School of Rock (VHS) Testbericht
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Erfahrungsbericht von togri
So ein Lehrer wär ne nette Abwechslung
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlung:
Ja
Nachdem ich zwei Tage lang all meine Überredungskünste eingesetzt habe, sind wir gestern Abend endlich mal wieder ins Kino gegangen. „School of Rock” gehört zwar nicht zu den Filmen, die ich unbedingt sehen wollte, aber ich hab dann doch nachgegeben, weil der Film ja schon irgendwie interessant erschien.
~°~ Die Story ~°~
Dewey Finn (Jack Black) ist Sänger und Gitarrist in einer Band und lebt bei seinem konservativen Freund Ned Schneebly (Mike White). Dewey hat seit Monaten keine Miete gezahlt, was Neds zickige Freundin Patti (Sarah Silverman) noch mehr aufregt, als Ned selber. Die beiden setzen Dewey eine Frist und eigentlich wäre das für ihn zu schaffen, denn mit seiner Band will er in einigen Wochen am „Battle of the Band“-Contest teilnehmen, bei dem 20.000$ zu gewinnen sind. Bei ihrem letzten Konzert hat er sich aber so zum Affen gemacht, dass er kurzerhand aus der Band geworfen wird.
Ned und Patti machen nun aber noch mehr Druck wegen der Miete und man glaubt es gebe kaum einen Ausweg mehr für Dewey. Doch dann kommt ein Telefonanruf, der Deweys Lage zu retten scheint.
Ned arbeitet als Aushilfslehrer an Schulen und nun braucht eine Grundschule seine Hilfe. Dewey, der den Anruf der Schule entgegen nimmt, zögert nicht lange und gibt sich als Ned aus, schließlich sind 650$ pro Woche zu verdienen.
Am nächsten Morgen schmeißt Dewey sich in Schale und beginnt seinen neuen Job als Ned Schneebly. Nichtsahnend findet er sich nun vor einer Klasse 10-jähriger wieder. Sein Konzept, in den nächsten Wochen keinen Unterricht zu geben und einfach nur Pause zu machen akzeptieren die Schüler allerdings nicht, denn sie sind Schüler einer Elite-Privatschule und dieses Bewusstsein wurde ihnen schon soweit verinnerlicht, dass Dewey schon bald zu hören kriegt, dass ihre Eltern nicht 15.000$ im Jahr für 3 Wochen Pause bezahlen würden.
„Ihr wollt also was lernen?“ Dewey hatte seine Klasse beim Musikunterricht gehört und seine Idee scheint super. Kurzerhand holt er aus seinem Auto Instrumente und zeigt seinen Schülern, was sie auf E-Gitarre, Schlagzeug und Keyboard zu spielen haben. Da nun aber nur sechs Schüler eine Aufgabe haben, beschwert sich der Rest und so stellt Dewey eine Rockband zusammen, mit Musikern, Backgroungsängern, Management, Roadies und Security. Seinen Schülern verkauft er dies als Projekt an dem viele amerikanische Schulen teilnehmen würden, über das sie allerdings (noch) kein Wort verlieren dürfen, weil die offizielle Probe erst im nächsten Quartal beginne dürfe. Die Schüler scheinen ihm zu glauben und Dewey sieht sich schon den „Battle of the Band“ gewinnen.
Dewey schmeißt kurzerhand den Stundenplan um und statt Mathe, Englisch und Bio stehen nun Rock-Geschichte und Proben an.
Vom Kollegium erfährt Dewey, dass die konservative Direktorin auf einer Feier nach einer gewissen Menge Alkohol auf einen Song total abgefahren sei (sie hätte auf dem Tisch getanzt, was unvorstellbar scheint, so bieder, wie sie wirkt) und nun lädt Dewey sie auf einen Kaffee ein. Aus Kaffee wird Bier, denn die beiden landen in einer Rock-Kneipe und als Dewey an der Jukebox DEN Song wählt kreischt die Direktorin (Joan Cusack), dass sie den Song lieben würde und rockt im Sitzen mehr oder weniger ab. Dewey erzählt ihr, dass er mit seinen Schülern Ende des Monats ein Konzert in der Philharmonie besuchen wolle und die Direktorin macht, trotz Zweifeln, eine Ausnahme, weil ein solcher Ausflug an ihrer Schule nicht üblich sei, und stimmt zu. Das Projekt scheint gerettet und in den nächsten Wochen probt Dewey mit seiner Band was das Zeug hält.
