Schindlers Liste (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2004
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Erfahrungsbericht von kassandra
Wieder ein Spielberg’sches Meisterwerk
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlung:
Ja
Der Film „Schindler’s Liste“ basiert auf dem 1982 erschienenen gleichnamigen Buch von Thomas Keneally.
Oskar Schindler (Liam Neeson), 1908 geboren, Sohn eines Fabrikanten aus Mähren, folgt Ende 1939 der deutschen Wehrmacht nach Krakau. Er ist Mitglied der NSDAP, Alkoholiker und Frauenheld. In Krakau kauft er eine jüdische Emaillefabrik. Weil er kriegswichtige Güter produziert darf er Juden aus dem KZ zur Arbeit in seiner Fabrik einsetzen. Zunächst ist es reines Profitdenken seinerseits, Juden als billige Arbeitskräfte für seinen florierenden Betrieb einzusetzen.
Innerhalb kurzer Zeit ist er mit jedem wichtigen Nazi in Krakau befreundet, er macht großzügige Geschenke, arrangiert ausschweifende Feste, besticht, wo es sich lohnt. Dank seiner glänzenden Beziehungen zur Krakauer Militärobrigkeit und Schwarzmarkthändlern wird er schnell ein einflussreicher Mann.
1942 erlebt Schindler die Auflösung des Krakauer Ghettos. Er sieht mit an, wie alle Juden zusammengetrieben und teilweise auf der Straße erschossen werden. Die Überlebenden werden in das Arbeitslager Plaszów gebracht. Dieses Arbeitslager wird vom KZ-Kommandanten Amon Göth geleitet. Als das Lager 1944 aufgelöst wird erschleicht sich Schindler die Genehmigung, seinen Betrieb nach Brünnlitz in Mähren zu verlegen. Er schließt mit Göth einen „Kuhhandel“: Er verwendet sein gesamtes Geld, um so viele Juden wie möglich als Arbeitskräfte zu kaufen. Mit Hilfe seines jüdischen Prokuristen erstellt er eine Liste, Schindler’s Liste, auf ihr stehen die Namen von 800 Männern und 300 Frauen. Als man die Frauen trotzdem nach Auschwitz deportiert besticht Schindler die dortigen SS-Bewacher mit einem Säckchen Diamanten, damit die Jüdinnen doch noch nach Zittau verbracht werden.
Schindler war klar, dass er den Russen nicht in die Hände fallen durfte, denn für sie wäre er nichts weiter als ein deutscher Kriegsgewinnler mit dubiosen Verbindungen zu führenden Nationalsozialisten gewesen. „Seine“ Juden schmiedeten zum Abschied aus ihrem eigenen Zahngold einen Ring, in dem sie den Talmud-Spruch „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt“ eingravieren.
Was der Film nicht mehr zeigt ist die Geschichte Oskar Schindler’s nach Kriegsende.
Seine Flucht endete in Argentinien. Völlig verarmt kehrte er nach Deutschland zurück. Ende der sechziger Jahre reiste Schindler erstmals nach Israel. Dort wurde er von 220 Überlebenden begrüßt, die einst auf seiner Liste standen. 1974 starb er in Hildesheim und wurde in Jerusalem beigesetzt. Dort wird er noch heute als „Gerechter der Nation“ geehrt. Er war gewiss kein unschuldiger Mann. Mit der Rettung von insgesamt 1.200 Juden bewies er allerdings Zivilcourage.
Gedreht wurde „Schindler’s Liste“ größtenteils in Schwarzweiß und an Originalschauplätzen in Krakau. Bei Filmkritikern löste er die unterschiedlichsten Reaktionen aus. Es gab viele Stimmen, die Spielberg nicht gerade dafür lobten, dieses Thema aufzugreifen. Immerhin wurde „Schindler’s Liste“ für zwölf „Oscars“ nominiert, erhielt allerdings „nur“ 7, in den Kategorien Bester Film, Ausstattung, Drehbuch, Musik, Kamera, Regie und Schnitt. Für Liam Neeson blieb es leider nur bei der Nominierung; Ben Kingsley bekam noch nicht einmal diese, obwohl ich auch seine Darstellung des Itzhak Stern hervorragend fand.
Mit persönlich hat der Film viel gegeben. Die Thematik Holocaust interessiert mich schon lange und ich habe dazu bereits viele Bücher gelesen und Filme gesehen. „Schindler’s Liste“ ist für mich einer der besten Filme. Auch seine Länge von fast 190 Minuten konnte mich nicht davon abhalten, diesen Film mehrfach zu sehen.
