Schatten der Wahrheit (DVD) Testbericht

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Schatten-der-wahrheit-dvd-horrorfilm
ab 3,08
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Erfahrungsbericht von suppengirl

Und die Logik sagt auf Wiedersehen...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Voller Vorfreude und Erwartungen habe ich mir heute den hoch gelobten neuen Film von Robert Zemeckis ("Forrest Gump") angesehen. Kritiken, Meinungen hier bei Ciao und auch die Besetzung - Michelle Pfeiffer ("Die Hexen von Eastwick") und Harrison Ford ("Auf der Flucht") in den Hauptrollen - versprachen einen Kinoabend höchster Klasse. Leider passiert es bei so einer hohen Erwartungshaltung relativ oft, dass man enttäuscht wird. Heute war so ein Fall.

Erst einmal ganz allgemein zur Story: Claire und Norman Spencer leben in Vermont in einer ziemlich einsamen Gegend. Die einzige Tochter ist aus dem Haus und Norman arbeitet den ganzen Tag (und oft auch die halbe Nacht). Claire fühlt sich recht einsam und sucht nach neuen Aufgaben. Eines Tages beginnen gespenstische Dinge im Haus zu passieren. Claire beobachtet auch seltsame Vorgänge im Nachbarhaus und ist bald davon überzeugt, dass ihr Nachbar seine Frau umgebracht hat. Langsam beginnt sie auch an Geister zu glauben, bloß sonst glaubt ihr natürlich keiner.

Mehr möchte ich vom Inhalt an dieser Stelle noch nicht verraten (erst später im Text, aber dann nur weiter lesen, wenn ihr den Film schon gesehen habt!).

Ohne Zweifel ist "Schatten der Wahrheit" sehr gut gemacht. Special Effects, eine wunderbare Kameraarbeit, die charismatischen Darsteller und die immer unheimlicher werdende Atmosphäre am anfangs doch so beschaulich wirkenden Hauptschauplatz des Films. Einige Szenen sind auch dabei, die Leuten mit schwachen Nerven sicher die Haare zu Berge stehen lassen (ich bin da leider wohl schon zu abgebrüht). Und die Szene fast ganz zum Schluss in der Badewanne (schaut ihn euch an, dann wisst ihr, was ich meine!) ist tatsächlich eine der spannendsten gewesen, die ich in den letzten Jahren im Kino gesehen habe.

Und jetzt zu den Abers:
Was mich schon mal gestört hat und bei mir lange nicht die rechte Spannung aufkommen ließ, war, dass viel zu lange noch komische Elemente eingestreut wurden. Dann plötzlich mit einem Schlag ist alles bitterernst, die Protagonistin dem Wahnsinn nahe. Das ging mir etwas zu abrupt.
Jaja, der Schluss ist spannend, aber ich hasse Showdowns, die sich derart in die Länge ziehen. Da meint man fünf Mal jetzt ist alles zu Ende und dann passiert doch noch mal was. Da wäre auch bei diesem Film weniger mehr gewesen.
In "Schatten der Wahrheit" spielen übernatürliche Faktoren eine Rolle. O.k., wenn es so ist, dann heißt das aber noch lange nicht, dass man vollkommen auf Logik verzichten kann. Schließlich sind die eigentlichen Akteure NICHT übernatürlich und deshalb werden sie sich auch letztendlich logisch verhalten. Das tun sie aber in diesem Streifen nicht immer (später folgt ein Beispiel).

So, damit sich das jetzt nicht zu negativ anhört: Ich fand den Film nicht schlecht, habe einen kurzweiligen Abend im Kino verbracht und mich vor allem über Michelle Pfeiffer und Harrison Ford in Höchstform gefreut. Aber ich habe mir einfach viel mehr erwartet. Deswegen auch nur eine Wertung von drei Sternen. Normalerweise wären es bestimmt vier geworden, aber ich neige dazu mit Sternen zu knausern, wenn ein Film für mich allgemein überschätzt, bzw. auch mal einen mehr herzugeben, wenn ein Streifen für meine Begriffe zu sehr verrissen wird.

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WARNUNG WARNUNG WARNUNG !!!!!
Nicht weiter lesen, wenn ihr den Film noch nicht gesehen habt und ihn noch sehen wollt!
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Und nun für alle, die den Film schon gesehen haben!

Also, ich habe einige Male gelesen, dass der Film so viele Wendungen nimmt und den Zuschauer ständig auf falsche Fährten führt. O.k., o.k. Claire meint zunächst, die Nachbarsfrau wurde ermordet. Dass das nicht stimmt, war mir (vielleicht nur eine Ahnung) ziemlich schnell klar und wird eigentlich auch relativ früh aufgelöst.
Danach stellt sich doch ziemlich bald nur noch die Frage: Hat Norman etwas mit dem Verschwinden des Mädchens zu tun oder nicht. Falsche Fährten gibt’s da nicht wirklich, lediglich offene Fragen. Wenn ich nur daran denke, was ich alles für abstruse Ideen hatte, weil ich dachte, da müsse noch eine enorme Wendung eintreten!

Das angekündigte Beispiel für unlogische Details folgt nun auch: Wieso um alles in der Welt legt Claire das Kettchen der Toten an, nachdem Norman den Anruf getätigt hat? Und wieso braucht sie so lange, bis sie auf die Wahlwiederholung drückt? Das passt irgendwie nicht zusammen. Vielleicht versteh ichs nur nicht, bin für jeden Hinweis dankbar!

Und nun der größte Pluspunkt des Films:

ICH FASSE ES NICHT! Harrison Ford ist der Bösewicht. Das konnte ich bis zum Schluss kaum glauben und das ist wohl auch der große Clou der Besetzung und ein Faktor, der mit am stärksten für die Spannung sorgt. Und was für ein Bösewicht. Ich hoffe, er wird in Zukunft öfter mal in ähnlichen Rollen besetzt, denn ich finde, dass er seine Sache hier sehr gut gemacht hat!

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