Eines Tages bekommt (der richtige) Ned einen Scheck der Schule, der ja anscheinend irrtümlich ausgestellt worden sei. Dewey muss nun also zugeben, dass er sich als Ned ausgegeben hat. Ned ist entsetzt und seine Freundin bekommt natürlich Wind von der Sache. Kurzerhand geht sie zur Polizei und diese taucht natürlich sofort in der Schule auf, auf dem Elternabend. Nicht nur auf Drängen seiner Schüler gibt Dewey nun zu, dass er ein Betrüger ist und dass er mit seiner Band nur den Contest gewinnen will, weil er Geld braucht. Er wird der Schule verwiesen und steht nun also wieder ohne Geld und anscheinend auch bald ohne Dach über dem Kopf da. Seine Schüler wollen ihn aber nicht hängen lassen und so fahren sie mit dem, ohnehin schon gecharterten, Bus zu Dewey, holen ihn aus dem Bett und fahren zum Contest. Im Rausgehen erfahren Ned und Patti davon und endlich springt Ned über seinen Schatten. Er war früher selbst Rocker und hat nur wegen Patti aufgehört. Er war ihr immer hörig, aber jetzt lässt er sie einfach dumm stehen und folgt Dewey zum Contest.
In der Schule belagern die aufgebrachten Eltern die Direktorin, die ihnen nun, zu dem Skandal um Dewey, auch noch mitteilen muss, dass ihre Kinder weg sind.
Auch sie fahren zum Contest und drängeln sich in die erste Reihe vor.
Die Band tritt auf und begeistert das Publikum sofort. Auch die Eltern und die Direktorin lassen sich begeistern und sind entsetzt, als die Band den Contest nicht gewinnt. Das Publikum will „School of Rock“ als Sieger sehen und unter diesen Rufen kehrt die Band auf die Bühne zurück und gibt eine Zugabe.
Dewey ist natürlich kein Aushilfslehrer mehr, aber mit seiner Band probt er nun zu Hause und auch Ned unterstützt Deweys „School of Rock“, indem er kleineren Kindern beibringt E-Gitarre zu spielen.
~°~ Besetzung ~°~
Den Haupdarsteller Jack Black kannte ich bewusst nicht, aber er hat z.B. auch in „Schwer Verliebt“ mitgespielt. Er ist selber auch Musiker und nicht nur deshalb finde ich ihn wunderbar in der Rolle des Dewey Finn. Wie er selbst von sich sagt ist er „professionell dick“ und ich wüsste keinen anderen Schauspieler, den ich in seiner Rolle hätte sehen wollen. Ihm liegt die Rolle des Rockers und daher bringt er dies auch authentisch rüber. Und auch gerade durch die Pfunde, die er zu viel hat, und die besonders am Anfang des Films einen gewissen Ekel beim Zuschauer erzeugen, passt auch die „Buh-Mann“-Rolle. Black blüht in seiner Rolle auf und begeistert. Die Rolle scheint ihm auf den Leib geschnitten zu sein.
Joan Cusack sagte mir genauso wenig und ich habe auch andere Filme mit ihr, wie z.B. „High Fidelity“, noch nicht gesehen, aber auch zu ihr passt die Rolle wunderbar. Als absolut konservative Direktorin, die einfach nur bieder aussieht und sofort Abneigung vom Zuschauer erhält, glänzt sie in einer Nebenrolle. Sie bringt aber auch absolut glaubhaft herüber, dass Rosalie Mullins gezwungenermaßen konservativ ist und im Grunde nicht anders ist, als ein „normaler“ Mensch.