Oskar Schindler (Liam Neeson), 1908 geboren, Sohn eines Fabrikanten aus Mähren, folgt Ende 1939 der deutschen Wehrmacht nach Krakau. Er ist Mitglied der NSDAP, Alkoholiker und Frauenheld. In Krakau kauft er eine jüdische Emaillefabrik. Weil er kriegswichtige Güter produziert darf er Juden aus dem KZ zur Arbeit in seiner Fabrik einsetzen. Zunächst ist es reines Profitdenken seinerseits, Juden als billige Arbeitskräfte für seinen florierenden Betrieb einzusetzen.
Innerhalb kurzer Zeit ist er mit jedem wichtigen Nazi in Krakau befreundet, er macht großzügige Geschenke, arrangiert ausschweifende Feste, besticht, wo es sich lohnt. Dank seiner glänzenden Beziehungen zur Krakauer Militärobrigkeit und Schwarzmarkthändlern wird er schnell ein einflussreicher Mann.
1942 erlebt Schindler die Auflösung des Krakauer Ghettos. Er sieht mit an, wie alle Juden zusammengetrieben und teilweise auf der Straße erschossen werden. Die Überlebenden werden in das Arbeitslager Plaszów gebracht. Dieses Arbeitslager wird vom KZ-Kommandanten Amon Göth geleitet. Als das Lager 1944 aufgelöst wird erschleicht sich Schindler die Genehmigung, seinen Betrieb nach Brünnlitz in Mähren zu verlegen. Er schließt mit Göth einen „Kuhhandel“: Er verwendet sein gesamtes Geld, um so viele Juden wie möglich als Arbeitskräfte zu kaufen. Mit Hilfe seines jüdischen Prokuristen erstellt er eine Liste, Schindler’s Liste, auf ihr stehen die Namen von 800 Männern und 300 Frauen. Als man die Frauen trotzdem nach Auschwitz deportiert besticht Schindler die dortigen SS-Bewacher mit einem Säckchen Diamanten, damit die Jüdinnen doch noch nach Zittau verbracht werden.
Schindler war klar, dass er den Russen nicht in die Hände fallen durfte, denn für sie wäre er nichts weiter als ein deutscher Kriegsgewinnler mit dubiosen Verbindungen zu führenden Nationalsozialisten gewesen. „Seine“ Juden schmiedeten zum Abschied aus ihrem eigenen Zahngold einen Ring, in dem sie den Talmud-Spruch „Wer ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt“ eingravieren.
Was der Film nicht mehr zeigt ist die Geschichte Oskar Schindler’s nach Kriegsende.
Seine Flucht endete in Argentinien. Völlig verarmt kehrte er nach Deutschland zurück. Ende der sechziger Jahre reiste Schindler erstmals nach Israel. Dort wurde er von 220 Überlebenden begrüßt, die einst auf seiner Liste standen. 1974 starb er in Hildesheim und wurde in Jerusalem beigesetzt. Dort wird er noch heute als „Gerechter der Nation“ geehrt. Er war gewiss kein unschuldiger Mann. Mit der Rettung von insgesamt 1.200 Juden bewies er allerdings Zivilcourage.
Gedreht wurde „Schindler’s Liste“ größtenteils in Schwarzweiß und an Originalschauplätzen in Krakau. Bei Filmkritikern löste er die unterschiedlichsten Reaktionen aus. Es gab viele Stimmen, die Spielberg nicht gerade dafür lobten, dieses Thema aufzugreifen. Immerhin wurde „Schindler’s Liste“ für zwölf „Oscars“ nominiert, erhielt allerdings „nur“ 7, in den Kategorien Bester Film, Ausstattung, Drehbuch, Musik, Kamera, Regie und Schnitt. Für Liam Neeson blieb es leider nur bei der Nominierung; Ben Kingsley bekam noch nicht einmal diese, obwohl ich auch seine Darstellung des Itzhak Stern hervorragend fand.
Mit persönlich hat der Film viel gegeben. Die Thematik Holocaust interessiert mich schon lange und ich habe dazu bereits viele Bücher gelesen und Filme gesehen. „Schindler’s Liste“ ist für mich einer der besten Filme. Auch seine Länge von fast 190 Minuten konnte mich nicht davon abhalten, diesen Film mehrfach zu sehen.
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