Schrei wenn Du kannst (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von melannium

Vom Bond-Girl zur Scream-Queen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nicht jeder, der beim Schulball keine Tanzpartnerin abbekommt, wird später gleich zum Serienmörder. Manchmal kann das aber schon passieren...



| S | T | O | R | Y |

Besonders dann, wenn einem so gemein zugesetzt wird wie Jason: Er ist der absolute Aussenseiter seines Jahrgangs – kein Mädchen will mit ihm zum Valentinsball gehen. Shelley, Paige, Kate und Lily lachen ihn nur aus. Als er letztendlich mit der dicken Dorothy beim Knutschen erwischt wird, behauptet diese, von ihm belästigt worden zu sein.
13 Jahre später haben die Mädchen die Ereignisse dieses Abends nahezu verdrängt. Doch Jason bringt sich auf einprägsame Weise wieder in Erinnerung. Valentinskarten mit morbiden Reimen („Rosen sind rot, Veilchen sind blau – zerstückelt erkennt man Dich nicht mehr genau“) verbreiten Angst und Schrecken.

Shelley – mittlerweile eine fleißige Medizinstudentin – darf als erste dran glauben: Während sie sich abends in der Leichenhalle auf ihr Examen vorbereitet, wird sie mit dem grausigsten Erlebnis konfrontiert, das einem Pathologen widerfahren kann. Just als sie zum Schnitt ansetzen will, greift der Leichnam selbst zum Skalpell.
Doch es bleibt nicht bei einem Opfer: Wieder und wieder meuchelt der irre Killer mit der Cherub-Maske ein großbusiges Mädel nach dem anderen dahin.



| K | R | I | T | I | K |

Ob ein weiterer Fließband-Slasherfilm à la „Scream“ und „Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast“ heutzutage noch ein Boxoffice-Hit werden kann ist mehr als zweifelhaft. Schließlich ist das Genre mittlerweile doch ziemlich ausgelutscht. Da kann auch die Cherub-Maske keine wahre Abwechslung bieten.

Immerhin kann der Film gute Ansätze vorweisen: Weil Sex und Liebe in der Tradition des Horrorsfilms schon immer eng mit dem Tod zu tun hatten, ist die Idee, die romantische Stimmung am Valentinstag ins Gegenteil umzukehren, ganz okay. Die Valentinskarten sorgen dabei für den ein oder anderen Lacher, der Plot ist einigermaßen spannend und die Mädels sind auch ganz nett anzuschaun. Ob Denise Richards Entscheidung vom taffen Bond-Girl zur naiven Scream-Queen zu mutieren besonders weise war, sei mal dahingestellt. Immerhin stirbt sie ihren Fans nicht gleich in den ersten fünf Minuten weg, wie Drew Barrymore in „Scream 1“.

Ein weiterer Vorteil gegenüber der Scream-Trilogie ist, dass die Erklärung für die Identität des Killers nicht all zu weit hergeholt ist. In der Gesamtwertung bleibt „Valentine- Schrei, wenn du kannst“ aber deutlich hinter „Scream“ zurück. Die ebenfalls verwendeten Genre-Zitate sind platt und wirken längst nicht so herrlich ironisch.
Sehr schade, wenn man bedenkt, was für ein geniales Werk Regisseur Jamie Blanks mit dem Teenie-Horrorfilm „Urban Legends“ abgeliefert hat.

Die Besetzung des Films ist dafür um so sehenswerter:
Marley Shelton (Kate) spielte zuletzt in „Sugar and Spice“ , Denise Richards (Paige) ist bekannt aus Paul Verhovens „Starship Troopers“ und war im letzten 007-Streifen das sexy Bond-Girl an der Seite von Pierce Brosnan, Jessica Capshaw (Dorothy) sorgt derzeit mit der ABC-TV-Serie „Odd Man Out“ für Schlagzeilen und Jessica Caufiel (Lily) fiel in „Road Trip“ durch ihr komödiantisches Talent auf. In einer Nebenrolle ist David Boreanaz, der Titelstar der Mystery-Serie „Angel“, zu sehen.



| F | A | Z | I | T |

Guck, wenn du willst.

15 Bewertungen, 3 Kommentare

  • JFK2001

    03.04.2003, 12:43 Uhr von JFK2001
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Film war gut, nur das Ende, sprich die letzten 5 Sekunden, habe ich nicht kapiert...

  • druese

    16.02.2002, 22:23 Uhr von druese
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Film war ziemlich schwach...

  • anonym

    16.02.2002, 18:45 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich fand den film ganz gut