Schatten der Wahrheit (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von catmother
Am Ende kriegt sich dich doch, die Wahrheit
Pro:
guter Thrill, professionell gemacht, tolle Darsteller
Kontra:
im Grunde nichts
Empfehlung:
Ja
** Die Geschichte **
Claire (Michelle Pfeiffer) und Norman Spencer (Harrison Ford) führen eine recht glückliche und normale Ehe. Gerade haben sie das alte Haus am Meer von Normans verstorbenem Vater fertig renoviert. Norman ist ein erfolgreicher Wissenschaftler und wurde Inhaber des DuPont-Lehrstuhls für Genetik an der Universität. Beide lieben Caitlin (Katharine Towne), Claires Tochter aus erster Ehe abgöttisch und haben ein tolles Verhältnis zu ihr.
Sicher, es gibt inzwischen den Eheleuten das eine oder andere Problem: Norman ist oft beschäftigt und selten zu Hause, Claire fühlt sich einsam und manchmal bereut sie, daß sie zugunsten ihrer Ehe eine Karriere als Cellistin aufgegeben hat. Jetzt erste recht, nachdem Caitlin in eine andere Stadt aufs College gegangen ist und sie niemanden mehr hat, den sie umsorgen kann. Aber wie gesagt, sie sind eine glückliche Familie.
Die einzigen Störenfriede in ihrer Idylle sind offenbar die neuen Nachbarn, ein Ehepaar, das sich dauernd streitet, dann aber auch wieder lautstark versöhnt. Eines Tages findet sie die Frau sogar völlig verstört in deren Garten, doch Mary Fuer sagt nicht, wovor sie sich so fürchtet. Kurz darauf beobachtet Claire, wie der Mann in einer regnerischen Nacht einige große Paket ins Auto verlädt und ist nun endgültig überzeugt, daß Mr. Feur (James Remar) seine Frau ermordet hat. Ein einsamer Schuh mit einem Blutfleck und die unberührte Einrichtung des Hauses scheinen ihre Vermutung zu bestätigen.
Gleichzeitig gehen im Haus der Spencers seltsame Dinge vor: die Eingangstür öffnet sich öfters wie von Geisterhand, eine Fotografie fällt ohne Fremdeinwirkung vom Tisch, die Badewanne füllt sich von selbst und einmal sieht Claire eine Frau sich neben sich im Wasser spiegeln. Norman glaubt nicht an derlei Dinge und hält seine Frau erst für überspannt, später sogar für so durchtrieben, daß sie mit diesen Geschichten seine Aufmerksamkeit erregen und seine Arbeit sabotieren will.
Ein Psychiater rät ihr (der hat offensichtlich „The Sixth Sense“ gesehen“), Kontakt zu dem Geist aufzunehmen, sie zu fragen, was sie will. Eine Seance mit ihrer Freundin Jodi und einem Ouija-Brett ist zwar etwas mystisch, bringt aber keine Klarheit. Claire ist sich sicher, daß es der Geist der ermordeten Nachbarin Mary Fuer ist. Doch die taucht plötzlich quicklebendig wieder auf.
Erst die Begegnung mit einer alten Dame bei einem Empfang, die sie an etwas erinnert, was vor einem Jahr passierte, weckt ihr Gedächtnis wieder auf und nun kommt sie einer furchtbaren Geschichte auf die Spur.
** Darsteller **
Der Film wird natürlich hauptsächlich von den beiden Hauptdarstellern getragen.
Harrison Ford sehe ich zum allerersten Mal in einer ausgesprochen ambivalenten und bösen Rolle. Das komische ist, daß er dabei nicht mal richtig bösartig ist. Ich dachte sogar dann am Schluß immer, daß man dem Mann ja fast nichts übel nehmen kann. Er begeht seine Grausamkeiten auf so nette, fürsorgliche und beinahe liebevoll-böse Art und Weise, daß ich keine so starke Aversion gegen diese Figur entwickeln konnte. Ein Mann mit Fehlern, sagt er selbst zu seinem Charakter. Na ja, das Ergebnis ist aber schon heftig.
Michelle Pfeiffer hat in ihrer langen Karriere mit praktisch allen wichtigen Regie- und Schauspielkollegen der letzten Jahrzehnte zusammengearbeitet, drei Oscar- und fünf Golden Globe-Nominierungen und einen Golden Globe in der Kategorie Beste Darstellerin bekommen. Grund dafür sind ihre darstellerische Bandbreit, die von der schlichten Kellnerin bis zur Diva im Abendkleid oder der Heldin in Lack und Ledder alles spielen kann.
Nach der Ausbildung zur Gerichtsreporterin, Nebenjob im Supermarkt und Preisen bei Schönheitswettbewerben begann sie eine Schauspielausbildung und hatte ihr Filmdebüt 1979 in "Hollywood Knights". Die erste große Rolle hatte sie an der Seite von Jeff Goldblum in "Kopfüber in die Nacht" (1985). Filme wie "Gefährliche Liebschaften" (1988), "Die fabelhaften Baker Boys" (1989) oder "Love Field" (1991) brachten ihr Oscarnominierungen und viel Aufmerksamkeit.
Zuletzt sah man sie in "Ich bin Sam" (2001) und "Weißer Oleander" (2002).
Von Michelle Pfeiffer war ich diesmal nicht ganz so hundertprozentig überzeugt. Zum einen sah sie aus wie eine ausgehungerte Bohnenstange. Vergleicht man ihr Aussehen mal mit Filmen wie „Sommernachtstraum“ oder „Tag wie dieser“, dann könnte man glauben, sie ist dem allgegenwärtigen Schlankheitswahn von Hollywood verfallen.