Mike White, nicht nur Schauspieler (Orange County), sondern auch Drehbuchautor, sagte mir natürlich auch nichts, wobei er wirklich das bekannteste Gesicht für mich war (komischerweise). Als höriger Freund einer Mega-Zicke und Besserwisserin wird er fast schon bemitleidet. Während des Films, insbesondere in der Szene, als der anscheinend falsche Scheck ankommt, merkt der Zuschauer, dass White nur gezwungenermaßen hörig ist. Er scheint alles zu tun, um seine geliebte Patti nicht zu verlieren. Als er zum Schluss über seinen Schatten springt und Patti stehen lässt, fällt dem Zuschauer fast schon ein Stein vom Herzen, denn White zeigt im Film wirklich klasse, dass Ned Schneebly eigentlich ganz anders ist und auch sein will.
Erwähnenswert sind natürlich noch die Schüler, die ihre Rolle auch alle super spielen. Am besten hat mir eigentlich die Klassensprecherin und spätere Managerin der Band gefallen. Von Anfang an ist sie total unsympathisch, noch unsympathischer, als die Direktorin. Sie tut total erwachsen, aber gleichzeitig merkt man, dass sie auch einfach nur ein Kind ist.
Die Besetzung ist wahrlich keine Starbesetzung, aber sie ist super ausgewählt.
~°~ Musik ~°~
„School of Rock“ lässt nun wahrlich keine Popmusik erwarten. Hier treffen sich Rock-Klassiker, wie z.B. Led Zeppelin, ACDC und Metallica. Eine andere Musik würde nun wirklich nicht zum Film passen, klar. Natürlich ist die Musikauswahl super, aber das musste sie auch einfach sein.
~°~ Meine Meinung ~°~
Schon zu Beginn wird klar, dass dies ein etwas anderer Film ist. Ohne großes Vorgeplänkel beginnt der Film und der Zuschauer sieht sicher selber durch einen Club laufen und auf Plakaten die Namen der Macher lesen. Alleine das hat mir schon gefallen. Dazu kommt natürlich die tolle Besetzung, die nicht besser hätte sein können.
Besonders erwähnenswert finde ich in der Gesamtheit, außer Beginn und Ende, aber eigentlich nichts. Natürlich sind viele Szenen dabei, die einfach nur klasse sind, wie z.B. die Szene, in der die spießige Direktorin ihr Bier trinkt, das macht ihr so schnell niemand nach.
Wirklich negativ ist mir aber auch nichts aufgefallen. Ok, die Synchronisation ist manchmal nicht so toll und gerade Songs, die übersetzt wurden, hätte man im Original lassen sollen, aber so ausschlaggebend ist das für mich nun nicht.
Die Musik ist, wie gesagt, natürlich passend. Ich kann aber nicht sagen, dass die Auswahl absolut toll ist. Ich finde, dass man hier kaum eine andere Wahl hatte, als solche Klassiker zu nehmen, denn man will ja nun nicht nur Leute ansprechen, die gerne Rock hören, ich spreche bewusst nicht von eingefleischten Rockern, sondern ein breites Feld. Der Film an sich tut das natürlich schon, aber die Musik dürfte auch der jüngeren Generation noch bekannt sein und ein Wiedererkennen von Bekanntem macht sich immer gut.
Der Film thematisiert natürlich irgendwo auch die Kluft zwischen Arm und Reich und gerade die reiche Seite, als Gegensatz zum Hauptdarsteller, wird ziemlich ins lächerliche gezogen. Das passiert aber eher nebenbei und nicht sofort augenscheinlich. Auch wieder ein kleiner Trick :)
Das Ende hat mir gut gefallen, weil der Film nicht einfach aufhört, dann der Abspann kommt und vielleicht hinten dran noch irgendwelche Pannen gezeigt werden, sondern weil die Schauspieler den Film mit einem Lied selber beenden: Dewey und seine Band proben zu Hause und wie auf einem Konzert, spielt jeder ein Solo. Der Text des Songs beendet den Film eigentlich, denn der Abspann läuft die ganze Zeit durchs Bild. Dewey und die Backgroundsängerinnen singen davon, dass der Film ja eigentlich schon zu Ende ist und dass sie immer noch zu sehen sind. (Wortwörtlich kann ich es leider nicht mehr wiedergeben.)
