 10:58 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
-
13.08.2006, 17:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß :-)) Marianne
-
28.04.2002, 15:10 Uhr von sunstar0210
Bewertung: sehr hilfreichder Film war einfach nur schlecht..schlechter als der erste teil :o( ..lieben Gruß sagt sunny
Bewerten / Kommentar schreiben