Zum anderen war sie mir ein wenig zu hysterisch. Angst vor dem Unbekannten, gut und schön, aber diese nervenschwachen Reaktionen waren mir manchmal zu dick aufgetragen. Nichtsdestotrotz spielt sie natürlich routiniert, gekonnt und mit viel Leidenschaft.
** Meine Meinung **
Ich habe gelesen, daß dieser Film sage und schreibe in einer Drehpause zu Zemeckis „Verschollen – Cast away“ entstanden ist. Die Zeit, in der Tom Hanks abspecken mußte, um seine Rolle auf der Insel glaubhaft zu machen, nutzte der Regisseur für einen zweiten Film, sein erster in diesem Genre.
Dieser Suspense-Thriller schwimmt eindeutig auf der Welle von „Schatten der Vergangenheit“, „Sixht Sense“ oder „Unbreakable“ aus der neueren Zeit. Dabei ist er eindeutig ganz hervorragend gemacht, wie man es von Zemeckis auch nicht anders erwarten sollte.
Dabei fällt auf, daß einige Details und Kleinigkeiten in Kameraführung und Szenen sehr an ein paar gute Filme von Alfred Hitchcock erinnern, der hier wohl ein wenig gewürdigt wird.
Auch wenn der Film nur langsam in Fahrt kommt und uns lange ziemlich verwirrt bleiben läßt, ist die Gänsehaut spätestens am dem ersten Drittel gewiß. Es sind diese Kleinigkeiten, die die Spannung so erhöhen und einem als Zuschauer atemlos dasitzen läßt, z.B. bei der Szene mit der Seance im Badezimmer – da kann einem schon das Gruseln kommen. Und genau das ist ja auch beabsichtigt, mitfiebern, mitleiden, miträtseln bis zum bitteren Ende, das allerdings nicht so ganz überraschen kann, weil es eher konventionell gestaltet ist.
** Meine Meinung **
Nicht nur für Fans von Pfeiffer und Ford ein absolutes Muß. Gutes, professionelles Gruselkino.
** Daten **
USA 2000
Genre: Thriller
Originaltitel: What Lies Beneath
Regie: Robert Zemeckis
Musik: Alan Silvestri
FSK 16
** Die DVD **
Regionalcode: 2 (PAL)
Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment
Release-Datum: 02.08.2001
Tonformate: Englisch Dolby Digital 5.1, Deutsch Dolby Digital 5.1
Untertitel: Englisch / Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: Anamorphic Widescreen 2.35:1
Bonusmaterialien:
- Audiokommentar mit Regisseur Robert Zemeckis und den Produzenten Steve Starkey und Jack Rapke
- HBO Fist Look Featurette: Constructing the Perfect Thriller (15 min)
- US Trailer
- Produktionsnotizen (Texttafeln)
- Info Cast & Crew (Texttafeln)
52 Bewertungen, 18 Kommentare
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09.04.2006, 17:35 Uhr von bavaria123
Bewertung: sehr hilfreich##### SH #####
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07.04.2006, 14:22 Uhr von marti22
Bewertung: sehr hilfreich<b> Lieben Gruß Tina </b>
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02.04.2006, 14:43 Uhr von sape26
Bewertung: sehr hilfreichden fand ich auch super! enau die richtige Mischung :)lg,Sandra
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25.03.2006, 20:00 Uhr von Kranich
Bewertung: sehr hilfreichsh - *lg und danke für gute rückbewertungen* :-))
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24.03.2006, 13:49 Uhr von Naffy
Bewertung: sehr hilfreich<b><u><i>Gruß Naffy</i></b></u>
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24.03.2006, 13:02 Uhr von PoisonAngel
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht. Lg und schönes Wochenende. Nicole
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24.03.2006, 12:57 Uhr von lemsi
Bewertung: sehr hilfreichDein Bericht ist sehr gut gegliedert und sehr ausführlich, ich gebe dir gerne dafür ein sehr hilfreich und hoffe auf eine Gegenlesung :-) In diesem Sinne einen schönen Tag. lg lemsi
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24.03.2006, 12:47 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreichAHA !! . . . . . und ich sage und schreibe immer ‚AHA’, wenn ich mal wieder was Neues gelernt hab’. Und bei diesem Bericht habe ich viel für mich Neues erfahren.
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24.03.2006, 12:37 Uhr von franjanina
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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24.03.2006, 12:08 Uhr von Django006
Bewertung: sehr hilfreichsh & *lg* Alan :o))))
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24.03.2006, 12:07 Uhr von boergy
Bewertung: sehr hilfreichEin klasse Film! Toller Bericht!
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24.03.2006, 12:06 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich <br/>
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24.03.2006, 12:05 Uhr von Mieze83
Bewertung: sehr hilfreichGegenlesungen werden belohnt ***lg***
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24.03.2006, 12:04 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich***SH und LG***
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24.03.2006, 12:03 Uhr von LeonTheProfi
Bewertung: sehr hilfreichfreue mich auf gegenlesung denn <br/> <br/> 1 LESUNG =1GEGENLESUNG
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24.03.2006, 12:02 Uhr von steinchen512
Bewertung: sehr hilfreichSEHR HILFREICH! <br/>LG steinchen512
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24.03.2006, 12:01 Uhr von moniseiki
Bewertung: sehr hilfreich************************************* <br/>************************************* <br/>*****Ich lese gerne zurück********* <br/>************************************* <br/>*****Liebe grüße moniseiki******* <br/>************************************* <br/>***
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24.03.2006, 12:01 Uhr von iii
Bewertung: sehr hilfreichfreue mich über Gegenlesungen-anna
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