~°~ Allgemeines ~°~
Kinostart: 05.02.2004
Genre: Komödie
FSK: ab 6 Jahre
Laufzeit 109 Minuten
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Mike White
Darsteller: Jack Black (Dewey Finn), Joan Cusack (Rosalie Mullins, Direktorin), Mike White (Ned Schneebly), Sarah Silverman (Patti), Jordan-Claire Green, Veronica Afflerbach, Miranda Cosgrove, Joey Gaydos Jr., Robert Tsai, Angelo Massagli, Kevin Alexander Clark, Maryam Hassan, Caitlin Hale, Cole Hawkins, Brian Falduto, James Hosey, Aleisha Allen, Zachary Infante, Rebecca Brown, Jaclyn Neidenthal, ...
OT: School Of Rock
Land: USA
Jahr: 2003
~°~ Fazit ~°~
„School of Rock“ gehört nicht zu den Filmen, die man unbedingt im Kino sehen muss, aber da gibt es für mich ohnehin nicht viele. Es ist aber ein toller Film, für den man zu Hause schon eine vernünftige Anlage haben sollte :)
Ich fand den Film klasse und war natürlich positiv überrascht, weil mich der Trailer ja nie so wirklich vom Hocker gerissen hatte. Natürlich sollte man ihn sich anschauen, aber ob man dafür nun wirklich ins Kino gehen muss ist die Frage. Ich würde euch raten noch ein wenig zu warten und im Hinterkopf zu behalten, dass ihr den Film gucken wollt :)
Trotzdem vergebe ich natürlich fünf Sterne.
P.S.: Als FSK ist 6 Jahre angegeben, aber ich denke, dass man in dem Alter noch nicht alles im Film verstehen würde, daher habe ich ab 12 Jahren angegeben.
~°~ Die Story ~°~
Dewey Finn (Jack Black) ist Sänger und Gitarrist in einer Band und lebt bei seinem konservativen Freund Ned Schneebly (Mike White). Dewey hat seit Monaten keine Miete gezahlt, was Neds zickige Freundin Patti (Sarah Silverman) noch mehr aufregt, als Ned selber. Die beiden setzen Dewey eine Frist und eigentlich wäre das für ihn zu schaffen, denn mit seiner Band will er in einigen Wochen am „Battle of the Band“-Contest teilnehmen, bei dem 20.000$ zu gewinnen sind. Bei ihrem letzten Konzert hat er sich aber so zum Affen gemacht, dass er kurzerhand aus der Band geworfen wird.
Ned und Patti machen nun aber noch mehr Druck wegen der Miete und man glaubt es gebe kaum einen Ausweg mehr für Dewey. Doch dann kommt ein Telefonanruf, der Deweys Lage zu retten scheint.
Ned arbeitet als Aushilfslehrer an Schulen und nun braucht eine Grundschule seine Hilfe. Dewey, der den Anruf der Schule entgegen nimmt, zögert nicht lange und gibt sich als Ned aus, schließlich sind 650$ pro Woche zu verdienen.
Am nächsten Morgen schmeißt Dewey sich in Schale und beginnt seinen neuen Job als Ned Schneebly. Nichtsahnend findet er sich nun vor einer Klasse 10-jähriger wieder. Sein Konzept, in den nächsten Wochen keinen Unterricht zu geben und einfach nur Pause zu machen akzeptieren die Schüler allerdings nicht, denn sie sind Schüler einer Elite-Privatschule und dieses Bewusstsein wurde ihnen schon soweit verinnerlicht, dass Dewey schon bald zu hören kriegt, dass ihre Eltern nicht 15.000$ im Jahr für 3 Wochen Pause bezahlen würden.
„Ihr wollt also was lernen?“ Dewey hatte seine Klasse beim Musikunterricht gehört und seine Idee scheint super. Kurzerhand holt er aus seinem Auto Instrumente und zeigt seinen Schülern, was sie auf E-Gitarre, Schlagzeug und Keyboard zu spielen haben. Da nun aber nur sechs Schüler eine Aufgabe haben, beschwert sich der Rest und so stellt Dewey eine Rockband zusammen, mit Musikern, Backgroungsängern, Management, Roadies und Security. Seinen Schülern verkauft er dies als Projekt an dem viele amerikanische Schulen teilnehmen würden, über das sie allerdings (noch) kein Wort verlieren dürfen, weil die offizielle Probe erst im nächsten Quartal beginne dürfe. Die Schüler scheinen ihm zu glauben und Dewey sieht sich schon den „Battle of the Band“ gewinnen.
Dewey schmeißt kurzerhand den Stundenplan um und statt Mathe, Englisch und Bio stehen nun Rock-Geschichte und Proben an.
Vom Kollegium erfährt Dewey, dass die konservative Direktorin auf einer Feier nach einer gewissen Menge Alkohol auf einen Song total abgefahren sei (sie hätte auf dem Tisch getanzt, was unvorstellbar scheint, so bieder, wie sie wirkt) und nun lädt Dewey sie auf einen Kaffee ein. Aus Kaffee wird Bier, denn die beiden landen in einer Rock-Kneipe und als Dewey an der Jukebox DEN Song wählt kreischt die Direktorin (Joan Cusack), dass sie den Song lieben würde und rockt im Sitzen mehr oder weniger ab. Dewey erzählt ihr, dass er mit seinen Schülern Ende des Monats ein Konzert in der Philharmonie besuchen wolle und die Direktorin macht, trotz Zweifeln, eine Ausnahme, weil ein solcher Ausflug an ihrer Schule nicht üblich sei, und stimmt zu. Das Projekt scheint gerettet und in den nächsten Wochen probt Dewey mit seiner Band was das Zeug hält.
Eines Tages bekommt (der richtige) Ned einen Scheck der Schule, der ja anscheinend irrtümlich ausgestellt worden sei. Dewey muss nun also zugeben, dass er sich als Ned ausgegeben hat. Ned ist entsetzt und seine Freundin bekommt natürlich Wind von der Sache. Kurzerhand geht sie zur Polizei und diese taucht natürlich sofort in der Schule auf, auf dem Elternabend. Nicht nur auf Drängen seiner Schüler gibt Dewey nun zu, dass er ein Betrüger ist und dass er mit seiner Band nur den Contest gewinnen will, weil er Geld braucht. Er wird der Schule verwiesen und steht nun also wieder ohne Geld und anscheinend auch bald ohne Dach über dem Kopf da. Seine Schüler wollen ihn aber nicht hängen lassen und so fahren sie mit dem, ohnehin schon gecharterten, Bus zu Dewey, holen ihn aus dem Bett und fahren zum Contest. Im Rausgehen erfahren Ned und Patti davon und endlich springt Ned über seinen Schatten. Er war früher selbst Rocker und hat nur wegen Patti aufgehört. Er war ihr immer hörig, aber jetzt lässt er sie einfach dumm stehen und folgt Dewey zum Contest.
In der Schule belagern die aufgebrachten Eltern die Direktorin, die ihnen nun, zu dem Skandal um Dewey, auch noch mitteilen muss, dass ihre Kinder weg sind.
Auch sie fahren zum Contest und drängeln sich in die erste Reihe vor.
Die Band tritt auf und begeistert das Publikum sofort. Auch die Eltern und die Direktorin lassen sich begeistern und sind entsetzt, als die Band den Contest nicht gewinnt. Das Publikum will „School of Rock“ als Sieger sehen und unter diesen Rufen kehrt die Band auf die Bühne zurück und gibt eine Zugabe.
Dewey ist natürlich kein Aushilfslehrer mehr, aber mit seiner Band probt er nun zu Hause und auch Ned unterstützt Deweys „School of Rock“, indem er kleineren Kindern beibringt E-Gitarre zu spielen.
~°~ Besetzung ~°~
Den Haupdarsteller Jack Black kannte ich bewusst nicht, aber er hat z.B. auch in „Schwer Verliebt“ mitgespielt. Er ist selber auch Musiker und nicht nur deshalb finde ich ihn wunderbar in der Rolle des Dewey Finn. Wie er selbst von sich sagt ist er „professionell dick“ und ich wüsste keinen anderen Schauspieler, den ich in seiner Rolle hätte sehen wollen. Ihm liegt die Rolle des Rockers und daher bringt er dies auch authentisch rüber. Und auch gerade durch die Pfunde, die er zu viel hat, und die besonders am Anfang des Films einen gewissen Ekel beim Zuschauer erzeugen, passt auch die „Buh-Mann“-Rolle. Black blüht in seiner Rolle auf und begeistert. Die Rolle scheint ihm auf den Leib geschnitten zu sein.
Joan Cusack sagte mir genauso wenig und ich habe auch andere Filme mit ihr, wie z.B. „High Fidelity“, noch nicht gesehen, aber auch zu ihr passt die Rolle wunderbar. Als absolut konservative Direktorin, die einfach nur bieder aussieht und sofort Abneigung vom Zuschauer erhält, glänzt sie in einer Nebenrolle. Sie bringt aber auch absolut glaubhaft herüber, dass Rosalie Mullins gezwungenermaßen konservativ ist und im Grunde nicht anders ist, als ein „normaler“ Mensch.
Mike White, nicht nur Schauspieler (Orange County), sondern auch Drehbuchautor, sagte mir natürlich auch nichts, wobei er wirklich das bekannteste Gesicht für mich war (komischerweise). Als höriger Freund einer Mega-Zicke und Besserwisserin wird er fast schon bemitleidet. Während des Films, insbesondere in der Szene, als der anscheinend falsche Scheck ankommt, merkt der Zuschauer, dass White nur gezwungenermaßen hörig ist. Er scheint alles zu tun, um seine geliebte Patti nicht zu verlieren. Als er zum Schluss über seinen Schatten springt und Patti stehen lässt, fällt dem Zuschauer fast schon ein Stein vom Herzen, denn White zeigt im Film wirklich klasse, dass Ned Schneebly eigentlich ganz anders ist und auch sein will.
Erwähnenswert sind natürlich noch die Schüler, die ihre Rolle auch alle super spielen. Am besten hat mir eigentlich die Klassensprecherin und spätere Managerin der Band gefallen. Von Anfang an ist sie total unsympathisch, noch unsympathischer, als die Direktorin. Sie tut total erwachsen, aber gleichzeitig merkt man, dass sie auch einfach nur ein Kind ist.
Die Besetzung ist wahrlich keine Starbesetzung, aber sie ist super ausgewählt.
~°~ Musik ~°~
„School of Rock“ lässt nun wahrlich keine Popmusik erwarten. Hier treffen sich Rock-Klassiker, wie z.B. Led Zeppelin, ACDC und Metallica. Eine andere Musik würde nun wirklich nicht zum Film passen, klar. Natürlich ist die Musikauswahl super, aber das musste sie auch einfach sein.
~°~ Meine Meinung ~°~
Schon zu Beginn wird klar, dass dies ein etwas anderer Film ist. Ohne großes Vorgeplänkel beginnt der Film und der Zuschauer sieht sicher selber durch einen Club laufen und auf Plakaten die Namen der Macher lesen. Alleine das hat mir schon gefallen. Dazu kommt natürlich die tolle Besetzung, die nicht besser hätte sein können.
Besonders erwähnenswert finde ich in der Gesamtheit, außer Beginn und Ende, aber eigentlich nichts. Natürlich sind viele Szenen dabei, die einfach nur klasse sind, wie z.B. die Szene, in der die spießige Direktorin ihr Bier trinkt, das macht ihr so schnell niemand nach.
Wirklich negativ ist mir aber auch nichts aufgefallen. Ok, die Synchronisation ist manchmal nicht so toll und gerade Songs, die übersetzt wurden, hätte man im Original lassen sollen, aber so ausschlaggebend ist das für mich nun nicht.
Die Musik ist, wie gesagt, natürlich passend. Ich kann aber nicht sagen, dass die Auswahl absolut toll ist. Ich finde, dass man hier kaum eine andere Wahl hatte, als solche Klassiker zu nehmen, denn man will ja nun nicht nur Leute ansprechen, die gerne Rock hören, ich spreche bewusst nicht von eingefleischten Rockern, sondern ein breites Feld. Der Film an sich tut das natürlich schon, aber die Musik dürfte auch der jüngeren Generation noch bekannt sein und ein Wiedererkennen von Bekanntem macht sich immer gut.
Der Film thematisiert natürlich irgendwo auch die Kluft zwischen Arm und Reich und gerade die reiche Seite, als Gegensatz zum Hauptdarsteller, wird ziemlich ins lächerliche gezogen. Das passiert aber eher nebenbei und nicht sofort augenscheinlich. Auch wieder ein kleiner Trick :)
Das Ende hat mir gut gefallen, weil der Film nicht einfach aufhört, dann der Abspann kommt und vielleicht hinten dran noch irgendwelche Pannen gezeigt werden, sondern weil die Schauspieler den Film mit einem Lied selber beenden: Dewey und seine Band proben zu Hause und wie auf einem Konzert, spielt jeder ein Solo. Der Text des Songs beendet den Film eigentlich, denn der Abspann läuft die ganze Zeit durchs Bild. Dewey und die Backgroundsängerinnen singen davon, dass der Film ja eigentlich schon zu Ende ist und dass sie immer noch zu sehen sind. (Wortwörtlich kann ich es leider nicht mehr wiedergeben.)
~°~ Allgemeines ~°~
Kinostart: 05.02.2004
Genre: Komödie
FSK: ab 6 Jahre
Laufzeit 109 Minuten
Regie: Richard Linklater
Drehbuch: Mike White
Darsteller: Jack Black (Dewey Finn), Joan Cusack (Rosalie Mullins, Direktorin), Mike White (Ned Schneebly), Sarah Silverman (Patti), Jordan-Claire Green, Veronica Afflerbach, Miranda Cosgrove, Joey Gaydos Jr., Robert Tsai, Angelo Massagli, Kevin Alexander Clark, Maryam Hassan, Caitlin Hale, Cole Hawkins, Brian Falduto, James Hosey, Aleisha Allen, Zachary Infante, Rebecca Brown, Jaclyn Neidenthal, ...
OT: School Of Rock
Land: USA
Jahr: 2003
~°~ Fazit ~°~
„School of Rock“ gehört nicht zu den Filmen, die man unbedingt im Kino sehen muss, aber da gibt es für mich ohnehin nicht viele. Es ist aber ein toller Film, für den man zu Hause schon eine vernünftige Anlage haben sollte :)
Ich fand den Film klasse und war natürlich positiv überrascht, weil mich der Trailer ja nie so wirklich vom Hocker gerissen hatte. Natürlich sollte man ihn sich anschauen, aber ob man dafür nun wirklich ins Kino gehen muss ist die Frage. Ich würde euch raten noch ein wenig zu warten und im Hinterkopf zu behalten, dass ihr den Film gucken wollt :)
Trotzdem vergebe ich natürlich fünf Sterne.
P.S.: Als FSK ist 6 Jahre angegeben, aber ich denke, dass man in dem Alter noch nicht alles im Film verstehen würde, daher habe ich ab 12 Jahren angegeben.
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